Warum ist vegane Ernährung moralisch?

Vorwort: Mir ist bewusst, dass das Thema sehr emotionsgeladen ist. Daher bitte ich um Sachlichkeit und gegenseitigen Respekt. Vielen Dank für's Verständnis.

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Ein Provokanter Titel für ein ernstes Thema mit guten Hintergrund.

Ich hab gestern eine Frage gestellt die hieß "Können Katzen vegan sein?". Hier der Link dazu https://www.gutefrage.net/frage/koennen-katzen-vegan-sein

Nun hab ich mir mal die Antworten alle durchgelesen und habe festgestellt, dass die überwiegende Mehrheit total dagegen ist (und das aus guten Gründen bei diesem Tier). In der Schule hat man mir beigebracht, dass unser Körper praktisch von allem etwas braucht, aber in Maßen und nicht in der Masse.

Jetzt muss ich aber den Finger in die Wunde tun und ganz provokant Fragen: Warum akzeptieren Menschen diese Idee von Veganismus für ihre eigene Rasse ohne groß Fragen zu stellen, obwohl es noch keine Langzeitstudien gibt? Mit Langzeitstudien meine ich etwas, dass über mehrere Generationen geht. Mir ist bewusst, dass es ein großer moralischer Aspekt ist der Menschen dazu bewegt. Wir sind aber was wir essen (buchstäblich). Wir wären heute vermutlich nicht in der Lage diese Online Diskussion zu führen, wenn wir in der Evolution auch nur einen tick was anderes gemacht hätten. Wenn also eine Katze ihr Fleisch bekommen soll, um gesund zu bleiben, warum ist es bei Menschen so kompliziert geworden? Mir erschließt es sich also nicht, warum viele Menschen zu so einer EXTREME gehen und beispielsweise den Konsum nicht einfach reduzieren wie man es früher gemacht hat (einmal die Woche, meist Sonntags, den Braten mit der Familie).

Daher jetzt mal zusammenfassend in 2 Fragen aufgeteilt:

  • Warum ist dieses Ernährungsthema so sehr emotional aufgeladen?
  • Warum werden rationale Argumente von Ärzten und anderen Professionellen über dieses Thema öffentlich (für mein Empfinden) abgelehnt und teilweise angriffslustig begegnet?

LG

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30 Antworten
Müssen Tiere Sachen für uns Menschen bleiben, da wir sonst nicht mehr in Ruhe schlafen könnten?

„Wenn ich Fleisch esse, esse ich Fleisch. Mehr nicht. Da es eine andere Spezie ist, bin ich der keinerlei Rechenschaft schuldig. Aber ich sage nochmal: Es gibt Rückkopplungen aus unserem Fleischkonsum, die wir nicht einfach so ignorieren können.

Unabhängig davon müssen Tiere Sachen für uns Menschen bleiben. Ansonsten könntest du nicht mehr in Ruhe schlafen, glaub mir das. Und das liegt nicht primär daran, dass dich eventuell ein Bär heimsucht. Die Krux liegt viel tiefer. Unsere ganze Zivilisation basiert darauf, dass Menschen zuerst Menschen vertrauen.“

Ps. Kein Zitat sondern mit eigenen Worten bestimmt. 

Stimmen solche  Aussagen?

  • Wieso würden wir nicht richtig schlafen können, wenn wir keine Tiere schlachten würden? Das die Schweine-Horde abends bei uns klingeln wird und uns nach draußen rufen würde? Die Menschen sind die gewaltbereiteste Spezies der Erde und wenn sie Macht haben, kommt diese kranke Eigenschaft immer wieder in Erscheinung und nutzen es aus. Wieso glauben Menschen, das Tiere gefährlich sind und Menschen nicht? Es gibt 8 Milliarden Menschen und 200 Millionen Löwen auf der Welt. Wir sind die größte Spezies der Welt, wer will den Menschen was antun und die Tiere stehen nicht auf Action wie die Menschen. Was meint Ihr, interessiert sehr?
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16 Antworten
Kumpel dreht total durch wenn ich Fleisch esse. Umziehen?

