Habt ihr Erfahrungen mit Mantren? Glaubt ihr an die Wirkung dieser Technik?

Hi. Diese Frage zielt auf ein ähnliches Thema ab wie meine letzte von gestern :)

Für diejenigen, die mit dem Begriff wenig anfangen können: ein Mantra ist ein Spruch, der laut asiatischen Religionen "magische" Kraft freisetzen soll. Das bekannteste Mantra ist sicher das berühmte "OM", das manchmal in der Meditation verwendet wird.

Inzwischen interessieren sich auch Neurowissenschaftler für das Mantra. Man hat festgestellt, dass das Rezitieren zwar keine "Magie", aber sehr wohl spannende psychologische Effekte in Gang setzt. So wirkt die starke Fokussierung auf ein Mantra stressreduzierend, ähnlich wie die Meditation. Es kann sogar die gesamte Stimmungslage verändern und Glücksgefühle erzeugen. Das Gehirn wird quasi darauf gepolt, beim Gedanken an oder Hören des Mantra positive Emotionen freizusetzen - ähnlich, wie uns zum Beispiel eine Beleidigung traurig oder wütend machen kann. Es ist das gleiche Prinzip.

Habt ihr schon von der Mantra-Technik gehört? Kennt ihr Leute, die ein Mantra benutzen, oder gehört ihr vielleicht sogar selbst dazu? Glaubt ihr daran, dass man mit dieser Technik wirklich eine bessere Lebensqualität gewinnen kann? Oder meint ihr, dass es letzten Endes doch alles sinnloser Hokuspokus ist?

Medizin, Gesundheit, Religion, Meditation, Spiritualität, Psychologie, Buddhismus, Glaube, hinduismus, Neurologie, Philosophie, Philosophie und Gesellschaft
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Wieso ist "westliches" Yoga im Vergleich zu indischem Yoga so unvollkommen?

Hi. Seit einiger Zeit lese ich Bücher, die sich mit hinduistischer Philosophie und Spiritualität befassen. Meditation und Yoga sind da wesentliche Bestandteile.

Nun habe ich mir eine deutsche Übersetzung des Yogasutra besorgt. Das Buch ist, vereinfacht gesagt, die Grundlage des Yoga, ein jahrtausende alter Leitfaden. Dabei ist mir sofort aufgefallen, dass das "alte", indische Yoga sich völlig von dem unterscheidet, was man hier im Westen unter diesem Begriff kennt.

Ich habe ein paar Freundinnen, die Yoga-Kurse besuchen. Die berichten mir häufiger, dass da teilweise extrem anstrengende körperliche Übungen gemacht werden. Auch auf Instagram gibt es hin und wieder solche "30-days-yoga-challenges", bei denen die verrücktesten Körperhaltungen praktiziert werden. Die Teilnehmer schwören sogar darauf, dass Yoga beim Abnehmen und späteren Muskelaufbau hilft.

Nur: nichts von alledem entspricht dem eigentlichen Sinn von Yoga! Es geht eigentlich um etwas vollkommen anderes. Das, was man hier im Westen lernt, sind "Asanas" - die Körperhaltungen. Beim Yoga geht es aber auch um Philosophie, Meditation, Selbstbeherrschung, rechte Lebensführung, gesunde Atmung, Umgang mit negativen Emotionen... Kurz, es ist ein körperliches und seelisches Rundumprogramm, keine Fitness-Technik. Der Autor des Yogasutra, ein indischer Weiser namens Patanjali schreibt, das Ziel von Yoga sei es, den Geist zur Ruhe zu bringen. Von Gewichtsabnahme oder Muskelaufbau schreibt er nichts.

Warum wird bei den Yogakursen nur eine so abgespeckte Version dieser hochinteressanten Lehre angeboten? Gibt es auch im Westen "richtige" Yoga-Programme, die auch den philosophisch-spirituellen Teil beinhalten? Oder wird Yoga bei uns wirklich nur als Sportart verstanden?

