Kann eine moderne Demokratie ohne politische Parteien funktionieren? Haltet ihr ein solches System für wünschenswert?

Der gute George Washington, der erste Präsident der USA, warnte seine Landsleute in seinem Abschiedsschreiben vor der Entstehung politischer Parteien. Er meinte, diese würden unnötige Spaltung und Konflikte verursachen und das politische Klima vergiften.

Das deutsche Grundgesetz spricht im Artikel 21 davon, dass die Parteien an der politischen Willensbildung des Volkes mitwirken. Das Grundgesetz stellt also die Bedeutung der Parteien für das politische System Deutschlands heraus.

In der Praxis erleben wir aber häufig, dass die Parteiendemokratie zuweilen absurde Früchte trägt. So werden mitunter Anträge im Parlament einzig und allein aus dem Grund abgelehnt, weil der entsprechende Abgeordnete einer "gegnerischen" bzw. unerwünschten Partei angehört. Es tritt auch immer wieder der Konflikt zwischen der Gewissensfreiheit der Abgeordneten (Art. 38 GG) und der inoffiziellen "Fraktionsdisziplin" auf. Das war insbesondere in der Zeit der Griechenland-Krise bei den Abstimmungen über die Hilfspakete immer wieder thematisiert worden. Abgeordnete, die gegen die Hilfspakete stimmten, wurden beleidigt und mitunter übel beschimpft.

Jetzt zu meiner Kernfrage: meint ihr, dass man z.B. das politische System Deutschlands so umgestalten könnte, dass es komplett ohne politische Parteien funktionieren würde und trotzdem demokratisch bliebe? Wie würdet ihr das angehen, wie würdet ihr euch das Ergebnis vorstellen? Würdet ihr euch eine Demokratie ohne Parteien wünschen?

Oder haltet ihr politische Parteien für notwendig oder wünschenswert? Welche Vorteile seht ihr in unserer aktuellen Parteiendemokratie?

Deutschland, Politik, bundeskanzler, Bundestag, Demokratie., Gesellschaft, Medien, Partei, Wahl, Wahlen, Ideologie
Wie "gehyped" seid ihr auf das deutsche "Superwahljahr" 2021?

2020 hat sich verabschiedet, und es wird allmählich Zeit, einmal einen Blick auf das zu werfen, was das neue Jahr bereithält... Denn neben dem allseits beliebten Coronavirus gibt es da noch ein weiteres großes Thema: die Politik!

14. März: Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg, Kommunalwahlen in Hessen.

Voraussichtlich 25. April: Landtagswahl in Thüringen.

6. Juni: Landtagswahl in Sachsen-Anhalt.

12. September: Kommunalwahlen in Niedersachsen.

26. September: Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus, Wahl zum Deutschen Bundestag, Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern.

Fazit: sechs Landtagswahlen und eine "offene" Bundestagswahl, bei der kein/e Amtsinhaber/in zur Wahl steht. Es wird also, nach nunmehr 16 Jahren, in jedem Fall einen Wechsel an der Regierungsspitze geben.

Wenn ich bedenke, wie sehr gutefrage.net im vergangenen Jahr mit US-Wahl-Fragen überflutet wurde, wird es hier in diesem Jahr wohl nicht weniger hart zur Sache gehen. Viele Deutsche dürfen in diesem Jahr sogar zwei mal an die Urnen.

Interessiert ihr euch für die Wahlen in diesem Jahr? Informiert ihr euch über die Landes- und Bundespolitik sowie über die Positionen der Parteien und Kandidaten? Und vor allem: geht ihr wählen?

Berlin, Nachrichten, Deutschland, Politik, Regierung, Angela Merkel, Baden-Württemberg, Bundesland, Bundestag, Bundestagswahl, CDU, Demokratie., Die Grünen, DIE LINKE, FDP, Gesellschaft, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Partei, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, SPD, Thüringen, Wahl, CSU, AfD, Landtagswahl, Umfrage
Wie würdet ihr in eurer Beziehung mit einer solchen Situation (Text lesen!) umgehen?

Folgendes Szenario: euer Partner (ich schreibe der Einfachheit halber in männlicher Form, spreche aber beide Geschlechter an) hat einen sehr schweren Unfall und erleidet dabei schlimme Kopfverletzungen.

Im Krankenhaus stellt sich heraus, dass der Unfall Schäden am Gehirn hinterlassen hat: euer Partner kann sich an keine vergangenen Ereignisse erinnern, anfangs auch nicht an euch oder die Beziehung. Er ist traumatisiert, kann zunächst kaum sprechen, wirkt verwirrt, hat unkontrollierbare Ängste und muss sehr viele alltägliche Dinge neu lernen.

Man sagt euch im Krankenhaus, dass sich der Zustand eures Partners mit sehr viel Pflege und Hingabe wieder bessern, er aber niemals wieder vollständig gesund werden wird. Sprich, seine Erinnerungen kommen nicht komplett zurück, er kann sich neue Dinge schlecht merken, spricht etwas langsam und gebrochen, er wird im Alltag etwas unbeholfen wirken und bei einigen Alltagsdingen Hilfe brauchen.

