Was soll ich tun?

Hallo Zusammen,

Letzten Sommer habe ich mich für eine Ausbildung in der Steuerverwaltung (Finanzamt) beworben. Ich wurde direkt zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und anschließend erhielt ich eine rasche vorläufige Zusage für die Ausbildung. Bis zu dem Punkt lief alles wunderbar und ich war überglücklich zu dem Zeitpunkt. Außerdem hat sich meine Einstellung gegenüber dem Beruf des Finanzwirts (mittlerer Dienst) kein bisschen ins negative verändert. Ich bin immer noch sehr überzeugt von dem Beruf und die Ausbildung reizt mich sehr!
Kommen wir nun aber zum eigentlichen Thema: Wegen der Corona-Krise fielen einige Tests und Klassenarbeiten aus, weswegen in jedem Fach mindestens eine Klassenarbeit fehlt. In den Nebenfächern und in den meisten Hauptfächern stellt das kein Problem dar, in Mathe hingegen schon. In diesem Fach stehe ich derzeit auf einer verflixten vier! Und genau diese vier ruiniert meine gesamte Zukunft, denn eine drei im Fach Mathematik ist eine Grundvoraussetzung für die Ausbildung beim Finanzamt. Normalerweise bin ich In Mathe nicht schlecht und logisches Denken liegt mir sehr. Da mir aber die Corona-Krise in die Quere kam und meine inkompetente Mathe-Lehrerin über das gesamte Schuljahr für viel Wirbel sorgte, stehe ich nun mal auf einer Vier in dem Fach. Meine einzige Hoffnung ist die schriftliche Prüfung, die ich vor zwei Monaten geschrieben habe. Wenn das Ergebnis zufriedenstellend sein sollte, kann ich mich zurücklehnen und wenn es nicht der Fall sein sollte, muss ich das Abitur auf dem Wirtschafts-Gymnasium absolvieren. Allein der Gedanke den Vorbereitungsdienst aufgrund der schlechten Mathe-Note nicht antreten zu dürfen macht mich kirre. Seit Monaten kann ich nachts nicht mehr in Ruhe schlafen, meine Haut ist schlechter geworden und obwohl ich noch gar nicht weiß wie sich die Situation entwickeln wird, versuche ich mit der Ausbildung innerlich abzuschließen und mich neu zu orientieren. Für viele wird das mit Sicherheit übertrieben oder zu sentimental klingen, aber das ist nun mal mein derzeitiger Seelenzustand. Meine Frage an euch wäre: Wie soll ich mich wieder beruhigen? Habt ihr Tipps wie ich wieder besonnener und glücklicher trotz der Situation werden kann? und gibt es Berufe die ihr mir empfehlen könntet, für die man das Abitur benötigt? (Nur zur Information: Wirtschaft, Politik und Psychologie interessieren mich sehr).

ps: Falls jemand die Information brauchen sollte: Ich besuche die 10. Klasse einer Realschule.

Danke im Voraus! :)

Schule, Ausbildungsplatz, Finanzamt, Schule und Ausbildung, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
2 Antworten
Die ewige Bürokratie und der B2B-Steuerbetrug?

Habt ihr euch schon mal mit dem Thema Umsatz- und Vorsteuer befasst?

Wir wissen ja, dass einiges in unserem System falsch läuft. Darunter fällt auch die Umsatz- sowie die Vorsteuer.

Warum?

Man kennt es im alltäglichen Beispiel (aus der Perspektive eines Selbständigen): Man will ein Gut für sein Unternehmen bei einem anderen Unternehmen kaufen und auf dieses Gut bezahlt man "Mehrwertsteuer", bzw. der richtige Ausdruck dafür ist Umsatzsteuer. Da gibt es dann noch die Vorsteuer, die man sich vom Finanzamt als Selbständiger zurückholen kann.

Auf dieses Gut fallen dann 19% Vorsteuer an, die man dann beim Finanzamt zurückholen kann. Das ist jedoch mit einer gewissen Bürokratie verbunden, da man erstmal beweisen muss (anhand von Belegen, etc.), dass wir ein Gut gekauft haben, um von diesem Gut die Steuern zurückzubekommen.

Wenn wir dann das Gut haben, um das dann an unsere Kunden verkaufen zu können, fallen 19% Umsatzsteuer an, die wir dem Finanzamt schulden (Hier müssen wir (Unternehmer) lediglich die 19% Umsatzsteuer an das Finanzamt abführen, die Kunden müssen keine Bürokratie betreiben - sie haben die 19% Umsatzsteuer bezahlt).

Soweit so gut.

Kehren wir wieder zurück zu der Vorsteuer, die wir uns vom Finanzamt zurückholen können:

Da könnte man dann natürlich auf die Idee kommen, fiktive Rechnungen für ein Gut zu erstellen und diese Rechnung könnte man dann als Beweis beim Finanzamt abgeben, um den Steuerbetrag des fiktiven Gutes zu bekommen.

Das ist utopisch denkt ihr? Tatsächlich verliert Deutschland durch diesen oben genannten Trick mehrere Milliarden an Euros.

https://www.handelsblatt.com/finanze...PmPPYTii3h-ap1

Die Lösung für dieses Problem ist jedoch sehr trivial: Man soll nicht den Bruttopreis bezahlen, sondern den Nettopreis des Produktes im B2B-Bereich.

Die Vorsteuer kann man sich ja sowieso erstatten lassen, wenn es Steuern auf dieses Gut gibt. Aber wenn keine Steuern im B2B-Bereich anfallen würden, wäre die ganze Bürokratie weg. Die Schlussfolgerung wäre ebenso, dass man dann keine kriminelle Handlungen ausführen kann, da man ja nur den Nettopreis bezahlt und die Steuern schon von vornherein abgezogen wurden.

Die Frage, die ich mir stelle, ist: Warum führt man diese Lösung nicht ein?

Finanzen, Steuern, Geld, Wirtschaft, Politik, Finanzamt, Gesellschaft, Volkswirtschaft, Wirtschaftspolitik, Wirtschaft und Finanzen
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