Sport, Fitness, Gesundheit, Religion, Yoga, Indien, Meditation, Spiritualität, Mantra, Buddhismus, hinduismus, Sport und Fitness
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Wieso finden Single-Mütter so schwer einen neuen Partner?

Man hört und liest ja sehr häufig, dass Frauen, die bereits ein Kind (oder sogar mehrere) aus früheren Beziehungen haben, bei den Männern in Sachen Partnersuche nicht unbedingt erste Wahl sind. Spielt man von Anfang an mit offenen Karten, wird man von den meisten direkt aussortiert. Erwähnt man das Kind erstmals beim ersten Date, kommt es mitunter vor, dass der Date-Partner ziemlich schnell die Flucht ergreift.

Aber woran genau liegt das? Liegt es am Kind selber, sprich, der Partner will generell keine Kinder in der Beziehung haben? Hat man Angst, nach dem Kind immer nur auf Platz Zwei der Prioritätsliste zu stehen? Oder geht es den meisten eher darum, dass sie nur kein "fremdes" Kind aufziehen wollen, das mit einem anderen Mann gezeugt wurde (dieses Argument habe ich schon bei manchen Männern gehört, aber ich bin nicht sicher, wie verbreitet dieses Denken ist)? Ist es vielleicht sogar die Angst, der leibliche Kindsvater könnte noch eine Rolle spielen und sich in der Beziehung dazwischendrängen?

Ist es also primär das fehlende Interesse, überhaupt ein Kind aufziehen zu wollen, die Angst vor der Verantwortung, oder Eitelkeit? Oder vielleicht etwas völlig anderes?

Falls ihr in irgendeiner Form schon selbst Erfahrungen mit dem Thema gemacht habt (Als Mutter oder Beziehungspartner), würde ich mich über eure Berichte auch sehr freuen :)

Liebe, Männer, Kinder, Familie, Angst, Date, Erziehung, Gefühle, Einsamkeit, Frauen, Beziehung, Sex, Eltern, Psychologie, Kinder und Erziehung, Liebe und Beziehung, Partnerschaft
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Warum werden im Internet inzwischen sogar Opfer von Gewaltverbrechen verhöhnt?

Guten Morgen an die Community! Als ich mit dieser Geschichte konfrontiert wurde, hat es mich wirklich ein Stück weit fassungslos gemacht.

Nicht weit entfernt von der Gegend, in der ich lebe, wurde ein Mensch ermordet. Der Täter ist (Stand heute) noch nicht gefasst, die Ermittlungen laufen noch. Es ist leider sogar fraglich, ob der Täter überhaupt gefunden wird, da es kaum verwertbare Informationen und erst recht keine Zeugen gibt... Aber darum geht es in der Frage nicht hauptsächlich.

Denn in gewissen Kreisen "weiß" man natürlich schon wieder sehr viel mehr als die Polizei: der Täter muss definitiv ein Flüchtling/Migrant oder sonstiges sein! Und es kommt noch besser: das Mordopfer wird im Internet lächerlich gemacht und als "abschreckendes Beispiel" hingestellt!

Ich muss dazu sagen, dass dieser Mensch wohl eine ziemlich weltoffene, liberale Grundeinstellung hatte und intellektuellen Kreisen entstammte. Womit manche, am politischen Rand angesiedelte Bürger ja bekanntlich so ihre Probleme haben.

Da kommen dann Kommentare wie (aus dem Gedächtnis zitiert):

"Natürlich ist jeder Mord an einem Deutschen traurig. Aber besser, es erwischt so einen linksgrün versifften Gutmenschen, als einen strammen Nationalisten."

oder:

"Naja, wenigstens haben wir jetzt einen Merkel-Wähler weniger."

oder:

"Selber Schuld, wenn man sich mit Muttis Goldjungs einlässt."

