War meine Reaktion angemessen?

Moin,

Ich hatte gerade eine Auseinandersetzung mit meiner Mitbewohnerin, die sich darüber beschwert hat, dass ich meine Porridge-Schüssel immer einweichen lasse. (Klar, damit die Maschine das sauber kriegt, aber das ist ihr egal) Sie findet den Anblick "störend" und kann nicht dulden, dass meine kleine Müslischüssel da jeden morgen steht.

Die ganze Diskussion lief über WhatsApp ab (sie macht das immer so, weil sie sonst nicht argumentieren kann) und ich wollte es auf später verschieben, das wir das persönlich klären können. Sie hat aber nicht aufgehört mir Duden nach Duden zu schreiben, meinte sogar ich soll die Schüssel zu einweichen in den Kühlschrank stellen, hauptsache es gibt ein "einladendes Küchenbild". Ich hatte nicht wirklich das Gefühl, als würde sie noch irgendwie ihre Meinung ändern, sie fing nämlich schon an mich zu beleidigen.

An sich lasse ich mich nicht von so einem Schwachsinn kaputt machen, allerdings wohnen wir zu dritt ind der WG und mein anderer Mitbewohner (auch sehr komischer Typ) gibt ihr recht. Beide finden, dass meine kleine Frühstücksschüssel einen unertragbaren Anblick bietet.

Da das nicht das erste Mal ist, das so eine durchweg dämliche Situation eskaliert, hab ich ihr geschrieben, dass für mich wohl die einzige Lösung wäre, wenn ich mir eine neue WG suche. Das gab ihr natürlich eine Steilvorlage mit noch mehr Vorwürfen. Ich habe nicht beleidigt und bin sachlich geblieben. Fühle mich jetzt aber schlecht, dass ich im Endeffekt nachgegeben habe und eine neue Wohnung suchen muss.

Wie hättet ihr das geregelt?

Wohnung, Mädchen, Beziehung, Jungs, Streit, WG, Wohngemeinschaft
Gaslighting in der WG - wie geht man damit um?

Hi zusammen, ich brauch da mal einen objektiven Rat von euch.

Ich wohne jetzt schon seit 2,5 Jahren mit meiner Mitbewohnerin in einer WG. Nennen wir sie mal Sara. Gerade in der Anfangszeit lief es eigentlich ganz gut. Es schien als wenn wir ähnliche Ansichten habeb was das zusammenwohnen, putzen etc. angeht. Jeder geht regelmäßig seinen Verantwortungen im Haushalt nach, jeder hat sein eigenes Leben und ab und an hat man sich zu einem WG Abend verabredet, also immer ganz zwanglos. Mir ist meine Privatsphäre und Freiraum auch super wichtig. Sara ist häufig in der Heimat und über die Semesterferien nicht da, dadurch wohne ich auch immer mal wieder eine Zeit lang alleine.

Da ich schon länger in dieser Wohnung lebe und dementsprechend auch schon sehr viel Ausstattung da war, ist abgesprochen, dass sie Geschirr, Töpfe und anderes Wohnequipment mitbenutzen kann. Auch Gewürze, die auf der Küchenzeile stehen sowie Öl teilen wir uns eigentlich immer. Jeder hat zusätzlich noch Stauraum für seinen eigenen Kram aber vieles der Lebensmittel liegen offen zugänglich in der Küche (aus Platzgründen nicht anders lösbar). Ich bin immer der Wohnphilosophie nachgegangen, dass man respektvoll mit den Sachen des anderen umgehen sollte und Grenzen und Eigentum respektieren muss. Gegen teilen und ausleihen habe ich auch nie was gehabt, ich bin immer sehr großzügig mit meinen Sachen und sage nie nein, wenn Sara mich mal nach Lebensmittel fragt. Ich bin selber eher der Typ Mensch der sich lieber selbst organsiert, als bei anderen Leuten zu leihen.

