War das ein Test?

Ich hatte am Montag, den ersten Termin meiner ASS-Diagnostik.

Aber mein Psychiater hat mich irgendwie verwirrt & seither denke ich darüber nach & will jetzt wissen warum er das gemacht hat.

Also zu mir erstmal, ich bin immer so zwanghaft freundlich in der Öffentlichkeit & ich hab eine bestimmte Art mit Leuten umzugehen. Also ich bin immer sehr nett, gucke freundlich, gebe meistens einfach Zustimmung, durch nicken & sage ständig "vielen Dank", Entschuldige mich für jede Kleinigkeit & sage am Ende immer "schönen Tag noch". Also ich mache das eigentlich immer gleich. So verabschiede ich mich auch immer beim Psychiater.

Eig sind die Termine immer kurz, also lasse ich dann meine Jacke & Schal an. Irgendwann, gibt er mir immer zu verstehen, dass wir fertig sind, ich nehme meinen Rucksack & sag immer "danke, schönen Tag noch." & er dann "danke, ihnen auch" & ich bin weg. Das ist jedes mal eigentlich genau gleich.

Der letzte Termin war der 1.Teil der ASS-Diagnostik & ging somit zum ersten Mal ziemlich lang. Leider war ich an dem Tag sehr neben der Spur & es lief vieles überhaupt nicht gut. Als wir fertig waren, gab er mir dies wieder zu verstehen, also stand ich auf & zog diesmal meine Klamotten erstmal richtig an, bevor ich raus ging. Da ich diesmal die Jacke ausgezogen hatte & den Schal "geöffnet".

Da ich meinen Psychiater i.d.R. auch "analysiere", merkte ich, dass er mich aufeinmal beobachtete, denke weil ich mal was anders gemacht habe.

Mich macht das immer richtig nervös, in meinem Verhalten beobachtet zu werden, zudem hatte ich ja einen nicht so guten Tag & nichts klappte & als ich fertig war wollte ich wie immer meinen Rucksack nehmen & eig. wünsche ich ihm dann ja einen schönen Tag, aber diesmal sagte er auf einmal einfach freundlich "Danke.", auch wenn das bescheuert klingt, aber irgendwie hat mich dies komplett verwirrt & ich hab nicht verstanden wieso. Ich sagte dann einfach "Danke auch." & ging. Aber seitdem zerbreche ich mir den Kopf 😂

Ich weiß nicht warum er das gesagt hat. Ich frage mich ob das Absicht war, also vllt ein Test.

Ich glaube, dass würde er nicht tun, aber habe mich gefragt, ob es sonst ein Hinweis darauf gewesen sein soll, dass ich mich nicht bedankt habe.. Meine Mutter gibt mir sowas, zumindest oft auf diesem Wege zu verstehen.

Oder wollte er einfach nur nett sein? Aber ich verstehe nicht wieso er sich dafür bedanken sollte mit mir eine Diagnostik durchzuführen, die auch noch so blöd gelaufen ist. Ich weiß, man bedankt sich für viele Dinge, aber das.. Er hat doch selbst überhaupt nichts davon, es ist lediglich seine Arbeit, wenn dann hätte ich mich bedanken müssen.

War das jetzt irgendwas Psychologisches oder nicht?

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Theory of Mind und autismus?

Ich hab mich jetzt schon etwas eingelesen und Videos dazu gesehen, in denen kleine Kinder zeigen sollen, wo eine Person einen Gegenstand suchen wird, nachdem dieser unwissentlich von einer anderen Person woanders versteckt wurde.

Aber ich frage mich, wie das ist, wenn man erwachsen ist?

Man lernt ja dazu und hat viel Lebenserfahrung etc. Bei mir steht autismus ja (noch?) nicht fest, aber ich würde eigentlich von mir behaupten, dass ich mich schon gut in andere reindenken oder fühlen kann und hab glaube ich eher andere Probleme. Mir fällt es generell schwer mich richtig einzuordnen, also keine Ahnung. Ich nehme mich seitdem ganzen Thema ja viel bewusster wahr und bin noch eine Liste für meine Diagnostik am anfertigen.

Ich habe immer mal wieder Situationen, in denen ich mich z.B. in einem Gespräch befinde, dazu Gedankengänge habe und aufgrunddessen anfange zu quatschen. Ich vergesse manchmal, meinem gegenüber mitzuteilen, was in meinem Kopf los war, was natürlich für Verwirrung sorgt, weil mein gesagtes ohne die Gedanken keinen Sinn ergibt. Mir ist das natürlich auch bewusst und ich weiß nicht, ob das jetzt einfach schusseligkeit ist, dass ich diese mal wieder vergessen habe mitzuteilen oder es etwas damit zu tun haben könnte?