Ich wiederhole noch einmal, dass über die Identität oder das Motiv des Täters NICHTS bekannt ist!

Ganz ehrlich: ist das noch normal? Sich über einen Menschen lustig machen, dessen Leben auf so schlimme Art und Weise enden musste? Muss man selbst solche Taten noch instrumentalisieren? Merken diese Menschen nicht, dass sie ihrer Partei oder Ideologie durch dieses Verhalten Schaden, indem sie sich selbst bloßstellen?

Diskussion, Politik, Recht, Gewalt, Psychologie, Gesellschaft, Kriminalität, Meinung, Moral, Mord, Verbrechen, afd, Philosophie und Gesellschaft
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Haben apokryphe Schriften einen theologischen Wert?

Hallo :) Mal wieder eine Religionsfrage, passend zu Pfingsten. Vermutlich werden sich in erster Linie Christen angesprochen fühlen:

Haltet ihr die Apokryphen (vor allem das Thomasevangelium) grundsätzlich für etwas Negatives, wovon man als Christ Abstand halten sollte? Oder meint ihr, dass sie vielleicht auch einen gewissen "Wert" für Gläubige haben können?

Es gibt einige Logien im Thomasevangelium, die mich als Christen durchaus ansprechen:


Jesus Jünger fragten ihn und sagten zu ihm:

Willst du, dass wir fasten? Wie sollen wir beten? Sollen wir Almosen geben? Welche Speisenordnung sollen wir einhalten? Jesus sagte: Lügt nicht und tut nicht das, was ihr hasst, weil alles ist im Angesicht des Himmels enthüllt; denn es gibt nichts Verborgenes, das nicht offenbar wird und es gibt nichts Verhülltes, das bleiben wird, ohne enthüllt zu werden.

Logion 6

Oder dieses hier:


Seine Jünger sagten zu ihm:

„Wann wird das Königreich kommen?“ Jesus sagte: „Es wird nicht kommen, indem man darauf wartet. Man wird nicht sagen: Seht, hier ist es’, oder: Seht, dort ist es’, sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde und die Menschen sehen es nicht.“

Logion 113

Es gibt allerdings auch sehr merkwürdige Logien, die man kaum verstehen oder interpretieren kann, da sie aus irgendeinem unbekannten Kontext herausgerissen zu sein scheinen. Andere scheinen durch gnostische Einflüsse geprägt worden zu sein.

Das Thomasevangelium kann man hier in deutscher Sprache lesen: http://thomas.diebibel4you.de

Wie steht ihr zu den Apokryphen?

Religion, Jesus, Kirche, Geschichte, Christentum, Bibel, Glaube, Neues Testament, Theologie, apokryphen, Evangelien
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Was glaubt ihr: Hat die Artus-Sage eine historische Grundlage?

Hey. Heute mal eine Spekulationsfrage, zu der mich einfach nur eure Meinung interessiert. Es geht hier weniger um die Person "Artus", als um die Story an sich. :)

Die Sage um "König Artus" wird ja bereits seit fast anderthalbtausend Jahren immerwieder erzählt. Es gibt gewisse Hinweise darauf, dass zumindest einige Details dieser Geschichte einen wahren Kern haben könnten.

Mehrere Namen aus der Artus-Sage kommen auch in anderen schriftlichen Quellen vor. So wird der Name des britischen Warlords "Vortigern"/"Wyrthgeorn", der angeblich im 5. Jahrhundert Hochkönig von Britannien war, in verschiedenen altenglischen und walisischen Quellen genannt. Sein Name findet sich auch auf einer alten walisischen Steinsäule aus dem 9. Jahrhundert, was nahelegt, dass er keine reine Romanfigur gewesen sein ist.

Auch die Märchenfigur "Merlin" hat möglicherweise einen realen Ursprung, denn der nahezu identische Name "Myrddin" findet sich ebenfalls in walisischen Texten, etwa ab dem 9. Jahrhundert. Die Merlin-Geschichten, die teilweise unabhängig von der Artus-Literatur erzählt wurden, legen den Verdacht nahe, dass die Figur Merlin auf einem keltischen Druiden basieren könnte.