Nun das Problem: ich letzter Zeit ist mir aufgefallen, dass meine Sachen deutlich schneller leer werden während sie wieder länger in der Wohnung ist. Mal fehlt die Hälfte, mal liegt die Packung nicht da wo ich sie normalerweise verstaue und andere Male ging es schon so weit, dass Sachen die ich beim kochen einplane zum Teil kaum noch übrig bleiben. Aber auch andere offene Packungen, die ich jetzt nicht wöchentlich benutze, sind einfach halb aufgebraucht - selbst wenn die in meinem Fach liegen und definitiv klar ist, dass das meine Lebensmittel sind und wir sie nicht teilen. Das Problem ist, dass ich zwiegespalten bin und mir entweder denke ,,Spinn ich jetzt und bilde ich mir das nur ein?'' oder ,,Das hab ich definitiv letztens erst gekauft und habs sicher nicht leer gemacht''.

Das ganze habe ich natürlich auch schon angesprochen. Allerdings wurde ich meiner Meinung nach gegaslighted/ angelogen. Sara ist sich sicher, dass sie keine Sachen benutzt, bei denen klar ist, dass sie nicht geteilt werden. Nach einiger Diskussion hat sich dann zwischen den Zeilen allerdings doch zugegeben, dass sie hier und da mal was nimmt mit der Begründung ,,Ich weiß du sagst ja sowieso ja, da fühl ich mich blöd immer zu fragen''. Auf diese Begründung hin hat sich das Gespräch dann auch ganz schnell beendet, da ihr wohl aufgefallen ist, dass sie es gerade zugibt. Aber auf meine eigentlichen Beispiele die ich genannt habe ist sie so garnicht eingegangen und hat wie gesagt ,,auf keinen Fall was genommen''.

Ich fühl mich sehr verarscht und weiß nicht so richtig wie ich mich verhalten soll. Einerseits teile ich gerne meine Sachen und möchte diese Großzügigkeit nicht einfach aufgeben und knauserig sein. Andererseits fühle ich mich total über den Tisch gezogen und ausgenutzt. Sara sagt immer von sich selbst, dass sie einfach eine vergessliche Person ist und sich nicht merken kann, was ihr gehört und was nicht. Das kaufe ich ihr schon teilweise ab, da es Menschen gibt, die da vielleicht einfach nicht so genau drauf achten. Aber mir ist einfach dieses Muster aufgefallen, dass sie das immer als eine Ausrede nutzt, um am Ende Sachen nicht selbst kaufen zu müssen, weil sie ja hier und da mal was von mir nehmen kann anstatt die Packung für sich selber zu kaufen.

Wie würdet ihr hier Grenzen setzten ohne die WG Harmonie anzugreifen? Wie würdet ihr in dieser Situation damit umgehen? Das Vertrauen auf meiner Seite ist schon gebrochen. Ich bin's ehrlich gesagt leid, es jedes mal runter schlucken zu müssen, dass sie nichts zugeben will.

(FYI ein Auszug kommt aktuell nicht in Frage!)

Haushalt, Konfliktlösung, WG, Gaslighting
Wie lange kann der Hauptmieter meine Kaution einbehalten?

Hallo ihr Lieben,

ich bin im Februar in eine WG gezogen, ich bin 38 Jahre alt. Es ist eine reine Frauen WG. Zu dem Zeitpunkt war ich alleine in der WG. Im März sind alle anderen eingezogen, alles junge Frauen im Alter von 18 bis 21. Ich habe einer WG Mitbewohnerin mein Zimmer überlassen. (Weil ständig jemand reingeschaut hat, entweder der Hauptmieter oder seine Mitarbeiter). Das Zimmer in welches ich ziehen sollte war zu dem Zeitpunkt noch nicht fertig. Sondern erst Ende März, Anfang April. Für März habe ich die Miete gekürzt weil im Zimmer keine Wand war, ich schlief auf dem Sofa im Wohnzimmer. Ich hatte daraufhin Stress mit dem Hauptmieter, der übrigens ein Mann ist. Dazu kam, daß ständig Männer in die WG gekommen sind mit dem Hauptmieter zusammen der aber nicht in der WG wohnt. Dazu muss ich sagen, das der Hauptmieter jedes Mädel mit Schatz anspricht, ich am Anfang Quai Liebesnachrichten erhalten habe. Der Typ aber eine Frau hat und ein Kind mit ihr.Als die neuen Mieteterinnen eingezogen sind fing er an einer davon 18 Jahre alt, an den Arsch zu fassen. Etc... Das war auch der Grund weshalb ich nicht wollte das die Typen da ein und ausgehen wie sie wollen.

