Menschenbild – die neusten Beiträge

"Don't blame God, blame the player!" – Ist eine Abwertung des Menschen durch die Installation einer Göttlichen Instanz vorprogrammiert?

Der erste Satz ist angelehnt an den Ausdruck "Dont blame the player, blame the Game"; ein Satz aus dem Manschaftssport, in dem es trotz klarer Regeln und Schiedsrichtern einfach trotzdem zu Ungerechtigkeiten und Verletzungen kommt, ohne dass ein anderer Spieler die Schuld dafür trägt. Im Bereich Religion und Spiritualität läuft es meiner Meinung nach genau umgekehrt, denn ein Gott (oder "das Göttliche") darf meist nicht "fehlerhaft", "ungerecht", "unmoralisch", "tollpatschig" oder Ähnliches sein.

Der gängige Ausdruck "Don't blame God" soll verdeutlichen, dass "das Leid" in erster Linie von Menschen gemacht sei und nicht in Gottes Verantwortungsbereich liege. Aber wird eventuell durch die geistige Installation eines "guten Überwesens" oder "kosmischer Perfektion" oder des "Göttlichen" als Entität bereits der Samen gesetzt, dass im Zweifelsfall immer der Mensch der "Unzulängliche" oder der "Schuldige" ist?

Vielleicht ist einfach das "Spiel scheiße"? Führen nicht Fehlannahmen und Missverständnisse genauso zu Leid, wie es menschliche Schlechtheit und Egoismus tut? Gehört manches Leid – wie z.B. in einem Konflikt – nicht einfach auch mit dazu zum Leben und zum Kosmos, und beißt sich von daher mit der Vorstellung einer "Göttlichen Instanz"?

Wenn ich nun eine Instanz erschaffe, oder daran glaube, die gut ist, bin ich dann nicht automatisch schlecht vor dieser? Und sehe ich dann nicht ebenso automatisch andere auch als "unzureichend" an?

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Gibt es Religionen, in denen der Mensch so "sein darf wie er ist"?

Oder versuchen Religionen stets den Menschen zu erziehen und Facetten des Menschseins auszublenden? Gibt es "Gegenbewegungen" Innerhalb und Außerhalb von Religionen?

Mir erscheint der moderne atheistische Satanismus (z.B. La Vay, CoS, TST) beispielsweise wie eine heilsame Antwort auf diese Defizit-Orientierung von Religion und explizit auf die "Moralzange" des Christentums. (Dieser selbst stellt keine Religion dar, sondern eher eine Philosophie, Lebenseinstellung oder Bewegung). Ich kann mir nun nicht vorstellen, das "Satanisten" die Einzigen sind, denen Idealismen auffallen oder eine gewisse "Eingeschränktheit im Menschenbild" oder ein "moralisches Korsett", das Religionen erzeugen. Immer wieder höre ich den Satz: "Ein Satan lässt mich sein wie ich bin, bzw. lässt mich frei sein".

Ich kenne diese Qualität so so gut, denn ich habe selbst so etwas wie einen Befreiungskampf hinter mir, mich nicht mehr gezwungen zu fühlen, für jeden Pups Rechenschaft ablegen zu müssen. Dabei wollte ich einfach nur ein guter Mensch sein, und habe keiner Religion angehört. Und wann auch immer ich versuchte mich für eine Religion oder spirituelle Schule zu öffnen, kam sofort diese "Enge" mit dazu. So als seien Religionen und Ähnliches sehr duale Konstrukte, denen die eigene Zweischneidigkeit nicht bewusst ist.

Gibt es Religionen oder Ähnliches, die da anders sind, selbstkritisch oder zumindest reflektiert? Gibt es, ähnlich dem unreligiösem Satanismus, "Ausgleichsbewegungen" in anderen Kulturen und Zeiten die "groß" waren oder auch für die heutige Zeit interessant sein können?

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Diskurs zwischen links und rechts nicht möglich?

Glaubt ihr, dass ein vernünftiger Diskurs möglich ist?

Ich denke aus zwei Gründen nicht.