Huhu ihr :)

Ich habe ein Problem mit meinem Kumpel, mit dem ich seit etwas mehr als einem Jahren eine WG habe. Er ist seit drei-vier Monaten Veganer (vor her Vegetarier), weswegen er auch meinen grössten Respekt hat, da ich so was nicht könnte.

Naja auf jeden Fall ist es so, dass das Thema Essen nun immer etwas kompliziert ist, da er im Grunde keine tierischen Produkte im Haus haben will. Nach langem hin und her gab er schliesslich missbilligend nach, so das ich immerhin Milch und Käse in der WG konsumieren darf.

Fleisch habe ich bisher immer nur auswärts gegessen, was, da ich eh fast täglich auf der Arbeit esse, also kein Problem ist.

Nun ist es aber so das ich vor kurzem einem Unfall hatte, wobei ich mir das Bein gebrochen habe und daher länger Krank geschrieben bin. Um meinem Kumpel nicht zu nerven habe ich fast die gesamte letze Woche Vegan gelebt, damit ausmahne von etwas Käse usw.

Nun ja heute hatte ich riesen Lust nach Fleisch weswegen ich mir ne Pizza mit Salami bestellte, immerhin darf ich mir auch mal was gönnen.

Doch als die Pizza da war, ging das Theater los. Mein Kumpel flippte total aus und brüllte mich an ich soll mich mit dien Leichenteilen sofort verziehen und die Wohnung verlassen, was ich für ein Unmesch sei usw. (ist noch nett ausgedrückt). Da hat es mir gereicht und ich habe ihm klar gemacht das ich lange genug auf ihn Rücksicht genommen hätte. Und das ich auch nicht an seiner Essgewohnheiten rum jammere sondern akzeptiere, auch wenn es mich ihn und wieder nervt. Zudem zahle ich den selben Abteil wie er an die Wohnung, also hätte er kein recht mich raus zu werfen oder mir sonst was zu verbieten . Daraufhin hat er wütend das Haus verlassen.

Was soll ich nun tun? Im Grunde verstehen wir uns ja super. Dennoch habe ich in meiner Wut, im Internet, bereits neue Wohnungsangebote angesehen, da ich keine Lust drauf habe, jedesmal wegen meiner Essensgewohnheit angemeckert zu werden und habe auch sch was viel versprechendes gefunden. Doch ist umziehen wirklich die Einzige Lösung oder etwas überstürzt?

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8 Antworten
Wieder mit Fleisch essen anfangen?

Hallo zusammen,

ich (28 Jahre), bin seit 9 Jahren Vegetarier. Dies bin ich aus ethischen Gründen (sagen wir mal ich habe starke Sympathien für den Buddhismus würde mich selbst aber nicht zu 100% als Buddhist bezeichnen). Habe damals von dem einen auf den anderen Tag mit dem Fleischessen aufgehört. Seit Tagen begleitet mich aber der Gedanke wieder mit dem Fleischverzerr anzufangen. Ich habe langsam das Gefühl, als würde ich Mangelerscheinungen bekommen (Augenringe, Narben heilen nicht mehr so gut, meine Muskeln und Nervenbahnen spielen auch nicht mehr so richtig mit etc.). Ich habe die Jahre als Vegetarier immer gesagt: "lieber sterbe ich als das auch nur EIN Tier wegen mir getötet werden muss". Und wenn ich mir die Massentierhaltungen und die Negativ-Schlagzeilen über die Fleischindustrie angucke verstärkt es auch noch meine Einstellung. Aber habe wie gesagt seit Tagen aus irgendeinem Grund den Gedanken wieder mit dem Fleisch-Konsum anzufangen, so ähnlich war es damals als ich mit dem Vegetarismus anfing. Ich glaube auch an das Karma und habe Angst davor das ich schlechtes Karma aufbauen würde und ich dann dafür "bezahlen" müßte. Ich versuche mir jetzt immer einzureden das es die Natur auf unseren Planeten ist, das Lebewesen andere Lebewesen essen.

Ich würde jetzt mit dem Fleischessen nur aus gesundheitlichen Gründen anfangen. Ich bräuchte aber ein schlagkräftiges Argument.

Vielleicht hat jemand von euch eins für mich :-)

Vielen Dank im Vorraus...

essen, Gesundheit, Karma, Vegetarismus, Fleischkonsum, Mangelerscheinung
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