Trotz Corona und Pflegeberuf Bus und Bahn fahren?

Vorab wichtig zu wissen: Ich bin zum einen eine männliche Pflegekraft und zum anderen habe ich mich von meinem Partner vor der Coronakrise getrennt.

Nun ist es so, dass ich mit meinem Ex in guter Freundschaft verblieben bin. Er sitzt im Rollstuhl und hat persönliche Assistenten, die ihn im Alltag bei der Wohnungspflege beim einkaufen und beim duschen helfen. Wer mehr über das Modell der persönlichen Assistenz wissen mag, mag das bitte googeln.

Also die genau Geschichte ist die, dass mich einer seiner persönlichen Assistentinnen per Whats App angeschrieben hat. Mein Ex und guter Freund, nennen wir ihn Alex, würde sehr viel von mir reden und er wäre auch immer noch wegen der Trennung oft sehr traurig. Ich solle doch zu seinem Geburtstag kommen und zusammen mit ihr und den restlichen Assistenten die Überraschungsfeier mitgestalten, da er sich bestimmt mega freuen würde.

So wäre ich nicht Pflegekräft, hätte ich direkt zugesagt, leider bin ich das aber also leider was die Situation anbelangt. Ich mag nichts ins Altenheim bringen, also mich daher ungern in Bus und Bahn begeben und schon gar nicht in eine Großstadt mit vielen Menschen fahren... Schon gar nicht mag ich auf die Geburtstagsparty gehen, wegen der mehreren Menschen... Doch will ich Alex nicht traurig in seiner Wohnung sitzen lassen, die Assistenten können ihn kaum trösten, da sie a) eben in Anführungszeichen nur Assistenten sind und b) Assistenten vereinfacht Alltagsunterstützer sind keine Sozial oder gesetzlichen Betreuer!

Was würdet ihr in meiner Situation tun? Eine Ausnahme machen oder findet ihr es schon falsch das ich Bus und Bahn meide?

LG

P.S. Es handelt sich um eine 2,5 Stündige Anreise, es ist weiter als in Bus rein und schon wieder raus. Auto nicht vorhanden!

Reise, Pflege, Freundschaft, Altenheim, Bus und Bahn, öffentliche Verkehrsmittel, Corona, Coronavirus
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Warum sind die auf Arbeit nicht zufrieden mit mir?

Hallo ihr lieben, ich arbeite in einem Altenheim als Pflegehelferin. Meine Kollegen und auch der Chef schimpfen häufig auf mich, dass ich zu langsam arbeite. Und ja, es stimmt schon, dass ich nicht gerade die schnellste bin. Aber dafür mache ich meine Arbeit sehr genau und gründlich. Bei mir bekommt jeder Bewohner jeden Morgen auch die Füße gewaschen und ich verlasse die Bewohnerzimmer immer äußerst ordentlich. Wenn sich jemand über Nacht eingenässt oder eingestuhlt hat kommt dieser Bewohner bei mir immer unter die Dusche und wird gründlich gewaschen, die anderen machen da meistens nur mit nem Waschlappen bissjen waschen und gut ist. .... Ja die anderen sind deutlich schneller als ich aber dafür auch unordentlichen ( habe oft gehabt, dass in einem Zimmer vergessen wurde den Müll mit raus zu nehmen oder dass Betten die etwas dreckig sind nicht neu bezogen wurden ect.. bei mir wird ein Bett sofort neu bezogen, wenn ein kleiner Fleck drauf ist. Mir ist auch bewusst, dass ich deutlich langsamer als die anderen bin aber die Bewohner, die ich versorgt habe sind auch top (die sind von Kopf bis Fuß gewaschen, eingecremt, haben saubere Klamotten an, die Fingernägel sind geschnitten, das Gesicht ist rasiert, Haare sind gut gekämmt, Zimmer ist aufgeräumt, der Müll steht nicht mehr im Zimmer und das Bett ist beivBedarf neu bezogen worden und ordentlich gemacht also schnurrt gerade und es sieht aus, als wäre jemand mit einem Bügeleisen drüber gegangen) Also na klar man soll schon sehen, dass man seine Arbeiten schafft das sehe ich auch ein, aber ist es nicht besser ne halbe Stunde länger zu brauchen anstatt mega schnell fertig zu sein, dafür dann aber nur halben Kram gemacht hat?

Was meint ihr?

Altenpflege, Altenheim, Gesundheit und Medizin
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Als Altenpfleger mit dem Tod umgehen?

