Vorab: ich bin hier nicht gerade als großer Religionsfreund bekannt. Ich würde aber nicht alle Religionen pauschal als Schwachsinn abtun.

Beispiel: im Buddhismus gibt es sehr viel weniger dogmatische Inhalte als in den drei abrahamitischen Religionen (Judentum, Christentum, Islam). Der Fokus liegt hier auf einer ethischen Lebensweise, zu welcher der Buddhismus mit seinen Ideen inspirieren möchte.

Es gibt noch einen ganz wesentlichen Punkt, der den Buddhismus von allen anderen mir bekannten Religionen unterscheidet: Siddharta Gautama (der Buddha) hat selbst gesagt, dass die Möglichkeit besteht, dass er sich irren könnte. Er rief seine Schüler dazu auf, auch seine Worte gründlich zu prüfen und notfalls sogar zu verwerfen, wenn er sich an irgendeinem Punkt geirrt haben sollte. Eine solch selbstkritische Sichtweise gibt es wohl in keiner anderen Religion. An keiner einzigen Stelle haben Mose, Jesus oder Muhammad auch nur ansatzweise in Erwägung gezogen, dass sie sich an irgendeinem Punkt geirrt haben könnten.

Ein weiteres Beispiel: der Daoismus. Auch hier gibt es kaum "Gesetze", an die der Gläubige sich zu halten hat. Der Daoismus lässt sich sogar als Philosophie leben - tatsächlich unterscheiden manche Menschen zwischen religiösem und philosophischenm Daoismus.

Ein Stück weit religiös ist an ihm, dass er (ohne es beweisen zu wollen) das Vorhandensein des Dao lehrt - eine schwer definierbare Urmacht, die alles Leben ermöglicht und den natürlichen Lauf von allem bedingt. Der Mensch soll in Harmonie mit den Phänomenen der ihn umgebenden Welt leben, dann werde aus der Natur heraus eine friedliche Ordnung entstehen.

Ich würde solche Gedanken nicht einfach als "Schwachsinn" abtun. Der Fehler vieler Menschen liegt darin, dass sie beim Wort "Religion" automatisch an den mächtigen, wütenden und strafenden Gott der Juden, Christen und Muslime denken, der alle Menschen auf ewig in der Hölle leiden lässt, nur weil sie nicht an ihn geglaubt haben. Im fernen Osten sind solche Denkweisen völlig fremd.

Deshalb glaube ich, dass die Menschen im Westen viel von der Spiritualität Asiens lernen könnten, wenn sie denn wollten.

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Es leugnet doch niemand etwas. Leugnen bedeutet, etwas offenkundig richtiges wider besseren Wissens abzustreiten. Da es im Koran keine "Wissenschaft" gibt, gibt's auch nichts zu leugnen.

https://wikiislam.net/wiki/Scientific_Errors_in_the_Quran

https://wikiislam.net/wiki/Scientific_Miracles_in_the_Quran

Es stellt sich auch die Frage, warum islamische Länder nicht die wissenschaftlich fortschrittlichsten der Welt sind. Insbesondere in der Astronomie: wenn euer "Allah" euch über Schwarze Löcher und andere Phänomene bereits in der Antike/dem Frühmittelalter aufgeklärt hat, hätte die islamische Welt doch über tausend Jahre Vorsprung vor dem Westen gehabt.

Trotzdem waren es "Ungläubige", welche als erste die Welt umsegelt haben. Auch die Atombombe wurde nicht von einem Koranexperten entwickelt, sondern von einem "Ungläubigen". Es waren auch "Ungläubige", die als erste in den Weltraum geflogen sind.

Und das alles trotz göttlicher Unterstützung für die islamische Welt.

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Nicht viele Menschen sind so weise, Glück und Gesundheit über materielle Goodies zu stellen. Respekt!👍

Ich kann deine Entscheidung sehr gut nachempfinden. Mir hat man auch schon versucht, eine "halboffizielle" Beförderung aufzuschwatzen. Da ich aber weiß, was mich auf diesem Posten erwartet hätte (nichts Gutes), habe ich dankend abgelehnt. Ich bin glücklich mit meiner Tätigkeit, auch wenn sie manchmal sehr anstrengend sein kann. Aber das wusste ich, bevor ich die Stelle angetreten habe.

Niemand kann dich zwingen, aufzusteigen. Entscheide so, wie du es für richtig hälst. Ich kenne einige Menschen, die seit Beginn ihrer beruflichen Karriere auf der gleichen Hierarchieebene arbeiten und damit vollkommen zufrieden sind.

