Der Verfassungsschutz hat "Ende Gelände" als Extremistisch eingestuft.. haltet Ihr es für klug, wenn "Fridays for Future" sich von denen distanziert?

Vor kurzem bin ich auf einen sehr interessanten Bericht gestolpert ->

Der Berliner Verfassungsschutz stuft die Organisation „Ende Gelände“, die mit radikalem Protest im Hambacher Forst aufgefallen ist, als linksextrem ein, da sie „ Gewaltanwendung mindestens billigend in Kauf nimmt“ [...] Die Polizisten vor Ort hätten die „ hemmungslose Gewaltbereitschaft so genannter Aktivisten“ kennengelernt. Mitarbeiter wie Manager der Energiebranche, seit Jahr und Tag eingeschüchtert, können ebenfalls ein trauriges Lied davon singen.
Jetzt wäre der Moment für die Anführer von „Fridays for Future“, auf Abstand zu gehen zu Ökoterroristen und Verfassungsfeinden, schließlich war der Protest anders gedacht: überparteilich, friedlich, auf Wissenschaft basiert, so wie es bis heute in den Statuten steht.
Was jedoch passiert, ist das krasse Gegenteil. Die Ökoaktivisten schließen empört die Reihen mit den Radikalinskis, verwahren sich gegen die „Kriminalisierung“. Kein Hauch von Distanz. Stattdessen beschwören sie ihre Solidarität mit „Ende Gelände“; die Bewegung lasse sich nicht spalten, heißt es von „Fridays for Future“ bockig, man sei stolz darauf, gemeinsam für einen lebenswerten Planeten einzustehen.

https://www.faz.net/social-media/instagram/verfassungsschutz-stoppt-die-linksextremen-klimaretter-16782808.html

Nirgends habe ich gefunden, dass sich Fridays for Future von den verfassungsfeindlichen Extremisten distanziert hat.. dabei wäre dies m.M.n. bitter nötig, um verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen.

Welch eine Zukunft hat denn FfF, wenn sie sich mit Verfassungsfeinden verbrüdern.. dann würden sich die Unterstellungen mancher tatsächlich bewahrheiten. FfF hat sich mal auf die Fahnen geschrieben, dass sie einen friedlichen Protest wollen... sie würden ihre Prinzipien verraten.

Gruß, Enchiridion

Nein, FfF sollte sich nicht von EG distanzieren 79%
Ja, FfF sollte sich von EG distanzieren 21%
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16 Antworten
Warum wird in vielen Medien im Zusammenhang mit des Coronavirus immer nur Panik verbreitet?

Das RKI veröffentlicht regelmäßig die Fallzahlen im Zusammenhang mit dem Coronavirus COVID-19.

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

Das sind die durch Tests festgestellten Fallzahlen, eine Stichprobe also, was die Anzahl der Tests betrifft.

Die Anzahl der Todesfälle, sei es mit oder an Corona nehmen wir als fixe Größe an.

Da die Anzahl der Test ja nur eine Stichprobe ist, existiert eine gewisse Dunkelziffer, was die tatsächlichen Coronainfektioen betrifft.

Da hier die Wissenschaft streitet, wie hoch die Dunkelziffer tatsächlich ist, können wir einfach einige Szenarien für die weiteren Betrachtungen rechnen.

In der Heinsbergstudie wird von einer Dunkelziffer von in etwa Faktor 10 ausgegangen.

Andere meinen, die Dunkelzioffer sei bei Faktor 5, wieder andere nehmen Faktor 50 an.

Wir wollen daher alle 3 Szenarien nachfolgend rechnen.

Zum 23.05.2020 gab es 117.850 bestätigte Coronafälle, wovon 8.216 Todesfälle zu verzeihcnen gewesen sind.

Jetzt können wir uns ausrechnen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, eine Coronainfektion zu überleben nach den obigen 3 Szenarien:

Szenario Dunkelziffer Faktor 5:

(1 - [8.216 / (5 x 117.850)]) x 100 = 98.6056 %

Szenario Dunkelziffer Faktor 10:

(1 - [8.216 / (10 x 117.850)]) x 100 = 99,3028 %

Szenario Dunkelziffer Faktor 50:

(1 - [8.216 / (50 x 117.850)]) x 100 = 99,8605 %

Also egal, welchen Faktor wir bei der Dunkelziffer auch annehmen, die Wahrscheinlickeit, am Coronavirus zu überleben ist nun mal statistisch irendwas zwischen 98,6056 % und 99,8605 %.