Hallo ihr Lieben, ein etwas sensibles Thema, bei dem ich hoffe, viele Erfahrungsberichte zu bekommen. Erstmal zu mir: ich bin 28 Jahre alt, habe bisher als Medizinische Fachangestellte gearbeitet und bin nebenbei einer ehrenamtlichen Tätigkeit in der Altenbetreuung nachgegangen. Da ich gemerkt habe, dass mir die Arbeit in der Arztpraxis noch zu unpersönlich bzw. nicht „sozial“ genug ist und ich mehr Sinn suche, habe ich mich jetzt umorientiert und fange kommenden Monat eine Dreiviertelstelle zunächst als Pflegekraft im Altenheim an. Später wird mir die Weiterbildung zur Sozialbetreuung ermöglicht, solange bin ich aber, wie gesagt, in der Pflege tätig. Mir machen Körperausscheidungen, offene Wunden, Gerüche oder auch Demenzsymptome nichts aus, damit hab ich bereits einiges an Erfahrung und ich bin da sehr robust. Allerdings habe ich vor einem Thema doch sehr Respekt, vielleicht sogar leicht Angst, und das ist der Tod. Ich habe bisher erst einen Toten gesehen, als Jugendliche, und das war mein Opa. Das war eine schreckliche Erfahrung für mich, allerdings war er ja aber auch nah mit mir verwand. Im Altenheim wird es ja nun mit ziemlicher Sicherheit so sein, dass ich einige Todesfälle miterleben werde. Inwiefern sind die Pfleger dort involviert bezüglich Sterbebegleitung, was könnten dort meine Aufgaben sein? Muss ich bei dem Bewohner bleiben? Wird man langsam an das Thema rangeführt? Muss ich den Bewohner nach dem Tod herrichten, säubern etc?
Ich weiß, dass ist evtl. auch von Einrichtung zu Einrichtung verschieden und ich weiß auch, dass der Tod nunmal einfach dazugehört, dennoch stellt mich das Thema schon vor eine Herausforderung. Vielleicht kann mir jemand erzählen, wie es bei ihm beim Berufseinstieg war, ob es Tipps zur Bewältigung oder Vorbereitung gibt etc.

liebe Grüße!

Pflege, Angst, Tod, Altenpflege, Psychologie, Altenheim, Pflegeheim, Sterbefall, Todesfall, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
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Übernatürliches Phänomen oder Stress?

Hallo.

Mein bester Freund arbeitet als Altenpfleger und erzählte mir letztens das seit einiger Zeit seltsame Dinge bei den Patienten und auf den Fluren passieren.

Bei einem Vorfall war er dabei einen Patienten der sich nicht mehr bewegen kann zu waschen, er sagte das er auf der Schulter des Patienten einen Handabdruck vorfand. Der Handabdruck soll sehr groß gewesen sein und ausgesehen haben als ob er in die Schulter gebrannt war. Er rief sofort einen Kollegen damit sie sicher gehen konnten das es keine weiteren Abdrücke gab. Der Kollege sah den Abdruck auch. Er soll aber von einem auf den anderen Moment weg gewesen sein.

Bei dem zweiten Vorfall war er alleine auf dem Flur und wollte gerade in ein Zimmer als ein Glas von einem Speisewagen der vor der Tür stand in seine Richtung flog und an der gegenüber liegenden Wand kaputt gegangen ist.

Der dritte Vorfall soll einer Kollegin passiert sein. Sie soll einen Bewohner gesehen haben der einige Tage zuvor gestorben ist. Der Bewohner soll in sein Zimmer gegangen sein. Im Zimmer selbst war aber danach niemand. Dieser Vorfall war der einzige der zur Nachtschicht passiert ist.

Ich kenne meinen besten Freund schon sehr lange und wir beide sind eigentlich Leute die immer einen rationalen oder logischen Weg suchen.

So verstört hab ich ihn aber selten gesehen und auch dann nicht wegen solch einem Thema.

Er macht seinen Beruf eigentlich sehr gerne und ist auch stolz darauf. Ich frage mich jetzt ob er vielleicht einfach im Moment zu viel Streß hat. Es sind viele Kollegen krank gewesen und er musste einige Male einspringen. Aber warum erzählen seine Kollegen dann auch von solchen Vorfällen?

Er sagt das es alles innerhalb von zwei Wochen passierte. Könnten er und die anderen sich alles nur eingebildet haben?

Esoterik, Altenpflege, Altenheim, Gesundheit und Medizin
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Als Altenpflegerin den Beruf wechseln?

Hallo ihr Lieben,

vielleicht kann mir jemand von euch weiterhelfen. Ich bin seit einigen Jahren in einem Pflegeheim tätig (Ausbildung - Pflegedienstleitung alles dabei). Nun ist es für mich an der Zeit etwas Neues zu machen (das brauche ich dringender als je zuvor). Wo bzw. Als was kann ich denn überall arbeiten ? Das ich in andere stationäre Altenpflegeeinrichtungen gehen kann oder in die ambulante Pflege / Tagespflege ist mir bewusst, nur was gibt es dort draußen noch ?

Mich interessiert stark der Bereich Kinder- und Jugendhilfe, KiTa oder sehr stark Familienhilfe oder Grundschullehrerin. Jetzt bin ich natürlich nicht auf den Kopf gefallen und weiß, dass ich mit meiner Altenpflege/PDL-Ausbildung sowas nicht einfach machen kann, aber gibt es dort Optionen ohne ein Studium oder eine komplette Ausbildung machen zu müssen ? In der Altenpflege gibt es ja auch Pflegehelfer - gibt es sowas auch in den Bereichen die ich aufgezählt habe ? Ich bin übrigens ebenfalls Sozialassistentin, falls das weiterhilft.

