Innerer Bruch bzw innere Stille?

Guten Abend zusammen.

Also ich fange einfach mal an:

Seid Anfang August habe ich nach knapp 4 Jahren endlich wieder einen Job. Meine Aufgabe dort ist Komission und Verpackung. Ich habe das Gefühl, dass es genau das Richtige für mich ist weil es halt Körper und Geist gleichermaßen beschäftigt. Vor allem endlich mal eine Aufgabe, bei der nicht nur meine Körperliche Kraft gefordert wird bzw überstrapaziert wird, sondern ich mich auch wirklich Konzentrieren und schnell lernen muss wobei es bei der Konzentration hapert.

Und Gestern ist was echt Komisches passiert. Da hatten wir einen Auftrag gerade erst fertig, als dann plötzlich eine Reihe der Packstücke auf dem Gestell umkippte und gegen den Packtisch prallte. Zuerst war ich voller Stress und habe mich mit meinem Kollegen direkt ans aufräumen gemacht. Es sind dabei auch nur 2 Kartons und 1 Einzelteil zu Schaden gekommen und das Dilemma war nach nicht einmal 10 Minuten beseitigt, aber den ganzen Stress in mir spürte ich noch eine ganze Stunde bis er verschwand und plötzlich nur noch Leere da war. Als wäre etwas in mir Kaputt gegangen.

Etwas Ähnliches kenne ich schon von meiner Depressiven Erkrankung. Aber normalerweise ist diese innere Leere dabei gemischt mit Hass, Wut und Trauer.

Dieses mal aber war ich Komplett Leer. Meine Sensible Wahrnehmung, das Chaos im Kopf was mich ständig ablenkt, die Vorfreude auf den Feierabend und und und. Alles war mit einem Schlag einfach so Weg. Ich habe es auch nicht geschafft, mein Gesicht zu verziehen oder über den schwarzen Humor von meinem Kollegen zu lachen oder zumindest zu Schmunzeln. Ich fühlte von mir Selbst und von den anderen nichts mehr.

Heute war ich zwar Teilnahmslos, aber in mir drinnen spüre ich die Strapazen der letzten 18 1/2 Jahre. Und nein ich bin kein Alter Herr, sondern gehe erst auf die 25 zu.

Es ist soviel passiert. Zuerst die Trennung meiner Eltern und kurz darauf das Mobbing in der Schule, dass auch erst vor dem 11ten Schuljahr aufhörte. Der Jahrelange Heimaufenthalt in einer Wohngruppe. Oder auch was darauf folgte. Zuerst ein Paar Jahre in einer Notunterkunft umgeben von Drogen und Prügelknaben, dann Wohnte ich wieder bei meinem Vater und 2 meiner Schwestern was aber auch nur für 6 Monate gut ging. Jetzt Wohne ich seid über 4 Jahren in einem kleinen Dorf im Sauerland, weil ich dachte, dass ich hier endlich mal etwas Ruhe finden würde.

In diesem ganzen Chaos aber habe ich es immer aus eigener Kraft geschafft, das Licht im Dunkeln zu finden, selbst nachdem die Depression Diagnostiziert wurde, habe ich es bis heute geschafft, damit ohne Antidepressiva klar zukommen.

Aber jetzt habe ich auch zum ersten mal Suizidale Gedanken. Auch wenn so ein Tief mal mehrere Wochen anhielt, war immer noch etwas schönes dabei. Ich finde aber nichts mehr und bin zu Müde. Ich will dem aber auch nicht nachgeben.

Kann mir bitte jemand helfen? Hat jemand eine Idee, wie ich zu neuer Kraft kommen kann oder besser noch diesem Chaos endlich zu entfliehen?

Lg Clemens

Selbsthilfe, Psychologie
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Emetophobie - kriege ich das noch selbst los?

