Ist die politisch korrekte Meinung über Rassismus scheinheilig?

Heißes Eisen..., ich weiß. Dennoch lässt es mir keine Ruhe. Wir kennen verschiedene Hunderassen mit ihren verschiedenen Eigenschaften und haben kein Problem damit, diese auch entsprechend zu beschreiben, wobei wir auch ganz klar über verschiedene Mischlinge sprechen, die dann eben teilweise Eigenschaften der einen, und teilweise Eigenschaften der anderen Rasse/n in sich vereinen.

So ist ein Pudel-Dackel Mischling natürlich was komplett anderes, als ein Samojede-Husky Mischling, was ja wohl auch niemand irgendwie bestreiten würde.

Bei Menschen heißt es (politisch korrekt), dass es keine klar zu trennende Menschen-Rassen gäbe, weil sich die Menschheit inzwischen schon zu sehr vermischt hätte.

Aber erstens finde ich, dass das so nicht wirklich stimmt (darum haben beispielsweise fast alle Asiaten dieses typische Augenlied, und Pygmäen sind nun mal typischerweise kleiner als Nicht-Pygmäen), und zweitens gibt es dann eben auch sehr unterschiedliche Mischungen (Asiate mit Afrikaner, oder Spanier mit Finne, usw.), die sich dann doch auch wieder sehr stark unterscheiden.

Selbstverständlich gibt es beim einzelnen Individuum IMMER sehr unterschiedliche Variationen von Eigenschaften, so dass man nie sagen kann, ALLE Asiaten sind xy, oder alle Afrikaner sind xy.

Man kann auch nicht sagen ALLE Huskys sind xy, oder alle Pudel sind xy, denn man findet IMMER einzelne Individuen einer Rasse, die sehr untypisch sind. So kann es vielleicht einen Husky geben, der fauler und träger ist, als ein Hund einer Rasse, der man typischerweise Faulheit und Trägheit zuspricht, sowie ein Exemplar DIESER Rasse, welches besonders bewegungsfreudig und somit dann sogar lauffreudiger als dieser eine genannte Husky sein kann.

Es sind immer TENDENZEN, die man bei verschiedenen Rassen beschreiben kann, aber die GIBT es eben meiner Meinung nach ganz klar!

Insgesamt finde ich es aber scheinheilig dem Rassismus in seinen üblen Erscheinungsformen mit dem übertriebenen "es gibt keine Menschrassen" entgegen zu treten.

Nein, es ist völlig richtig, es GIBT KEINE Menschenrassen 46%
Ja, es ist scheinheilig, es gibt (noch) Menschnrassen 36%
Es geht um was ganz anderes (in der Begründung steht um was) 18%
Liebe, Gefühle, Wissenschaft, Biologie, Hunderassen, Psychologie, Anthropologie, Ethik, Genetik, Glaube, Moral, Rasse, Rassismus, Soziologie, Philosophie und Gesellschaft
21 Antworten
Ist der Neandertaler juristisch gesehen ein Mensch(Beschreibung lesen)?

Viele unserer Gesetze enthalten direkt oder indirekt den Begriff Mensch. Nun stellt sich freilich die Frage, welche Lebewesen da überhaupt reinfallen. An und für sich stellt sich die Frage nicht wirklich, da es aktuell nur den Homo sapiens auf der Erde gibt. Viele von euch könnten deshalb sagen, dass die Frage keibe praktische Bedeutung hat.

ABER: Seit einiger Zeit kennt man das Genom des Neandertalers. Es gibt mindestens einen Forscher, der es sich zum Ziel gemacht hat, diesen wiederzubeleben. Wie genau das funktionieren soll, weiß ich nicht, es ist auch völlig unklar, ob das dann wirklich klappen würde. Prinzipiell scheint es aber denkbar zu sein, es gibt ähnliche Pläne z.B. bei Mammuts.

Nun stellt sich zum einen die Frage, ob dieser Neandertaler im Falle eines Erfolgs juristisch als Mensch zu betrachten wäre. Zum anderen stellt sich die Frage wohl schon viel früher, da man für die "Herstellung" eines Neandertalers an gewissen Zellen "rumpfuschen" müsste usw. Bei Zellen, die zu Menschen werden, ist dies jedoch so weit ich weiß unter Umständen (oder auch immer) verboten. Auch hier stellt sich also die Frage, ob der Neandertaler ein Mensch ist.

