Ehrenamtliche mehr mit einbinden?

Hallo,

also ich arbeite viel mit Ehrenamtlichen zusammen und auch für sie, aber manche Dinge muss ich einfach entscheiden. So hab ich zum Beispiel einen Flyer aktualisiert, den mein Vorgänger schon mehrfach verwendet hat. Eine Kollegin hatte mich gefragt, ob wir den Flyer neu aufsetzen, ich meinte Ja klar und hab den "hässlichen Flyer" aktualisiert. Die Kollegin ist Engagmentförderin! Dann hab ich das halt und es wurde gedruckt.

Jetzt haben ein oder zwei Ehrenamtliche den entdeckt und sie waren wohl überhaupt nicht mit dem Inhalt zufrieden. Die Inhalte hab ich überhaupt nicht verändert... Das hatte mein so verehrter Vorgänger schon so erstellt. Da waren die überrascht und die eine meine "Oh, das ist ja nicht gegen dich"

Dann gab es noch andere Kritikpunkte, dass ich z. B. sie in manche Entscheidung einbinde. Aber z. B. habe ich die eine bei einem Treffen gefragt, ob sie eine Idee hat aber dann hätte sie auch keine, aber nur am meckern.

Komisch ist auch, dass ich diese Kritik nur von 2 Leuten gekommen ist. Ich spreche ja auch mit anderen, da kam nichts. Aber sie sprechen für alle!

Ich kann dich nicht alle Entscheidungen erstmal mit allen per WhatsApp absprechen! Ich hab auch nur 39 Std. und noch andere Arbeitsfelder. Und ich schreibe nichts vor bzw. frage oft nach, ob das so okay ist oder jemand Lust hat. Iwie hab ich den Verdacht, dass die mit mir den Molly machen wollen. Ich bin nicht perfekt, aber ich muss auch noch arbeitsfähig sein.

Wie findet ihr das? Was würdet ihr machen?

Psychologie, Besserwisser, Ehrenamt, Engagement, Kritik, Selbstwertgefühl, Arbeit und Beruf, Kritikfähigkeit
Was hat man davon - ggü. einem Großverein - in einem kleinen, nicht wachstumsfähigen Sportverein ehrenamtlich tätig zu sein?

Bei einem Großverein (sagen wir >250 Mitglieder) ist Engagement verständlich, da dort die Anerkennungskultur wesentlich mehr Reichweite generiert. Reichweite und Möglichkeiten.

Aber: Nun stelle man sich einen Sportverein mit ca. 11 Mitgliedern vor.

Dem u.a. auch eine komplette Jugend fehlt (Durchschnittsalter stelle man sich bei ca. 50 vor), in dem keiner Leistungssport betriebt, und höchstens jährlich eine Vereinsmeisterschaft stattfindet.

Den Vorstandsmitglieder nur nutzen, um Gerätschaften und Dienstleistung durch staatliche "Förder"-Mittel zu erlangen.

Warum sollte man als Nicht-Vorstandsmitglied oder auch als nicht langjähriges Mitglied dort ehrenamtlich tätig sein?

Vakante Arbeitsteilung, mangelnde Reichweite und Karrieremöglichkeiten, eventuelles Hinterherlaufen den Mitgliedern gegenüber, wenn sie nicht ordnungsgemäß handeln, von Vorstandsmitgliedern in Ämter gedrängt werden, Lustlosigkeit etwas zu organisieren, kein Ansatz um jüngere anzulocken...

Wenn wir davon ausgehen, dass hinreichend viele Großvereine existieren, dann ist das Argument, dass man viel leichter an eine Ehrenamtsstelle kommt im Kleinverein nicht hinreichend:

Bei einem Großverein kann man mit sicheren Pauschalen, Empfehlungen, Fortbildungen und Einweisung und Betreuung rechnen, die in vielfältiger Weise in Einsatz kommen, sowie Sozialkompetenzen, die vielschichtiger mit größerer Reichweite (jung, alt, gehandicapt oder flüchtig) trainiert werden und dann bei Bewerbung besser ankommen.

Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit auf Gleichgesinnte zu treffen wesentlich erhöht, somit auch die Unternehmungsbereitschaft und - rückgekoppelt - das Vereinsinteresse und Motivation.

Nun denn - warum sollte man sich genanntes überhaupt antun?

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