Ersten schon wegen der Definition:

"Die politische Rechte ist der Teil des politischen Spektrums, der von einer Ungleichheit der Menschen ausgeht und daher eine gesellschaftliche Hierarchie befürwortet oder akzeptiert. Ungleichheit wird von ihr als unausweichlich, natürlich, normal und wünschenswert betrachtet. [...] Auch wenn diese Strömungen mitunter weit voneinander entfernt sind, eint sie allesamt die Ablehnung einer aktiv emanzipatorischen Gesellschaftsveränderung auf politischem Wege, wie sie von den verschiedenen Strömungen des linken Spektrums angestrebt wird."

"Die mitunter weit voneinander entfernten Strömungen der politischen Linken eint dabei, dass sie von der Gleichwertigkeit der Menschen ausgehen und den Egalitarismus unterstützen, oft, indem sie sich gegen den Erhalt sozialer Hierarchien stellen. Mit linker Politik werden sehr unterschiedliche Umsetzungsversuche jener ideologischen Ansätze bezeichnet, welche die Aufhebung von Ungleichheit und als Unterdrückung begriffenen Sozialstrukturen zugunsten der wirtschaftlich oder gesellschaftlich Benachteiligten zum Ziel haben."

(Quelle Wikipedia)

Also schonmal völlig unterschiedliche Voraussetzungen im Menschenbild.

Der zweite Grund ist meiner Meinung heutzutage, dass viele Rechte bzw Rechtsextreme eine alternative Realität haben. Fake News kommen mit stark überwiegender Mehrheit aus rechten Netzwerken. Rechtsgerichtete Einstellungen gegen häufig mit Wissenschaftsfeindlichkeit bis hin zu Verschwörungserzählungen einher. Es ist nicht möglich, mit Fakten zu argumentieren, wenn die letztendlich alle mit dem Argument: "Die sind doch alle vom Staat bezahlt und liefern nur die gewünschten Ergebnisse" weggewischt werden. Umgekehrt werden aber dann doch gerne einzelne Fakten aus der Wissenschaft übernommen, wenn es das Weltbild stützt, aber dann meist aus dem Zusammenhang genommen und falsch interpretiert. Oder schlicht falsch, wie z.B. Alice Weidel im Sommerinterview behauptete, dass 215.000 Syrer in Deutschland ausreisepflichtig seien.

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Ist Elon Musk der Antichrist?

Bischof Oster: Elon Musk fährt "Generalangriff aufs Christentum"

Viele kritisieren Trump-Berater und Tesla-Chef Elon Musk für sein Menschenbild. Nun hat sich auch der Passauer Bischof Stefan Oster zu Wort gemeldet und warnt vor dem einflussreichen Tech-Milliardär aus den USA.

Der Passauer katholische Bischof Stefan Oster hat scharfe Kritik am umstrittenen Berater des US-Präsidenten und Tesla-Chef Elon Musk geäußert. Der Katholik sieht in der Einstellung des Tech-Milliardärs einen "Generalangriff auf das Christentum", wie er in einem Interview mit der Katholischen Nachrichtenagentur sagte. Der Passauer Bischof bezog sich dabei auf eine Aussage Musks, wonach "das größte Versagen der westlichen Kultur in übertriebener Empathie" bestehe. Musk hatte sich Ende Februar in einem Podcast mit dem US-Komiker Joe Rogan auf diese Weise geäußert.

Einer wie Musk wolle nicht mehr "das eigene Ego kleiner machen, um einen anderen größer werden zu lassen", führte der Passauer Bischof Stefan Oster seine Kritik weiter aus.

Bischof Oster: KI untergräbt Kernbotschaft des Christentums

Skeptisch äußerte sich der Bischof auch zum Einsatz künstlicher Intelligenz in der Kirche. Die KI könne bei der Analyse komplexer Daten hilfreich sein - in der Seelsorge aber eher nicht. Wenn sich bald nicht mehr unterscheiden lasse, ob Äußerungen von echten Menschen stammten oder von Maschinen, gerate die "Persönlichkeit" unter die Räder, eine Kernbotschaft des Christentums, so Oster, nämlich, dass der Mensch Person ist. "Ich frage mich", so der Passauer Bischof, "Sind wir dabei, genau das wieder zu verlieren? Die Würde der Person?"