Ich hatte mich dermaßen mit dem Hauptmieter verzofft, das er mich anschrie, ich soll ausziehen am besten sofort. Er wolle mich da nicht mehr haben und auch nicht mehr sehen. Ich habe am gleichen Tag Anfang April meine Sachen gepackt und bin ausgezogen. Nun behält er meine Kaution ein. Ignoriert meine Nachrichten und auch Anrufe. Außerdem finde ich das ich da nicht mehr richtig reingehört habe, mit meinen 38. Ich hatte das Gefühl ich muss sie mit Essen mitversorgen, dann sollte ich Amtsbesuche mit ihnen machen, also ich hab mich gefühlt als wäre ich die Mutti. Dann kamen Sprüche wie " du bist ja schon älter".

Wie soll ich vorgehen? Ich bin auf Wunsch des Hauptmieter ausgezogen. Er möchte mir aber scheinbar die) Kaution nicht mehr wieder geben.

Mieter, Mietwohnung, Mietvertrag, Untermiete, WG, Wohngemeinschaft, Hauptmieter, WG-Zimmer
Ab wann bekommt ein Mieter Schlüssel für die Wohnung (vor Unterschrift den Mietvertrages möglich)?

Ich wohne in einer WG und das Verhältnis mit den Vermietern ist sehr distanziert. Bei uns sind 2 Zimmer frei und für das eine haben die Vermieter eine Wohnungsbesichtigung geplant und uns das ein Tag vorher mitgeteilt. Der potentielle Mieter war sich unsicher, ob er einziehen möchte und das war bisher auch unser letzter Stand.

Am ersten Mai war ich eigentlich, so dachte ich, alleine in der WG und bin duschen gegangen bevor meine Freunde kamen. Als ich fertig war, standen meine Freunde schon vor der Tür und meinten, dass mein Mitbewohner gerade aus der Wohnung raus kam und sie gefragt habe, ob die in die Wohnung wollen. Das haben sie verneint, weil sie an dem Tag zum ersten Mal bei mir waren und nicht wussten wo genau meine Wohnung ist. Das jemand in meiner Wohnung war, habe ich bestritten, weil ich den ganzen Vormittag auch in der Wohnung rumlief und es so schien, dass da niemand gewesen war. Ich habe den neuen Mitbewohner dann angesprochen und er meinte, dass er erst im 2 Wochen wieder da sei, da die Vermieterin das Zimmer von ihm nochmal renovieren wollen.

Daraufhin war ich sauer, dass uns die Vermieterin keinerlei Mitteilung dazu geschrieben hat und einfach jemand aus dem Nichts und ohne Absprache in der Wohnung stand. Ich habe kein Problem damit, dass jemand einzieht, sondern über die Art und Weise, wie das in der WG gehandhabt wird. Sie wurde nicht als zweckwg beworben, weshalb ich so ein Verhalten ein wenig fraglich finde.

Damit habe ich auch meine Vermieterin konfrontiert, welche nur meinte, dass sie nicht wusste, dass er da war und das er die Wohnung ohnehin abgesagt habe.

Jetzt bin ich komplett verwirrt und verstehe nicht, wie man jemanden einen Wohnungsschlüssel geben kann, ohne dass er die Wohnung vorher zugesagt hat....Das ergibt von vorne bis hinten keinen Sinn für mich, weshalb ich wissen möchte, ob das so normal ist oder wie das allgemein mit der Schlüsselübergabe vor zum Beispiel dem Unterschreiben des Mietvertrages aussieht.

Danke für die Antworten :)

Kündigung, Mieter, Mietwohnung, Vermieter, Mietvertrag, WG, Wohnungsbesichtigung, WG-Zimmer
Verliebt in meinen Mitbewohner, was soll ich tun?