Es gibt noch eine weitere Auffälligkeit: laut alten Legenden wurden die ins Land eindringenden Angelsachsen in der Schlacht am "Mount Badon" von einem mächtigen, britischen Heerführer besiegt - das muss laut schriftlichen Quellen zwischen 493 - 503 n.Chr. passiert sein.

Für die Jahrzehnte danach dokumentieren die Aufzeichnungen der Angelsachsen (die "Anglo-Saxon-Chronicles") eine auffällige Lücke in den Eroberungsberichten. Die Angelsachsen waren bekannt dafür, sehr einseitig zu berichten und eigene Niederlagen einfach zu unterschlagen. Es muss ihnen auf ihrem Eroberungszug etwas Unangenehmes "dazwischen gekommen" sein, was sie in ihrer Chronik verschwiegen haben. Auch berichten fränkische Schreiber um 550 n.Chr. von einer größeren Zahl angelsächsischer Flüchtlinge, die auf den Kontinent zurückgekehrt seien, um dort zu siedeln.

Kennt sich vielleicht jemand von euch mit diesen Geschichten aus? Kann jemand Literatur oder Dokumentationen zu dem Thema empfehlen? Und wie ist eure Meinung dazu? Handelt es sich um wahre Geschichten, die im Nebel der Zeit versunken sind? Oder handelt es sich größtenteils um Sagen und Legenden ohne nennenswerte historische Grundlage?

Europa, Geschichte, England, Märchen, Antike, Kelten, Legende, Mittelalter, Mythologie, Mythos, Römer, sagen, Wale, sage
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Was treibt Internetnutzer dazu, fremde Menschen, denen es vielleicht schlecht geht, anzugreifen?

Guten Abend.

Es gibt ja recht häufig Menschen, die sich mit persönlichen Ängsten, Sorgen und Problemen an die Community wenden, in der Hoffnung, dass sie hier vielleicht Hilfe, oder wenigstens ein paar liebe Worte erfahren. Das ist ja auch völlig legitim, denn unter Anderem dafür ist diese Seite da. Natürlich kann man nie wissen, ob sich hinter solchen Beiträgen wahre Geschichten verbergen. Aber nach dieser Argumentation dürfte hier kein einziger Mensch überhaupt irgendwelche Fragen beantworten, ohne vorher bei jedem Fragesteller einen umfassenden Persönlichkeitstest unter Anwendung des Lügendetektors durchzuführen.

Mir ist nun schon mehrmals aufgefallen, dass es offenbar auch User gibt, denen es ein starkes Gefühl der inneren Erfüllung beschert, solche Menschen niederzumachen, sie zu beleidigen, als Lügner zu diffamieren oder ihnen Geistesgestörtheit zu unterstellen.

Ich habe erst neulich solche Beiträge lesen dürfen, und die waren mehr als unterirdisch, ja regelrecht hasserfüllt. Da fehlte jeglicher Ansatz von Menschlichkeit, so dass ich, ohne Übertreibung, wirklich erschrocken war. Was mich direkt zur eigentlichen Frage führt, die ich mir seitdem stelle:

Was meint ihr, was motiviert manche User dazu, scheinbar völlig auszublenden, dass sich "am anderen Ende des Bildschirms" (sozusagen) ein Mensch aus Fleisch und Blut befindet, der möglicherweise die Wahrheit schreiben könnte? Habt ihr vielleicht schon eigene Erfahrungen in der Richtung machen können, oder wart ihr sogar schon selbst von sowas betroffen?

Ich würde einfach gern verstehen, warum man sich in einer Community anmeldet, in der es um das Stellen und hilfreiche Beantworten von Fragen geht, um dort andere Menschen zu beleidigen und zu verletzen.

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