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Nein, würde ich nicht, weil

Nein, ich verlasse meine Heimat nicht. Zum einen lassen das meine Lebensumstände nicht zu, zum anderen will ich auch nicht. Ich bin hier geboren, und hier werde ich auch sterben.

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Ich könnte, wenn ich wollte, komplett auf Sex verzichten. Wenn ich z.B. eine asexuelle Partnerin hätte, würde ich die nicht nötigen wollen, aus "Pflichtgefühl" mit mir zu schlafen. Da würde ich mir vorkommen wie ein Vergewaltiger.

Beziehungen basieren immer auf Kompromissen. Das, was einem als Mann fehlt, kann man sich auch "ohne Partnerin" holen. Mag sein, dass viele das nicht könnten. Für mich wäre es kein Problem, wenn man dafür zusammen glücklich ist und das Thema nicht zwischen uns steht.

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Das ist eine echt schwierige Situation.

Wenn jemand wirklich richtig glücksspielsüchtig ist, hilft meiner Erfahrung nach nur eines: eine professionelle Therapie. Das Problem daran ist: man kann die Betroffenen nicht zwingen, Hilfe anzunehmen. Zu allererst müssen sie selbst erkennen, dass sie die Kontrolle verloren haben. Und hier scheitert es bei vielen schon.

Sei extrem vorsichtig mit deinem Geld, sonst bist du bald mit in der Sache drin. "Schatz, ich hab mir vorhin mal 500 Euro bei dir geliehen..."

Beobachte die Sache und pass auf, ob er tatsächlich wieder rückfällig wird (sieht ja schon danach aus...) Wenn er keine Hilfe annehmen möchte, solltest du notfalls wirklich lieber an dein eigenes Wohl denken.

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Gott entscheidet ja wann jemand stirbt.

Sicher? Als ich zuletzt die Nachrichten geschaut habe (vor ca. einer Stunde), hat man noch nichts davon berichtet, dass die Existenz von "Gott" inzwischen bewiesen wäre. Und glaub mir, das würde definitiv in den Nachrichten berichtet werden.

Was ist seine Begründung wenn ein Mensch sterben möchte weil er jeden Tag leidet aber nicht stirbt.

Das verstehe ich auch nicht. Im Gegenzug holt er Menschen "zu sich", die mitten im Leben stehen, glücklich sind, ihre große Liebe gefunden haben, Träume haben und gerade dabei sind, privat und beruflich so richtig durchzustarten. Ein Autounfall, ein Gewaltverbrechen, ein Herzinfarkt - schon ist all das eifrige Planen vorbei.

Der alte Knabe knipst eben das Licht aus, wenn er es für richtig hält. Nachfragen unerwünscht!

Wie kann Gott so etwas zulassen?

Als ich vor etwas mehr als einem Jahr die gleiche Frage (unter Anderem auch hier) gestellt habe, wurde ich von gläubigen Christen (den Menschen, die man laut Jesus daran erkennt, dass sie voller "Liebe", "Güte" und "Mitmenschlichkeit" sind) zurechtgewiesen: "Was bildest du dir denn ein, wer du bist, dass du die Wege des Herrn in Frage stellst??? Du wirst deinen Lohn für diese Gotteslästerung schon noch erhalten!!!" / "Gott weiß es am besten!" / "Man muss in allen traurigen Dingen auch immer das Gute sehen!"...

Diese weltfremden Floskeln haben mich dazu motiviert, mein Verhältnis zum christlichen Glauben gründlich zu hinterfragen. Im Grunde muss ich diesen Leuten dankbar sein: durch sie habe ich erst entdeckt, welche tiefgründige Spiritualität in anderen Religionen steckt. Heute will ich von "YHWH", seinem "Sohn" und seiner Bibel nichts mehr wissen.

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Übertrieben

Gegen friedliche Demos und Proteste sage ich nichts.

Was Angriffe auf Sicherheitskräfte sowie die Plünderung und Zerstörung von Geschäften mit "Demonstrieren" zu tun haben sollen, ist mir schleierhaft. Mir scheint, hier wollen Extremisten die aufgeheizte Stimmung und die berechtigte Wut der Menschen ausnutzen, um blind Randale zu machen.

Die Sache wird kein gutes Ende nehmen.

