Ist es Zufall, das das mongolische Wort für "Mensch" fast wie "Hunnen" klingt und ist dies ein Anzeichen für die Herkunft der Hunnen?

Beim Mongolisch lernen ist mir aufgefallen, dass das Wort für "Mensch", welches in kyrillisch хүн geschrieben wird, und offenbar wie "hun" oder vielleicht noch "khün" (wie bei google translate https://translate.google.com/?hl=de#de/mn/mensch angegeben" bzw. "chun", aber laut Mongolisch-Buch halt eher wie "hun" ausgesprochen wird, dass das ja wirklich schon ins Auge springt dass das irgendwas mit den "Hunnen" zu tun haben könnte.

Ich weiß, laut offizieller Geschichtsforschung ist die genaue Herkunft oder Abstammung der "Hunnen" unbekannt, aber wäre es nicht die einfachste Erklärung, dass damals einfach Menschen die als Vorfahren der heutigen Mongolen gesehen werden können, bzw. zumindest die gleiche oder ähnliche Sprache gesprochen haben, da losgeritten sind, irgendwann in Europa angekommen sind, und als die besiegten Völker gefragt haben "Wer seid ihr eigentlich?" einfach gesagt haben "Ja wir sind halt Menschen!", also "hun", genauso wie der Name vieler anderer Völker, bzw. den Namen den wir ihnen gegeben haben, zum Beispiel der "Inuit", halt in der Sprache der Einheimischen meist auch einfach nur "Menschen" heißt?

Ich weiß ja, es muss immer alles kompliziert sein, aber ich meine, das ist ja schon auffällig, ausgerechnet in der Region wo man die Herkunft der "Hunnen" vermutet (es aber nicht beweisen kann) wir der Mensch also "hun" genannt...

Zufall? Beweis? Indiz?

Religion Geschichte Sprache Menschen Politik Ethnologie Hunnen Linguistik Mongolei völkerkunde völkerwanderung Sprachforschung Philosophie und Gesellschaft
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Warum ist die deutsche Silbentrennung so vergurkt?

Ich verstehe nicht, wie die deutsche Silbentrennung theoretisch funktionieren soll, d.h., wie man die Regeln (ab S. 101) anwenden soll.

Im Prinzip trennt man ja vor dem letzten Konsonanten einer Gruppe, wobei Di­graphen etc. beachtet werden müssen: lе·bеn·dіg, ѕсhnаr·сhеnd, Οr·nі·thο·lο·gе.

Bei Wortzusammensetzungen (oder Vorsilben, nicht aber Nachsilben) haben je­doch die Morphemgrenzen Priorität: bе·аn·trаgеn, vеr·ӓndеrn, еіn·аndеr, Εnt·ѕсhlеu­nі·gung. Dіе Rеgеl ѕοll nаtürlісh аuсh für Frеmd­wӧrtеr gеltеn, z.В. Τеlе·рѕусh·іаtеr, Кοn·ѕtruk·tіοn, Αn·ӓmіе, аutο·сhthοn, Αnt·аgοnіѕt, Ρӓd·аgοgе, Неlіkο·рtеr.

Aber dann kommt § 113, der alles auf den Kopf stellt:

§ 113 Wӧrtеr, dіе ѕрrасhhіѕtοrіѕсh […] gеѕеhеn Zu­ѕаm­mеn­ѕеtzungеn […] ѕіnd, аbеr nісht mеhr аlѕ ѕοlсhе еmр­fun­dеn οdеr еr­kаnnt wеrdеn, kаnn mаn [ent­weder so oder so trennen].

Ісh frаge mісh, wie dіеѕе Rеgеl angewendet werden ѕοll. Wοhеr ѕοll ісh wіѕѕеn, wаѕ еmрfundеn οdеr еrkаnnt wіrd (vοm wеm еіgеntlісh, bіn ісh аllеіn dа gut gе­nug)? Dа kӧnntе mаn ја glеісh ѕсhrеіbеn „Dаѕ Νӓhе­rе rеgеlt еіnе Vеr­οrd­nung dеѕ Μіnіѕ­tе­rі­umѕ für Ѕрrасh­рflеgе und Gе­ѕun­dеѕ Vοlkѕ­еmрfіn­dеn™“. Οdеr ѕοll ісh bеі јеdеr Τrеn­nung еіnе Vοlkѕ­bеfrа­gung durсhführеn?

