Handeln oder Ignorieren - Nachbarschaftsprobleme?

Bei mir kämpfen Engel gegen Teufel auf der Schulter bzw. Gerechtigkeitssinn vs. will ich den Stress wirklich

Meine Nachbarn gehören zu dieser Sorte Mensch:

  • Rücksicht von anderen verlangen, aber selber nicht gewillt zu geben
  • alles zumüllen, aber das Chaos haben andere verursacht
  • andere sind schuld, wenn sie sich von ihnen belästigt fühlen
  • Bitten um Rücksicht oder Problemlösung ihnen gegenüber werden immer mit Angriff und Beschuldigungen konfrontiert

Neulich hab ich ein Gespräch mithören können. Eine Dame hat den Herrn angesprochen, wie lange es wohl dauern wird, bis er SEINEN Holzvorrat vor IHREM Balkon entsorgen wird. An Platz mangelt es ihm ja nicht. Kein Unterton, alles lieb gefragt. Er fing daraufhin mit einem Ton...kennt ihr diesen giftigen Ton, der nett klingt aber manipulierende Anschuldigungen mitschwingen? Er zählte auf, wie lange er unter der Woche arbeitet, dass die Zeit fehlt und er aber gerne die Kreissäge rausstellen kann, damit sie das macht, wenn sie es schnell haben will. Seine Kumpels in der Nachbarschaft lachten hämisch.

Ich dachte nur: entschuldige bitte? Es ist ihr Bereich und du lädts deine Sachen ab, obwohl du in deinem Bereich Platz hast. Und jetzt stellst du sie hin, als wäre sie Schuld daran? Ziehst sie ins Lächerliche? Mistkerl. Solche Sachen leistet er sich aber ständig. Grillen unter unseren Balkonen, sodass es bei uns reinzieht und wir sind Schuld, weil wir in der Bude sitzen. (seine Worte)

Einerseits denk ich mir: melde es, du kannst dir nicht alles gefallen lassen. Einer muss ja mal handeln. Sonst lernt er nie Grenzen. Anderseits aber: der Sommer ist fast um, dann kann er nicht mehr grillen, den Stress ist es nicht wert, ignoriere ihn einfach usw.

Wie geht ihr mit solchen Leuten um? Leute die rücksichtslos sind und euch aufregen? Leute bei denen sich erst was ändert, wenn man entgegengreift.

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Warum fällt manchen respektvolle Kommunikation so schwer?

Hallo Liebe GF-Gemeinschaft,

mich treibt immer wieder ein Thema um: Im Prinzip ist ja kontroverse Auseinandersetzung und der Austausch konträrer Meinungen etwas enorm bereicherndes und etwas, das sogar Spaß machen kann. Wie kommt es, dass so viele Leute jegliche Hüllen von Respekt und Anstand verlieren, sobald es kontrovers wird?

Statt einem anderen zu sagen, er betreibe leeres Geschwätz, könnte man doch auch sagen: ich kann in dem, was du sagst, keinen Zusammenhang und keine Stringenz erkennen. Könntest du mir das noch mal erklären? Statt einem zu unterstellen, er habe nichts zu sagen, könnte man auch sagen: Ich sehe nicht, was dein Text zum Thema beiträgt, könntest du das verdeutlichen? Und so weiter, so bliebe man bei sich, bekennte, dass man selbst nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und stieße Türen weit auf zu einem konstruktiven Dialog. 

Extrem fallen mir solche wie die von mir erwähnten Pöbeleien beim Thema Religion auf und gerade hier, im interreligiösen wie im religiös-atheistischen Dialog wünsche ich mir so sehr sachliche, freundliche Dialoge, die den Dissens ernstnehmen und doch von gegenseitigem Respekt und Verständnis getragen sind.

Ich frage mich: haben Leute, die andere mit Urteilen wie Geschwätz oder nichts zu sagen haben bewerfen, wirklich so wenig Sprachgefühl, dass sie nicht wissen, dass das vielfach als verletzend empfunden wird? Würden sie das alle selbst gern über ihre Beiträge hören?

Ich bekenne offen, dass mir das etwas ausmacht, so abgesprochen zu werden und dass ich dann eigentlich keinen Bock mehr auf weitere Kommunikation mit der Person habe. Ich weiß, jeder Psychologe würde mir jetzt sagen: du musst dir ein dickeres Fell zulegen. Aber woher nehmen und nicht stehlen? 

