Ehrenamt, Studienabschluss - Rücktrittsangst, Zukunftsangst?

Hallo zusammen,

ich studiere jetzt schon eine Weile - in Überlänge, und so langsam neigt sich alles dem Ende zu. Schon vor einer Weile habe ich mich dazu entschlossen, deshalb, und aus anderen Gründen mein Amt als Kreisvorsitzende in einem politischen Verein ruhen zu lassen (vorher war ich 1,5 Jahre in der P+Ö), vor allem, da ich auch merke, dass mir "die Schuhe zu klein geworden sind" à ich möchte gerne woanders (beruflich, politisch) mehr. Trotzdem tut es gerade irgendwie weh, auch wenn es noch ein paar Monate sind, das Amt, das ich erst im September besetzt habe, wieder abzugeben. Auch ist gerade bei uns die Gruppendynamik sehr "versprengt", und ich bin in meiner WG (nicht erst) seit einem Mitbewohner:innenwechsel ebenfalls isoliert. Hier und da treffe ich mich mit Kommiliton:innen, aber aufgrund unterschiedlicher Interessen - und auch Corona - fehlt da so ein bisschen der Zusammenhang.

Heute war ich zwischenzeitlich auch unglaublich emotional, weil es mir gerade wenig passt wie meine beiden Stellvertreter:innen untereinander super vernetzt sind, und aber alles - Stichwort Nachfolgenplanung - unter sich ausmachen, während ich mit (noch) fremden Gesichtern (wir hatten im März größeren Personalwechsel) oft allein zurückbleibe. Ich glaube, ich habe einfach etwas Zukunftsangst, und kann jetzt gerade nur sehr schwer loslassen, wenn vorher alles so "perfekt" war à ich hatte vorher irgendwie einen größeren Zusammenhang im Gefühl.

Vielleicht wird auch alles besser, wenn ich mich noch mehr auf das Hier und Jetzt konzentriere (was ich auch muss!), aber es fällt mir sehr schwer.

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Studium, Schule, Freunde, Soziale Netzwerke, Psychologie, Berufseinstieg, Ehrenamt, Psyche, Ausbildung und Studium
Gefühl falsche Berufsbahn eingeschlagen zu haben?

Hey zusammen, Ich mache mir schon seit einigen Wochen und Monaten Gedanken darüber, ob ich die richtige Berufswahl getroffen habe. Die Sache ist, ich habe zuerst nach meinem Abitur eine kaufmännische Ausbildung gemacht und habe anschließend ein duales Studium begonnen. Das Studium ist in Richtung Betriebswirtschaftslehre und an sich gefällt es mir. In meiner Freizeit engagiere ich mich ehrenamtlich beim Roten Kreuz und es macht mir Riesenspaß und es interessiert sehr. Ich war auch schon oft an Einsätzen mit dabei und ich habe das Gefühl mein Herz geht auf, wenn ich dieser Tätigkeit nachgehen kann. Ich komme zum Beispiel von einem Einsatz nach Hause und bin überglücklich das ich jemanden geholfen habe das Leben zu retten und es macht mich stolz dazu beigetragen zu haben. Ich frage mich hinterher sehr oft, ob das Studium das richtige ist, was ich in meiner Berufslaufbahn machen sollte, oder ob ich nicht doch in Richtung Notfall Medizin oder Sanitäter gehöre. Mein Studium kann ich nicht beenden, weil ich aufgrund des dualen Systems an mein Partner Unternehmen gebunden bin. (Es sind noch 2 Jahre).Ich komme manchmal von Vorlesungen nach Hause und bin weniger motiviert als wenn ich zum Beispiel von meiner ehrenamtlichen Tätigkeit nach Hause komme. Ich weiß einfach nicht, ob ich bin an einem Punkt bin, wo ich mich frage, ob das was ich lerne das richtige für mich ist und ob es sich diese Studium überhaupt gelohnt hat, weil ich mich in 15 Jahren nicht mehr in der Wirtschaft sehe, sondern eher beim Rettungsdienst. Ging es euch schon mal ähnlich oder was würdet ihr tun wenn ihr in einer solchen Situation wärt, vielen Dank.