Zuletzt hatte auch Leo der XIV. in seiner ersten Predigt als Papst die Künstliche Intelligenz als eines der wichtigsten Themen bezeichnet, mit denen die Menschheit konfrontiert sei. Sie stelle eine Herausforderung für den Schutz der Menschenwürde, der Gerechtigkeit und der Arbeit dar.

Elon Musk seit längerem in Deutschland in der Kritik

In Deutschland steht Elon Musk seit längerem in der Kritik - spätestens seit seinem Gastbeitrag in der "Welt", als er die Bundesrepublik "am Rande des wirtschaftlichen und kulturellen Zusammenbruchs" verortete. In der Vergangenheit hatte der Tech-Milliardär den damaligen Bundeskanzler Olaf Scholz als einen "inkompetenten Trottel" bezeichnet, Robert Habeck einen "Landesverräter" genannt und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier einen "antidemokratischen Tyrannen".

Quelle: https://www.br.de/nachrichten/bayern/passauer-bischof-stefan-oster-elon-musk-faehrt-generalangriff-aufs-christentum,UlAtutJ

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Sollten sich die Kirchen aus der Politik heraushalten oder nicht?

Sinnstiftung und Seelsorge statt Politik? Die Äußerungen von Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) zur Rolle der Kirchen haben eine kontroverse Debatte ausgelöst. Klöckner hatte den Kirchen geraten, sich stärker auf seelsorgerische Aufgaben zu konzentrieren und sich bei tagespolitischen Themen zurückzuhalten. „Wenn Kirche manchmal zu beliebig wird, oder zu tagesaktuellen Themen Stellungnahmen abgibt wie eine NGO und nicht mehr die grundsätzlichen Fragen von Leben und Tod im Blick hat, dann wird sie leider auch austauschbar”, sagte Klöckner der Bild am Sonntag.

Als Beispiel brachte die CDU-Politikerin kirchliche Stellungnahmen zu verkehrspolitischen Maßnahmen wie dem Tempolimit. „Klar kann sich Kirche auch zu Tempo 130 äußern, aber dafür zahle ich jetzt nicht unbedingt Kirchensteuer“, so Klöckner. Rückendeckung erhielt sie von Thorsten Frei (CDU). Wer sich als Kirche zu tagespolitischen Themen äußere, begebe sich ins politische Spielfeld und müsse dann auch Widerspruch aushalten, sagte er am Dienstag bei RTL. Zuletzt kritisierte auch Historiker und CDU-Mitglied Andreas Rödder Vertreterinnen und Vertreter der Kirche, als diese sich gegen einen Antrag der Unionsfraktion zur Asylpolitik stellten, der mit AfD-Stimmen im Bundestag beschlossen wurde.

"Kirche war schon immer politisch”, meint dagegen Armin Laschet (CDU). Das politische und soziale Engagement der Kirchen sei hierzulande zentral für die Gesellschaft, erklärte er vorgestern bei Phoenix. Kritik übte auch CDU-Sozialflügel-Chef Dennis Radtke. Er halte den Versuch für höchst irritierend, den Kirchen ihre Kommunikationsfreiheit zu beschneiden und sie auf vermeintliche Kernaufgaben zu beschränken, sagte er der taz. SPD-Politiker Ralf Stegner kritisierte die jüngsten Aussagen als eine „österliche obrigkeitsstaatliche Zurechtweisung“ und betonte, die Kirchen sollten sich eher häufiger und deutlicher zu Themen wie Frieden und Gerechtigkeit äußern. 

Quelle

  • Wie findet Ihr Julia Klöckners (CDU) Forderung, dass Kirchen sich auf Fragen von Leben und Tod sowie Seelsorge konzentrieren sollten, statt politisch Stellung zu beziehen?
Eindeutig richtig 58%
Eindeutig falsch 19%
Eher falsch 9%
Unentschieden 8%
Eher richtig 7%
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Wie entscheide ich mich für einen Beruf bei diesen Eigenschaften?

