Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie - Branche wehrt sich vehement - eure Meinung?

In der Corona-Kriese wurden Fleischbetriebe zu besonderen Corona-Hotspots. In diesem Rahmen sind große Missstände nicht nur für die Tiere, sondern auch für die Arbeiter zu Tage getreten.

Um dem entgegen zu treten hat das Kabinett heute ein Verbot von Werkverträgen in der Fleischindustrie ab dem 01.01.2021 beschlossen. Schlachtung und Verarbeitung von Fleisch sollen nur noch von Festangestellten Mitarbeitern des Betriebs vorgenommen werden dürfen. Bußgelder werden von max. 15.000 Euro auf maximal 30.000 Euro erhöht. Die Betriebe sollen häufiger kontrolliert werden.

Die Branche läuft dagegen Sturm. Frau Heike Harstick, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes der Fleischwirtschaft und Herr Clemens Tönnies, Hauptanteilseigner von Deutschlands größten Fleischkonzern (Tönnies Holding) sind prominente Branchenvertreter die sich vehement dagegen aussprechen. Als Argumente werden angeführt, dass man in Deutschland für viele manuelle Tätigkeiten in Fleischbetrieben niemanden mehr findet der bereit ist, diese Arbeiten zu erledigen, und die Fleischproduktion ins Ausland abwandern würde, was negative strukturelle Veränderungen der deutschen Agrarwirtschaft bewirken können soll.

Was ist eure Meinung? Sind die energischen Einwände der Fleischbranche gegen ein Verbot von Werkverträgen gerechtfertigt? Was meint ihr dazu?

Verbot von Werkverträgen ist gerechtfertigt 84%
Festhalten der Branche an Werkverträgen ist gerechtfertigt 16%
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21 Antworten
Warum ernähren wir (Fleischesser;Vegetarier) uns so viel "schlechter" als die anderen?

Wir die Fleischesser, Gelegenheits-Fleischesser sowie die Vegetarier bilden die Mehrheit der Vertreter der gesunden Ernährung. Obwohl wir uns in einigen Punkten widersprechen, stimmen wir uns in den meisten Punkten überein und respektieren die Meinung des jeweiligen Gegenübers, weil er einer von uns ist. Wir behandeln uns gegenseitig meist mit Respekt und sind zuvorkommend.

Dennoch werden uns Fleischesser sowie Vegetarier oftmals unterstellt, dass wir böse Tierquäler oder sonstiges schlimmes wären, weil wir die Massentierhaltung unterstützen. Vegetarier die sogar versuchen ihr Fleischkonsum auf ein Minimum zu begrenzen wird vorgeworfen, dass sie Eier essen, welche aus der Massentierhaltung kommen. Uns werden immer wieder dieselben Phrasen vorgeworfen, den Fleischessern, dass die Fleisch nur essen weil sie das Leid der Tiere genießen etc pp.

Warum sind unsere Gegner so militant, totalitär und überzeugt das unsere Ernährungsart so viel schlechter sei als unsere? Ich denke das wir Fleischesser sowie Vegetarier doch die gesündeste Ernährungsart von allen ist.

Wie seht ihr das?

Wir ernähren uns nicht schlechter 73%
Die Argumente der anderen sind besser 23%
Wir ernähren uns viel schlechter 5%
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Was denkt ihr über diesen Text bezüglich der Thematik?

Wir Fleischesser sind wie alle anderen Menschen Gewohnheitstiere sowie Überlebenskämpfer, welche versuchen sich zu schützen. Wir Fleischesser, die Mehrheit der Menschen akzeptieren unsere angeborenen natürlichen Instinkte, deshalb unterscheiden wir uns von den anderen, welche einige ihrer Instinkte aufgrund von Glauben versuchen abzulehnen. Deren standhafter Glaube kann unsere angeborenen Instinkte zeitweise unterdrücken, manchmal länger manchmal kürzer. Dennoch dringen unsere menschlichen Instinkte immer wieder durch, weil unsere Instinkte seit Geburt immer in unseren Köpfen waren.

Unser menschlicher Schutzmechanismus sowie unser Überlebensmechanismus sind die natürlichsten und wahrscheinlich weitverbreitetsten Instinkte, diese können selbst Fleisch-Gegner nicht unterdrücken. Die Tiere, die wir aufziehen um sie später zu verspeisen, dienen lediglich zum Zweck unser Überleben zu schützen, unsere Zukunft zu sichern.

Den Ernährungs- sowie Überlebensschutzmechanismus finden wir in allen möglichen Tierarten wieder, weil er biologisch ist. Fleisch-Gegner vertrauen darauf, dass unsere Nutztiere beim aufziehen leiden, doch woher wissen sie das? Es ist eben deren Glaube und dieser ist selbstverständlich berechtigt, dennoch müssen die Tiere sterben um unser überleben zu sichern. Vielleicht können wir sogar eines Tages aufhören unsere Nutztiere züchten und künstliches Fleisch herstellen, doch bis dahin gibt es keinen Weg um unseren Überlebensinstinkt. 