Hi,

ich habe schon seit ich kleiner bin Angst vor Magen-Darm-Grippe. Ich hatte mal eine echt heftige MDG (Noro-Virus), bei der ich mich die ganze Nacht übergeben musste. Ich schätze, seitdem ist das so. Ich hatte seitdem noch einmal MDG, und da hatte ich die Angst schon ein bisschen, also während mir übel war, hatte ich Angst zu erbrechen, aber als es dann tatsächlich passiert ist, dachte ich noch: Naja, so schlimm ist es ja nicht...

Allerdings denke ich das jetzt gar nicht mehr. Diese letzte MDG ist jetzt vielleicht 5-7 Jahre her, seitdem hatte ich nichts mehr. Trotzdem, wenn eine Freundin MDG hat oder hatte, bin ich extrem vorsichtig.

Bisher hat das ganze allerdings mein Leben kaum eingeschränkt. Die Panik kam nur, wenn ein akuter Fall von MDG im Umkreis war, bei dem ich mich anstecken könnte.

Nach und nach begann ich aber auch, mich von Parties und Alkohol möglichst zu entfernen, ich wollte einfach niemanden kotzen sehen. Da ergreife ich dann schnell die Flucht. Allerdings bin ich der Meinung, das ist normal. Das findet ja niemand geil. Ich gehöre halt zu den Menschen, die das ekelhaft finden...

Jetzt in letzter Zeit hatte ich eine langwierige Infektion mit EBV und dahingehend häufig tagelange Übelkeit, Magenschmerzen... ein halbes Jahr lang. Dadurch hat sich meine Angst vorm Erbrechen echt gesteigert. Ich denke im Moment jeden Tag daran, dass ich mich vielleicht irgendwann mal wieder übergeben muss, auch wenn mir jetzt nicht mehr übel ist. Vor allem morgens möchte ich häufig am liebsten gar nichts essen.

Vor ein paar Wochen war es nicht so schlimm, heute und gestern kam es wieder und jetzt grade ist es echt nervig. Mir ist nicht übel oder so, auch keine Magenschmerzen, nur dieses grässliche Angstgefühl im Bauch beim Gedanken daran wie ich mich fühlen werde wenn ich mich (in irgendeiner Zukunft) mal wieder übergeben muss.

Leute kotzen sehen (in Filmen) und hören finde ich ekelhaft und ich vermeide es, aber mir wird nicht übel davon oder so. Wirklich meine Angst "triggern" tun nur die bildlichen Vorstellungen in meinem Kopf wie ich über der Kloschüssel hänge. Das ist halt einfach mit so negativen Gefühlen bei mir verbunden. Diese Bilder sind mein größtes Problem. Ich stelle mir immer und immer wieder vor wie ich mich übergebe. Dadurch entsteht das gesamte Problem.

Ich esse aber ansonsten komplett normal (manchmal raubt mir das den Appetit aber ich esse dann später was). Auch auswärts essen kann ich, schaue mir halt nur an ob die Einrichtung sauber und ordentlich aussieht. Ich achte auch drauf, meine Hände regelmäßig zu waschen, also wenn ich unterwegs bin, bevor ich dann esse. Aber auch nicht übertrieben...

Ich schleppe keine Antibrechmittel oder Tüten mit mir mit...

Was meint ihr? Ist meine Emetophobie zu schlimm als dass ich das selbst auf die Reihe kriegen könnte? Ich möchte da nicht unbedingt zum Psychiater wenn ich es selbst schaffen kann.

Wenn ja, wo finde ich Tipps dafür?

Liebe Grüße

Shurimas Tochter

Gesundheit, Angst, Selbsthilfe, Psychologie, Emetophobie, Erbrechen, Gesundheit und Medizin, Magen-Darm, Phobie, Übelkeit
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"Erwachsen sein" überfordert mich?