Ісh kаnn аllеrdіngѕ bеі Dudеn Οnlіnе nасhѕеhеn, wаѕ dеn Νасhtеіl hаt, dаß еѕ nісht реr dеfіnіtіοnеm rісhtіg іѕt. Vοm Ρѕусh·іаtеr und dеm Неlіkο·рtеr rät der Duden zwar ab, er­laubt es aber (dеr аrmе Ur­vοgеl ѕοll zu Αrсhӓοр·tеrух trаn­сhіеrt wеr­dеn), und іn οffеn­ѕісht­lісhеr Vеr­lеtzung vοn § 113 ѕіnd Rhарѕ·οdіе und Εn·еrgіе und Ѕу·ѕtеm ѕοgаr vеr­bοtеn (Ѕу·ѕtοlе іѕt іn­kοnѕе­quеn­tеr­wеіѕе аbеr еrlаubt). Dаѕ bе­trіfft nісht nur Frеmd­wӧrtеr, bеі еmр­fοh­lе­nеn Τrеn­nun­gеn wіе еі·nаndеr οdеr dа·rum οdеr hі·nuntеr wurdе mіr ѕсhwіndlіg.

Auf die Frage, wer sich sowas ausdenkt, kriege ich bestimmt keine Antwort. Dеѕ­hаlb frаgе ісh lіеbеr wіе mаn dіеѕе Rеgеl еіgеntlісh nасh dеm Wіllеn іhrеr Ѕсhӧр­fеr аn­wеn­dеn ѕοll. Νасh wеlсhеm Кrі­tеrі­um ѕοll ісh vοr­gеhеn, um zu еnt­ѕсhеі­dеn, οb еіn bе­ѕtіmm­tеr Fаll, bеі dеm ісh vіеl­lеісht іm Zwеіfеl bіn, für § 113 quаlі­fіzіеrt οdеr nісht? Und іn wеlсhеn Fӓllеn dіе еtуmο­lοgіѕсh rісh­tіgе Τrеn­nung ѕοgаr vеr­bο­tеn іѕt? Und wеlсhеѕ Ρrο­blеm ѕοll dіе Rеgеl еі­gеnt­lісh lӧѕеn?

deutsch Etymologie Fremdwörter Linguistik Orthographie Rechtschreibung Silbentrennung sprachwisenschaft
5 Antworten
Hat dieser Anfang einer Kurzgeschichte einen Funkten Unterhaltungswert. Besoffen, dahingeschrieben, neugier)?

Es war einmal ein kleines Ungeheuer. Es stank ungeheuerlich. Seine Gene waren die eines Menschen, doch seine Gestalt war es nicht: Einen Meter hoch und dreimal so breit, mit klitzekleinen Armen, die ihm geradeso bis zu seinen Rippen ragten. Seine Haut violett, und sein Gesicht geprägt von gelben Augen und einem Grinsen, das seine gelben Zähne zeigte. Lippen hatte es keine, den Mund konnte es nicht schliessen.

Die Welt, in der es lebte, war leblos. Sie war so leblos, es fand sich fast kein Leben darauf. Wüsten, kahle Wälder, ausgetrocknete Seen und ein verschmutzer, grüner Ozean. Blumen wuchsen, doch statt Blüten hatten sie Zähne. Schnecken waren sich das Essen der Blüten natürlich noch von früheren Zeiten gewohnt. Nun könnte man meinen, dass die Zähne der Blumen sich gekonnt zur Wehr setzten. Zur Wehr setzten sie sich, ja. Die Schnecken allerdings waren auch nicht mehr das, was sie einmal waren. Deren Häuser waren schwarze Löchlein. Diese Löchlein sogen die Zähneblüten ganz einfach ein. Glück für sie, sie müssen nichts dafür tun. Aber nicht alle Schnecken haben Glück. Als Beispiel John:

John, die Schnecke war müde. Ihr Haus war sehr schwer. Er war ja sehr froh darum, ein prächtiges Haus zu haben. Aber musste es grad ein schwarzes Löchlein sein? Er schlurfte durch das Tentakelgestrüpp, das sein Freund,  Karl die Schildkröte, hingebracht hatte. Dessen Panzer war nämlich ein Wurmloch. Immer wieder erreichten Dinge fremder Welte so diesen Planeten…Johnschlurfte dahin und schlurfte dahin. Plötzlich war sie dahin. Das violette Ungeheuer hat sie gegessen. Schnecken sind seine Lieblingsspeise. Es hat ihm sehr geschsneckt. 

Tiere Sprache Germanistik Linguistik Literatur
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Was ist los mit mir? Wo sind die Wörter?

Wollte gerade fragen: Bilde ich mir das ein oder werden die Fragen auf gutefrage zahlhafter.... zahlhafter? Hä? Wie war das nochmal? Nein da war ein Wort in meinem Kopf aber wie nennt man das? zahlenmässig mehr. steigende Anzahl. In einem Wort. Was los?

Andere Beispiele:
Bedienoberfläche statt Bedienungsoberfläche
Adneralin statt Adrenalin
Viele Hass statt viel Hass
Deiner Freundins Schuhe statt Die Schuhe deiner Freundin
Institutionsleiter der Institution, statt Leiter der Institution oder nur Institutionsleiter

Und es wird immer schlimmer. Vielleicht schieb ich auch Paranoia. Aber besonders heute ist mir das aufgefallen. Ich bin Zwanzig. Nicht dement. Was mir Angst macht ist, dass ich ein mal, vor langer langer Zeit, sprachlich grosse Stärken hatte, riesen Wortschatz, null Probleme beim mich ausdrücken... Und jetzt mach ich unschöne Sätze, immer mehr Fehler - manchmal bringe ich es nicht einmal hin EINEN Satz richtig zu schreiben. Zum Beispiel will ich schreiben was vor einigen Minuten geschehen ist. Resultat sind Sätze eines viertklässlers. Wenn ich wie jetzt beschreibe was im Moment vor sich geht, habe ich weniger mühe. Soll ich zum Neurologen?

Ja, ich HABE viel gesoffen die letzten Jahre. Aber während der Zeit des Saufens hat ich das Problem nicht. Und jetzt wo ich abstinent lebe plötzlich diese Probleme.

Manchmal rede ich, oder überlege ich an etwas, und dann kitzelt mein Kopf und da ist dann plötzlich NICHTS. Respektive: Es will was kommen, aber es krampft und bleibt stecken und kommt nicht raus. Das ist so verdammt frustrierend, ich will meinen Kopf in die Wand schlagen.

Und wenn ich einen Text für mich schreibe dann plötzlich: Ich ging nach Hause wo ich wohne und ass Fisch, den ich gestern Abend zubereitet habe. "Nach Hause wo ich wohne". WAS? ERNSTHAFT? KOMM MAL KLAR denk ich mir. Und jetzt hab ich fürchterliche Angst das ich einen Schaden hab. Aber woher? Während der Zeit des Saufens hab ich - bis zum Schluss - geschrieben, und da hat ich dieses Problem nicht. Klar, stockbesoffen schon. Aber verkatert nicht. Da war alles greifbarer. Und jetzt beschränkt sich mein Wortschatz auf Wörter die man jeden Tag tausendmal braucht. Und auf alles Allgemeine. Pauschalaussagen. Will ich was konkretes ausdrücken, fehlt mir schlicht das Wort. Oder ist es der Gedanke der fehlt? Hab ich nur die Erinnerung an EINEN Gedanken der hier jetzt sein müsste, und erwarte ihn aber er kommt nicht?

Keine Ahnung. Ich bin echt am verzweifeln... Kennt das jemand?

Schule Psychologie Linguistik Neurologie
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