Wie steht ihr dazu? Ist euch Respekt in der Kommunikation auch wichtig? Erlebt ihr v.a. im Netz auch schon mal Kommunikation als verletzend? Wie geht ihr damit um?

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Findet ihr es auch Schade, dass es in der Gesellschaft immer weniger Anstand gibt?

Es wird gerne gesagt, dass Äußerlichkeiten nicht wichtig sind. Oder auch Traditionen - das sei alles nicht wichtig. Zu einem gewissen Punkt stimme ich dem auch zu, aber ich finde eben, dass Äußerlichkeiten und Traditionen manchmal auch zum Anstand gehören.

Man hat ja generell immer weniger Interesse aneinander. Wer kommt denn noch zur Taufe vom Familiennachwuchs oder schreibt wenigstens eine Karte? Die aller wenigsten!

Wenigstens auf Beerdigungen hat man sich noch anständig verhalten. Aber auch das schwindet. Selbst auf Beerdigungen gehen manche nicht mehr, weil sie zu bequem und faul sind. Und ich finde, auf einer Beerdigung gehört schwarz getragen! Manche Leute wirken ja, als ob sie mal schnell zwischen Mittagessen und Kaffee auf n Friedhof kommen.

Das Paradebeispiel an Anstand ist für mich eigentlich der angeheiratete, väterliche Onkel. Der hatte sich mit meinem mütterlichen Opa richtig heftig über Politik gestritten. Da sind die Fetzen geflogen!! Aber kurze Zeit später auf der Beerdigung vom Opa war der Onkel da! Während viele gute Freunde von meinem Opa aus Bequemlichkeit nicht da waren, weil es geregnet hat.

Oder ein anderes Beispiel: Als mein väterlicher Opa gestorben ist, hat der mütterliche Opa für ihn keinerlei Blumen gekauft. Jetzt kann man natürlich sagen, dass das ja eh nur Traditionen sind, unwichtige Äußerlichkeiten, aber emotional war meine väterliche Oma damals total enttäuscht. Weil anfühlen tut es sich wie: "Der war ihm nicht mal so viel wert, ein paar Blumen zu kaufen."

Generell verspüre ich in der Gesellschaft ein zunehmendes Desinteresse aneinander. Und Höflichkeit und Anstand werden dann immer öfter als "unwichtige Äußerlichkeiten" abgetan. Natürlich kann man sagen: "Ich muss nicht zur Beerdigung, ich kann auch zu Hause an ihn denken." Natürlich, das kann man selbstverständlich tun. Aber was sagt man damit aus? Oder anders gesagt, würde man am Geburtstag weder Karte schreiben noch besuchen, sondern sagen: "Ich habe zu Hause an dich gedacht"?! Wohl kaum!

Irgendwie möchte ich nicht in einer Gesellschaft leben, wo Höflichkeitsformen einfach nur noch als "unwichtige Traditionen" angesehen werden. Wo jeder dem anderen einfach nur noch scheiß egal ist.

Wie seht ihr das?

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Wie würdet ihr euch in der nachfolgend beschriebenen Situation verhalten?

Ich stand heute ganz normal an der Bushaltestelle. Ich hatte eine Maske auf und zu allen Personen den Mindestabstand eingehalten. Plötzlich schrie mich eine fremde ältere Frau an, dass ich Abstand halten soll. Als ich dies gemacht habe hat sie mich wegen meines Alters und meinem äußeren Erscheinungsbild verbal fertig gemacht und diskriminiert. Sie meinte, dass ich mehr Sport machen müsste, das ich ein böser Mops wäre und wir jungen Leute gar nichts mehr aushalten würden. Die Frau war im übrigen stark übergewichtig. Wenig später kam eine zweite fremde ältere Frau an und hat mich überwiegend wegen meines jungen Alters diskriminiert. Als der Bus kam blieb die erste fremde ältere Frau an der Haltestelle stehen und die zweite ältere Frau stieg mit mir in den selben Bus. Ich war hinter und Ich bin ausversehen mit meinem Fuß an ihrem Bein gestoßen. Ich habe mich daraufhin entschuldigt und die Frau meinte, dass ich sie absichtlich getreten hätte. Während der Fahrt hatte ich meine beschrifteten Karteikarten rausgeholt, um mich nebenbei auf eine Prüfung vorzubereiten. Die Frau, die hinter mir im Bus sagt, meinte, dass sie früher immer Zuhause gelernt hätte. Als ich aussteigen wollte, bin ich gestolpert und die Frau meinte, dass ich aufhören soll zu stolpern. Sie verabschiedete sich mit den Worten "Hau ab". Ich hab während der ganzen Zeit beide gebeten mich in Ruhe zu lassen und mich nicht beleidigen/diskriminieren sollen.

