Unsichtbar in Gesprächen - wie geht ihr damit um?

Unter meinen Freunden besteht sowas nicht. Wir hören aufmerksam zu und finden uns witzig. Generell schein ich eine nette und sympathische Person mit Humor zu sein, mit denen die Leute gern Zeit verbringen.

Doch innerhalb der Familie - nichts. Ich benehme mich nicht anders. Aber wenn ich was sage, bekomme ich Desinteresse. Dabei ist es egal, ob es eine lustige Story ist oder meine Sorgen und Gefühle. Es wird ab gelächelt und ich kann sehen dass es sie überhaupt nicht interessiert.

Heute habe ich es mal angesprochen. Das es verletzend ist ignoriert zu werden und es wehtut, wenn sie einem nicht zuhören. Doch wenn ich das tue ich gleich als unhöflich betitelt werde.
Ich höre generell aus Respekt zu. Weil ich in den Gesichtern sehen kann, dass sie es erzählen müssen und wie verletzend es ist wenn ich nicht zu hören würde. Der Satz: das „Thema interessiert mich nicht“ oder „ich will davon nichts mehr hören“ würde ich nie jemandem sagen, der sich gerade das Herz ausschüttet.

Nachdem keine Einsicht kam und kein mit Gefühl habe ich mich verabschiedet. Ich liebe sie (Familie) und eine Welt ohne sie wäre schwer und schmerzhaft. Aber dieses Verhalten nicht wichtig zu sein oder unwichtiger als die andern, macht mich kaputt.

Wie sieht es mit euren Familien aus? Wie geht ihr mit einer solchen Situation um?

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Selbstverständlichkeit/Geschenke - hasst ihr das auch?

Mit Geschenken verbindet man viel.

Zur Geburt, Hochzeit, Geburtstag, Jubiläum, Taufe, Firmung, etc. Lauter Veranstaltungen an denen man davon ausgeht, etwas geschenkt zu bekommen. Damit sind jetzt nur Nahestehende gemeint.

Und wenn man was schenkt, dann kann man ein ganzes Buch über die Gesichter und ihre Emotionen schreiben, wenn das Geschenk nicht passt.

Sätze, die ich aufgeschnappt habe durch Lästereien anderer:

  • Kann sie/er sich nichts besseres leisten
  • überhaupt keine Gedanken gemacht
  • hab gar nichts bekommen - so ein*e Geizhals
  • Wie? Dieses Jahr nichts?
  • also 10 € geht ja immer
  • (wenn ein Geschenk für 10 € oder nur ne Karte geschenkt wird, dann heißt es...) echt jetzt? So was geiziges

Geburtstage sind mittlerweile nicht mehr abhängig von Geschenken. Aber bei den restlichen gilt es für unhöflich ohne was zu kommen.

Ist es wirklich so schwer zu akzeptieren, dass es Gründe gibt, warum man nichts passendes oder gar nichts schenkt? Wieso hängen die Leute das einem so nach und verurteilen einen?

Vielleicht hat man wirklich kein Geld. 10 € sind viel, wenn man nichts hat. Oder es sind zu viele Feierlichkeiten im Jahr und das wird teuer. Oder man war gar nicht auf der Feier.

Zum Verständnis: Meine Cousine ist Single, Kinderlos und lebt von 500 € im Monat, nach Abzug der Miete und Nebenkosten. Nein nicht Hartz 4. Sie ist genügsam und braucht nicht viel um glücklich zu sein. Eigentlich beneidenswert. ABER..wenn sich dann solche Tage häufen, ist das viel Geld für sie. Evtl. lief mal ein Monat schlecht und dann ein Geschenk für 20 € zu kaufen, kann schon happig werden. Für die Hochzeit ihrer Besten Freundin gab sie nur fürs anwesend sein 400 € aus, ganz zu schweigen wie viel erwartet wurde für den Junggesellinnenabschied. Sie lehnte diesen zu veranstalten und bekam das lange Zeit mit Zicken zurück.

Meine Frage also: Wieso erwartet man von ANDEREN Gefälligkeiten, Geschenke, Ausgabe von Erspartem oder Geld generell, für Ereignisse, die MAN SELBST beigeführt hat? Und wenn man nicht kann, wirds einem auf verschiedene Arten krumm genommen.

Freundschaft, Geschenk, Gesellschaft, Soziales
Ist es schlimm, wenn man wegen einem Baby nicht komplett ausflippt?

Mein Bruder wird wieder Vater. Er hat bereits Kinder von seiner Ex um die er sich kaum kümmert. Er ist mit Kindern generell komplett überfordert. Seine Freundin ist eigentlich eine ganz korrekte Person. Sie weiß auch wie er mit seinen Kindern umgeht oder nicht umgeht. Dennoch wollte sie ein Kind mit ihm.

