Ist das ein Denkfehler der FFF-Bewegung?

Ein großes Argument der FFF-Bewegung ist ja, das Deutschland ein Vorbild in der Klimaverlangsamung sein sollen.

Denn: Angeblich soll Umweltschutz und Fairness mit Wohlstand verknüpft werden (so wie es in Deutschland mehr oder weniger der Fall ist).

Es sind nämlich zwei VERSCHIEDENE Wirtschaftsysteme

Ich halte das aber für eine Utopie.

Ein Beispiel an einer Jeans

Prinzip 1:

Eine Jeans wird in Bangladesh produziert, und in Deutschland für 20€ gekauft. Das freut den Deutschen. Jedoch verursacht das viel CO2, und Ausbeutung, da einfach zu viel Konkurrenz exestiert und die Preise halt nach unten gedrückt werden müssen. (Monopson)

Prinzip 2:

Eine Markenjeans wird für das 10-fache der Bangladesh Jeans verkauft, denn der Verkäufer kann es sich ja leisten. Wie schon der Name sagt, hat die Markenjeans eine Marke und somit einen guten Ruf im Ausland sowohl im Inland. Somit kann die Jeans mehr in Innovation, Fairness und Umweltschutz investieren. (Monopol)

Der Denkfehler:

Wir als Deutsche profitieren (indirekt) vom Prinzip 1, denn unter unserem Wohlstand leiden ja Natur, Tier und Mensch.

Es ist alles eine Kette.

Oder wie seht ihr das?

Habe ICH einen Denkfehler? :D

LG

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13 Antworten
Der Verfassungsschutz hat "Ende Gelände" als Extremistisch eingestuft.. haltet Ihr es für klug, wenn "Fridays for Future" sich von denen distanziert?

Vor kurzem bin ich auf einen sehr interessanten Bericht gestolpert ->

Der Berliner Verfassungsschutz stuft die Organisation „Ende Gelände“, die mit radikalem Protest im Hambacher Forst aufgefallen ist, als linksextrem ein, da sie „ Gewaltanwendung mindestens billigend in Kauf nimmt“ [...] Die Polizisten vor Ort hätten die „ hemmungslose Gewaltbereitschaft so genannter Aktivisten“ kennengelernt. Mitarbeiter wie Manager der Energiebranche, seit Jahr und Tag eingeschüchtert, können ebenfalls ein trauriges Lied davon singen.
Jetzt wäre der Moment für die Anführer von „Fridays for Future“, auf Abstand zu gehen zu Ökoterroristen und Verfassungsfeinden, schließlich war der Protest anders gedacht: überparteilich, friedlich, auf Wissenschaft basiert, so wie es bis heute in den Statuten steht.
Was jedoch passiert, ist das krasse Gegenteil. Die Ökoaktivisten schließen empört die Reihen mit den Radikalinskis, verwahren sich gegen die „Kriminalisierung“. Kein Hauch von Distanz. Stattdessen beschwören sie ihre Solidarität mit „Ende Gelände“; die Bewegung lasse sich nicht spalten, heißt es von „Fridays for Future“ bockig, man sei stolz darauf, gemeinsam für einen lebenswerten Planeten einzustehen.

https://www.faz.net/social-media/instagram/verfassungsschutz-stoppt-die-linksextremen-klimaretter-16782808.html

Nirgends habe ich gefunden, dass sich Fridays for Future von den verfassungsfeindlichen Extremisten distanziert hat.. dabei wäre dies m.M.n. bitter nötig, um verlorenes Vertrauen wieder aufzubauen.

Welch eine Zukunft hat denn FfF, wenn sie sich mit Verfassungsfeinden verbrüdern.. dann würden sich die Unterstellungen mancher tatsächlich bewahrheiten. FfF hat sich mal auf die Fahnen geschrieben, dass sie einen friedlichen Protest wollen... sie würden ihre Prinzipien verraten.

Gruß, Enchiridion

Nein, FfF sollte sich nicht von EG distanzieren 77%
Ja, FfF sollte sich von EG distanzieren 23%
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25 Antworten
Der Appel zum Zwiespalt zwischen Egoismus und Greta Thunberg? Welches Grau wählst du?

Ich bin ein Denker und frage mich oft, warum wir was tun. Selbstverständlich frage ich mich selber auch, warum und wie ich was tue und bestimmte Meinungen vertrete oder nicht vertrete. Ich stehe dabei oft vor einem Zwiespalt, den ich mir selbst zu verdanken habe:

Bis jetzt sehe ich nicht viel Sinn darin zu leben, außer ich lebe mich aus. (Bitte nicht falsch verstehen, denn ich bin nicht suizidal.) D.h. ich mache was mich glücklich macht, um mein Leben so weit wie möglich für mich auszuschöpfen. Ich möchte nicht nur einer dieser nichts hinterfragenden und für den Kapitalismus funktionierenden Roboter sein. Ich habe schon oft gedacht, würde ich alles wie vorgesehen machen (Schule, Arbeit, Familie gründen etc.), lebe ich nicht für mich. Ich hätte lieber ein kurzes erfülltes Leben, in dem ich keine Rücksicht nehme, als ein langes Leben, in dem ich viel zurückstecken musste. Dabei wäre ich total Egoistisch, denn ich würde Drogen nehmen und auf nichts und niemanden Rücksicht nehmen, damit ich Spaß habe. Denn in meinem Leben müsste ich, damit es für mich Sinn hat, so oft wie möglich glücklich sein, auch wenn ich Zeit-Einbuße (geringe Lebenserwartung) aufgrund exzessiven Drogenkosums einstecken müsste.

Stellt man sich nun vor, jeder würde so leben, würde keine Zivilisation, geschweige denn einer Gesellschaft, vorhanden sein. Wir würden, noch rücksichtsloser und uneffizienter Ressourcen verbrauchen und der Erde schaden. Nun müsste man auch verstehen, weshalb ich Greta Thunberg als Eyecatcher in dem Titel gewählt habe.

Kurz gesagt - möchte ich Egoistisch und rücksichtslos mein Leben, koste es was es wolle, auskosten ODER rücksichtsvoll, wirtschaftseffizient und umweltbewusst leben?

Es gibt nicht nur schwarz und weiß, sondern Graustufen. Ich denke der größte, wenn nicht sogar alle, befinden sich in der Grauzone, denn wenige entscheiden sich für den egozentrischen Absturz oder das Thunberg-Script.

Inwiefern soll ich abwägen? Ich verstehe nicht, warum es Leute gibt, die nichts hinterfragen und in der Schule kopfnickend die Grundlage ihres spießigen Lebens schaffen? Ich gehe auf ein gutes Gymnasium und möchte studieren. Ich gebe mir aber doch gerne mal die Kante oder Ähnliches. Ich bin aber zu träge und an die Gesellschaftlichen Normen gewöhnt, als dass ich Egoistisch lebe. Ich möchte außerdem meine Eltern und mich selber nicht enttäuschen.

Hiermit bitte ich jeden zu hinterfragen und abzuwägen, wie sie leben wollen. Verschwendet eurer Leben nicht an das ganze große noch an euch selber. Ist dein Grau hell oder dunkel?

Wirtschaft, Psychologie, Ethik und Moral, Umweltbewusstsein, Philosophie und Gesellschaft, Greta Thunberg
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