Kleinunternehmerregelung und Digistore24: Was passiert, wenn die Umsatzgrenze überschritten wird?

Hallo liebes Community,

ich habe ein kleines Nebengewerbe (natürlich auch angemeldet) aufgebaut, mit dem ich über den Bezahldienstleister digistore24 etwas Geld dazu verdiene. 

Der Verkauf bei digistore24 läuft nach dem Resellermodell ab, d.h. es kommt zu einem Vertrag zwischen dem Käufer und Digistore24 als Verkäufer (nicht mit mir als Verkäufer). Das heißt also ich stelle Digistore24 mein Produkt zur Verfügung und die verkaufen es in Ihrem Namen, wickeln die Rechungsstellung sowie Abführen von Steuern etc. ab und erhalten dafür natürlich auch eine Provision. Am Ende des Jahres habe ich mir dann immer meine "Verdienste" überweisen lassen und diese über meine normale Steuererklärung und Einkommenssteuerzahlung versteuert bzw. muss Einkommenssteuervorausszahlungen vierteljährlich leisten. Soweit so gut.

Da alle Umsätze immer unter der Kleinunternehmerschwelle von 17500 € lagen habe ich noch keine Berührungspunkte mit einer Umsatzsteuervoranmeldung gehabt.

Jetzt meine Frage: Eigentlich kann ich doch gar keine Umsatzsteuervoranmeldung machen, weil das Digistore24 ja prinzipiell schon macht und ja sowieso auch die Umsatzsteuern automatisch abführt etc. Wenn ich jetzt über die 17500 € Umsatz kommen sollte und Umsatzsteuervorrauszahlungen leisten müsste wäre das ja "doppelt gemoppelt", da Digistore24 dies ja ebenfalls schon macht. Wie würde es in diesem Fall ablaufen, wenn ich die Schwelle von 17500 € durchbreche? Muss ich dann Umsatzsteuervoranmeldungen / -zahlungen machen?

Kurz gesagt bekomme ich ja von digistore24 das, was am Ende nach USt-Steuern und Abzug von Provisionen übrig bleibt. Auf diese Einnahmen rechne ich dann in der EÜR über Elster meine Abzüge/Ausgaben an und muss dann dementsprechend nur noch die Einkommenssteuer bezahlen.

Ich hoffe Ihr wisst, was ich meine. Vielen Dank schonmal im Voraus für Eure Antworten.

LG, beth01

Steuern, Recht, Steuererklärung, Finanzamt, Gewerbe, Kleinunternehmer, Steuerrecht, Umsatzsteuer, Unternehmen, Unternehmensgründung, Auto und Motorrad, Wirtschaft und Finanzen
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Mehrere Amazon Seller Accounts unter einem Gewerbe?

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich nun schein seit einem Monat mit dem Thema FBA und würde dort gerne einsteigen. Einer der wichtigsten Fragen für mich ist die Wahl der Rechtsform. Ich habe mich dafür entschieden zu Beginn mit einem Einzelunternehmen anzufangen, um anfangs Erfahrungen mit dem gesamten Prozess zu sammeln. Und wenn ich mir dann mit meinem Vorhaben sicher bin, dann würde ich eine UG gründen / umfirmieren. Soweit so gut :) .. oder hat jemand einen anderen Vorschlag? ;)

Nun aber zum eigentlichen Thema: Mein langfristiges Ziel ist es mehrere Produkte einer Kategorie zu verkaufen (z.B. Sportzubehör) und ggf. eine Marke aufzubauen. Meine ursprünglich angedachte Kategorie ist aber sehr saisonal und daher möchte mit dieser erst zum Frühjahr des nächsten Jahres starten. Ich möchte aber mit einem oder mehreren Produkten erste Erfahrungen sammeln, weshalb ich diese gerne mit einem sogesagten Test-Seller-Account verkaufen möchte. Davor habe ich natürlich ein Gewerbe angemeldet und bin als Einzelunternehmer aktiv und würde mich auch so bei Amazon anmelden.

Angenommen ich habe nun Erfahrungen mit meinen Testprodukten gesammelt und möchte nun im Neujahr mit der eigentlich angedachten Produktkategorie durchstarten: Ist es nun möglich einen neues Seller-Account anzulegen, der auch über das selbige Gewerbe wie der Test-Seller-Account läuft? Oder streikt Amazon wenn man zwei Seller-Accounts unter dem gleichen Gewerbe anlegt?

Gibt es hier ggf. Probleme mit dem Finanzamt? Weil an sich unterscheidet sich meine Tätigkeit doch gar nicht?

Hat jemand Erfahrung mit diesem Vorhaben, wie ich es plane? :)

Ich freue mich über jede Anwort!

Gründung, Gewerbe, Einzelunternehmen, Amazon FBA
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Verbot das Gelände zu betreten bei Mietrückstand?

