Unterschiede zwischen Mensch und Tier?

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13 Antworten

Ja und nein. Sicherlich gibt es nicht die eine Eigenschaft, die Menschen grundsätzlich von Tieren unterscheidet - aber eine Vielzahl quantitativer Unterschiede machten eben auch einen qualitativen Unterschied aus. Gute Sinneswahrnehmung, aufrechter Gang, leistungsfähiges Gehirn, Hände als Universalwerkzeug, Sprache oder Werkzeugnutzung machten den Menschen nicht zu etwas komplett anderen, da sie in der einen oder anderen Form auch bei Tieren vorkommen. Die Kombination aller Merkmale führte aber dazu, dass die Naturgeschichte aufhörte und das Zeitalter der Menschen anbrach und der Mensch von einem hochentwickeltem Tier zu einer Art Supertier geworden ist, das in einer anderen Liga spielt.

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haben viele gleiche Eigenschaften wie die Tiere z.B Instinkte etc.

Das ist Unsinn. Tiere verhalten sich instiktiv, Menschen handeln mit Bewusstsein, Willen und Verstand. Instinktgebundene Wesen respektieren weder Straßenverkehrsordnungen noch Gerichtsurteile, die verhalten sich auch weder "Auto fahrend" noch "zum Mond fliegend".

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Kommentar von Pokhorny
14.05.2017, 10:10

Was für ein Quatsch... Instinkte sind zum großen Teil verloren gegangen, da eine Weitergabe von Fähigkeiten, durch Erziehung erfolgt. Allerdings ist weder Mensch frei von Instinkten, noch ist das Tier nicht lernfähig wenn es um Regeln geht. 

Menschen reagieren ebenfalls Instinktiv, wenn auch auf niedriger Ebene. Ein etwas anderes Entwicklungssystem macht uns nicht völlig verschieden von anderen Tieren... 

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Im Konfirmandenunterricht wurde uns gesagt, der Unterschied sei, dass der Mensch im Gegensatz zum Tier gut und böse unterscheiden könne ...und sich auch entsprechend entscheiden ... okay, eine etwas schlichte Antwort. Soziologisch gesehen unterscheiden sich Mensch und Tier gravierend dahingehend, dass die Soziologen vom neugeborenen Menschen als "instinktreduziertem Mängelwesen" sprechen und der Mensch eben physiologisch eine Frühgeburt ist ... d. h. der Mensch braucht zum Menschwerden - stärker als z. B. selbst die Menschenaffen - die Gesellschaft anderer Menschen. Das sieht man z. B. an den sog. Wolfskindern, die von Wölfen aufgezogen wurden und sich zu Wölfen entwickelten ... also nicht sprechen konnten und sich wie Wölfe verhielten und auch - wenn sie entdeckt wurden - nicht mehr zu Menschen umgepolt werden konnten. Ein Wolf, der von Menschen aufgezogen wird, bleibt trotzdem ein Wolf, wenn auch möglicherweise ein gezähmter. Das finde ich schon mehr als eine graduelle Differenz. Weiß nicht, ob das weiterhilft ...

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Kommentar von Pokhorny
14.05.2017, 10:13

Gut und Böse erst erfinden, dann als Merkmal nutzen... Das klingt wirklich nach Mensch...Beim anderen ist es aber schon richtig. der Mensch hat weniger Instinkte, sondern lernt nach der Geburt. "Schuld" ist das Gehirn, bei der Größe, würden wir weiterentwickelt kaum durch den Geburtskanal passen. Darum gehen uns einige Instinkte flöten, dafür sind wir lernfähiger.

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Ich denke man kann hier nbicht sagen, dass das eine richtig ist und das andere falsch, das ist eine Frage der Überzeugung. Allgemein ist es aber schon sehr schwierig zu sagen was uns vom Tier unterscheidet, was der eine Punkt ist, der uns anders sein lässt. Eine ganze Weile wurde der Gebrauch von Werkzeug als solcher Punkt gesehen, was aber sehr kritisch zu sehen ist, da etwa Schimpansen und auch Seelöwen Werkzeuge benutzen. Andere, zB John McDowell in Mind and World, sagen es wäre eben unsere Fähigkeit Handlungen moralisch zu hinterfragen, aber wie sicher können wir schon sagen, dass Tiere nicht auch dazu, in gewissem Umfang, fähig sind? Das grundsätzliche Problem ist doch, dass wir nicht vollständig in Tiere hineinsehen können und sagen was sie genau können und was nicht. Zudem gibt es Fälle in denen Tiermütter ihre Jungen verteidigen, ist das vielleicht ein Zeichen einer moralischen Handlung? Kann man zumindestens drüber diskutieren. Ich persönlich halte es für abgehoben zu sagen wir wären grundsätzlich von den Tieren unterschieden, da wir doch in uns die Triebe spüren, die auch Tiere haben, Hunger, Sexualtrieb usw. und nicht frei davon sind, auch wenn wir sie kontrollieren können.