Wie würdet ihr euch in so einer Situation verhalten?

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Jugendliche mit mangelndem Anstand. Wie weiter?

Hallo zusammen

Ich weiss nicht so recht wie ich in der Sache weiterfahren soll - wenn überhaupt - und ob sich diese Frage überhaupt lohnt. Insbesondere weil ich auch hier Leute fürche welche meine Frage falsch verstehen werden.

Es geht darum, dass ich letztens an einer Gruppe Jugendlicher (+/- 14 jährig) vorbeilief welche am Tischtennis spielen waren und diese freundlich gegrüsst habe. Es hat aber nur einziger von denen meinen Gruss erwiedert.

Ich war über dieses Verhalten im ernsten Moment so enttäuscht, dass ich ein paar Minuten in einer lokalen Facebookgruppe den Vorfall geschildert und auf den abgebommenen Respekt und Abstand in unserer Gesellschaft hingewiesen habe (nicht als Beschwerde sondern weil ich es einfach schade finde). Damit meinte ich Insbesondere nicht nur die Jugend sondern eben die gesamte Gesellschaft.

Doch statt meinen Beitrag ernst zu nehmen und sachlich darauf einzugehen bekam ich Antworten welche diesen ins lächerlich zogen und jemand fragte, ob ich keine anderen Probleme habe. Die Leute gaben sich also gar keine Mühe die Intetion von meiner Wortmeldungen zu verstehen.

Positive Wortmeldungen gabe es auf Facebook zu meinem Beitrag keine aber eine Frau mittleren Alters hat mich ein paar Tage auf das Thema angesprochen und gesagt, sie habe sich über die Antwort der anderen geärgert und mir gratuliert, dass ich trotzdem so ruhig geblieben sei.

Heute Abend bin ich nun wieder an Jugendlichen vorbeigegangen und diese haben mich übertrieben freundlich gegrüsst und als ich mich wieder entfernte sich übertrieben freundlich verabschiedet. Ein paar Sekunden später hörte ich sie lachen und etwas sagen mit "Er hat nicht mal gemerkt ..." (der Rest war unverständlichen).

Ich habe das ganze Spiel mitgemacht und ebenfalls freundlich gegrüsst und tschüss gesagt, aber als das Lachen begann war ich innerlich am Kochen.

Noch etwas zu meiner Person damit man meine Frage besser versteht. Meine Eltern legten bei der Erziehung viel Wert darauf mir Abstand und Respekt beizubringen. Wenn beispielsweise zwei Erwachsene zusammen sprachen und ich auch etwas sagen wollte hiess es oft, dass ich die Erwachsenen ausreden lassen solle. Auch war es bei mir so, dass ich auf der Strasse (fast) alle Erwachene welchd an mir vorbeigingen gegrüsst habe. Und zwar nicht weil man mich irgendwie dazu zwang sondern weil ich es einfach "normal" fand so zu sein.

Für mich ist jetzt natürlich klar, dass das Verhalten der Jugendlichen heute Abend mit Sicherheit auch darauf zurückzuführen ist wie auf meinen Beitrag auf FB reagiert wurde. Statt dass versucht wurde den Kern meiner Botschaft zu verstehen und den Jugendlichen die Werte zu vermitteln werden diese in ihrem Verhalten noch mehr bestätigt.

Nun frage ich mich, ob ich noch mehr Zeit und Energie (auch psychische) stecken soll oder ob es besser ist einfach Gras über die Sache wachsen zu lassen. Zum einen habe ich nämlich eigentlich andere Interessen und zum anderen fürchte ich, dass es nur schlimmer kommt.

Gruss Raffael

Freundschaft, Erziehung, Jugendliche, Psychologie, Anstand, Liebe und Beziehung, werte und normen
Übergriffig oder nicht?