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Wieso verstehen Leute nicht, dass Nacktheit für manche etwas Intimes ist und machen das immer Geschlechterabhängig?

Ich war schon öfter in eine Diskussion verwickelt, in der Leute kein Verständnis dafür aufbringen, dass es Menschen gibt die sich nicht vor ihren Mitmenschen entledigen wollen. Sei es nun in einer Umkleidekabine, vor Freunden oder sonst wo.

Wer kennt diese Sprüche nicht? "Ich guck dir doch nichts weg!" "Ich bin doch vom gleichen Geschlecht!"

Für mich ist das ganze eher eine Prinzipsache. Ich hab theoretisch kein Problem mit Nacktheit, wenn es um einen Sexualpartner geht, daher würde ich auch nicht behaupten, dass ich mich indem Sinne irgendwie schäme oder verklemmt wäre.

Ja vllt ist es doch eine Art verklemmtheit, wenn ich sage ich will mich vor anderen nicht entledigen. Mir persönlich ist hierbei aber ziemlich egal, ob es ein Mann ist oder eine Frau. Dazwischen unterscheide ich nicht.

Nur weil eine Frau biologisch das gleiche am Körper trägt, heißt das nicht, dass sie sich nicht auch theoretisch an mir aufgeilen könnte oder mich ansieht und was auch immer denkt. Ich kann zwar verstehen, warum es getrennte Umkleideräume gibt für Männer und Frauen, aber für mich persönlich macht das einfach keinen Unterschied.

Wenn ich zum Arzt gehe, er männlich ist und ich mich frei machen muss, dann gehe ich auch nicht davon aus, dass mit ihm die Fantasie durch geht, sondern dass er einfach seinen Job macht, sowie es von einer Ärztin auch erwartet wird.

Empfindet das nicht irgendjemand auch so? Ich verstehe das nicht so ganz.

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Warum habe ich solche gedanken? Gibt es einen Begriff dafür?

Ich habe immer so extreme Gedanken..

Zb geht das in diesem fall teilweise schon ein bisschen Richtung putzzwang.. Ich muss zb immer die Toilette putzen bevor ich sie benutze. Bus und Bahnfahrten sind sehr unangenehm, weil ich immer daran denken muss, wie viele ungepflegte Menschen dort schon saßen und die Stangen etc angefasst haben.

Wenn ich an Menschen vorbei gehe will ich nicht deren ausgeatmete Luft einatmen. Also halte ich die Luft an. Das hat nicht einmal unbedingt was mit Ansteckungsgefahr zu tun.

Dann habe ich extremen Ekel vor tierischen Produkten. Fleisch ist für mich ein Stück leiche und damit will ich nicht in Berührung kommen. Ich kann mich kaum überwinden fremdes Geschirr zu benutzen weil ich dann darüber nachdenke, dass im benutzten spüli vermutlich auch tierische Abfälle sind und diese somit auf Tasse und co verschmiert sind. Ich ekel mich da sehr.

Worüber sicher auch schon viele "normale" gedacht haben, Körperflüssigkeiten im Schwimmbad.

Wenn ich draußen bin und Autos höre oder rieche denke ich immer darüber nach wie ungesund das ganze doch ist und wieviel verpestete Luft wir doch einatmen. Ich hab da jetzt nicht das Bedürfnis nicht mehr atmen zu dürfen, aber diese Gedanken kommen mir einfach ständig in den Sinn.

Ich denke auch immer viel über den Müll nach, der auf dem Boden liegt. Ich verstehe einfach nicht, warum Leute so Schwierigkeiten haben Mülleimer zu benutzen.

Und eben war ich serie am gucken und da hat man Luftballons steigen lassen. Der erste Gedanke, der mir mal wieder in den Kopf kommt ist Umweltverschmutzung und dass daran Vögel ersticken.

Mir geht es im Alltag oft so. Manchmal nervt es mich auch selbst. Auf der anderen Seite frage ich mich, wieso denken denn eigentlich nicht die anderen Leute das gleiche wie ich?

Theoretisch will doch niemand in einem bepinkelten Becken schwimmen.

Mir ist es egal was jetzt so mancher über mich denken mag.. diese Gedanken suche ich mir nicht aus, es ist meine normale art zu denken. Aber ich frage mich warum ich so denke und ob es dafür irgendeinen Ausdruck gibt.

Abgesehen davon, dass ich einen kleinen putzzwang habe.. sind die Gedanken auch eine art Zwang oder was ist das?

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