Gewerbeschein verweigertmit Verweis auf Scheinselbstständigkeit?

Hallo,

Ich wollte gestern ein (Klein)-Gewerbe anmelden. Dieses wurde mir verweigert mit mehreren Begründungen. Ich habe unterschiedliche Tätigkeiten, für die ich ein Gewerbe anmelden wollte. Am liebsten würde ich natürlich alle Tätigkeiten unter einem Gewerbe anmelden.

  1. Messeaufbauer: Bei dieser Tätigkeit würde ich helfen Messestände aufzubauen. Die Tätigkeit würde nur stattfinden, wenn auch Messen stattfinden, also würde Ich diese Tätigkeit unregelmäßig und auf Abruf machen. Der Gewerbeschein wurde mir verweigert, da ich kein unternehmerisches Risiko trage und mich um die Auftragsbeschaffung nicht selber kümmern muss.
  2. Anbietung von Technischen Dienstleistungen, das heißt Einrichten von WLAN-Repeatern, iPhone Einrichtung usw. über die Seite www.mila.com: Auch hier wurde mir mit der Begründung, dass ich kein Unternehmerisches Risiko trage und ich alle Aufträge über die Webseite (www.mila.com) erhalte, verweigert.
  3. Möbelaufbauer: Ähnlich wie Tätigkeit 1 würde ich auf Abruf beim Aufbau vom Möbeln helfen. Auch hier wurde mir wie oben der Gewerbeschein verweigert, da kein Unternehmerisches Risiko und ich wiederum die Aufträge zugewiesen bekomme.

Mir wurde zum Schluss angeboten, dass ich doch einen Gewerbeschein beantragen kann, wenn ich ausführlich aufliste, welche Tätigkeiten ich ausübe und welches Unternehmerische Risiko ich dabei jeweils trage. Diese Liste würden Sie dann an das Hauptzollamt weiterleiten, welches schlussendlich entscheiden würde, dass ich eine Straftat begehe, da ich lediglich Scheinselbstständig bin. Das heißt mir wurde erklärt, dass ich mich strafbar mache und keine Chance auf ein Gewerbe habe und wenn ich doch ein Gewerbe anmelde kann ich mich schon mal auf fette Strafen gefasst machen. Die Lust ist mir da natürlich erstmal vergangen.

Zudem würde ich ja sowas von Probleme mit dem Finanzamt bekommen usw.

Ich habe ein bischen das Gefühl, von dem Amt willkürlich und unrechtmäßig behandelt worden zu sein.

Bevor ich zum Amt bin, habe ich mich bei meiner Schwester die beim Finanzamt arbeitet informiert, welche meinte, dass die Anmeldung des Gewerbes kein Problem sein sollte. Jetzt bin ich natürlich umso erstaunter. Die Kompetenz meiner Schwester wurde natürlich gleich in Frage gestellt. Zugegeben war das Gespräch mit meiner Schwester recht kurz und undetailliert.

Ich bin im übrigen Student und würde lediglich als Kleingewerbe tätig sein.

Meine Frage ist also, wären die oben beschriebenen Tätigkeiten also wirklich Scheinselbstständigkeiten und müsste ich mit Strafen rechnen? Besonders hervorgehoben wurde ständig, dass ich kein unternehmerisches Risiko trage, da ich ja keine Materialien benötige und ich mich um die Auftragsbeschaffung nicht direkt selber kümmern muss.

Ist die Sache so eindeutig, wie vom Amt geschildert, oder kann ich mich irgendwie dagegen wehren?

Gruß,

Michael

Recht, Kleingewerbe, Scheinselbstständigkeit
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