Neulich, an einem dieser widerlich heißen Tage, saß ich mit einer Freundin in der Innenstadt auf einer dieser breiten Treppen mit Blick aufs Wasser, jeder einen Eisbecher in der Hand und unterhielten uns. Ich hatte einen weiten Rock an und, wie immer an heißen Tagen, nichts darunter. Ein Mann kam die Treppe herauf, blieb vor uns stehen, fasste jedes meiner Knie an und schob sie zusammen. “Da kann man ja bis zu den Mandeln gucken.” meinte er nur, zwinkerte mir freundlich zu und stieg weiter die Treppe empor. Mist! Hatte ich wieder vergessen dass ich einen Rock trage. Ich brachte nur ein leises “Danke!” heraus. “Keine Ursache. Ich habe auch fast nicht hingeschaut.” sagte er noch freundlich lachend bevor er das Ende der Treppe erreichte und verschwand.

Meine Freundin zischte mir sofort ins Ohr, dass er mir unter den Rock geguckt hat, dass das strafbar sei, außerdem hat er mich unerlaubt angefasst, auch das sei strafbar und ich solle die Polizei rufen und den Kerl anzeigen.

Ich hingegen fand es nett, wie er reagierte. Er hätte ja auch, wie etliche andere Männer das getan hätten, aus sicherem Abstand mir einfach nur unter den Rock glotzen können oder heimlich Fotos machen.

Immerhin war es meine Gedankenlosigkeit, dass es überhaupt dazu kommen konnte.

Wie ist deine Einschätzung?

Korrekt wie er sich verhalten hat 53%
Anfassen geht ja mal gar nicht 26%
Andere Meinung 15%
Er hätte dich ignorieren sollen 6%
Total daneben, Anzeige! 0%
Anstand, Benimmregeln, Gentleman., Liebe und Beziehung, Voyeurismus, Abstimmung, Umfrage
Sind die Grünen im Vergleich mit den anderen Parteien die "moralischste", "anständigste" Partei, oder sind sie auch nicht "anständiger" als die anderen?

Natürlich gilt auch bei den Grünen: "Nobody is perfect." - "Niemand ist vollkommen."

Aber relativ (!) gesehen, sind die derzeitigen Grünen von allen Parteien in Deutschland, im Vergleich zu den anderen Parteien, bei allen Fehlern, die auch die Grünen haben, immer noch die vergleichsweise "moralischste", "anständigste" aller Parteien? Weil nur die Grünen z.B. u.a. für radikalen Umweltschutz, für radikalen Feminismus, für unbegrenzte Flüchtlingsaufnahme, für radikale Freundlichkeit zum Islam, für radikale Steuererhöhung für Besserverdienende, gegen Rüstung und Krieg, für radikalen Feminismus mit Frauenquote usw., für radikale Toleranz für Homosexuelle, für radikales und unbegrenztes Weggeben von deutschem Steuergeld u.a. an die EU oder für "Kriegsreparationen", gegen auch nur die allergeringsten nationalen Eigeninteressen Deutschlands, eintreten?

Und weil nur bei den Grünen, im Gegensatz zu den anderen Parteien, bisher noch kein Fall von Korruption oder ähnlichem bekannt geworden ist?

Sind also die Grünen, wohlgemerkt: relativ gesehen, verglichen mit den anderen Parteien, immer noch die "moralischste", "anständigste" aller Parteien?

Nein, die Grünen sind auch nicht "anständiger" als die anderen. 72%
Ja, Grüne sind, relativ gesehen, die anständigste aller Parteien. 21%
Ich will gar keine Partei, wo alle immer nur "moralisch" sind. 3%
Andere Antwort. 3%
Umweltschutz, Religion, Politik, Anstand, grün, Moral, Partei, Pazifismus, Politik und Gesellschaft, Bündnis90 Die Grünen, Philosophie und Gesellschaft, Bundestagswahl 2021
Bin ich gestört hilferuf?