Die Frage ist also potenziell praxisrelevant. Deshalb meine Frage: Ist der Neandertaler juristisch gesehen ein Mensch? Begründet bitte eure Meinung juristisch :) Ich halte mich mit meiner Meinung vorerst zurück, um euch nicht zu beeinflussen. Danke schon mal für eure Antworten :)

(Interessanter Fakt: Von einigen Wissenschaftlern wird der Neantertaler nicht als eigene Art, sondern als Unterart von Homo sapiens angesehen. Vielleicht spielt das juristisch auch noch ne Rolle.)

Erde, Mobbing, Menschen, Deutschland, Politik, Recht, Wissenschaft, Biologie, Psychologie, Anthropologie, Ethik, Gesellschaft, Gleichberechtigung, Jura, Moral, Philosophie, Rassismus, Ethik und Moral, homo sapiens, Neandertaler, Philosophie und Gesellschaft
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Warum haben Wörter mit -ismus Endung einen negativen Touch?

Ich stelle mal eine These auf: (Fast) alle Wörter, die mit -ismus enden haben einen sehr negativen Beigeschmack, sind dogmatisch, radikal, idiologisch und bei vielen Menschen unbeliebt. Aber warum ist das so?

Hauptfrage: Wieso werden diese Begriffe negativ aufgefasst, wo doch fast jeder irgendeiner dieser Richtungen angehört? Warum nehmen wir sie nicht als neutral wahr? Gibt es denn Leute unter euch, die sie als neutral wahrnehmen?

Zusatzfrage 1: Sind Radikalismus und Extremismus sprachlich eine Verdopplung? (Wenn -ismus = radikal/extrem bedeutet so wäre Radikalismus = "Radikalradikalität" und Extremismus = "Extremextremes")

Zusatzfrage 2: Wie seht ihr das, dass Feminismus gegen Sexismus arbeitet? Ist es nicht irgendwo lächerlich eine Idiologie und Extrembewegung durch eine andere zu ersetzen? Oder ist das ganz natürlich und gut so? Wäre es nicht sinnvoller Sexismus zu bekämpfen ohne eine neue dogmatische Idiologie einzuführen?

Zusatzfrage 3: Sind Terrorismus und Vandalismus Dogmen und eine geistige Strömungen und Haltungen oder nur ein momentaner Akt der Verzweiflung?

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Beispiele, Quellen, Untermauerungen für die These:

Das Suffix -ismus ist ein Mittel zur Wortbildung durch Ableitung (Derivation). Das entstandene Wort kann ein Abstraktum bezeichnen, oft ein Glaubenssystem, eine Lehre, eine Ideologie oder eine geistige Strömung in Geschichte, Wissenschaft oder Kunst. Es kann sowohl an Substantive (Alkohol-, Putsch-) angefügt werden als auch an Adjektive (sozial-, extrem-), wodurch dann gleichzeitig neue Adjektive auf die Endung -istisch entstehen.[1] Da -isten häufig ein Kollektiv von Anhängern einer theoretischen Bewegung bzw. Ideologie bezeichnen (z. B. Sozialisten, Liberalisten, Putschisten), verwendet man diese Form von Adjektiven häufig auch abwertend oder aufwertend als Zeichen der Gruppenzugehörigkeit, um sich mental von etwas zu distanzieren [...]

Quelle: https://www.wikiwand.com/de/-ismus

Wörter mit negativer Komponente:

Radikalismus, Sexismus, Rassismus, Vandalismus, Terrorismus, Feminismus, Veganismus, Extremismus, Atheismus, Egoismus, Anglizismus, Evangelismus, Buddhismus, Alkoholismus, Kannibalismus, Liberalismus, Kommunismus, Nationalsozialismus, Faschismus, Satanismus, Autismus, Sadismus, Masochismus, Pazifismus, Optimismus, Pessimismus, Anarchismus, Kapitalismus, Opportunismus, Exhibitionismus, Materialismus, Tourismus

Nur sehr wenige Wörter klingen halbwegs neutral:

Dualismus, Mechanismus, Automatismus, Journalismus, Organismus

Ich begegne einem "-isten"/einer "-istin" völlig neutral. 73%
Für mich sind alle "-isten" ANDERER Idiologien schlimm. 18%
Ich begegne einem "-isten"/einer "-istin" skeptisch. 9%
Ich will philosophisch auf die Zusatzfragen eingehen: 0%
Deutsch, Sprache, Menschen, Politik, Psychologie, Altgriechisch, Anthropologie, Soziologie, Philosophie und Gesellschaft
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Ist der tägliche Überlebenskampf der Jäger und Sammler in der Steinzeit nur ein Klischee?

Lange Zeit war die Sicht verbreitet, das Leben in der Mittelsteinzeit sei besonders hart gewesen. Ein täglicher Kampf ums überleben bei dem man am Morgen noch nicht wusste, ob man am Abend etwas im Magen haben wird.