Hallo. Ich Frage hier im Namen einer älteren Dame. Sie hält nichts von Anwälten, da Sie schon mehrmals bei diesen rein gefallen ist. Sie besitzt ein großes Gewerbegebiet, welches eigentlich brach liegt. Sie vermietet nur noch 2 Hallen. Ein Mieter dieser Halle ist seit nunmehr 1,5 Jahren im Mietrückstand. Er zahlt weder Miete, noch Nebenkosten oder Strom. Er ist ihr gegenüber auch schon sehr unbeherrscht aufgetreten. Der Vermieter war wohl auch längere Zeit krank, was aber für mich kein Grund ist, seine Miete nicht zu zahlen. Er könnte ja auch einfach das Gespräch suchen und bei Geldproblemen einfach mit ihr eine Lösung finden. Das macht er nicht. Weiter hat er entgegen seines Mietvertrages auch vor der Halle Unrat und mehreren Autos stehen. Wir möchten an ihn jetzt ein Schreiben verfassen mit einer Zahlungsfrist bis Ende November die kompletten Ausstände zu bezahlen und gleichzeitig eine Frist bis Mitte Dezember den Unrat zu beseitigen. Weiter soll er solange die Ausstände nicht beglichen sind, Hausverbot bekommen. Das Gelände soll er solange nicht mehr betreten dürfen. Wir würden auch am Tor die Schlösser austauschen. Ist das rechtlich Vertretbar? Darf man das überhaupt? Das wäre meine Frage? Könnte mir diesbezüglich jemand einen hilfreichen Rat geben? Die Dame ist über 80 und wohnt weit weg und kommt nur ein Mal im halben Jahr hier her. Danke schonmal für Eure Hilfe

Recht, Mietrecht, Vermieter, Gewerbe, gewerbemietrecht
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Kredit an Unternehmen - Risikominimierung?

Bitte nur antworten, wer sich damit auskennt.

Wenn ich privat einem Unternehmen Geld leihe, ohne am Unternehmen oder Gewinn beteiligt zu sein, trage ich natürlich das Konkursrisiko. Die Zinsen sind Einkommen aus Kapitalvermögen.

Eine Beteiligung am Unternehmen kommt nicht in Frage.

Jetzt hat ein Unternehmen, dass ich berate, ein sicheres Projekt, für das Material eingekauft werden muss, aber alle Kreditlinien sind ausgeschöpft. Ich könnte das locker finanzieren, möchte aber sicherstellen, dass ich mein Geld mit der Bezahlung der Rechnung durch den Kunden zurückbekomme.

Wie kann ich vorgehen ?

Eine Überlegung ist, die Waren auf meine Rechnung zu kaufen, und dem Unternehmen in Rechnung stellen, sobald der Auftrag abgeschlossen ist und der Kunde bezahlt hat. Das Restrisiko, dass eine Insolvenz genau zu diesem Zeitpunkt eintritt, kann ich tragen.

Ich selber selbständig, kann also Rechnungen schreiben, USt anmelden und in Rechnung stellen, aber freiberuflich. Handel mit einer Ware auf meine Rechnung wäre aber gewerblich. Ich kenne Fälle, wo Ärzte befürchten, ihre Einstufung als Freiberufler zu verlieren, wenn sie ihren Patienten ein paar Heilmittel verkaufen. Andererseits wäre das ja kein auf Dauer angelegtes Gewerbe, ich würde Ware kaufen, der Firma zur Verfügung stellen, und die Rechnung stellen, sobald der Kunde bezahlt hat.

Insolvenz, Steuern, Recht, Freiberufler, Gewerbe, Privatkredit, Unternehmen, Wirtschaft und Finanzen
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Fragen zur EÜR & Gewerbe ändern / ergänzen, dafür erneut zum Amt?

Ich habe im Dezember 17 mein Gewerbe angemeldet (§ 19 UStG.), und auch für das Gewerbe Ausgaben getätigt. Allerdings im Jahr 2018 keine Annahmen erzielt, da einiges nicht so lief wie geplant.

Da ich ja dennoch eine Einnahmenüberschussrechnung machen muss, da mein Gewerbe ja nicht abgemeldet wurde, frage ich mich nur gerade welche EÜR ich den brauche. Für 2017 oder für 2018 ? Im Netz finde ich nur Anlagen für die EÜR 2017 wie zb hier: https://www.elster.de/eportal/formulare-leistungen/alleformulare/euer oder auch hier: https://www.steuertipps.de/selbststaendig-freiberufler/themen/anlage-euer-einnahmen-ueberschuss-rechnung

Soweit gelesen muss ich diese meiner Steuererklärung beifügen, die ich noch nie gemacht habe ^^ also auch komplettes Neuland ist, aber dafür habe ich ja meine Eltern und ggf. deren Steuerberater.

Die andere Frage die ich mir stelle, wenn ich meine Gewerbebeschreibung verändern will zb. entweder grundsätzlich oder ergänzen, müsste ich dazu erneut zum Gewerbeamt und einen neuen Gewerbeschein beantragen, sprich erneut die selben Kosten? Eigentlich schon oder?

Weil ich nämlich zum eigenen Geschäftsbereich ggf. noch Hardware, Zubehör, Konsolen & Co. verkaufen würde und man mir nicht später sagen kann "Sie dürfen nur das und das". Da möchte ich mich lieber absichern.

Mir würde nur einfallen wenn ich zum Amt gehe und ggf. was ändern muss, dass ich sage "Ich vertreibe Mediale Güter & Hardware verschiedener Art". Kann ja alles bedeuten. Nehmen wir Firmen wie Mindfactory oder Alternate als Beispiel, welches Gewerbe gehen die nach bzw. was könnte in deren Gewerbebezeichnung stehen?

Steuererklärung, EÜR, Gewerbe, Gewerbeschein, -19-ustg, Wirtschaft und Finanzen
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