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Ich "kenne" einige wenige Frauen, die solche Vorlieben haben. Eines haben sie alle gemeinsam: sie sind auf die ein oder andere Art und Weise psychisch "auffällig". Eine ist Borderlinerin. Die andere wurde als Kind missbraucht. Wieder eine andere hat Depressionen, die sich bis zum Selbsthass steigern. Die nächste hatte als Kind ein gestörtes Verhältnis zu beiden Elternteilen. Und so weiter. Ich kenne keine Frau mit stinknormalem Lebenslauf + unbedenklichem Krankheitsbild, die darauf steht, beim Sex misshandelt zu werden.

Grundsätzlich gilt: was zwei mündige Menschen im Bett einvernehmlich miteinander treiben, ist allein ihre Sache. Sollte es allerdings mal zur Trennung kommen, und die Dame rennt aus Rache/Herzschmerz zur Polizei, zeigt dort Verletzungsspuren vor und behauptet, du hättest sie vergewaltigt, wird's gefährlich. Dann sprechen die Indizien nämlich gegen dich, und es wird schwer, da wieder rauszukommen.

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Ich denke, es gibt keinen "Spezialbereich", der pauschal für alle Menschen am wichtigsten ist. Da kommt es auch sehr darauf an, wie dein Lebensweg aussieht.

Optimal ist es natürlich, wenn man einige "Kernbereiche" hat, in denen man sich gut auskennt, und vom Rest jeweils ein paar Grundlagen. Es ist sehr schwer, ein "Universalgenie" zu werden, und ganz ehrlich: den allermeisten Menschen bringt es nicht wirklich viel.

Ich zum Beispiel würde Geschichte, Politik und Wirtschaft als meine Hauptstärken ansehen. Diese Themen interessieren mich am meisten, daher fällt mir das Lernen hier am einfachsten. Mit Naturwissenschaften habe ich mich immer etwas schwer getan - mangelndes Interesse in der Schulzeit. Ich brauche auf diesem Gebiet aber auch keine weitreichenden Kenntnisse, weil ich sie in meinem Beruf garnicht sinnvoll einbringen kann.

Man sollte also auch unterscheiden zwischen "Hobby-Wissen" und "Pflicht-Wissen". Das erste ist optional und orientiert sich meist an den eigenen Interessen. Das zweite ist für die Berufspraxis notwendig und wird generell im Rahmen von Studium oder Ausbildung erworben.

Nimm dir nicht zu viel vor, sondern denke darüber nach, was dir Spaß macht und was du sinnvoll einsetzen kannst :)

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Wie kann man es (ethisch) rechtfertigen, Tierprodukte zu essen?

Folgende Argumente finde ich nicht überzeugend:

  • "Das hat man schon immer getan": 1. Trifft dies nicht auf alle Kulturen zu (z.B. buddhistische Zivilisationen) 2. Hat der Mensch auch schon immer gemordet, Kriege geführt oder vergewaltigt
  • "Fleisch ist für das Hirnwachstum notwendig gewesen": gewesen ist das Stichwort. Heute hat es keine essentielle Bedeutung mehr für unsere Gesundheit
  • "Ohne Fleisch und Milchprodukte fehlen uns Stoffe wie Proteine, Vit. B12, Eisen oder Calcium": Vitamin B12 wird Tieren in Massentierhaltung auch künstlich verabreicht. Vor dem Hygiene-Zeitalter kamen die B12-produzierenden Bakterien auf der Schale von frisch geerntetem Gemüse in der Erde auch vor und wurde mitgegessen. Es ist nicht verwerflich oder schädlich. Außerdem verursacht Milch im Alter ggf. Osteoporose, da es sauer verstoffwechselt wird und der Körper als Puffer Calcium aus den Knochen ins Blut abgibt. Eisen und Proteine kann man ausreichend auch als Pflanzlicher Kost zu sich nehmen
  • "Vit. B12 Präparate würde ich nie nehmen wollen (zu unnatürlich)": Unnatürlich ist vieles in unserem Alltag und auch die vielen Hormone und andere schädlichen Chemikalien, die in konventionellen Tierprodukten enthalten sind und manchmal auch in Bio-Lebensmittel (siehe häufige Skandale mit Bioeiern
  • "Tiere fühlen kein Schmerz oder Angst": Das tuen sie wissenschaftlich erwiesener maßen schon.
  • "Gott hat den Menschen in der Bibel/Thora/Koran erlaubt, Fleisch zu essen: Wie kann man sich sicher sein, dass diese Schriften von Gott stammen? Rechtfertigt das Tierleid?
  • "Tiere sterben sowieso": Der Mensch stirbt auch sowieso, darf man ihn deshalb essen?
  • "Wenn wir keine Tiere essen würden, gäbe es zu viele Kühe, Hühner etc.". Wenn wir keine Tiere essen würden, müssen wir sie auch nicht künstlich züchten und es gäbe nicht(!) so viele.
  • "Vegan ist zu teuer": Wenn man keine Tierprodukte mehr kauft, spart man sogar einiges an Geld, solange man nicht nur Vegan-Fertigprodukte kauft, sondern möglichst frisch und selber kocht.
  • "Fleisch ist mir zu lecker": Das ist kein richtiges Argument, dass das Töten rechtfertigt
  • "Ohne Tierprodukte würden viele Menschen in der 3. Welt verhungern": Würde man das Viehfutter in Form von Soja oder Mais vollständig an die armen Menschen weltweit verteilen, gäbe es vermutlich gar keinen Welthunger und auch keinen Wassermangel/Desertifikation etc.

