Der Verstand als Computer? Was spricht für und was gegen diese These?

5 Antworten

Pro:

Computer verarbeiten Daten, und der Verstand verarbeitet auch Daten / Informationen.

Contra:

Der Verstand ist biologisch , dynamisch und kann sich unvorhergesehenen Situationen anpassen. Computer können bisher nur sehr spezielle Aufgaben lösen, auf die sie programmiert wurden. Der aktuelle Stand der KI ist auch eher eine schwache KI.

Moderne Hirnforscher zeichnen da mittlerweile ein sehr deterministisches Bild - abseits der noch eingeprägten dualistischen Vorstellung von Körper und Seele in der Allgemeinheit.

Der Verstand ordnet eigentlich nur empirische Eindrücke, kategorisiert und verknüpft sie. Der Lernprozess des Menschen ist eigentlich nichts anderes als die Fortsetzung der Evolution: Ein ständiges Irren vorwärts bei dem nützliche Neuronenverbindungen verknüpfen und unbrauchbares aussortiert wird. Erstmal nichts, was eine Maschine theoretisch nicht könnte.

Schwieriger wird es schon bei dem "Ich"-Begriff. Ebenfalls aus dieser Ecke gesehen, ist das (spannenderweise) nur eine Geschichte, die wir uns über uns selbst erzählen. Ein evolutionäres Userinterface - ähnlich wie IOS beim Iphone - um das komplizierte Ding dahinter benutzerfreundlich steuern zu können. Auf manches haben wir Zugriff. Auf manches nicht. Manches können wir autonom steuern - manches wiederum läuft automatisiert.

So wie bei einer Rakete. Bei einer Marsmission wird die Rakete mit allen möglichen Informationen und Eventualitäten ausgestattet um dann selbstständig und Autonom reagieren zu können, wenn der direkte Kontakt zur Erde nicht mehr möglich ist. So in etwa ist der "freie" Wille zu verstehen.

Also ja, ich bin der Meinung KI kann den Menschen komplett ersetzen.

Zum Einen funktioniert das "Denkvermögen" eines Menschen nicht nur durch "on/off", "0/1" oder wie immer du die beiden Zustände bezeichnen möchtest.

Zum Anderen finde ich persönlich die Frage falsch gestellt, da die Bemühungen, eine künstliche Intelligenz zu schaffen, das menschliche Gehirn als Vorbild bzw. "Leitfaden" nehmen/nutzen.

Pro:

  • Beide arbeiten mit elektrischen Signalen
  • Beide uebertragen Information
  • Beide haben einen Speicher der wachsen kann
  • Beide koennen sich anpassen und lernen
  • Beide brauchen Energie
  • Beide sind verletzlich
  • Beide haben sich ueber Evolution entwickelt

Con:

  • Gehirne arbeiten analog, nicht nur an / aus
  • Computer arbeiten hauoptsaechlich sequentiell (von Neumann Architektur), Gehirne haben viele Parallellprozesse

Google-Denken.

Es gibt keine 0 und 1. Salzkonzentrationen können verschiedenste Zwischeneinstellungen generieren.

Das sollte ein Quantencomputer aber loesen, nicht?

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@Steffile

Wir reden von tausenden Zwischeneinstellungen. Auch ein Quantencomputer kommt da nicht mit.

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@Tiffanylegtlos

Noch nicht... aber theoretisch hat erunendliche Moeglichkeiten zwischen 0 und 1

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