Zu BlackRainbow möchte ich noch anmerken, dass es keineswegs sicher ist, dass es solche Richtlinien überhaupt gibt und unser Alltagsgebrauch von Verurteilungen im moralischen Sinne, vielleicht unbegründet ist. Deswegen ist das keine notwendige Konsequenz. Hegel vertritt zum Beispiel die Theorie, dass Moral identisch ist mit Gesetz, stark verkürzt, und als Folge daraus könnten wir Tiere niemals verurteilen, selbst wenn wir ihnen ähnliche Fähigkeiten wie den Menschen zusprechen, da unsere Gesetze nicht für sie gültig wären.

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ich stelle mal die Theorie in den Raum "jeder Mensch ist auch ein Tier aber kein Tier ist ein Mensch"

Menschen und Tiere haben schon den ein oder anderen unterschied. Zum Beispiel ist ein Tier nicht zur Selbsreflexion fähig. Oder die "Vernuft" ist auch immer mal wieder ein gern genannter Stichpunkt. Letzenendes ist aber so vieles nicht beweisbar, da unsere Wahrnehmung immer nur so weit wie die Qualität unserer instrumente reicht.

Ich persönlich würde sagen JA- es gibt einen absoluten Wesensunterschied. Das beruht aber auch nurlediglich auf der Beobachtung, was Menschen so alles erfunden, gebaut, bevölkert etc haben und Tiere eben nicht. man kann aber auch zwischen den Tieren unterscheiden. Reptil, Amphib, Vogel und Mensch. Rein genetisch gesehen sind Vögel sogar höher entwickelt als wir. ich denke der Unterschied ist größer als graduell und kleiner als absolut... (man ist das schwammig, aber eine definitive Antwort darauf gibt es wohl auch nicht)

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Richtig - abgesehen davon ist ein Problem, dass die meisten Menschen aus der selbstdefinierten Unterscheidung (Bibel, "ich bin Mensch und darum wichtiger") auch ableiten, wie sie andere Tiere behandeln bzw. wer welche Rechte zugesprochen bekommt - und natürlich kann diese nur der Mensch zusprechen (ein Zirkelschluss).

Ebenso lassen sich Unterscheidungen, die sich an Fähigkeiten festmachen, schwer rechtfertigen, wenn man bedenkt, dass es auch Menschen mit eingeschränkten Fähigkeiten gibt - auch eingeschränkter als manche andere Tiere, wenn man an kleine Kinder, Komapatienten oder schwer Behinderte denkt. Wobei es auch ziemlich viele Fähigkeiten gibt, die Menschen nicht haben - einen Vergleich sollten wir also eher scheuen, sonst könnte jemand auf die Idee kommen, dass nur Lebewesen, die mit Kiemen unter Wasser atmen, Rechte bekommen - und dazu gehören wir zufälligerweise nicht :)

Die Konsequenz Deiner Erkenntnis liegt in der Bewertbarkeit der Handlungen von Menschen und anderen Tieren. Bis zu einem gewissen Alter kann man einem Menschenkind wahrscheinlich nicht vorwerfen, wenn es jemanden verletzt (auch wenn man üblicherweise Methoden mit negativen Konsequenzen verwendet, die solches Verhalten "abtrainieren"). Ebenso könnte man einem Löwen nicht vorwerfen, eine Gazelle zu verletzen - zumindest wahrscheinlich. Ich gehe da im Vergleich zum Menschen mal von einem eingeschränkten Abstraktionsvermögen und Verständnis von ethischen Prinzipien aus. Wenn wir aber ein Tier finden, das solche Prinzipien versteht und die Einhaltung dieser beansprucht, wenn es sich selbst bedroht sieht - also die meisten Menschen, wahrscheinlich einige andere Affen, nicht unwahrscheinlich auch andere Tiere (womöglich graduell) - müssen die Handlungen dieses Tieres auch an den Prinzipien gemessen werden - das Töten einer Gazelle (oder welchen Tieres auch immer) von einem Menschen ist also als unethisches Verhalten zu bewerten.

