Immissionsmessung durch den Schornsteinfeger- Mitarbeiter und nun?

Wir haben im Bad eine Gastherme die 2007 installiert wurde. Als wir die Wohnung 2012 in einem Mehrfamilienhaus 6 Wohnparteien, gekauft haben, erfuhren wir im Nachhinein, dass die Therme/ Thermenwerte unserer Therme zwar in Ordnung waren, aber der alte Schornstein keinen richtigen Abzug hat, sodass es vorkommt, dass CO austritt. Der Vorbesitzer, der das Problem auch schon hatte, reagierte nicht, da er die Wohnung schnellst möglich verkaufen wollte. 1x im Jahr wird vom Schornsteinfeger- Mitarbeiter eine I-Messung durchgeführt, zusätzlich lassen wir 1x im Jahr von einer Fachfirma eine Messung durchführen und die Therme reinigen. Bei der Messung wurde immer wieder CO Austritt bemängelt. Es wurde eine Schornsteinerhöhung und Zugklappe empfohlen. Wir haben dann die Eigentümer-Verwaltung informiert und um Mängelbeseitigung zwecks Schornsteinaufsatz und Zugklappe gebeten, da hier Gefahr in Verzug ist. Nichts passierte. Es ging Hin und HER zwischen ET-Verwaltung und Schornsteinfegermeister. Wir korrespondierten mit der ET-Verwaltung und dem Schornsteinfegermeister. Nichts! Ein Fachanwalt wurde eingeschaltet um die ET-Verwaltung zu bewegen, eine Mängelbeseitigung vorzunehmen. Auf Anwaltsbriefe wurde nicht reagiert. Man sah sich als ET-Verwalter nicht in der Pflicht. Wir als ET sollten handeln. Nachdem wir dann einen Gesprächstermin mit dem Chef der Verwaltungsfirma wahrgenommen haben und ihm von den Unstimmigkeiten erzählten, eindringlich darum baten, jetzt endlich zu reagieren, da wir sonst weitere härtere Maßnahmen ergreifen würden, wurde dieses Jahr endlich ein langes Rohr auf den Schornsteinkopf von einer Fachfirma installiert. O.K. wir dachten, nun wäre endlich Ruhe. Pustekuchen. Trotz des Schornsteinaufsatzes, haben wir immer noch CO Austritt, das hat der Schornsteinfeger protokolliert. Wir die Verwaltung wieder angeschrieben. Es ging wieder HIN und HER. Dieses Mal lag es am Schornsteinfegermeister. Auf EMail Kontakt der Verwaltung reagierte er erst nicht, bis der Ton etwas schärfer wurde. Heute hatte ich mit dem Schornsteinfegermeister einen Termin. Unser Nachbar im EG hat in seinem Keller damals eine Therme eingebaut. Heute stellte der Schornsteinfegermeister fest, dass es an der Therme des Nachbarn liegt, dass wir oben bei uns am Schonstein keinen richtigen Zug haben. Auf Anfrage hin, was nun zu tun ist, druckste er wieder mal herum. Allwissend, das Gefahr in Verzug ist und wir in unserer Wohnung durch den CO Austritt auch gesundheitliche Probleme o. mehr bekommen könnten. Ein kleines Streitgespräch entwickelte sich und ich schmiss den Typen kurzerhand aus der Wohnung. Ich rief bei der Stadt/Ordnungsamt an - die sind nicht Zuständig, die Innung ebenso wenig. Wir werden wohl wieder einen FA einschalten müssen.

Gesundheit, Messung, Physik, Steuerung
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Wärmemengenzähler wurde von Techniker nicht ordnungsgemäß installiert. Nun droht Neuberechnung nach Gradtagszahlentabelle. Was kann ich tun als Mieter?

Hallo zusammen,

ich habe folgendes Problem:

Bei der Anfertigung der Betriebskostenabrechnung für das vergangene Jahr ist meiner Hausverwaltung vor 1,5 Monaten aufgefallen, dass mein Heizverbrauch im Gegensatz zu den anderen 8 Mietparteien in meinem Haus eher gering ausgefallen ist. Daraufhin hat sie sich umgehend mit dem zuständigen Energiedienstleister in Verbindung gesetzt und diesen gebeten, meinen Wärmemengenzähler auf einen Defekt oder Manipulation zu überprüfen. Diese hat bis einschließlich gestern angedauert. Nun behauptet der Energiedienstleister, dass das jetzige Gerät damals beim Austausch (vor 3 Jahren) nicht richtig installiert wurde und es deshalb die durchgeflossene Wärme nicht richtig messen konnte. Das Ende vom Lied ist: Der Energiedienstleister wird die Heizkosten meiner Wohnung nun auf Grundlage der sogenannten Gradtagszahlentabelle ermitteln, welche vom Gesetzgeber vorgegeben ist, wenn kein Wärmeverbrauch durch Messungen ermittelt werden kann. Soweit zu meiner Ausgangslage …

Für mich persönlich ist diese Entwicklung ein absoluter Schlag ins Gesicht, zumal ich schon immer sehr sparsam (über weite Teile sogar geizig) mit meinen Wärme-, und Heizkosten umgegangen bin. Dazu kommt, dass ich jetzt für das Unvermögen anderer Leute (sprich, dem zuständigen Techniker, der damals vor 3 Jahren für die korrekte Installation des Wärmemengenzählers verantwortlich war) nun eine heftige Nachzahlung erwarten muss. Denn die Gradtagszahlentabelle ist für mich nichts anderes als eine Auflistung von Durchschnittswerten aller Haushalte einer bestimmten Region. Mit Gerechtigkeit hat das aus meiner Sicht herzlich wenig zu tun.

Meine Fragen an Euch sind daher vor allem Folgende:

  1. Hat meine Hausverwaltung überhaupt das Recht, mir als Mieter die Mehrkosten für einen vor 3 Jahren nicht ordnungsgemäß installierten Wärmemengenzähler in Form der Gradtagszahlentabelle in Rechnung zu stellen?

  2. Ist es nicht Aufgabe des Energiedienstleisters für einen Schaden, den mir einer ihrer Mitarbeiter verursacht hat, zu haften?

  3. Darf mir denn die Hausverwaltung so ohne Weiteres von der bereits seit einem Jahr verjährten Betreibskostenabrechnung 2014 auf Grundlage der Gradtagszahlentabelle eine Nachzahlung in Rechnung stellen?

Für hilfreiche Antworten würde ich mich riesig freuen.

Viele Grüße Sympathic

Mieter, Heizkosten, Betriebskostenabrechnung, Messung, Nachzahlung, Techniker, Wärmemengenzähler
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