Kurzarbeit und Kleingewerbe?

Hallo, meine Firma ist momentan in Kurzarbeit, nicht wegen Corona, sondern auch schon vorher.

Es ist mittlerweile so weit, dass ich teilweise nur noch 1 Tag pro Woche arbeiten kann, teilweise auch so dass ich gar nciht mehr arbeiten gehe.

Ich habe 1 Kind also bekomme ich ja 67% Kurzarbeitergeld.

Gehen wir einfach mal davon aus ich verdiene sonst 2000€, dann würde ich ja jetzt noch 1340€ bekommen.

Nun möchte ich gerne ein Kleingewerbe anmelden, um diesen finanziellen Ausfall auszugleichen. (Wollte eigtl schon vorher das Kleingewerbe anmelden, aber da kam einiges dazwischen, die Idee bestand also schon länger.)

Mir ist klar, dass wenn ich es vorher angemeldet hätte, es kein Problem gäbe, aber da ich es jetzt erst anmelden kann, wird es ja zu dem Kurzarbeitergeld angerechnet.

Kann mir jemand der es wirklich genau weiss, sagen, inwiefern die Rechnung abläuft?

Wird das Kurzarbeitergeld 1:1 um den Betrag gekürzt, den ich mit dem Kleingewerbe einnehme? oder wird es anders gerechnet?

Und inwiefern muss das Kurzarbeitergeld noch am ende des Jahres bei der Lohnsteuer verrechnet werden? Lohnt es sich dann überhaupt noch ein kleingewerbe anzumelden?

Wenn ich bei dem Kleingewerbe im Monat 300€ verdiene, das muss ich ja am Ende auch noch versteuern bei der Lohnsteuer.

Würde ich dann also 300€ weniger Kurzarbeitergeld bekommen und dann auch noch auf die 300€ steuern Zahlen sodass ich auch noch minus machen würde?

Hoffe mir kann es jeamnd "einfach" erklären sodass es jeder verstehen kann.

Kleingewerbe, Kurzarbeitergeld, Ausbildung und Studium
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Kleinunternehmerregelung Grenze?

Hallo zusammen, ich habe nochmal etwas im Internet gelesen. Mich verunsichert dieser Absatz

Hinweis: Die neue Vorjahresgrenze von 22.000 Euro (alt: 17.500 Euro) gilt ab dem 1. Januar 2020. (Klein-)Unternehmer die im Jahr 2019 Umsätze zwischen 17.500 Euro und 22.000 Euro erzielt haben, sind somit in Abweichung zur alten Regelung ab 2020 (weiterhin) Kleinunternehmer, soweit sie in 2020 die Grenze von voraussichtlich 50.000 Euro nicht überschreiten

Damit das Finanzamt die Einstufung als Kleinunternehmer akzeptiert, dürfen die umsatzsteuerpflichtigen Betriebseinnahmen laut § 19 UStG folgende Umsatzgrenzen nicht übersteigen:

   im vorangegangenen Kalenderjahr 22.000 Euro (bis 2019: 17.500 Euro)

   und

   im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich 50.000 Euro.

Kurze Fakten zu meiner Tatigkeit.

9.815,03 Euro Umsatz im Jahr 2017 (31.01.2017 gegründet)

* unter 17.500

23.704,39 Euro Umsatz im Jahr 2018

* laufendes Jahr unter 50.000

17.335,20 Euro Umsatz im Jahr 2019

* unter 17.500

(davon muss ich noch Rückgabe / Retouren durch Kunden abziehen)

Fahrtstrecke zur Post, Kartons,Klebeband, Webhosting Gebühren müsste ja gehen?

Verstehe ich das falsch, oder kann ich doch noch die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen? Weil ich war im ersten Jahr unter 17.500, im laufenden (damals ja 2018) unter 50.000 und im dritten dann bei unter 17.500 wieder.

Sorry für die lange Nachricht und vielen Dank für eure Zeit

EÜR, Kleingewerbe, Kleinunternehmer, Umsatz, Wirtschaft und Finanzen
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