Hallo zusammen

Ich bin manchmal ohne grund einfach so dreckig obwohl ich es nicht will hab ich einfach extremes verlangen dazu. z.B versteck ich manchmal einfach sachen von meinen Arbeitskollegen und amüsiere mich dann dabei wenn sie die dinge suchen. Das witzige ist dass ich es immer so mache dass sie denken sie selber hätten den gegenstand verlegt. Es ist lustig zu sehen wie sie sich dann immer mehr selbst hinterfragen bis man ihnen alles weis machen kann. Auch die Briefe und gegenstände meiner mitbewohner "verlege" ich immer mal wieder. Ich kann es nicht erklären aber es amüsiert mich wenn sie nicht verstehen wieso sie plötzlich einfach eine betreibungsandrohung im Briefkasten haben. Das beste ist wenn ich dabei sein kann wenn sie versuchen die dinge mit dem betreibungsamt zu klären. Ich mag es generell wenn menschen verwirrt sind. Auch mit meinen Chefs spiele ich solche "spielchen". Ich habe bei Begutachtungen, (was genau will ich aus schutzgründen nicht erwähnen) oft nachträglich mängel eingebaut und ihm skrupellos weisgemacht er habe sie übersehen. So bin ich dabei ihn stück für stück zu verdrängen und er glaubt selber dass seine tauglichkeit abnimmt. So macht er mir sogar den weg frei und freut sich für mich. ich kann dabei nichts fühlen obwohl ich rational weis dass es falsch ist. Jeder sagt immer ich sei so lieb und sympathisch, dabei fühle ich mich manchmal wie ein Monster, wie der Teufel persönlich. Rational sehe ich ein dass ich diese Person nicht länger sein will, doch wenn sich mir die Gelegenheit bietet kann ich einfach nicht wiederstehen und bin Böse. Ich will so nicht sein, wenn ich sterbe will ich nicht diese Person gewesen sein denn im endeffekt bin ich niemand. Ich gebe dauernd vor jemand zu sein den ich nicht bin weil ich weis dass wenn ich wirklich ich wäre, niemand etwas mit mir zu tun haben möchte.

Ich will mir helfen und gebe mir ab jetzt 5 Jahre Zeit. Wenn ich kein Erfolg haben sollte werde ich der Welt den gefallen tun und mich selber beseitigen.

Ich habe mich gerade zum ersten mal offenbart. Bitte bleibt respektvoll so dass Nutzer mit ähnlichen Problemen in Zukunft von euren Antworten profitieren können.

BITTE HILFE HILFE HILFE

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Die Erziehungsmethoden früherer Tage werden heute stark kritisiert, gleichzeitig sind Kinder aber immer schlechter erzogen?

Ohne irgendwas bewerten zu wollen, ist das eine Entwicklung, die ich persönlich feststelle. Vielleicht ist sie ja gar nicht repräsentativ, aber es sind meine Erfahrungen.

Ich wurde durch meine Eltern und auch durch meine Großeltern eher konservativ erzogen. Meine Großeltern haben mir oft aus Büchern vorgelesen, die noch aus der Kindheit meiner Eltern waren und generell bin ich viel mit Sachen aus den 60er Jahren aufgewachsen.

Meine Eltern haben mir oft Märchen erzählt, den Struwwelpeter vorgelesen, Max und Moritz, usw. Später habe ich Bücher von Erich Kästner gelesen und Karl May.

Und wenn ich mal was besonders schlimmes gemacht habe, habe ich vom Papa und vom Opa auch mal ne Ohrfeige bekommen.

Ich bin um Gottes Willen nicht spießig aufgewachsen. Nichts liegt mir ferner als langweilige Spießer, aber ich bin durchaus altmodisch aufgewachsen.

In den letzten 10 Jahren gibt es eine Entwicklung, in der Erziehungsmethoden früherer Tage stark kritisiert werden. Bücher wie der Struwwelpeter gelten als problematisch, Kästner und Preußler gelten als veraltet und auch gegen Ende gibt es in letzter Zeit Vorwürfe. Ohrfeigen sind verständlicherweise ein Tabu, aber auch wer Zimmerarrest gut heißt, wird schnell in eine Ecke geschoben.

Eine übertriebene Strenge halte ich gar nicht für sinnvoll. Im Gegenteil, sie schadet. Ich hatte eine sehr freie Kindheit, ich habe vorallem mit meinem Opa, aber auch mit den Nachbarsmädchen sehr viel Blödsinn gemacht. Ich hatte sehr viele Freiheiten. Aber trotzdem waren da immer Bücher, Filme und Werte vergangener Tage.

Und ich finde, dass man diesen alten Sachen unrecht tut, wenn man sie so schlecht macht.

Versteht mich nicht falsch, aber was bringt es denn, wenn man Kinder heute so früh wie möglich über Transsexualität aufgeklärt, wenn das Fundament der Erziehung nicht mal gelegt ist.