Aber weiter:

Im Epidemiologischen Bulletin des RKI gibt es ab Kalenderwoche 10 eine Liste mit den durchgeführten Tests mit einer Angabe, welche absolut und relativ (Prozentzahl) positiv ausgefallen sind.

https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2020/Ausgaben/21_20.pdf?__blob=publicationFile

Danach war in Kalenderwoche 14 das Maximum der relativen positiven Befunde.

Seit Kalenderwoche 14 geht es stetig bergab.

Die absoluten Zahlen sind nicht aussagekräftig, da über die Zeit unterschiedlich viele Tests pro Kalenderwoche durchgeführt wurden.

Daher sollte an sich an den relativen Zahlen orientieren.

Für mich stellt sich die Frage, wieso werden diese doch so postiven Zahlen in den Medien und in der Politik so negativ interpretiert?

Aktuell gibt es nur noch wenige Corona-Hot-Spots, was die betroffenen Landkreise betrifft.

Auch die Zahl der absoluten Neuinfektionen ist mit fallender Tendenz.

Eine Überforderung des Gesundheitswesens mit Coronapatienten ist nicht zu konstatieren.

Sollten wir nicht endlich lernen, mit Corona zu leben, indem eine kontrollierte Durchseuchung mit überschaubarem Risko vornehmen. Schließlich scheidet jeder Infizierte nach dessen wahrscheinlicher Genesung (siehe oben) für eine weitere Infektion und somit Virusübertragung aus.

Vor diesem Hintergrund stellt sich natürlich auch die Frage nach der Verhältnismäßigkeit, wenn man jetzt immer noch an diversen Maßnahmen außerhalb von Hotspots festhält.

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5 Antworten
Sohn wieder an Medien heranführen/welche Zeit ist angemessen?

Hallo,

mein Sohn (14) hatte Anfang des Jahres massive Probleme, die Nutzung der Medien in den Griff zu bekommen. Als es dann Mitte/Ende März gar nicht lief, gerade nachdem die Schule wegfiel habe ich erst einmal alles einkassiert und nur noch Telefonieren/Chatten zu schulischen zwecken und so kurzzeitigen Small-Talk gestattet. Am Anfang lief das gar nicht, aber seit etwa zwei Wochen scheint er wieder den Blick für die Sachen außerhalb der Technik hatte. Die Motivation für Schule und das reale (Familien)leben ist wieder stark gestiegen. Die logische Konsequenz wäre, dass ich ihn jetzt wieder in die Welt der Medien "entlassen" würde, allerdings vorerst noch unter Aufsicht. Die ersten Tage habe ich 1h pro Tag zugelassen, seit heute 90 min. Das hat er akzeptiert.

Jetzt wollen wir einen "Fahrplan" erstellen, wie es weitergehen soll? Habt ihr da Empfehlungen? Mein Ziel/die Höchstegrenze wären ja langfristig so ca. 60-70, evtl85 h pro Monat, in den Ferien auch evtl etwas mehr Ich würde zur Sicherheit auch, gerade um zu verhindern, dass es sofort wieder zu viel wird, erst einmal per Software die zeitlimits durchsetzen lassen, aber so, dass es jederzeit transparent ist, warum der Computer wann nicht benutzt werden kann. Von ihm kam der Vorschlag bei ca 100 h zu sein, aber er scheint zunächst kompromissbereit.

Wie hoch seht ihr die Gefahr eines Zurückfallens in alte Verhaltensweisen und das erneute Hervorkommen der exzessiven Nutzung . Bis jetzt scheint es noch nicht so weit zu sein, er ist auch wesentlich entspannter als vorher.

strenge Kontrolle und langsames Vorgehen 42%
ohne Einschränkungen 31%
nach Gefühl 23%
doch noch warten 4%
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