Hallo zusammen,

ich (w/21) wohne seit einem halben Jahr mit zwei guten Freundinnen aus meinem Studiengang in einer WG. Wir haben noch einen vierten Mitbewohner. Er ist ein paar Jahre älter und studiert auch etwas anderes.

Ich fand ihn schon seit ich eingezogen bin sehr attraktiv und sympathisch.
Da wir mit unserem Studium aber einen ganz anderen Tagesablauf haben als er, sehen wir uns leider eher wenig, dafür dass wir gemeinsam in einer WG wohnen. Meist sind wir den ganzen Tag über an der Uni und wenn wir abends heim kommen geht er los...

Dennoch haben wir uns über die Zeit natürlich immer besser kennengelernt und kann mit Sicherheit ausschließen, dass es nur ein oberflächlicher Crush ist.

Wir haben viele gleiche Interessen und Werte. Und er ist auch sehr attraktiv und super lustig.
Im Spaß neckt er mich oft und auch unsere anderen beiden Mitbewohnerinnen haben schon zu mir gesagt, dass er sich Ihnen gegenüber schon anders verhält.

Ich persönlich bin sehr schüchtern und introvertiert, und bin glaube ich nicht so besonders deutlich mit meinen Handlungen und Interaktionen. Aber ich lasse ihn schon spüren, dass er mir sympathisch ist und der Vibe zwischen uns ist auf jeden Fall da.

Muss es, damit es sich so für mich anfühlt, nicht auf Gegenseitigkeit beruhen? Würde er sich mir gegenüber nicht anders verhalten, wenn er mich nicht zumindest sehr sympathisch finden würde? Sodass auch meine Gefühle nicht so stark geworden wären?

Ob er merkt, dass ich in ihn verliebt bin, weiß ich nicht.
Einfach gerade heraus meine Gefühle zu gestehen kommt für mich glaube ich jedoch nicht in Frage. Wenn er nämlich anders empfindet, würde zu viel kaputt gehen in unserer Situation. Die Freundschaft (so würde ich unser Verhältnis schon beschreiben) und allgemein die Dynamik in der WG.
Es wäre danach ja wirklich sehr unangenehm, wenn meine ausgesprochenen, eventuell unerwiderten Gefühle zwischen uns stehen würden.

Aber dadurch, dass ich ihn jeden Tag sehe, kann ich ihn absolut nicht vergessen bzw. eine rein freundschaftliche Beziehung zu ihm pflegen ist für mich schon sehr schwer und schmerzlich.
Sobald er mir mal wieder oberkörperfrei nach dem duschen über den Weg läuft oder ständig bei mir anklopft und mich um kleine Gefallen zu bitten
z.B. das WLAN (der Router steht in meinem Zimmer) einmal aus und wieder einzustecken, obwohl bei mir die Verbindung an allen Geräten die ganze Zeit über tadellos war), ist es um mich geschehen.

Ich weiß ja, dass er single ist und niemanden datet und manchmal denke ich auch, er flirtet mit mir - aber eben nicht so richtig eindeutig.

Was würdet ihr an meiner Stelle tun?

Vielen Dank und ganz liebe Grüße ;)

Liebe, WG
Unordentliche, aber lernresistente Mitbewohner - was tun?

Heyhey,

Ich lebe in einer 4er WG (2 Männer, 2 Frauen) und hab ein großes Problem mit meiner Mitbewohnerin.

Die 2 Jungs haben schon öfter ihre Sachen nicht weggeräumt oder mal was verschimmeln lassen oder einen Putzdienst vergessen. Was ja mal passieren kann- Betonung auf mal.

Nun passiert das gleiche bei meiner Mitbewohnerin, aber halt ständig. Ich hab sie bereits öfter drauf angesprochen, die ersten male sehr empathisch und rücksichtsvoll- aber sie ändert einfach nichts. ständig liegen ihre obstreste im Wohnzimmer, verschimmeltes Gemüse in der Küche, benutztes/ stark verschmutztes Geschirr überall, so dass ich mich in den Räumlichkeiten wo wir uns alle zuhause fühlen sollten sehr unwohl fühle.