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Es gibt einen Bewusstseinunterschied, der Mensch steht einen Level ueber dem Tier, aber auch viele Menschen leben triebgesteuert auf einen niedrigeren Level, wie du ja auch in der Welt sehen kannst. Sie leben voellig unbewusst und sind nur von ihren Trieben gesteuert. Aber Gott sei Dank sind nicht alle so und der bewusste Verstand ist, was die Menschheit voran bringt, um die naechsten Stufen der Bewusstheit zu meistern. Das dauert halt seine Zeit, aber wir haben die Ewigkeit, das zu erkennen. Also ist wichtig zu wissen, der Mensch ist kein Tier, das wird zwar immer wieder behauptet, aber ist natuerlich falsch. Der Mensch stammt von anderen bewussten Entitaeten ab, die uns hier unten vor langer Zeit mal besucht haben, aber das ist eine andere Geschichte. Alles Gute!

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Menschen haben eine Seele und sie beschäftigen sich mit Gott und Religion-zumindest die nach einem tieferen Sinn im Leben suchen als das Materielle.

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Der Wesensunterschied zwischen Tier und Mensch wird in dem Goethe-Gedicht „Das Göttliche“ genannt: „Edel sei der Mensch, hilfreich und gut, denn das allein unterscheidet ihn von allen Wesen, die wir kennen...“ Der Mensch allein kann das, wenn er will: edel sein, Mitleid mit anderen haben und entsprechend handeln, gut im Sinne der Moralgesetze handeln. Das Tier kann das alles nicht, weil es nur das tun kann, was ihm die Instinkte eingeben.

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Die biblische Schöpfungstheorie darf man keineswegs wörtlich nehmen, mein Religionslehrer hat mir auch mal gesagt dass man "zwischen den Zeilen" lesen soll.

Die Evolutionstheorie stimmt, mit Sicherheit, doch der Sinn und die Bedeutung der Bibel und die darin beschriebene Entstehung des Menschen darf man auf KEINEN Fall als Humbuk abstempeln.

Seit Jahrhunderten herscht der Konflikt zwischen der Kirche und der Wissenschaft, was meiner Meinung nach total unnötig ist. Versuch mal diese zwei zu "vereinen". Wie gesagt in der Bibel soll man "zwischen den Zeilen" lesen und nicht alles wörtlich nehmen. Ich sage nur "das eine schließt das andere nicht aus".

Viele große Wissenschaftler haben an Gott geglaubt. Das beste Beispiel ist Albert Einstein.

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Ich zitiere die Kirche. Diese sagt, dieTiere haben im Unterschied zum Menschen keine Seele. Basta.

Da diese Frage ein bisschen abgestanden ist, dafuer ist sie aber immer noch aktuell.

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Der Unterschied zwischen Mensch und Tier ist, dass ein Tier vernunftgemäß handelt.

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Ich bin Dafür. Wer kann mir beweisen, dass der Mensch eine Seele hat? Oder das eine andere Art keine hat?

Wer kann beweisen das andere Arten keine kulturellen Leistungen bzw. Religion aufweisen? Nur weil wir sie als solche nicht ansehen?

Generell ist es doch so, dass wir oft unseren Standpunkt vertreten. Unsere so oft geschätzte Objektivität existiert doch gar nicht, wir entscheiden was Objektiv und was Subjektiv ist. Zum Beispiel, was wir als Licht verstehen ist für eine andere Art z.B. Bienen ein Teil des sichtbaren Spektrums, warum sollte das nicht Licht sein? Also nach einer Mehrheitsentscheidung?

Ein Mensch soll gut und böse voneinander unterscheiden können und andere Arten nicht? Woran wollen wir das fest machen? Woran machen wir überhaupt gut und böse fest?

Es sind alles Fragen, die sich nie 100%ig lösen lassen werden. Weil sie einfach, ein unfassbares Spektrum an Antwort Möglichkeiten geben, eine Masse an Standpunkten, etc. Eine endgültige Antwort kann man nie darauf geben, weil es auch nie die eindeutige Wahrheit gibt, wie wir sie so oft gerne hätten.

Gruß Salty1

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Kommentar von qwert66
12.03.2014, 20:41

Stimm dir völlig zu, aber es ist eben so verdammt bequem zu sagen, objektiv ist das und das und da ist der Unterschied, auch wenn es nur eine Illusion ist, wir sind eben eingeschränkt in der Wahrnehmung der Welt

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