Ich studiere momentan Lehramt (Deutsch/Erdkunde) und bin irgendwie unzufrieden mit mir selbst und meiner Entscheidung.

Irgendwie will ich mehr erreichen und es gibt noch ein paar andere Gründe, die eine Rolle spielen wie …

-eigentlich dauert das Studium an sich 5 Jahre + 18 Monate Referendariat

Nur ist das so, dass es bei meiner Uni länger dauern wird, weil es nicht genug Plätze für die Vorlesungen/Seminare gibt und es durchaus sein kann, dass man 2 Semester auf einen Platz wartet. Ich weiß, dass das an anderen Unis auch so ist, aber irgendwie habe das Gefühl, dass ich meine Zeit für nichts wegwerfe (meine Fächer werden am Gymnasium nicht so stark gebraucht)

-keine richtige Sicherheit

Die gibt es zwar bei keinem Beruf, aber was ist wenn ich dann da stehe und keine Stelle bekomme? Ich möchte irgendwann mal heiraten und eine Familie gründen.

Ich könnte die Liste ewig fortsetzen mit Gründen.

Was wäre ein guter Beruf für mich mit diesen Eigenschaften?

-kann Blut sehen

-bin ungeimpft

-juristische Angelegenheiten interessieren mich

-Gartentätigkeiten sind auch toll

-sprachlich begabt

-gute bis sehr gute Noten in fast allen Fächern (außer bei den MINT Fächern—>Ausnahmen: Bio )

-nicht gut in Mathe

-mag Sport (Radfahren)

-möchte viel Geld verdienen bzw. so viel, sodass es zum Überleben reicht und man sich keine Sorgen machen muss

-Familien-/und kinderorientiert

-möchte feste Arbeitszeiten haben

-bin kommunikativ und rede sehr gerne viel

-Kochen und Backen —> geht so

-ein Abitur haben ich (1,9)

Ich hatte schon so viele Gespräche zur Berufsberatung, Tests usw. und mir hat es nicht viel gebracht.

Ich hatte sonst überlegt etwas in Richtung Moderatorin oder als Beamtin in der Regierung zu arbeiten, aber ich bin mir so unsicher…

Könnt ihr mir Ratschläge geben, was ich tun soll?

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Menschenbild Dawkins“ Das egoistische Gen“?

Menschenbild von Dawkins:

die These dieses Buches ist, dass wir und alle anderen Tieren Maschinen sind, die durch Gene geschaffen wurden. Wie erfolgreiche Chicagoer Gangster haben unsere Gene in einer Welt ihren bestimmte Eigenschaften unterstellt. Ich würde argumentieren, dass eine vorherrschende Eigenschaft, die wir bei einem erfolgreichen gehen erwarten müssen, ein skrupelloser Egoismus ist. Dieser Egoismus des Gens wird gewöhnlich egoistischen Verhalten des Individuums hervorrufen. So gerne wir auch anders glauben wollen, universelle Liebe und das Wohlergehen einer Art als Ganzes sind Begriffe, die evolutionstheoretisch gesehen einfach keinen Sinn ergeben.

(Richard Dawkins: das egoistische gehen übers.V. Karin de Sousa Ferreira. Berlin/ Heidelberg: Springer 2007 S. 37 With premissiom of Springer)

Das ist ein Ausschnitt aus Dawkins Buch.
Er beschreibt das Menschenbild nach seiner Sicht.

die Frage ist aber ist nach Dawkins Aussage der Mensch eher ein *Gesellschafts* Wesen oder ein *Einzelwesen* ?

Ein Geistwesen oder ein Naturwesen?
Ein Vernunftwesen oder ein Treewesen?
Frei oder determiniert?

Lernfähig oder festgelegt?

Altruistisch oder egoistisch?

meiner Meinung nach ist er auf jeden Fall nach dem Menschenbild egoistisch determiniert und lernfähig.
dennoch bin ich mir bei dem Rest oder im generellen unsicher!
Was meint ihr?

Danke für eure Hilfe.

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