Nun hab ich sie mal etwas bestimmter drauf angesprochen.

Ihre Reaktion war: "Warum unterscheidest du zwischen den anderen beiden und mir?" (weil es bei dir wirklich überhand nimmt) "Das ist aber nicht nett!" (dass du hier einen Biohazard erschaffst auch nicht...) "Warum räumst du es dann nicht weg wenn es dich so stört?" (no comment)

Zudem meinte sie dann dass die beiden Herren ja auch nicht so auf Kleinigkeiten achten wie ich und dass ich ja die einzige wäre mit so einem ausgeprägten sauberkeitsempfinden (aka "ich will kein Ungeziefer etc in der Wohnung und nicht im Dreck leben). Auf meine Anmerkung dass man in einer WG aufeinander eingehen müsste bat sie mich, doch mein Sauberkeitsempfinden anzupassen (was bullshit ist, da die beiden jungs auch meistens Wert auf Sauberkeit legen) und hat noch kackendreist gelogen (von wegen "ich mach die Küche immer sauber wenn ich da war! ich koche doch nie was!" was faktisch falsch ist) und versucht mir zu verklickern dass ich (Achtung überspitzt!) der böse haustyrann bin der allen hier mein übertriebenes sauberkeitsbedürfnis aufzwingt und ganz doll gemein zu ihr ist :(

(es muss für mich nicht klinisch sauber sein. Mir reicht es wirklich wenn es ansatzweise ordentlich ist und man nicht beim reinkommen das kalte kotzen kriegt, weil z.B. Obst herumliegt, das bereits so verschimmelt ist, dass es Staub bildet).

So das war jetzt VIEL Text, sorry for that.

Aber

1. Bin ich wirklich der "bad guy" nur weil ich es satt hab, die Mutti für eine Person zu spielen die im Endeffekt nichts an ihrem Verhalten ändert (aka 1 woche nachdem sie auf Hinweis hin zB was aufräumt macht sie das gleiche noch mal)

2. Wie soll ich damit umgehen?

3. Wir sind alle gleichberechtigt im Mietvertrag, aber sie hat schon Ärger weil sie mal eine Monatsmiete nicht gezahlt hat - besteht die Möglichkeit, dass sie irgendwie gekündigt werden kann wenn alle stricke reißen?

Ich bedanke mich ganz lieb bei allen die das gelesen haben und für eure antworten <3

Haushalt, Menschen, WG
Sollte ich von meinem Mitbewohner wegziehen?

Hallo zusammen,

Vor kurzem bin ich mit einem Freund zusammen gezogen, da ich Burnout hatte und mir allein wohnen erstmal schwerfallen könnte. Er war auf der Suche nach einem Mitbewohner, aber im Freundeskreis, also hat es gepasst. Wir wohnen nur sehr eng auf einem 20qm-Zimmer zusammen, da wir aktuell keine günstigere Alternative im Umkreis finden.

Zum Kontext haben wir beide Depressionen und ich denke einfach, dass sein Verhalten auch daher kommt, weshalb ich auch nicht so "böse" über ihn reden möchte. Er ist bereits in Therapie und geht auch regelmäßig hin. Ich habe ihn immer als sehr bodenständig und verantwortungsvoll gesehen, vor allem weil ich ihn schon mehrere Jahre kenne. Leider musste ich hier das Gegenteil feststellen.

Er ist super laut und benimmt sich teils wie ein Kind. Ich will echt nicht gemein sein, aber so kann ich es nur am besten beschreiben. Seine Hygiene und seine Ordnung sind wünschenswert. Er riecht oft, wäscht sich nicht die Hände, benutzt denke ich auch einfach oft kein Toilettenpapier, geschweige den seife. Wenn ich ihn frage, sagt er, er macht es, aber ich merke ja durch das Zusammenwohnen, dass er mich dabei anlügt. :/

Er hat keine Ahnung, wie man eine Wohnung pflegt oder worauf man achten muss, was mich sehr gewundert hat, weil er bereits davor in einer WG gewohnt hatte. An sich ist das nicht schlimm, ich habe ihn alles nötige gezeigt und erklärt. Jedoch hat es mich schon sehr gewundert, dass er eine step by step Anleitung brauchte, wie man Sachen sauber macht.