Hi; ich weiss nicht mehr weiter. Ich habe eine eigene Wohnung, und (noch) einen relativ gut bezahlten Job. Aber seit ich voll in diesem Alltag drin bin merke ich immer mehr wie überfordert ich damit bin. Ich fühle mich absolut nicht erwachsen. Der ganze Papierkram. Die Arbeit. Gezwungener Smalltalk mit Kollegen. (Ich habe eine soziale Schwäche) Immer nett und lustig sein und Lästereien ertragen. Die Wohnung sauber halten.Das Sozialleben darf natürlich auch nicht vernachlässigt werden. Selbst Urlaubsplanung bedeutet Stress. Man muss immer planen, planen, planen. Und souverän soll man sein. Sich durchsetzen können, und Duckmäuschen wie ich haben halt Pech und sind "zu ruhig und zu unauffällig". Wenn ich mir mal paar Tage Ruhe gönne, dann merke ich das ich keinen Sinn in alldem sehe (Grübelei, Depression) und geh lieber arbeiten um mich abzulenken. Bin auch nicht glücklich mit der Stelle aber naja. Bin jetzt seit einer Weile in Therapie weil mich eben vieles belastet,auch aus der Vergangenheit. Ich möchte mich wehren können gegen Gehässigkeiten von Kollegen und nicht sofort ganz klein werden und zu allem ja sagen. Nicht jedes Mal Panik vor Smalltalk haben, und davor das mich alle langweilig finden. Und vorallem nicht mehr ständig an mir zweifeln und grübeln. Einfach Selbstliebe entwickeln und ein Selbstbewusstsein. Und endlich mit dem Selbstmitleid und Rumgeheule aufhören. Kann das auch nicht mehr ab. Und ich weiss das das Leben kein Ponyhof ist, das merke ich ja.

Wie geht man das am besten an? Weiter Therapie machen obwohl sie sinnlos erscheint (ich bekomme da Tipps die ich mir auch aus dem Internet holen könnte und fühle mich abgespeist) und einfach hoffen das meine künftigen Lebens- Erfahrungen mich schon irgendwie stark machen werden, oder lieber spezielle Kurse aufsuchen, oder noch ganz andere Möglichkeiten die ich nicht bedacht habe? Weltreise möchte ich nicht machen^^

Gibt es für dieses Problem gute Selbsthilfeforen die man empfehlen könnte?

Therapie, Freundschaft, Angst, Selbstliebe, Selbsthilfe, Psychologie, Liebe und Beziehung, Selbsthass, Depressionen besiegen, selbstbewusstsein aufbauen
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Motivieren durch Belohnungen - wie einen Depressiven auf den richtigen Weg bringen?

Diese Frage hatte ich schon vor einigen Monaten gestellt. Allerdings etwas "versteckt". Diese beschriebene Person bin eigentlich ich (w 31) Bis zu dem Zeitpunkt wollte ich da noch nicht so mit rausrücken, dass nicht irgendjemand, sondern ich Ratschläge bräuchte. Ich habe den Text usw. so gelassen wie er war, bis auf diese Info hier. Ich hoffe es ist niemand verärgert, weil ich es erst jetzt sozusagen offen lege. Vielleicht bekomme ich jetzt die Antworten, nach denen ich vor über nem halben Jahr gesucht hatte :-)

P.S. bin seit etwa 14 Jahren durchgehend in psychiatrischer (Medikamente) und psychotherapeutischer Behandlung mit einigen Klinikaufenthalten. Neben der Depression liegen mittlerweile noch 6 weitere ärztlich bestätigte psychische Erkrankungen/Diagnosen vor.

Einem depressiven Menschen fällt oft das kleinste Bisschen sehr schwer zu tun. Unter anderem Sport, regelmäßige Körperpflege, geregelte Mahlzeiten und auch die Ausübung von Hobbies. Zudem kann sehr häufig der Schlaf-Wach-Rhythmus gestört sein, wie z.B. ein erhöhtes Schlafbedürfnis von mindestens 12 Stunden, oder auch ein verschobener Rhythmus - Nachts wachbleiben, Tagsüber schlafen. Es ist keine Tagesstruktur wie bei einem Berufstätigen vorhanden, aufgrund der Frührente.