Nun gibt es im Amazonasgebiet noch Menschen die Jäger und Sammlergesellschaften leben, so wie die Menschen in Europa in der Mittelsteinzeit. Über so einen Stamm habe ich vor eine Weile eine Doku gesehen. Die Leute verbringen etwa vier bis fünf Stunden am Tag damit, Nahrung zu beschaffen und sonstige Dinge des täglichen Gebrauchs zu erledigen. Den Rest des Tages haben sie Freizeit. Sie spielen viel, oder hängen einfach nur rum.

Ist nicht davon auszugehen, dass das bei den europäischen Jäger und Sammlerkulturen vergleichbar war? Ist der viel zitierte tägliche Überlebenskampf nur ein Klischee?

Sicher ist die medizinische Versorgung sehr viel schlechter, und die Lebenserwartung entsprechend niedriger. Auch kommt zu Unfällen mit wilden Tieren oder gewalttätigen Auseinandersetzungen mit anderen Stämmen. Aber was die Versorgungslage angeht, kann man kaum von einem Überlebenskampf sprechen. Diese Menschen haben weit mehr Freizeit als wir.

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Anthropologie: Können Tiere denken?

Hallo,

wir machen morgen in Philosophie eine Diskussionsrunde und ich wollte noch mal ein paar pro Argumente sammeln, oder Argumente die contra sind entkräften (natürlich könnt ihr mir auch eure Meinung zu dem Thema hinterlassen sowohl pro als auch contra, da bin ich dankbar für).

Im Buch hatten wir zwei Beispiele dafür, dass Tiere denken können.

Das erste erzählte von einem Affen, der an eine Banane in einer Kiste nehmen sollte. Die Kiste konnte sich nur mit einem Schlüssel der in einem von vielen Gläsern war öffnen lassen. Dieses Glas war aber wiederum wieder verschlossen also musste der Affe erst mal den Schlüssel für das Glas besorgen und das noch weitere Male. Also könnte man sagen dass der Affe vorausdenken muss, um als erstes in der richtigen Reihenfolge die Gläser öffnen.

Im anderen Beispiel wurde ein Affe namens Figan erwähnt, der an eine Banane wollte die über dem Alphaaffen im Baum versteckt war (dieser Affe saß darunter und sah sie aber nicht). Damit Figan sich nicht selbst enttarnt dass er diese gefunden hat, setzt er sich um, damit er die Banane nicht mehr sieht (Affen sollen gut im lesen von Mimiken sein) und wartet bis derr Affe unterm Baum verschwindet. Sobald dieser weg war schnappte er sich dann die Banane.

Figan hat somit herausgedacht, was der andere Affe tun würde und hat seinen Drang unterdrückt, die Banane sogar anzusehen.

Ich wäre auch sehr gespannt über eure Meinung und Argumente ob Tiere jetzt denken können oder nicht.

Danke

Tiere, Anthropologie, Tierethik
7 Antworten
Sind Asexuelle tendenziell zuvorkommender gegenüber optisch unschönen/unattraktiven Menschen, dadurch das sie keine oder nur eine geringe Libido haben?

Also ich gehe aktuell davon aus, dass Libido und die Berwertung und das weitere Handeln gegenüber einen Menschen zusammenhängt - das steht für mich soweit auch fest.

Was aber reine Vermutung ist: dass Asexuellen aufgrund ihrer Unlust weniger dazu neigen, jemanden aufgrund seiner Optik schlechter zu behandeln z. B. Räume meiden, schlecht über ihn reden usw.

Ich weiß es nicht. Ich weiß auch nicht ob sie was Hilfsbereitschaft im Alltag betrifft, Jobangebote, Berwerbungen und das Zusammenleben mit unschönen Menschen toleranter wären.

Aber möglich ist es, dass ihr Unterbewusstsein eher andere Kriterien zur Bewertung heranzieht als den Ausschnitt, die Kurven, die Gesichtssymmetrie, anders ausgedrückt- ob der sich eignet zum Sex oder nicht. Dadurch könnten sie auch mögliche Ekelgefühle besser unterdrücken bzw. besser verbergen, nicht nach denen handeln.

Leider habe ich dafür keine verlässlichen Quellen. Ich kenne auch in meinem Umfeld niemanden der sich als asexuell definiert. Ich lese online nur manchmal was darüber.

Wenn ihr sonst Studien, Artikel kennt, gerne zu eurer Meinung dazu schreiben

Verhalten, Menschen, Psychologie, Anthropologie, asexuell, Diskriminierung, Empathie, Hässlichkeit, Libido, Philosophie, Soziologie, Toleranz, Biopsychologie, Philosophie und Gesellschaft
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