Ich habe gemerkt, dass er alles immer sehr 'halbherzig' macht, nie gründlich, und man merkt, dass er sichtlich genervt davon ist und auch gar keinen Bock auf die Hausarbeit hat. Wer hat das schon? Aber es muss gemacht werden. :/ Im Grund endet es immer damit, dass ich es danach nochmal richtig mache. Ich räume ihm auch sehr oft viel hinterher und übernehme Dinge, die er einfach nicht macht, weil er sonst schnell überfordert oder frustriert ist.

Er wird auch sehr schnell überfordert, wenn ich Kritik gebe. Ich mache es deshalb schon sehr mitfühlend, freundlich und vorsichtig. Er weint dann oft deswegen direkt, jedoch ohne sich zu entschuldigen oder ein "ich versuche es besser zu machen", er lässt mich dann mit einem schlechten Gewissen zurück, ihm weh getan zu haben und er will später dann auch nicht mehr darüber reden.

Er wird bei den kleinsten Dingen super aggressiv, manchmal habe ich wirklich Angst vor ihm. Ich versuche immer ruhig mit ihm zu reden und ihm zu helfen oder eine Lösung zu finden. Aber er schlägt alles ab und lässt seinen Frust dann oft an mir aus, entschuldigt sich danach aber auch nie, selbst wenn ich ihn später darauf anspreche, ist er überfordert und redet nicht mit mir. :/

Den ganzen Tag sitzt er nur am PC und macht sonst nichts. Teilweise schaut er eine Serie nach der nächsten und will auch immer bis Ende der Folge gucken, auch wenn er erst 3 min in der Folge ist. Weshalb ich oft warten muss, damit ich mich schlafen legen kann. Mein Schlafrhythmus ist oft kaputt, weil er immer die Nächte bis 2-3 Uhr wach bleiben will oder komplett durchmacht, weil er ansonsten verschläft. Ihn wecken darf ich jedoch auch nicht, falls es dazu kommt, weil dann fühlt er sich abhängig von mir.

Ich habe mich daraufhin mal mit dem damaligen Mitbewohner unterhalten und er konnte mir nur in allem, was ich oben schon erwähnt habe, zustimmen. Er sagte, dass er das auch so erlebt hatte, und es schon immer mit ihm so war. Sein damaliger Mitbewohner musste auch ständig alles für ihn übernehmen, er hat sich dann oft mit seiner Depression entschuldigt, aber selbst nie versucht etwas zu ändern.

Das Problem ist, dass er langsam auf mich abfärbt. Ich sitze auch nur noch vor dem Bildschirm, was mir gar nicht ähnlich sieht. Meine Ernährung hat sich ihm auch total angepasst und ich ernähre mich deshalb nur noch oft von instant Sachen und generell sehr ungesund. Ich werde mittlerweile auch echt schnell wütend auf mich selbst und ich bin aber eigentlich nie so gewesen, was mir persönlich auch sehr Angst macht. Ich merke, wie ich wieder immer erschöpfter werde und oft wieder so kaputt bin. Ich habe deshalb Angst, dass ich wieder im Burnout lande.

Aktuell bin ich am Überlegen, ob ich einfach wieder ausziehe. Ich würde bei Freunden auch zur Not unterkommen können. Jedoch sagte er mal, dass er nicht fähig ist allein zu wohnen, und sonst könnte er auch nicht wirklich irgendwo hin.

Ich habe deshalb das Gefühl, dass ich ihn damit komplett in Stich und allein lasse, aber mein Umfeld sagt mir oft, dass ich hier unbedingt raus sollte, weil es mir mental immer schlechter geht. Sie sagen, ich soll da mehr auf mich achten, aber ich habe Angst, dass ich egoistisch Handel und dass er mich vllt. am Ende sogar deswegen gar nicht mehr mag. Gerade weil er so schnell Aggressiv wird.

Ich bin ratlos und weiß nicht, was ich machen soll. Was würdet ihr mir raten? :/ Vielen Dank im Voraus!!

