Bin ich echt ein Narzist?

Ich habe im Internet etwas gegoogelt, weil ich mich recht gerne mit meinen Problemen beschäftige und Lösungen dafür habe. Außerdem bin ich immer auf der Suche zu mir selber und möchte mich ständig besser kennenlernen.

Dabei habe ich beim Googeln entdeckt, dass ich vielleicht ein Narzist sein könnte oder zumindest so veranlagt bin.

Warum ich darauf komme? Deshalb:

  • Ich bin an meiner Berufsschule Schülersprecherin und war ich früher schon Schülersprecherin, Klassensprecherin / 2. Klassensprecherin. Ich liebe es, vor Leuten zu reden und wenn mir jeder zuhört, ist das echt toll. Das ist so ein super Gefühl
  • Ich bin total heiß auf Lob. Wenn mich in der Arbeit meine Ausbildungsleiterin lobt oder die Abteilung sagt, was für eine tolle Arbeit ich leiste, motiviert mich das extrem. Im Gegensatz: Wenn ich kein Lob bekomme, frustiert mich das. Ich möchte irgendwie ständig hören, wie toll ich bin?? Zumindest rückfolgere ich das daraus.
  • Mir ist es überhaupt nicht peinlich, bei meiner Familie oder auch bei Freunden zu erwähnen, wenn mir etwas toll gelungen ist. Also, ich stelle mich nicht hin und sage: "Hey, ich bin der tollste Held", aber ich sage: "Ich habe heute als einzige eine 1 in Englisch herausbekommen. Ich freu mich so"
  • Ich helfe in meinem Freundeskreis in gewissen Maßen. Wenn es mir selber schlecht geht und ich keine Kraft habe, helfe ich aber nicht. Dann denke ich doch in erster Linie an mich und stelle fest: "Nö, das würde mich jetzt viel zu sehr stressen, zu einer Freundin zu fahren und ihr bei etwas zu helfen". Es ist aber auch so, dass ich nicht unbedingt der hilfsbereiteste Mensch der Welt bin. Ja, ich helfe, aber nicht ständig und immer. Und wenn ich bei etwas helfe, fühle ich mich danach gut. Ich helfe schon des Problems wegen, aber ich merke ach, dass ich da echt selten altruistisch denke.

Sehrt ihr narzistische Neigungen oder nicht? Bin echt beunruhigt. Kann ich irgendwas dagegen machen? Vielleicht eine Therapie / Coaching? DANKE

Therapie, Psychologie, Liebe und Beziehung, futsch, Narzistisch
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Ich spüre eine unsichtige Mauer um mich herum. Therapie?

Ich bin eine (schon) erwachsene Frau, aber merke ständig, dass ich von irgendwelchen unsichtbaren Mauern umgeben bin. Das klingt jetzt sehr blöd, aber ich fühle mich ständig eingeschränkt von mir selber. Ich setze mich mit allem unter Druck (auch privat), ich hätte gerne einen Freund, habe aber irgendwie Angst vor Nähe, ich möchte einen sehr belastenden Konflikt lösen, traue mich aber wegen einer möglichen Ablehnung und noch mehr Eskalation nicht, ich hätte gerne eine andere Wohnung, krieg es aber nicht auf die Reihe, mich darum aktiv zu kümmern. Außerdem schiebe ich ständig und alles auf. Dann würde ich gerne mit Freunden öfter mal wo hinfahren, fürchte mich aber davor, jemanden im Auto mitzunehmen. Er könnte mich wegen des Fahrstils kritisieren oder es zumindest denken, etc.

Hilfe! Ich bekomme mein Leben schon auf die Reihe (arbeite, habe Freunde und viele Hobbys), aber ich könnte so viel mehr machen, wenn ich mich nicht immer eingeschränkt fühlen würde.

Eigentlich bin ich ein sehr fröhlicher Mensch, aber das belastet mich doch etwas.

Als Kind war ich mal bei einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten wegen Depressionen. Hatte mit der Trennung meiner Eltern zu tun. Die habe ich lange überwunden und ich bin auch echt wieder fröhlich.