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Mit 16 zum Brk?

Hi,

ich spiele schon länger mit dem Gedanken ehrenamtlich im Brk anzufangen. Zu meiner Situation ich werde im Oktober 16 und könnte dann ja in die Bereitschaft eintreten. Eine Frage dazu erstmal ist die Chance hoch dass man in dem Alter überhaupt genommen wird? Und was kann man da mit 16 machen bzw nicht machen? Ist man mit 16 nur Praktikant (habe ich öfters gelesen)? Ich gehe dann in die 11. Klasse und möchte ein sehr gutes Abitur ablegen also brauche ich auch Zeit zum lernen, trotzdem habe ich noch genug Freizeit. Falls Oberstufe doch zu stressig wird merke ich das ja am Anfang und konzentriere mich eben auf Schule. Ein weiteres Kriterium ist, dass ich Zahnmedizin studieren möchte und mir dann nach 2 Jahren dass Ehrenamt für einen Studienplatz anrechnen kann. Kriterium dafür ist dass es fachlich einschlägig ist (gegeben) und dass mindestens leichte, nicht verantwortungsvolle Tätigkeiten am Patienten gemacht wird. Geht das mit 16 oder eher nicht? Lohnt es sich mit 16 anzufangen oder sollte ich bis 18 warten? Kann es unter 18 überhaupt bescheinigt werden? Ich habe jetzt schon verschiedene Dinge gelesen, die mich eigentlich nur verwirrt haben, deswegen hoffe ich, dass ich hier vielleicht eine aussagekräftige Antwort vielleicht auch Erfahrungen damit.

Hier nochmal die Fragen hintereinander:

Eine Frage dazu erstmal ist die Chance hoch dass man in dem Alter überhaupt genommen wird?

Und was kann man da mit 16 machen bzw nicht machen?

Ist man mit 16 nur Praktikant (habe ich öfters gelesen)?

Geht das mit 16 oder eher nicht?

Lohnt es sich mit 16 anzufangen oder sollte ich bis 18 warten?

Kann es unter 18 überhaupt bescheinigt werden?

Lg, Maria

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Warum halten die Leute normale Jobs für ein Ehrenamt?

Guten Abend,

ich arbeite bei einem Zeitungsverlag und kümmere mich dort um gewerbliche Kunden, die in der Zeitung und in Sonderbeilagen inserieren möchten. Es geht um die Erstellung und Gestaltung von Anzeigen und Sonderbeilagen, teils auch mit Texten und in Abstimmung mit der Redaktion und der Kundschaft. Ist ein ganz normaler Angestelltenjob.

Habe eine solche Stelle auch schon in meiner Heimat ausgeübt. Dort kam es immer wieder vor, dass ich gefragt wurde, ob ich das ehrenamtlich mache, ob ich davon leben könne, ob wenigstens 100 Euro übrig bleiben oder ob das ein 450-Euro-Job sei. Manchmal fand ich das amüsant, manchmal hat es mich auch einfach nur geärgert. Wenn ich fragte, wieso man das denke, kam die Antwort, "bei Zeitungen sind ja alle Künstler" und es sei ja keine Stelle, bei der man kräftig zupacke wie in der Halle oder auf dem Feld. Es gab sogar Leute, die mich fragten, ob ich für 20 Euro eine Familienanzeige gestalten würde - was ich aber gar nicht durfte, weil ich schon immer nur Gewerbe betreue.

Was verleitet Leute, solchen Unsinn zu denken? Muss dazu sagen, meine Heimat war/ist ein sehr einfaches Milieu, wo ein Mann oft nur ein Mann ist, wenn er bis zum Umfallen knechtet, rumbrüllt, früh heiratet und früh ein Haus und Kinder hat - ich hatte einfach andere Schwerpunkte. Kommt das daher?