Freundschaft, wohnen, WG
Wg mit Freunden. Wir teilen uns alles, aber ich bin viel sparsamer?

Hi ich bin vor eine ganzen Weile mit einer Freundin aus der Uni zusammen in eine Wohnung in unserer Studienstadt gezogen. Wir kennen uns knapp 2 Jahre . Und wollen bis zum Studien Ende das letzte Jahr zusammen wohnen.

An sich ist auch alles super, wir haben beide unser eigenes Zimmer und ein großes Wohnzimmer, aber es gibt schon Kleinigkeiten die ich mich nicht traue anzusprechen, weil ich keine Lust auf Stress hab. Da sie oft aus einer Mücke einen Elefanten macht.

Zum Beispiel teilen wir uns so ziemlich alles, kaufen zusammen ein etc. ihr Konsum ist aber deutlich höher als meiner. Da ich zum Beispiel weniger Lebensmittel konsumiere und auch nicht so teuren Alkohol wie sie trinke (ich Bier, sie nur Cocktails mit jeglichem Schnickschnack).

Ich hab sie echt gerne und möchte echt das es klappt, aber ich finde es unfair das ich ihren hohen Lebensstandard mit finanzieren muss auf eine Art.
Ich will nicht geizig wirken, aber ich habe nunmal einfach ein anderes Konsum Verhalten, was sie nicht versteht.
Ich bin nunmal sparsamer, oder besser gesagt geb mein Geld einfach lieber für Dinge aus, die mich wirklich glücklich machen.
Sie macht mich dafür nicht direkt dumm, aber tritt mir des Öfteren schon mal auf den Schlips. Zum Beispiel habe ich ihr erzählt das ich gerne eine gewisse Gesichts Behandlung machen würde, welche aber sehr teuer ist. Ich habe lange unter Akne gelitten und habe ein sehr vernarbtes Gesicht und würde mich einfach gerne wieder mehr wohl in meiner Haut fühlen. Darauf meinte sie das sie es nicht verstehen kann, das ich mein Geld für so unnötige Dinge ausgebe. Was mich sehr verletzt hat, da unsere Definition von “unnötig Geld verschwenden” eine ganz andere ist. Ich finde es extrem unfair das sie so tut als würde ich nicht gut mit Geld umgehen können. Sie ist aber die jene die kein normales Konsum Verhalten hat. Außerdem verstehe ich es nicht, wieso sie sich das Recht heraus nimmt mir zu sagen, was ich mit meinem Geld machen sollte oder nicht. Sie hat generell eine starke Meinung und denkt ihr handeln ist immer richtig. Und sobald etwas nicht ihrer Meinung entspricht ist sie mit dem Arsch rum.

Zudem habe ich schon angesprochen, das ich mir einen so teuren Lebensstandard aus Gründen aktuell nicht leisten kann. Sie sagt zwar ihr geht es ähnlich, verpulvert, aber unser wg Budget für Dinge, die ich niemals kaufen würde. Am Anfang haben wir zwar gesagt, beim Einkauf zahlen wir zusammen und wenn irgendwer etwas bestimmtes braucht zahlt er es selbst, aber so habe ich mir das nicht vorgestellt.

Für mich ist es das normales der Welt meine Beautyprodukte aus dem gemeinsamen Betrag rauszurechen. Aber oft ist es so, das sie ihre Beautyprodukte (Schminke, Duschbad, Schampoo, etc.) einfach mit einrechnet, oder besser gesagt, nicht mit aus von ihr gezahlten Rechnungen rausrechnet.
So als wäre es normal das ich ihr Zeug mit bezahlen müsste.

Ausziehen ist erstmal keine Lösung, da wir den Mietvertrag ja gerade erst unterschrieben haben und ich auch bis Ende des Jahres in der Wohnung bleiben möchte, aber es muss sich etwas ändern.

Viellicht hat ja jemand eine Idee, wie ich das Thema so behutsam wie nur eben möglich ansprechen kann. Ihr würdet mir damit aufjedenfall stark helfen!!!!
Danke 😄

Geld, sparsam, geiz, Konsum, Streit, WG

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