Wie würdet ihr mit so einer Situation umgehen? Würdet ihr die Beziehung weiterführen, da euer Partner ja trotz der Veränderungen nach wie vor der gleiche Mensch ist? Oder wären die Veränderungen und die Herausforderung zu viel für euch?

Liebe, Freundschaft, Unfall, Gefühle, Beziehung, Krankheit, Psychologie, amnesie, Behindert, Behinderung, hirnschaden, Liebe und Beziehung, Partnerschaft, Gedächtnisverlust, Gehirnschäden
Ist der Mensch von Natur aus eher "gut", oder eher "schlecht"? Welcher chinesische Philosoph hatte recht?

Ich befasse mich zur Zeit gern mit chinesischer Philosophie. Im Konfuzianismus gab es unter Konfuzius' Schülern gewisse Uneinigkeit über die menschliche Natur.

Mengzi meinte, der Mensch tendiere in seinem Innersten eher zu Harmonie, Gerechtigkeit und Menschenliebe. Es sei der Kontakt mit der ihn umgebenden "harten" Welt und der Gesellschaft, durch den negative Eigenschaften wie Gier und Skrupellosigkeit entstünden. Dieser Prozess ließe sich aufhalten, indem man dem Menschen Ethik und Bildung vermittelt.

Xunzi war anderer Auffassung: er glaubte, der Mensch sei im Kern schlecht, egoistisch, dumm. Die positiven Eigenschaften seien von Natur aus deutlich schwächer ausgeprägt und würden aus sich selbst heraus nie die Oberhand gewinnen. Daher müsse man dem Menschen strenge Sittlichkeit und die Einhaltung von Traditionen vermitteln, damit er lernt, tugendhaft zu leben.

Wie seht ihr das? Welche dieser Meinungen würdet ihr eher teilen?

In der Umfrage biete ich bewusst nur diese beiden Optionen an. Wer eine alternative Ansicht dazu hat, kann ja trotzdem etwas schreiben.

China, Geschichte, Menschen, Diskussion, Asien, Psychologie, Altertum, Antike, böse, Ethik, Fernost, Gesellschaft, Meinung, Moral, Ostasien, Philosoph, Philosophie, konfuzianismus, konfuzius, Philosophie und Gesellschaft, Umfrage, gut
Wie steht ihr zu Neuheidentum/Neopaganismus?

Wer bisher mit den Begriffen nichts anfangen kann: unter "Neopaganismus" oder "Neuheidentum" versteht man neureligiöse Bewegungen, die sich an vorchristlichen Religionen orientieren. Die meisten davon waren ethnische Volksreligionen.

Dabei handelt es sich um verschiedene Bewegungen, etwa Ásatrú (germanisches Heidentum), Kemetismus (altägyptischer Pantheon), Romuva (baltische Naturreligion) oder das Druidentum, ein Versuch, die alte Religion der Kelten wiederzubeleben. Auch Wicca, das vielleicht noch am ehesten bekannt ist, wird zum Neuheidentum gezählt.

Neopaganisten feiern heidnische Feste, begehen Rituale und versuchen dadurch, Spiritualität in ihr Leben zu bringen. Diese religiösen Bewegungen zeichnen sich durch ein (für Religionen nicht immer typisches) hohes Maß an Toleranz und eine starke Naturverbundenheit aus. Alle neopaganen Religionen sind polytheistisch oder pantheistisch ausgerichtet, einen Schöpfergott, Heilige Schriften oder strenge Glaubensvorschriften lehnen sie ab.

Wie ist eure Meinung zu diesen neureligiösen Strömungen? Findet ihr die Sache eher lächerlich, als dass man es ernst nehmen könnte? Oder meint ihr, dass dadurch die religiöse Welt eher bereichert werden kann? Gibt es vielleicht einen paganen Glauben, der euch besonders gut gefällt, oder seid ihr sogar selbst Anhänger einer solchen Religion?

Religion, Islam, Kirche, Geschichte, Menschen, Seele, Politik, Beziehung, Spiritualität, denken, Christentum, Psychologie, Geister, Allah, Asatru, Atheismus, Bibel, Dämonen, Gesellschaft, Glaube, Gott, Griechische Mythologie, heidentum, Heilige Schrift, Jesus Christus, Judentum, Kelten, Koran, Mohammed, Mythologie, Philosophie, Quran, wicca, Pagan, druide, gottheiten, Monotheismus, Neuheidentum, paganismus, Polytheismus, Philosophie und Gesellschaft
Eure Meinung: was geschah wirklich im Jahr 1959 am Djatlow-Pass? Wer oder was ist Schuld am Tod von neun Wanderern?

Wer zum ersten mal von diesem Fall liest und interessiert ist, sollte sich als Einstieg den Wikipedia-Artikel zu Gemüte führen. Es handelt sich um einen realen Fall, nicht um eine urbane Legende oder Internet-Horrorgeschichte: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Ungl%C3%BCck_am_Djatlow-Pass

Zusammenfassung: in der Nacht vom 1. auf den 2. Februar 1959 starben in der Sowjetunion die neun Mitglieder einer Ski-Gruppe unter bis heute nicht geklärten Umständen. Die Ermittlungen am Ort des Geschehens ergaben, dass die Wanderer in der Nacht ihr Zelt von innen aufgeschlitzt und teilweise fast unbekleidet verlassen hatten - mitten in den Bergen, im Februar, bei eisigen Temperaturen.

