Warum dieser massive Glyphosateinsatz?

Ich wohne am Rand eines Dorfes. Gleich nach dem letzten Haus hat ein Bauer fünf sehr große Felder. Die waren heuer teils mit Mais, teils mit Getreide bebaut. Nach der Getreideernte im Sommer hat er irgendwelches Grünzeug darauf gesät. Die letzte Maisernte war vor zwei Wochen.

Jetzt habe ich entdeckt, dass er alle fünf Felder flächendeckend mit Glyphosat besprüht hat. Alles Grünzeug das er angebaut hatte oder von selbst gewachsen ist, ist total gelb und kippt um. Es sieht schlimm aus und mir tut richtig das Herz weh bei diesem Anblick. Selbst auf dem Feld, auf dem er vor zwei Jahren Klee angebaut hatte und das bis zum Schnitt ein Eldorado für Schmetterlinge war, sind alle Pflanzen gelb und gehen kaputt.

Ich stehe hinter unseren Bauern und finde, sie werden häufig zu Unrecht gescholten. Aber für diesen umfangreichen Gifteinsatz habe auch ich keinerlei Verständnis, noch dazu gleich angrenzend an die Wohnbebauung.

Warum tut ein Bauer sowas in solchem Ausmaß, wozu ist das gut? Ich würde gerne verstehen, was das für einen Sinn hat. Bisher hat er das nicht gemacht. Mir kommt es fast wie eine Trotzreaktion auf all die Umweltbeschlüsse der Bayerischen Regierung vor. So ähnlich wie die massive Abholzung von Streuobstwiesen in Franken dieses Jahr.

Kann ich irgendwas dagegen tun, ein Amt verständigen oder sowas? Noch ist Glyphosat erlaubt, aber in diesem Ausmaß?

Landwirtschaft, bauer, Natur und Umwelt, Naturschutz, Glyphosat
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