Jetzt zu meiner Frage: Wie könnte man diesen Depressiven dazu motivieren, dass er anfängt sich aufzuraffen. Ratschläge kommen nicht bei ihm an. Daher möchte ich es gerne mit einer Art Belohnungssystem versuchen. Kennt sich da jemand aus oder hätte Ideen wie so ein Belohnungssystem aussehen könnte? Wie geht man vor und mit was könnte sich ein Mensch, dem alles schwerfällt, belohnen?

Selbsthilfe, Psychologie, Belohnung, Borderline, Bulimie, Depression, Gesundheit und Medizin, Psychiatrie, Psychotherapie, Bullet Journal
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Darf man gefährlichen Nato-Draht von einem Zaun entfernen?

Darf/Muss man Nato-Draht, der in einem Landschaftsschutzgebiet und Naturpark an einem privaten Grundstück am Zaun angebracht ist, entfernen wenn davon eine erhebliche Gefahr ausgeht? Und zwar wenn der Nato-Draht direkt an einem öffentlich begehbaren Wanderweg in einer Höhe von einem Meter frei zugänglich ist? Kann eine solche Handlung im Rahmen von Selbsthilfe nach § 229 BGB rechtlich zulässig sein?

Die Gefahr kann darin besteht, dass sich spielende Kinder oder andere Passanten, daran schwer verletzen können. Eine weitere Gefahr kann für Waldtiere ausgehen, die sich etwa beim Überspringen eines Zaunes im Rahmen von Wildwechsel schwer verletzen können.

Bitte nicht allgemein darauf antworten, ob man Nato-Draht von einem privaten Grundstück im Allgemeinen entfernen darf.

Sondern auf die konkrete Frage in Bezug auf Nato-Draht, der eine akute oder chronische Gefahr für Leib und Leben von Mensch und Tier darstellt, insbesondere für Kinder. Und in Bezug darauf, dass er in einer Höhe von 1 Meter frei zugänglich an einem öffentlichen Wander- und Freizeitweg angebracht ist, ohne jedwede Barrieren. Auch in Bezug darauf, dass er in einem Landschaftsschutzgebiet und Naturpark angebracht wäre, wobei keine Gemeindesatzung dies explizit verbieten würde. Auch in Bezug darauf, dass öffentliche Stellen diesen bereits wahrgenommen hätten aber von sich aus nicht gehandelt hätten.

Rechtlich bitte insbesondere auf Regelungen von Notwehr und Selbsthilfe nach § 229 BGB eingehen wo es heißt:

"Wer zum Zwecke der Selbsthilfe eine Sache wegnimmt, zerstört oder beschädigt oder wer zum Zwecke der Selbsthilfe einen Verpflichteten, welcher der Flucht verdächtig ist, festnimmt oder den Widerstand des Verpflichteten gegen eine Handlung, die dieser zu dulden verpflichtet ist, beseitigt, handelt nicht widerrechtlich, wenn obrigkeitliche Hilfe nicht rechtzeitig zu erlangen ist und ohne sofortiges Eingreifen die Gefahr besteht, dass die Verwirklichung des Anspruchs vereitelt oder wesentlich erschwert werde."

Vielen Dank und big up an die Community!

Jemand der gefährlichen Nato-Draht aufstellt soll verfolgt werden 33%
Nato-Draht sollte generell verboten werden! 33%
Es ist absolut richtig Gefahren für Kinder sofort zu beseitigen! 33%
Kinder müssen selbst sehen wie sie mit den Gefahren klar kommen 0%
Gefährlicher Nato-draht sollte geduldet werden! 0%
Nato-Draht darf überall angebracht werden, egal wie gefährlich! 0%
Entfernung von gefährlichem Nato-Draht fällt unter Selbsthilfe! 0%
Kinder, Familie, Sicherheit, Recht, Selbsthilfe, Schutz, Grundstück, Notwehr, Rechtslage, Naturschutzgebiet
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Abschleppen vom Gehweg?