Die ersten Toten, die man fand, waren offensichtlich erfroren. Eine weitere Gruppe zeigte verstörende Spuren von Verletzungen: Rippenbrüche, Schädelfrakturen, fehlende Augen und eine rausgerissene (oder abgeschnittene/abgebissene) Zunge. Zudem wurden an der Kleidung von mindestens zwei Mitgliedern radioaktive Strahlungswerte gemessen. Es gibt bis heute keine allgemein anerkannte Erklärung, die alle diese rätselhaften Erkenntnisse lückenlos aufklärt.

Im Laufe der Jahrzehnte wurden natürlich unzählige Ideen verbreitet: sie reichen von einer Lawine (die allerdings keine Spuren hinterlassen hatte) über einen Angriff des "Yeti" (dessen Existenz nicht bewiesen ist) oder der Mansen, einem indigenen Bergvolk, das allerdings als sehr friedfertig gilt, bis hin zu diversen Verschwörungstheorien: ein vor einigen Jahren unter Pseudonym veröffentlichtes Buch behauptet, drei der Wanderer hätten Verbindungen zum sowjetischen Geheimdienst KGB gehabt. Ein Treffen mit US-Agenten sei schiefgelaufen, und die Gruppe wurde ermordet. Da sich diese Geschichte aber nicht nachprüfen lässt, bleibt auch sie nur eine Theorie unter vielen. Niemand kennt den Autor des Buches, der gemäß den sehr detaillierten Schilderungen im Buch ein "Insider" sein müsste.

Ich will den Text nicht völlig sprengen, daher belasse ich es erstmal dabei. Wer weiteres Informationsmaterial sucht: einfach "Djatlow Pass" oder "Dyatlov Pass" (englisch) in die Suchmaschine eingeben. Der Fall ist sehr populär und wird auch in Russland bis heute kontrovers diskutiert.

Rätsel, Unfall, Geschichte, Eis, Schnee, Tod, Winter, Ski, Skifahren, Gewalt, Berge, Geheimdienst, Geheimnis, Lawine, mysteriös, Mystery, Russland, Sowjetunion, UdSSR, UFO, Unglück, Verbrechen, verschwörungstheorie, verschwunden, Erfrieren, KGB, ungeklärt, yeti
Wie ist eure Meinung zu den US-Waffengesetzen? Würdet ihr etwas ändern? Wie sollten Reformen aussehen?

Jeder, der regelmäßig die Nachrichten verfolgt, kennt diese Meldungen aus den USA: Amokläufe in Kirchen und Einkaufszentren, Verrückte, die ohne Vorwarnung ihre Nachbarn erschießen, Polizisten, die vor Nervosität erst schießen, und dann nachfragen, weil sie hinter jeder Ecke einen bewaffneten Kriminellen befürchten.

Hier mal ein paar Zahlen zur Veranschaulichung, welches Ausmaß die ganze Sache wirklich hat:

  • Die US-Zivilbevölkerung besitzt laut Schätzungen insgesamt mehr als 393 Millionen Schusswaffen. Die bewaffneten Streitkräfte Russlands besitzen rund 30 Millionen.
  • Die US-Bürger sind rein quantitativ stärker bewaffnet als die US-Armee, die Polizei oder jede andere amerikanische Behörde/Institution.
  • Zwischen 2012 und 2017 haben amerikanische Bürger 135 Millionen Schusswaffen gekauft - mehr, als es in Deutschland Menschen gibt.
  • Die hohe Zahl an Schusswaffen sorgt nicht, wie von der NRA propagiert, für mehr Sicherheit, sondern für immer mehr Tote. Allein in diesem Jahr gab es in Amerika bereits mehr als 250 Zwischenfälle mit Schusswaffen - einige endeten tödlich.
  • Jedes Jahr finden Amokläufe mit teilweise hohen Opferzahlen im zweistelligen Bereich statt. Die Täter haben ihre Waffen oft legal erworben.

Das Land hat massive Probleme mit der Waffengewalt, das sieht sogar Präsident Donald Trump ein. Auch wenn er die Ursache eher in "Killerspielen" vermutet. Die NRA hat ihre ganz eigenen Lösungsansätze: es sollten einfach noch viel mehr Waffen verkauft werden, damit jeder Kriminelle (oder sonstige Mensch, den jemand für kriminell hält) sofort erschossen werden kann, wenn er sich irgendwie verdächtig benimmt.

Wie steht ihr zu den Waffengesetzen in den USA? Würdet ihr etwas an der Gesetzeslage ändern? Wie würdet ihr versuchen, die Gesetze zu reformieren?

Amerika, USA, Politik, Waffen, Gewalt, Psychologie, Amoklauf, Waffengesetz, Waffenrecht, Philosophie und Gesellschaft, Umfrage