Menschenbild - was meint er hier?

Was ist der Mensch? Er wird erforscht als Leib durch die Physiologie, als Seele durch die Psychologie, als Gemeinschaftswesen durch die Soziologie. Wir wissen vom Menschen als Natur, die wir erkennen wie die Natur anderer Lebewesen, und als Geschichte, die wir erkennen durch kritische Reinigung der Überlieferung, durch Verstehen des von Menschen in Tun und Denken gemeinten Sinnes und durch Erklären der Geschehnisse aus Motiven, Situationen, Naturrealitäten. Unsere Erforschung des Menschen hat vielerlei Wissen gebracht, aber nicht das Wissen vom Menschen im Ganzen.

Es ist die Frage, ob der Mensch überhaupt erschöpfend begriffen werden kann in dem, was von ihm wißbar ist. Oder ob er darüber hinaus etwas ist, nämlich Freiheit, die sich jeder gegenständlichen Erkenntnis entzieht, aber ihm doch als unentrinnbare Möglichkeit gegenwärtig ist.

In der Tat ist der Mensch sich zugänglich in der doppelten Weise: als Objekt der Forschung und als Existenz der aller Forschung unzugänglichen Freiheit. Im einen Falle sprechen wir vom Menschen als Gegenstand, im anderen Falle von dem Ungegenständlichen, das der Mensch ist und dessen er innewird, wenn er sich seiner selbst eigentlich bewußt ist.

Was der Mensch ist, können wir nicht erschöpfen in einem Gewußtsein von ihm, sondern nur erfahren im Ursprung unseres Denkens und Tuns. Der Mensch ist grundsätzlich mehr, als er von sich wissen kann.

Hallo!

Mir ist Jaspers Menschenbild hier nicht ganz klar: Als Seinsweisen des menschlichen Daseins benutzt er ja die Polaritäten der Erfahrung der Existenz des Menschen und seiner Transzendenz. Den Rest verstehe ich ehrlich gesagt nicht.

Inwiefern (in welcher "doppelten" Weise") ist der Mensch hier sich selbst zugänglich?:/

Deutsch, Religion, Kirche, Sprache, Psychologie, Philosophie, menschenbild, Fragen
2 Antworten
Gibt es so etwas wie instinktiver Rassismus?

Mein Kollege hat mir ein Gedanken Experiment vorgestellt: Wenn Kleinkinder, wovon die Hälfte weiß und die andere Hälfte schwarz sind und alle sich nicht kennen (und sagen wir mal auch davor niemanden außer die Eltern kannten), in einen Raum gesteckt werden und nun wie im Sportunterricht Teams wählen müssen, würden sie dann eher gleichfarbige wählen oder würde es keinem shema entsprechen? Er meint instinktiv würden sie Leute wählen, die einem ähnlich aussehen, weil diese Personen vertrauter wirken.

Vielleicht ist Rassismus hier der falsche Begriff aber dennoch habe ich mir dann die Frage gestellt ob es eine Art "rassistischer Instinkt" gibt, welcher dafür sorgt, dass gleichaussehende mehr vertrauenswürdig erscheinen als Leute die "anders" aussehen. Damit ist nicht gemeint, dass man sofort die anderen ausschließt oder hasst, sondern einfach unbewusst bevorzugt. Und natürlich schließt man hier jetzt Erziehung und Erfahrungen, welche man im Leben sammelt, aus. Es geht nur um einen primitiven Grundsatz des Menschen. Am Ende ist vielleicht Gutefrage.net nicht die beste Quelle sich darüber zu informieren aber anscheinend gebe ich die falschen suchbegriffe ein, denn ich finde keine wirkliche Antwort dazu. Deswegen wollte ich mal hier gucken, was andere dazu sagen.

Info, bevor jemand es falsch versteht: Nur, weil man sich fragt, ob es so etwas gibt wie einen rassistischen Instinkt, ist man nicht gleich rassistisch. Weil so ein Instinkt nicht rechtfertigen würde so zu handeln, da Menschen in der Lage sind ihren Instinkten zu trotzen. Keiner sollte wegen seinem Aussehen oder seiner Herkunft diskriminiert werden, danke.

Rassismus, menschenbild, Philosophie und Gesellschaft
5 Antworten

Meistgelesene Fragen zum Thema Menschenbild