Nun ist sie schwanger und freut sich natürlich. Ihre ganze Familie flippt aus. ich halt mich da noch zurück. Offiziell weiß ich nämlich noch nichts davon. Und ich verstehe auch wieso. Wenn meine Gedanken nicht gerade „Yuppie ein Baby“ schreien. Sondern mehr die bisherige Realität wahrnehmen.

2 Kinder die sich nach ihrem Vater sehnen. Ein Vater der völlig überfordert ist. Kinder die von nichtfähigen Eltern erzogen werden. Und jetzt ein weiteres mit dem selben Schicksal. In meinen Augen ist es manchmal echt kinderfreundlich, wenn man keine Kinder bekommt. Und die gehören nun mal zu dieser Kategorie dazu.

Versteht mich nicht falsch. Ich liebe Kinder. Und die Kinder können auch nichts dafür wer ihre Eltern sind. Aber ich kann mich schlecht für jemanden freuen oder Freude vor heucheln, wenn ich sehe, dass er eigentlich nur ein Kind mit ihr hat, um sie nicht zu verlieren. Da bin ich gern der Miesepeter. Vor allem wird es schlimm für die bisherigen Kinder, falls er bei diesem doch ein VaterGefühle entwickelt und die anderen zurück lässt. Und alles nur, weil sie der Tradition folgen, Kinder zu gebären, ohne drüber nachzudenken was das bedeutet.

ja ich weiß. Sehr schwarz gesehen. Doch nach meiner Erfolgsbilanz liege ich bei 100 % richtig was das angeht. Ich wünschte ich hätte so viel Glück im Lotto.

Familie, Baby
Warum verändert Liebe (Partner) manche Personen negativ?

"Liebe macht blind" und "Liebe macht doof". Sätze die bestimmt jeder schon mal gehört hat. Sätze an denen was dran zu sein scheint. Neu Verliebte verbringen gerne oft Zeit miteinander und vernachlässigen dabei die bestehenden Freundschaften. Für den Anfang ist das normal und verständlich. Manche handeln auch völlig irrational und Charakterfremd sobald sie in Beziehungen sind.

Ich konnte bei vielen ehemaligen Freunden, Bekannten, Familienmitgliedern etc. beobachten, wie die Menschen, die ich kannte, verschwanden sobald sie in einer Beziehung waren.

  • Sie ließen Freundschaften zurück, weil sie nur noch ihren Partner brauchten. Versuchten aber nach Beziehungsende wieder anzuknüpfen und wenn das nicht gelang, gaben sie den Freunden die Schuld.
  • Sie stellten ihre Partner vor die Kinder. Die Kids einer Bekannten z. B. haben Angst vor dem Partner, weil er immer so laut ist und autoritär auftritt. Sie hat sich seinem Erziehungsstil einfach angepasst. Vor der Beziehung war sie nicht so.
  • Sie ändern ihr Wesen, ihre Meinung, Einstellung, nur um d. Partner*in zu gefallen
  • oder erkennen in anderen Beziehungen toxisches Verhalten, aber bei sich selber nicht oder schlimmer, sie leugnen es

Ich hatte eine Freundin, mit der ich mich super verstand. Unternahmen viel, hatten die selben Interessen. Aber sie war sehr Parntergebunden. D. h. ohne Mann fühlte sie sich nicht vollständig. Dann kam einer in ihr Leben. Ich kannte ihn von früher und wir mochten uns nie. Weil er einfach ein selbstverliebtes, asoziales A...war und ich kein Blatt vor den Mund nahm. ^^ Sie verliebte sich in ihn. Und von heut auf morgen war ihr ganzes Wesen weg. Sie verhielt sich wie er. Sie kannte mich. Doch sobald sie mit ihm zusammen war, war ich plötzlich die Feindin. Sie griff mich an, unterstellte mir Sachen, verteidigte sein Verhalten, etc. Ich hielt mich irgendwann von ihr fern. Das sie mich zur Bösen machte, um ihm zu gefallen, war Kindergarten.

Klar Liebe verändert einen. Aber wieso verändert es bei manchen das ganze Wesen? Und wieso bemerken sie das nicht mal? Wieso verteidigen manche ihre neuen Partner*innen mehr, als Freunde die sie seit Jahren kennen?

Persönlich: ich weiß nicht ob ich Mitleid oder Gleichgültigkeit empfinden soll. Für Leute, die alles geliebte und hart erarbeitete zurück lassen oder vernichten, nur um für eine neue Person, die etwas Kribbeln verursacht, besser dazustehen.

Liebe, Freundschaft, Psychologie, Liebe und Beziehung