Wie geht ihr mit dem sozialen Druck um? Wie wichtig sind euch Materielles, Karriere und Erfolg? Sollte man lieber in Demut leben wie der Papst gesagt hat?

Hallo!

Schon lange Stelle lch mir die Frage, wie jemand der z.B "nur" Erzieher ist, später überleben will? Ich meine immer mehr werden Akademiker und wollen Karriere machen, weil alles immer teuerer wird und die Konsumgüter gefühlt immer mehr werden.

Steigt euch der soziale Druck nicht schon zu Kopf? Wie geht ihr damit um? Ich meine, man kann ja nicht vom Fortschritt fliehen und man muss im System aktiv mitmachen, wenn man leben will.

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich persönlich hab das Gefühl, dass wenn ich nichts vernünftiges erreiche, ich Abfall für die Gesellschaft bin.

Mein Vater meinte, dass demütige systemverweigerer und Moralapostel der größte Abfall im Leben sind...

Vielleicht stimmt meine Einstellung nicht, aber ich kenne das nicht anders. Mir wurde beigebracht, dass Unterklassen Abfall sind und man auf diese scheisen soll...

Ich weiß auch nicht, wie ich meine Meinung ändern sollte, irgendwie hält die bis heute an und hat sich fest in den Kopf gebrannt. Wenn ich nichts erreiche, bin ich nicht wert zu leben. Ich werde Sklave wenn ich nichts erreiche, wenn ich nicht studiere und der Oberklasse angehöre...

Was meint ihr dazu?

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Sohn soll von eigenen Eltern für geschäftsunfähig erklärt werden, wie verhindern?

Der Sohn von Bekannten von mir hat einen bestehenden Onlineshop (inklusive GmbH) gekauft. Das hierfür notwendige Kapital sollte er von einem Investor aus der Schweiz zur Verfügung gestellt bekommen. Es erfolgte ein reger Kontaktaustausch zwischem dem Investor und dem Sohn meiner Bekannten.

Zusätzlich hat der Sohn den besagten Onlineshop gründlichst überprüft und von Fachspezialisten ebenfalls nochmals eingehend überprüfen lassen, ob dieser das Geld tatsächlich wert ist.

Nun haben aber seine Eltern, also meine Bekannten, von der ganzen Sache erfahren.

Sie haben sich sofort mit dem Investor in Verbindung gesetzt. Was genau sie gemacht haben, weiß ihr Sohn leider nicht, auf jeden Fall erfolgt seit diesem Zeitpunkt keinerlei Antwort mehr von dem Investor an den Sohn, wenn dieser sich bei dem Investor meldet und das alles kurz bevor das Kapital geflossen wäre.

Bevor seine Eltern von der ganzen Sache erfahren und Kontakt mit dem Investor aufgenommen hatten, hat dieser sich jedes Mal innerhalb von zwei, drei Stunden bei dem Sohn gemeldet, egal, um was es ging.

Der Sohn hat nun vor wenigen Tagen auch durch Zufall erfahren, dass seine Eltern planen, ihn rechtlich für geschäftsunfähig erklären zu lassen, um mittels Rechtsanwalt rückwirkend den Kauf des Onlineshops rückgängig machen zu können.

Der Sohn hat sich nun gestern hilfesuchend an mich gewandt, weil ich ja auch seine Eltern sehr gut jahrelang schon kenne und er unter keinen Umständen als geschäftsunfähig von seinen eigenen Eltern erklärt werden möchte.

Sein großer Traum war es schon immer, sich beruflich mit einem Onlineshop selbstständig machen zu können, selbst die Geschicke eines Onlineshops leiten zu können und genau dieser Traum droht nun, zu platzen.

Seine Eltern waren schon lange gegen diesen Traum, taten diesen als reines Hirngespinnst ab und sagten zu ihm, das alles wäre unseriös, nur als Angestellter würde er auf legalem Wege Geld verdienen können.

Kurzum gesagt, die eigenen Eltern trauen ihm nicht zu, dass ihr eigener Sohn einen Onlineshop führen kann.

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Erhöhter Mindestlohn -> Auswirkung auf Großkonzerne (Monopolstellung)?

Hallo erstmal und danke, dass du auf eine so scheinbar langweilige Frage geklickt hast!