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Ist vegane Ernährung eine Lösung für die ganze Welt?

Hallo!

meiner Meinung nach ist vegane Ernährung förderlich für Gesundheit und Umwelt, allerdings auch ein Phänomen der modernen, westlichen Welt. Denn es liegt auf der Hand, dass zu einer vollwertigen veganen Ernährung der Zugriff zu vielen verschiedenen Lebensmitteln benötigt wird und zum ein oder anderen B12-Präparat. Meist muss man auch größere Mengen verzehren, um die selbe Sättigung und (Mikro)nährstoffsättigung zu erreichen

Genau das sehe ich für ärmere und Großfamilien als ein Problem an. Regelmäßiger Fleischkonsum ist da nährstoff-effizienter und auch günstiger als eine regelmäßige vollwertige vegane Ernährung mit entsprechenden B12 Präparaten. Auch den Milliarden Landwirten auf der Welt würde es nicht gefallen, wenn man ihnen ihre Viehbestände nehmen würde und ihnen sagen würde, sie sollen ihre Familien nur durch Mais, Reis, Kartoffeln, Getreide, Soja und Früchte satt bekommen.

Zum moralischen Problem: Ja, man muss das Lebewesen töten, doch wieso hat es die Natur für den Menschen dann teilweise so schwer gemacht, langfristig ohne Fleisch zu leben? Wieso schafft es nur eine Minderheit, diese Lebensart konsequent durchzuführen? Ich denke, dass das zeigt, dass wir von der Natur teilweise dazu veranlagt wurden, vernünftige Mengen Fleisch oder Fisch zu essen, auch wenn es bedeutet, dass wir das Tier töten müssen.

Keine Frage, das Fleisch muss regional sein und der Fisch nicht gefährdet und durch nachhaltige Fischerei gewonnen. konventionelle Massentierhaltung sollte tabu sein

Aber kann man Fleisch und Fisch, Käse , Eier und Milch wirklich für jeden auf der Welt und für immer verbieten?

Nein, vegane Ernährung kann sich global nicht etablieren 71%
Ja, vegane Ernährung ist eine ganzheitliche Lösung für die Welt 29%
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Fleischsüchtige Eltern?

Ok das klingt ein bisschen komisch aber ich versuch es mal so zu formulieren:

seit der Quarantäne essen meine Eltern nur noch Fleisch. Meine Mutter an der Stelle extremst verstärkt, die ernährt sich fast ausschließlich nur noch von Fleisch. Ich habe normalerweise kein Problem mit Fleisch, bin kein Vegetarier, aber da es wirklich jeden Tag Fleisch und als Beilage noch mehr Fleisch gibt hab ich momentan die Schnauze voll und bin auch dezent angewidert. Dazu kommt noch verstärkte Trägheit und Verdauungsprobleme aber darauf möchte ich nicht wirklich eingehen.

Als ich meiner Mutter gesagt habe das wir zu viel Fleisch essen meinte Sie das stimme nicht, und auch als meine Schwester sich eingemischt hat und gesagt hat das wir nur Fleisch essen wurde das abgewiesen. Auf die bitte hin mal ein paar Tage auf Fleisch zu verzichten wurde gereizt reagiert, was mir das Gefühl einer Abhängigkeit aufwirft. Ich habe nun gestern meine Essen ohne Fleisch gegessen und heute das vorhandene Fleisch "großzügig" umgangen, worauf meine Mutter mit Verachtung reagiert hat.

Mein Vater isst gar nicht mal so viel Fleisch aber auch hier wieder jeden Tag mind. 1 mal, und das obwohl er bereits an diversen Krankheiten leidet, die durch erhöhten Fleischkonsum entstehen können. Da ich ebenfalls mein ganzes Leben lang mit (extrem) erhöhten Fleischkonsum aufgewachsen bin wollte ich fragen was sind da für Risiken dabei? Mit was für einem Alter kann man anfällig für Krankheiten werden (Ich bin mitte 20)? Und kann man von Fleisch überhaupt abhängig werden?

PS: Bitte keine Vegetarischen oder Veganen Aposteln spielen, ich will hier konkrete Antworten und kein "Werd Vegetarier dann hast du solche Probleme nicht" blababla.

Edit: Ich erfrage nicht, wie ich meine Eltern dazu bringe mich (und sich) gesünder zu bekochen sondern lediglich die gesundheitlichen Risiken und ob eine Fleischsucht in diesem Sinne existiert.

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