Liebe Community,

Ich habe hier eine recht schwierige Angelegenheit und möchte wissen, ob ich auf Rechtswegen damit Ergolg haben kann bzw habe.

Mein Auto wurde vor 2 Wochen auf einem ja gehwegähnlichen Grundstück des dort ansäßigen Vermieters (fast) abgeschleppt.

Zur Erläuterung: Ich war an einem Sonntag Abend mit meinen Kindern zu Besuch bei meinen Eltern. Wir wollten bei Ihnen nur noch Abendessen und danach wollte Ich die Kinder zu der Mutter nachhause fahren (Ja wir sind getrennt lebend). Im meinem Auto befand sich der Kinderwagen des jüngsten Kindes plus andere Sachen der Kinder. Als wir grade am Gehen waren, sah ich wie mein Auto am Abschlepper hing. Durch meine schnellen Füße konnte ich das Abschleppen im letzten Moment verhindern und musste, um mein Auto wiederzubekommen 359 Euro zahlen (davon 90 Sonn- und Feiertagszuschlag). Aufjedenfall ist das Ganze sehr ärgerlich. Denn damit ging ein Großteil meines Weihnachtsgeldes drauf. Meine Eltern wohnen in einem Neubaugebiet mit vielen Mietern.

Angeblich soll vonovia das Ganze in die Gänge geleitet haben. Nur stellen sich mir dies bezüglich viele Fragen....

1. Ist der Gehweg überhaupt vonovia Gelände und nicht öffentlicher Verkehrsraum? Dürfen sie da überhaupt abschleppen lassen. Immerhin ist das Gelände nicht als Vonovia ausgeschildert.

2. Auf Anfrage bei Vonovia, sagte man mir: man ließe keine Autos abschleppen.

Was am Ende bedeutet. Ein grimiger Mieter hat den Abschleppdienst angerufen, der dazu nicht berechtigt ist. Oder,....... auf Anfrage beim Abschleppunternehmen hieß es, es sei wirklich vonovia gewesen.

Was am Ende nur bedeuten kann, dass dort ein verärgerter Mitarbeiter von Vonovia wohnt, der....

1. Außerhalb seiner Arbeitszeit dies veranlässt und sich auf die Selbsthilfe des Besitzers bzw des Besitzdieners beruft. Obwohl der Eigentümer, also Vonovia das nicht vorsieht. Und somit am Ende nicht im Wissen ist, dass dort ein Mitarbeiter abschleppen lässt.

Es sei dazu gesagt, das dort nirgendwo ausgeschildert ist, dass es vonovia Gelände ist und schon seit Jahren dort Autos parken. Nur seit neustem wird dort abgeschleppt.

Ich Danke euch schon mal im Voraus für die Antworten. Ich bitte dennoch nur um Antworten, die mir auch wieklich weiter helfen, da man sich in diesem Gebiet ausführlich auskennt.

Danke

Recht, Selbsthilfe, abschleppen, BGB, Falschparken, Rechtswidrig, Auto und Motorrad
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Hat jemand Erfahrung mit dem freiwilligen Ausschluss aus den Zeugen Jehovas und Hilfe danach?

Hey Leute, ich versuche die Erklärung kurz und trotzdem präzise zu halten.

Ich bin ein Mädchen das seit dem zweiten Lebensjahr mit den Zeugen Jehovas zutun hatte und mich mit 14 Jahren hab taufen lassen. Meine Mutter war immer schon sehr fürsorglich und hat übertrieben darauf geachtet das ich bloß das "richtige" tue und weiter die "vorbildliche" bleibe. Mit 17 habe ich dann einen Jungen Mann kennengelernt in den ich mich verliebt habe, was bei der Versammlung und zuhause auf sehr viel Ablehnung gestoßen ist. Damit begann eine ziemlich schwierige Zeit weil ich das erste mal gesagt und getan habe was ich wollte. Man hat mich mit dem Gericht, der Polizei und dem Jugendamt dort rausgeholt, weil meine Mutter (Zeugin Jehovas) nun wirklich alles versucht um mir das leben zur Hölle zu machen. Jetzt habe ich mit 18 ohne Erfahrungen eine eigene Wohnung, einen Freund, neue Nummern...so gesehen ein komplett neues Leben... womit ich erstmal gar nicht so richtig umzugehen weiß.