Ich bearbeite in Sozialwissenschaften momentan den Mindestlohn, welcher ja im kommenden Jahr erhöht werden soll. Nun kam eine Diskussion auf, für die wir keine eindeutige Antwort finden konnten: Ist für Großkonzerne die Erhöhung des Mindestlohnes wünschenswert?

Vorerst scheint das ganze sehr simpel: Konzern muss mehr Lohn zahlen, also nein.

Allerdings sind Kleinunternehmen davon stärker betroffen: Sie machen oft so wenig Umsatz, dass einige Mitarbeiter entlassen werden müssen, oder gar der Betrieb Insolvenz anmelden muss, weil sie sich die erhöhten Löhne schlichtweg nicht leisten können.

Großunternehmen hingegen beschäftigen auch eine Vielzahl an Arbeitern im Ausland (nicht direkt, aber "über Umwege" zB: H&M "beschäftigt" asiatische Näher/-innen indem H&M Aufträge an entsprechende Firmen gibt), auf welche sich die Erhöhung des Mindestlohns nicht auswirkt. Ein Großteil der Vorleistungen würde also nicht verteuert werden, wodurch die Menge an ausfließendem Kapital gleich bliebe.

Der sinkende Beschäftigungsgrad durch rückgehende Kleinunternehmenszahlen würde zu einer Rezession führen, was sich durch den sinkenden Konsum auch negativ auf Großunternehmen wirken würde. Allerdings wären in der darauffolgenden Expansion mehr Arbeitskräfte zur Verfügung, welche den Großunternehmen beitreten würden, da sie eine erhöhte Produktion aufweisen, da die Nachfrage im Verhältnis zu vor erhöhtem Mindestlohn gleich geblieben ist, die Produktion bei Kleinunternehmen aber gesunken, folglich die Nachfrage bei Großkonzernen und somit auch die dortige Produktion gestiegen ist.

So könnten sich Großunternehmen im Austausch gegen eine momentäre Schwächung des Betriebes eine Näherung zur Monopolstellung erkaufen.

Wäre ein erhöhter Mindestlohn für Großkonzerne also eher wünschenswert oder nicht? Wir behandeln alles nur sehr theoretisch, mich interesiiert aber auch die Praxis sehr..

Wirtschaft, Kapital, Mindestlohn, Sozialwissenschaften, Wirtschaftsgymnasium, Kapitalerträge, Wirtschaft und Finanzen
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Wie kann man aus eigener Kraft Geld verdienen?

Das ist eine ernstgemeinte Frage!

Wie kann ein Mensch aus eigener Kraft an Geld kommen wenn niemand ihm freiwillig Geld gibt?

Beispiel:

Ein Mensch ist total fleißig, schläft nur 2 Stunden pro Nacht, kann beliebig große Zahlen im Kopf addieren, ist also ein mathematisches Genie, schafft es innerhalb von zwei Minuten ein Erdbeerfeld abzuernten, hat ein System erfunden das die Energieversorgung der Welt für die nächsten 1000 Jahre sichern würde, kann alle Bücher in einer Bibliothek auswendig lernen und schafft im Sperrwurf einen Weltrekord, der bei 300 Meter liegt. Aber: niemand bezahlt ihm Geld dafür. Teilweise sagen die Leute, das ist brotlose Kunst was er macht, teilweise sagen andere Leute er würde anderen Leuten die Arbeit wegnehmen wenn er das alles macht, andere Leute finden ihn einfach unsympathisch oder, und das mag der Hauptgrund sein: Niemand der reichen Leute bezahlt ihn für Arbeit, da sie genau wissen, wenn der Mensch einmal Geld hat, dann baut er mit seinen Fähigkeiten eine neue, viel bessere Firma auf, die viel konkurenzfähiger, also gefährlich für die jetzigen reichen Leute ist. Fazit: Dieser Mensch kann alles, aber niemand gibt ihm Geld.

Wie kann er nun trotzdem, aus eigener Kraft, wie es so häufig von ganz vielen Menschen gefordert wird, an Geld kommen? Ich wiederhole: Aus eigener Kraft! Wie geht das? Wenn niemand anderes sich entscheidet ihm Geld zu geben, wie kann er dann trotzdem, aus eigener Kraft, an Geld kommen?

Geld verdienen, Schule, Geld, Wirtschaft, Kapital, kapitalismus, Liberalismus
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