Freue mich über weitere Argumente, welche mich überzeugen könnten

Danke!

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Der springende Punkt ist doch letztlich dieser: ich muss es garnicht rechtfertigen.

"Rechtfertigen" muss ich mich vor Gericht, wenn die Staatsanwaltschaft bzw. der/die Richter/in wissen will, warum ich das kleine Mädchen erschlagen oder den alten Mann ausgeraubt habe. Solche Dinge sind nämlich verboten, und wer sie tut, muss sich in der Tat dafür rechtfertigen, sofern das überhaupt möglich ist. Ich muss mich auch im Job vor meinem Chef rechtfertigen, wenn ich schlampige Arbeit abliefere.

Da Tierprodukte ganz legal im Handel zu bekommen sind, sehe ich absolut gar keinen Grund, mich für irgendetwas zu rechtfertigen. Vor wem überhaupt? Vor den Grünen? Vor PETA? Vor fremden Internetnutzern, die ich nicht kenne und die mich nicht kennen? Bestimmt nicht.

Rechtfertigen muss ich mich dafür erst an dem Tag, an dem der Handel mit und der Konsum von Tierprodukten in Deutschland gesetzlich verboten wird. Diesen Tag werde ich aber nicht mehr erleben.

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Es ist da so einiges möglich. Nur sollte man eines nicht vergessen: im Umgang mit Wildtieren wird nach den Regeln des Tieres gespielt. Man muss lernen, auf welcher Ebene das Tier kommuniziert.

Ich habe zum Beispiel vor langer Zeit einen Film gesehen, bei dem eine junge Frau mit Weißen Haien geschwommen ist. Sie konnte sich an dem Tier festhalten und sich von ihm durch das Wasser ziehen lassen. Der Hai hat garnicht versucht, sie abzuschütteln und ist zu keinem Zeitpunkt irgendwie nervös oder gar aggressiv geworden. Sie konnte das riesige Tier sogar vorsichtig am Kopf streicheln. Das waren faszinierende Bilder, die ich bis heute nicht vergessen habe.

Und trotzdem: der Hai betrachtet das Mädchen nicht als "Freundin", sondern möglicherweise eher als einen sogenannten "Pilotfisch". Haie, Schildkröten und Rochen werden manchmal von kleinen Fischen begleitet, die sie putzen und ihre Haut von Schmutzresten säubern. Das sind sogenannte Pilotfische. Diese Fische werden von den Haien in der Regel nicht angegriffen. Vielleicht hat der Hai sie für ein solches Tier gehalten.

Dass Menschen und manche Insekten eine Bindung zueinander aufbauen können, ist bekannt. Gehaltene Bienen reagieren bei "ihrem" Imker zum Beispiel anders als bei fremden Menschen. Aber auch hier gilt: der Mensch muss sich unterordnen. Es ist eine Partnerschaft auf Augenhöhe. Würde der Imker um sich schlagen oder gegen das Bienennest treten, würden die Tiere angreifen. Man kann das Vertrauen dieser Wesen sehr schnell wieder verlieren.

Ja, es gibt auch ungewöhnliche Tierfreundschaften. Ich habe z.B. schon Berichte gesehen, bei denen Katzen mit Hühnern befreundet sind. Die Tiere putzen sich sogar gegenseitig und schlafen aneinandergekuschelt. In einem anderen Bericht wurde mal die Freundschaft zwischen einem Bären und einem Hund gezeigt. Im Internet habe ich über die Freundschaft zwischen Raubkatzen (glaube, es waren Tiger) mit einem kleinen Affenbaby gelesen.

Solche Phänomene kommen durchaus häufiger vor, als man vielleicht annehmen würde.