Ich habe in meiner Kindheit nie etwas über Transsexualität gehört. Der einzige Dunkelhäutige, den ich kannte, war der Mohr im Struwwelpeter. Trotzdem würde ich keinem dieser Gruppen je etwas schlechtes tun, weil mir ganz grundlegende Dinge mitgegeben wurden.

Heute wissen Kinder vielleicht alles über Sexualität und Hautfarben, aber Anstand und Freundlichkeit kennen sie kaum.

Meine zwei besten Freunde und ich, wir wurden alle ziemlich altmodisch erzogen. Z.B. alte Bücher, kaum Fernsehen, kein Computer, religiöse Erziehung, Traditionen, usw. Wir sind eigentlich immer überall beliebt gewesen, bei Mitschülern und auch bei den Lehrern. Und gerade die Leute, die extra modern und liberal erzogen wurden, das waren oftmals die größten Ar*chlöcher.

Das Ist jedenfalls meine persönliche Erfahrung. Wie denkt ihr über das Thema?

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Warum gibt es die Wörter "Danke" und "Entschuldigung" heute kaum noch?

Hi liebe Community,

vielleicht ist es auch nur meine Erfahrung?

Ich stamme aus christlichem Hintergrund und schenke/gebe sehr gern, und komme auch in anderen Angelegenheiten Menschen sehr gerne entgegen. Es macht mir einfach sehr viel Freude.

Aber in den ca. letzten zehn Jahren ist mir etwas aufgefallen, was ich erst lange Zeit verdrängt habe: Man spricht so gut wie nie das Wort "Danke!" mir gegenüber aus. Egal, ob ich Schmuck, Bücher, Kleidung, Hausrat, oder auch mal Geld verschenke, kostenlos Unterricht gebe oder auf Hunde aufpasse, dem Vermieter mit dem Vertrag entgegenkomme, etc....Die Menschen freuen sich zwar sehr, haben leuchtende Augen, sagen: "Toll, super, kann ich gebrauchen", etc., manchmal bekomme ich auch einen Blick wie: "Das hättest Du aber nicht tun brauchen!", aber explizit bedanken tut sich kaum jemals mal einer. - Mit dem Wort: "Entschuldigung!" ist es genau das Gleiche. Mir ist schon einiges sehr Schwere im Leben angetan worden, als Christin vergebe ich natürlich...aber so gut wie nie wird Entschuldigung gesagt, weder bei großen noch bei kleinen Dingen. Wohl wird mal das Gesicht schuldbewusst verzogen, und etwas wie: "Oh, das habe ich nicht gewusst!" gemurmelt, aber explizit entschuldigen tut sich niemand.

Warum ist das so? Hass, Respektlosigkeit, ein gewisser Neid auf ein fröhliches Herz, Machtausüberei, das Verlangen immer weiter von mir nehmen zu können, ohne nur das Geringste in Form einer verbalen Anerkennung mal zurückgeben zu müssen? Ich kann es einfach nicht richtig einordnen.

Und kennt Ihr dieses Phänomen auch?

Vielen Dank für Anworten : )

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Warum Ton im Internet so viel schroffer als in der realen Welt?

Was glaubt ihr, woran es liegt, dass man im Internet so viel mehr Leute trifft, als im normalen Leben, die keine Umgangsformen haben, nie Anstand gelernt haben und kein Problem damit haben, Gesprächspartner persönlich zu beleidigen? Wenn man im normalen Leben mit jemandem in eine kontroverse Diskussion eintritt, sind ja Formulierungen üblich wie: "ich sehe das ganz anders", "ich kann dir da nicht zustimmen/nicht folgen", "ich möchte an dieser Stelle deutlich widersprechen." "Ich halte das für falsch, was du sagst."

Im Internet hingegen begegnen einem scharenweise Leute, die offenkundig ohne irgendeinen Kontakt zu, wie man früher so schön sagte, guter Kinderstube das Schreiben so leidlich gelernt haben. Anstelle der eben genannten Formulierungen liest man dann: "Denkst du eigentlich mal nach?" "Überlegst du, bevor du schreibst?" "Diese Frage könnte jeder Drittklässler besser beantworten" "Du redest hier kompletten Schwachsinn".

Im Internet sind signifikant mehr Leute unterwegs als im echten Leben, denen anscheinend jedes Gespür dafür fehlt, dass Menschen in der Kommunikation ein Bedürfnis nach Respekt haben und dass Worte auch verletzen können. Mich würden Meinungen dazu interessieren, warum das so sein könnte.

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