Jetzt da ich aus allem raus bin gibt es da nur ein Problem: Ich habe mit dieser Entscheidung keine Familie und auch keine "Freunde" mehr (außer Mitschüler) und genug Leute die über mich lästern und eine Mutter die unter anderem sagt das ich eine Prostituierte bin. Dazu kommt mein eh schon fehlendes Selbsbewusstsein und eine Depression die vorher schon einmal festgestellt wurde.

Nun die Frage an euch: Weiß jemand wo man passende Hilfe bekommen kann die mich aus meinem Loch rausholt? Und gibt es welche unter euch die vielleicht dasselbe durchgemacht haben oder gerade machen?

LG

Religion, Familie, Selbsthilfe, Zeugen Jehovas, Depression, Jehovas-Zeugen, Sekte, Ausschluß, zj, destruktive-Kulte, Sektenausstieg, neureligiöse-Glaubensgemeinschaften
16 Antworten
Emetophobie - Methoden zum Erzwingen an die Gewöhnung ans Erbrechen?

Kurz gesagt, seit einiger Zeit habe ich regelmäßig Panikanfälle immer im Bezug auf das sich übergeben zu müssen. Bestes Beispiel: Nierensteine, bzw. Die davon ausgelöste Koliken. Ich hatte noch nie Nierensteine und habe hoffentlich auch gerade noch keine, aber allein schon dass die Möglichkeit existiert verursacht bei mir heftige Panikanfälle. Nicht wegen den Schmerzen die einer der schlimmsten anscheinend sein sollen, oder aber auch nicht, dass die Vorstellung ehrlich gesagt irgendwie eklig ist, dass ein Steinchen das sich gebildet hat irgendwas in der Harnröhre blockieren kann, sondern einzig und allein, dass man sich heftig durch die Schmerzen anscheinend unkontrolliert übergeben muss. Und so ist es mit vielen Dingen. Angst vorm fliegen? Ja, nicht weil das Flugzeug abstürzen könnte sondern weil die Chance besteht, dass ich kotzen muss. Angst davor ein wenig zuviel zu essen? Ja, aber nicht weil was auch immer, ich glaube ihr versteht was ich meine.

Nun meine Frage, es scheinen viele Leute davon betroffen zu sein, gefunden habe ich bisher aber keine guten Antworten auf die Fragen in Bezug auf das Thema, also frage ich mal selber ist was ich dachte.

Kann man sich gegen diese Panik vor den Kotzen abhärten oder vielleicht irgendwie entwöhnen oder irgendsowas? Würde es Sinn machen mich mit einem Arzt deshalb zusammen zu setzen und kontrolliert mich regelmäßig zum Erbrechen zu bringen um mich daran zu gewöhnen? Oder gibt es irgendwelche anderen praktischen Methoden mit denen man eventuell dieses Lebenbeeinträchtigende Monster endlich aus meinem Leben verbannen kann?

Achso und nur damit ich mich ein wenig endlich beruhigen kann: ich will wissen ob sich eventuell schon Nierensteine bei mir gebildet haben aber halt noch ruhig sind oder nicht, damit ich falls es der Fall sein sollte es direkt loswerden kann bevor mein größter Horroralbtraum eintreten kann. Wie kann man das bewusst feststellen lassen? Kann man eventuell zu nem Arzt gehen und einfach mal sagen hey können sie sicherheitshalber nachschauen ob sich Nierensteine bei mir gebildet haben? Ich hasse diese Ungewissheit, das macht die Panik noch viel schlimmer weil man einfach keine Antwort bekommt und ich deshalb nie mit diesen bescheuerten Spekulationen usw. Abschließen kann.