Jetzt kam mir die Idee, dass ich doch gerne wieder in Therapie gehen würde. Vielleicht würde es bei meinem Problem helfen. Folgende Fragen stelle ich mir aber:

  • Kann ich wieder zu meinem ehemaligen Therapeuten? Er war sehr gut und behandelt auch Erwachsene laut Internet. Es ist mir aber unangenehm, nach ungefährt 10 Jahren wieder dort aufzutauchen. Vielleicht hat er sogar noch meine Unterlagen. Wäre mir peinlich.
  • Muss ich das selber zahlen? Vermutlich, oder? Ist halt massig Geld für einen Azubi. Aber gut, wenn es mir hilft, werde ich das wohl trotzdem aufbringen müssen. Ist dann eben so. Oder gibt es da doch irgenwie eine Möglichkeit? Ich meine, ich bin nicht schwer depressiv und kann mein Leben schon leben. Das wird eher auf Coaching hinauslaufen, oder?

Oder kann ich das selber auch alles irgendwie schaffen?

DANKE

Coaching, Therapie, Psychologie, Psychologe
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Wie kann man unangenehme Termine in Angriff nehmen?

Bei mir geht es um keine Beerdigungen, Operationen oder Scheidungen, aber meine Termine sind für mich auch nicht so besonders schön. Deshalb schiebe ich sie seit Jahren auf, obwohl sie ständig im meinem Kopf präsent sind und ich mir denke: "Das müsste ich unbedingt mal erledigen" oder "Oh man, wieder massig Zeit vergangen, ohne mich darum gekümmert zu haben". Ich sehe einfach keine Motivation, da überhaupt Termine auszumachen bzw. das wirklich mal in Angriff zu nehmen.

Jetzt seht ein neues Jahr vor der Tür und ich denke mir wieder: "2019 - da müsste ich es doch einmal schaffen".

Konkret geht es darum:

  • Zeckenimpfung beim Hausarzt (noch das Harmloseste für mich)
  • Schilddrüsencheck beim Facharzt (wäre echt wichtig)
  • Untersuchung beim Frauenarzt (wäre auch echt wichtig wegen Beschwerden)
  • Allergietest beim Facharzt (auch super wichtig wegen Frühjahr)
  • Kontaktlinsen probieren beim Optiker und kaufen (fühle mich mit Brille sehr unwohl)
  • Oberweitenabmessung (: bei Hunkemöller & Co.

Und ich glaube, dass ich jetzt sogar einige Punkte vergessen habe. Ich fühle mich mit meiner Brille (bin erst seit ein paar Jahren kurzsichtig), so unwohl und beim Sport ist sie absolut störend. Ich habe es schon mal beim Optiker probiert, aber sie nach 2 Minuten immer noch nicht hineinbekommen. Er meinte da: "Dann klappt es wohl nicht" und ich bin frustiert gegangen.

Um einen passenden BH bzw. die nötige Abmessung im Fachgeschäft müsste ich mich auch dringend kümmern. Ich trage alles über 75B (viel zu klein!), 75C, 65F, 60G. Aktuell habe ich einen 70D an. Es passt einfach nicht. Es ist mir aber sehr unangenehm, mich dort im Laden in einem unpassenden BH zu zeigen. Eine Freundin möchte ich wirklich nicht mitnehmen. Wäre mir sehr unangenehm.

usw. Wie schaffe ich es, den "Mist" endlich hinter mich zu bringen? DANKE!

Frauen, Psychologie, Gesundheit und Medizin, Termin, Aufschieben
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Wie kann ich weniger perfektionistisch werden?

Ich bin unglaublich perfektionistisch und extrem kritisch mit mir selber. Bei anderen Leuten bin ich nicht so schlimm und sehe vieles entspannter. Trotzdem habe ich vermutlich an andere Personen auch höhere Ansprüche als andere Leute das haben.

Ich absolviere eine Ausbildung und bin an der Berufsschule Schülersprecherin. Ich mag die Funktion und war früher an meiner Schule auch schon stellvertretende Schülersprecherin sowie Klassensprecherin. Ich liebe es, quasi Vorträge vor vielen Leuten zu halten oder auch Referate vorzutragen.

Vor den Weihnachtsferien durfte ich als Schülersprecherin an der Berufsschule eben einiges am Mikrophon sagen. Der Vortrag hat ungefähr 10 Minuten gedauert und an einer Stelle bin ich zur ins Stottert gekommen. Ich habe den Faden verloren und 2 oder 3 Sekunden überlegt, was ich sagen wollte. Danach habe ich von den anderen Schülern und Lehrern ein dickes Lob bekommen ala "Wow, du hast das so schön gemacht.Respekt. Ich könnte es nicht. Du bist die geborene Sprecherin etc." und meine Antwort war: "Meinst du echt? Ich habe in der Mitte nicht mehr gewusst, welcher Punkt als nächstes gekommen wäre. Ich bin voll aus dem Konzept geraten". Und jeder: "Echt? Das ist überhaupt nicht aufgefallen".-