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15 bis 30 euro

Da ich kein "Akkordleser" bin und ohnehin eher spezielle Literatur bevorzuge (Bücher über Buddhismus/Zen/Hinduismus/Yoga/Taoismus/Konfuzianismus/fernöstliche Philosophie allgemein), reicht es meist völlig aus, wenn ich mir im Monat ein bis maximal zwei Bücher kaufe. In manchen Monaten setze ich auch mal aus, da ich einige Bücher garnicht so schnell durchbekomme.

Gestern habe ich mir gerade wieder zwei solche Bücher gekauft. Der Vorteil ist, dass sie manchmal (aber nicht immer!) sehr günstig sind. Ich habe z.B. zwei sehr schöne Bücher für insgesamt unter 12€ gekauft :)

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Meine Suche nach der Wahrheit hat mich von Kirche und Christentum weggeführt. Wer sich intensiv mit dem christlichen Glauben befasst, und dabei einen wachen Verstand bewahrt, der kann eigentlich garnicht an all das glauben, was die Kirchenherren predigen. Es gibt so viele Widersprüche und Paradoxa in diesem Glaubensmodell, dass es mir persönlich garnicht mehr möglich ist, an diesen "Gott" zu glauben. Und so geht es vielen Atheisten - so manch einer von denen war nämlich einmal selbst gläubig. Bis er den Mut aufgebracht hat, Fragen zu stellen.

Das gleiche gilt übrigens für alle drei abrahamitischen Religionen, da sie im Kern alle den gleichen, paradoxen Gott verehren.

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Die Frauen, die ich kenne, freuen sich über ehrlich gemeinte und freundliche Worte. Natürlich gibt es immer jemanden, dem man es nicht recht machen kann.

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Er kann durchaus glücklich machen. Aber nur dann, wenn er einem höheren Sinn dient und nicht zum Selbstzweck (Reichtum um des Reichtums willen) verkommt.

Beispiel: jemand, der jahrelang erfolgreich wirtschaftet, um seine Familie abzusichern, der ordnet das Streben nach Reichtum und Besitz einem höheren Ziel unter. Er hat einen sinnvollen Antrieb, der ihm Erfüllung gibt. Er weiß, warum er so hart arbeitet und Geld und Besitz anhäuft. Und er wird das, was er erworben hat, auch zu schätzen wissen und achtsam damit umgehen.

Wenn jemand aber emotional an seinem Reichtum klammert und ihn als einzigen Lebenszweck ansieht, ohne zu wissen, was er damit sinnvolles anstellen soll, dann ist das nicht gesund. Man hört und liest es doch häufig in Fernsehen und Zeitungen: Teenie-Star betrunken am Steuer erwischt! Berühmter Schauspieler erscheint zugedröhnt am Set! Irgendein Sänger lässt sich von seiner fünften Frau scheiden, um mit einer 30 Jahre jüngeren durchzubrennen!

Solche Menschen haben den Bezug zur Realität verloren. Der Reichtum bietet ihnen alle Möglichkeiten, die es gibt. Sie können sich zwanzig Häuser, dreißig Luxusyachten und fünfzig teure Sportwagen kaufen. Sie müssen nur mit dem Finger schnippen, und die schönsten und begehrenswertesten Frauen, für die manche Männer töten würden, liegen ihnen bereitwillig zu Füßen.

Ich glaube, der menschliche Geist ist für sowas nicht gemacht. Man braucht Grenzen - entweder durch materielle Eingeschränktheit, oder durch Disziplin. Absolute und ungezügelte Macht zerstört den Menschen.

Es gibt in China taoistische Aussiedler, die allein und ohne jeden Reichtum in abgelegenen Berghütten hausen, zig Kilometer von der Zivilisation entfernt. Sie leben von den Spenden, die ihnen einzelne Wanderer hin und wieder vorbeibringen. Ihren Tag verbringen sie mit Kalligrafie (der kunstvollen Zeichnung der chinesischen Schrift), dem Meditieren, dem Anbau von Gemüse oder dem Beobachten und Füttern der Tiere.

Diese Menschen besitzen so gut wie nichts. Wenn man aber auf Bildern und Videos sieht, wie glücklich und lebensfroh diese Leute sind, wird einem ganz warm ums Herz.

Jeder Mensch muss seinen eigenen Weg finden. Man sollte sich vielleicht hin und wieder die Frage stellen: kann ich am Tag meines Todes zufrieden und erfüllt Abschied nehmen und auf ein glückliches Leben zurückblicken?

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