Danke für jede Antwort.

Selbsthilfe, Angststörung, Emetophobie, Erbrechen, Panik, Panikattacken, Phobie, Psyche, Gewöhnung
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Buchempfehlung gesucht! Psychologie/Psychoanalyse für einen Mann mit Aggressionen, die er "nur" in der Sexualität auslebt (BDSM)?

Hallo liebe Leute,

es geht um einen Herrn (31), der mir irgendwie aufgrund seines Verhaltens nicht ganz koscher vorkommt.

Er ist einer, der relativ introvertiert in einer "klinisch ordentlichen", unpersönlich eingerichteten Wohnung lebt. Selbst bezeichnet er sich als hochbegabt und seine Wortwahl ist auch sehr akademisch (er ist auch aus einer Akademikerfamilie) und wirkt dadurch häufiger arrogant. Er gibt zu, in der Kindheit keinen Anschluss an beständige Freundschaften gehabt zu haben. Mit seinen drei Geschwistern hat er heute wenig Kontakt (er isoliert sich also auch eher aus seinem familären Umfeld). Er meldet sich gemäß den Angaben seiner Freunde selten von selbst. Er bezeichnet sich selbst als polyamourös. Interesse an "wuseligen" Freizeitangeboten wie Disko und dergleichen hat er nicht.

Außerdem achtet er auf einen sehr gepflegten, herzlichen Umgang mit anderen Menschen. Er geht gerne auf Kontakt-Impro-/Eye-Contact-Veranstaltungen, "kuschelige" Umgebungen hat er sehr gerne und selbst bezeichnet er sich als verletzte Persönlichkeit (er redet recht offen darüber), aber die Verantwortung für sein gegenwärtiges Glück sucht er bei sich selbst. Es steht außer Frage, dass sein Fokus, neue Leute kennen zu lernen, stets bei Frauen liegt.

So "herzlich", "zuvorkommend" und "vorsichtig" er sich auch im Alltag gibt, im Bett zeigt er deutlich ein anderes Wesen (ja, ich habe mich drauf eingelassen, mit ihm zu schlafen). Ohne, dass davon etwas abgesprochen gewesen wäre, hielt er mich fest und hielt mir den Mund zu, sodass ich kaum Luft bekam. Ich habe noch unaufgeregt, aber bestimmt, klar gemacht, dass er das zu lassen hat. Er ließ dann auch los, aber die ganze Sache gibt mir immer noch zu denken. Seine "feste" Freundin wirkt auf mich auch im Alltag recht unterwürfig.

Er sagt von sich, dass er eigentlich einen sehr bewussten Lebensstil anstrebt. Nach eigenen Angaben meditiert er viel und ist so auf dem "finde Glück in deiner Bescheidenheit"-Trip, aber in meinen Augen beißt sich das mit seiner Sexualität ganz massiv und habe insgesamt den Eindruck, dass in ihm so still und heimlich mindestens zwei Fronten kämpfen. Ich kann auch nicht ausschließen, dass er dieses Lämmchen-Image im Alltag auch nur deswegen pflegt, um 1. bei Frauen gut anzukommen und 2. von außen weniger Angriffsfläche für Kritik zu bieten, weil er ja "an sich arbeite".

Für den Fall, dass er wirklich mit sich selbst ins Reine kommen will, würde ich ihm gerne mit einem Buch über männliche Aggression und Sexualität und bestehende infantile Einflüsse in sich einen Impuls liefern, wie er sich selbst besser verstehen kann.

Vielen Dank für euren Buchtipp!

Alles Liebe

Bonbonglas

Selbsthilfe, Sexualität, Psychologie, Buchempfehlung, Fachliteratur, Psychoanalyse, Bindungsangst
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