In meiner neuen Umgebung ist das noch nie passiert.

Arbeit, Job, Ehrenamt, Gesellschaft
Ehrenamt: Woran merkt man Ehrlichkeit?

Guten Abend,

habe ca. 15 Jahre lang viel Ehrenamtliches gemacht und wollte eigentlich nichts mehr machen. Bin dann auch umgezogen und in meinem aktuellen Wohnort nicht groß aktiv. Wir wohnen und arbeiten da einfach.

Vor einiger Zeit sprach mich ein Verein an, ob ich mir vorstellen könnte, dort mitzuarbeiten. Könnte ich, aber nicht als Vorstand oder Entscheidungsträger.

Die kennen mich schon länger - in meinem aktuellen Wohnort lebt ein Großteil meiner Familie. Ein Verwandter von mir arbeitet in dem Verein mit und brachte mich ins Spiel. Jetzt wollen sie die Vorstandschaft verjüngen, einige hören auf, und ich wurde gefragt, ob ich dort einen Posten übernehmen würde als Beisitzer.

Vorstellen könnte ich es mir, habe aber noch nix dazu gesagt außer dass ich nicht jeden Monat Sitzungen, Termine und Dienste schieben will - das geht zeitlich nicht und ich will es nicht. Sie meinten, das wäre auch nicht nötig, es sind drei Sitzungen pro Jahr (stimmt wirklich, habe mich erkundigt).

Wie merkt man, ob die einfach nur einen Trottel suchen oder ob sie es ehrlich meinen? Ich kann die ja auch nicht graderaus fragen nach dem Motto ... wäre ich nur euer Quotendödel oder was?! Man muss es sich nicht mit allen verscherzen.

Habe jetzt einige Jahre nix mehr gemacht und manche Erinnerungen sind verblasst, vielleicht könnt ihr mir helfen woran man das merkt.

Danke und Grüße!

Freizeit, Hobby, Verein, Menschen, Ehrenamt, Ehrlichkeit, Gesellschaft, Soziologie
Wie geht ihr in eurem Verein mit Nicht-Mitgliedern um?

Die Frage geistert ab und zu mal umher, verläuft dann aber wieder im Sande.

Ich bin Mitglied in Mehrsparten-Sportvereinen.

Von den meisten Tischtennis-Abteilungen beispielsweise in solchen Vereinen weiß ich, dass halt öfters mal Tischtennis-Spieler von anderen Vereinen kommen. Die kommen dann aber auch einfach nur und trainieren eben mit. Sonst nichts. Das sind keine Mitglieder, die bezahlen auch nichts. Und es gibt auch sonst nichts schriftlich darüber oder so.

Aber, was ist denn dann eigentlich mit dem "Versicherungsschutz"?

Dürfen Nicht-Mitglieder überhaupt das Training von Vereinssportlern besuchen?

Andererseits denke ich: Man muss als Verein ja auch irgendwie neue Mitglieder bekommen. Dazu ist es doch normal und notwendig, dass Nicht-Mitglieder, die aber interessiert sind vielleicht erst mal ein paar mal "so" kommen. Sie müssen ja erst einmal gucken ob es was is für sie. Man kann ja nicht direkt, wenn jemand in der Tür steht, ihm die Pistole vors Gesicht halten "hier, unterschreiben! Mitglied werden!".

Und dann gibt es natürlich noch die Leute, die nicht Mitglied werden wollen, aber immer wieder mal zu Besuch kommen und eben mit trainieren oder so.

Wie regelt man das?

Und was ist denn eigentlich, wenn jetzt in dem Zeitraum des Trainings irgendein Unfall oder so passiert, wo ein Nicht-Mitglied verunfallt?

Sport, Unfall, Verein, Ehrenamt, SportVerein, Vereinsrecht

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