Ich fühle mich jetzt jedenfalls seit fast einer Woche total schlecht, weil ich den Faden verloren habe. Ich zweifel total an mir, ob ich nicht mein "Amt" aufgeben sollte, weil ich so frustriert bin. Vielleicht bin ich aber auch zu perfektionistisch. Wie kann ich das abstellen?????? DANKE

Schule, traurig, Psychologie, verzweifelt, Zweifel, Kritisch, Perfekt, perfektionistisch
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Wie kann Autofahren für mich mit Beifahrer okay werden?

Ich habe seit einigen Jahren den Führerschein und fahre auch relativ viel (Ehrenamt, Arbeit, Freunde usw.). Ich bin echt gerne mit meinem Polo unterwegs und finde Autofahren echt toll, ABER nicht, wenn jemand auf dem Beifahrersitz sitzt.

Ich HASSE es. Wirklich. Alleine fühle ich mich so frei, aber wenn jemand dabei ist, fühle ich mich innerlich sooo gestresst. Ich habe Angst, dass mir das Auto an der Ampel absterben könnte, ich einen falschen Gang einlege, ich einem Notartwagen zu spät ausweichen könnte, ich zu langsam fahre, ich zu schnell fahre, das Einparken nicht klappt, ich einen Fußgänger übersehe usw.

Das sind alles GEdanken, die ich NIE habe, wenn ich alleine unterwegs bin. Da steige ich in mein Auto und düse los. Und wenn ich beim Einparken mal zwei Versuche brauche, ist das auch nicht schlimm, aber nicht, wenn jemand im Auto mit dabei sitzt. Da schiebe ich Panik und gebe mich nach außen aber total cool.

Wenn mich jemand fragt, ob wir nicht zusammen ins Kino fahren, sage ich immer, dass ich schon 3 Stunden eher in der Stadt bin, heute mit dem Zug fahren möchte, ich kaum noch einen vollen Tank habe, am Auto ein Defekt ist usw. Total bescheuert, aber ich trau mich nicht autozufahren, wenn jemand dabei sitzt.

Woher kommt so eine Angst? Und was kann ich dagegen machen? Geht es noch jemandem so?

Außerdem habe ich Angst, dass mein Beifahrer dann denken könnte: "Ey, die kann ja überhaupt nicht Autofahren", obwohl ich ansonsten echt ein sicherer Autofahrer bin. DANKE

Auto, Angst, Autofahren, PKW, Auto und Motorrad
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Woran liegt es, dass ich mich immer persönlich angegriffen und kritisiert fühle?

Ich bin überhaupt nicht kritikfähig! Ich mag selber keine Leute kritisieren, weil ich mich dann schlecht fühle, aber selber will ich auch nicht kritisiert werden. Wenn jemand an mir etwas zu "bemängeln" hat, nehme ich alles persönlich. Ich bin keine Heulsuse :), sondern ein sehr fröhlicher Mensch und habe schon auch ein gewisses Selbstbewusstsein (in der Schule war ich stellvertretende oder 1. Schülersprecherin) etc., aber ich fühle mich eben oft persönlich angegriffen.

Oder anders gesagt: Ich habe immer das Gefühl, dass mein Gegenüber mich nicht für voll nimmt. Obwohl ich das vermutlich nur denke und es in Wirklichkeit gar nicht so ist.

Heute in der Arbeit: Wir haben eine neue Spülmaschine bekommen und ich wollte sie aufmachen. Ich habe aber nicht auf Anhieb den Knopf gefunden (war an einer anderen Stelle und sehr versteckt), dann kam eine ältere Kollegin vorbei und sie meinte sofort: "Weißt du denn nicht, wie eine Spülmaschine aufgeht?"

Das mag banal sein, aber ich HASSE es und explodiere innerlich, wenn man mich nicht für voll nimmt. Ich bin nicht dumm, aber natürlich gibt es auch mal Momente, wo ich etwas nicht auf Anhieb kann oder erst den Knopf suchen muss. Ich habe dann immer das Gefühl, dass mein Gegenüber mich nicht für voll nimmt und mich als strohdoof abstempelt.

Was kann ich dagegen mache? DANKE. Tipps?

Freundschaft, Psychologie, Kritik, Liebe und Beziehung, persönlich, Sensibel, Eingeschnappt
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