Hätte ich vor einigen Jahren schon gewusst, dass mich der Bereich Sozialpädagogik so stark anzieht, wäre meine Schulzeit ganz anders verlaufen und ich hätte das vermutlich studiert, aber das möchte ich nun nicht mehr, würde ich nicht schaffen.

War jemand von euch auch Altenpfleger und was machst du heute ?

Ich danke Allen, die mir helfen wollen.

Beruf, Kinder, Pflege, Jugendliche, Altenpflege, Altenheim, berufswechsel, Betreuung, Jobbörse, Kita, Pflegedienstleitung, Sozialassistentin, Sozialhilfe, Umschulung, Weiterbildung, Examen, Grundschullehrerin
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Würdet ihr es nochmal wissen wollen (Arbeit)?

Hallo,

ich bin 35 Jahre alt und seit ca. 6 Jahren arbeitssuchend gemeldet. Okay, seit einem Jahr lebe ich vom Sozialamt, weil mich das Jobcenter nicht mehr für arbeitsfähig hält und meine Ideen ignoriert haben...Umschulung etc..

Ich trinke Alkohol, weil ich meinen Schmerz einfach nur betäuben möchte, was mir ein Mann mal angetan hat und seitdem trinke ich halt. War schon öfters in der ambulanten Suchtambulanz...

Das ist noch nicht alles, habe in Canada gelebt und da das Land kifffreudig habe ich auch ab und an und dadurch sind Psychosen entstanden. Job annehmen, Klapse, Job annehmen Klapse...Flugbegleiterin, Köchin, und Schneiderin...

Ich habs auch in einer Behindertenwerkstatt Probearbeiten gemacht, aber da wird man noch bekloppter von den Bekloppten und Teilzeit, nur 70 Euro verdienen?!

Ich würde so gerne ein Praktikum im Altenheim anfangen, aber ich zweifel an mir..Nur hör ich immer wieder du schaffst es nicht etc...

Ich habe bis 22 Jahre mein Fachabi plus Ausbildung gemacht, danach Au PAir...Und habe vielleicht drei Jahre in die Kasse an Steuern eingezahlt...Danach Auslandsaufenthalte plus auf der Aida arbeiten...

Was würdet ihr machen an meiner Stelle? Ich habe einfach Exitensängste, weil ich nichts mache und auch nicht mehr muss! Bei Hartz4 wird man ja noch gewissermaßen gefördert, aber nicht wenn man vom Sozialamt lebt...

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Habe ich bei der Sterbebegleitung etwas falsch gemacht?

Hallo liebe Community,

ich arbeite als Betreuungskraft in einem Altenheim. Zu meinen Aufgaben gehört leider auch die Sterbebegleitung.

Ich bin ein sehr einfühlsamer Mensch, aber das teilweise große Leid vor dem Sterben und die Beobachtung des Verfalls ist für mich nur schwer auszuhalten.

Ich versuche immer mein Bestes, spreche beruhigend mit den sterbenden Bewohnern, halte ihre Hand oder streichele ihnen über den Arm.

Gestern habe ich lange die Hand einer Bewohnerin gehalten. Sie hielt meine Hand fest umschlossen, als wenn sie sich festhalten wollte.

Als ich heute zu ihr kam, schlief sie so tief und fest, dass sie gar nicht reagierte. Später bin ich noch mal zu ihr gegangen und sie hatte die Augen geöffnet. Sie war unruhig und sagte, sie habe Bauchschmerzen. Ich fragte, ob ich ihr einen Fencheltee machen solle, doch sie antwortete nicht. Sie drehte sich auf die Seite und dann auf den Bauch. Als ich ihr vorsichtig den Rücken streichelte, fing sie an zu wimmern. Ich war erst mal hilflos und streichelte ihr dann über den Arm. Sie verhielt sich sehr abwehrend und drückte meine Hand mit aller Kraft weg. Ich war erstaunt, dass noch so viel Kraft in ihr steckte. Auch beim nochmaligem Versuch einer Berührung, drückte sie meine Hand weg.

Was hat das zu bedeuten?

Ich wollte sie beruhigen und sie wird fast aggressiv. Sind es die Schmerzen, die für sie schwer auszuhalten sind oder möchte sie nicht mehr, dass jemand bei ihr ist?

Viele Grüße,

Yandira

sterben, Psychologie, Altenheim, Gesundheit und Medizin, Sterbebegleitung
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Seniorenheim Notfallklingel?

Macht sich das heim strafbar wenn sie meiner oma die klingel wegnehmen ?

Meine oma hat demenz und drückt öfters mal rauf. Was durch die Krankheit normal ist .. nachts musste sie früher schon öfters auf klo wegen den wasser tabletten.. wenn sie klingelt kommt nachts niemand ... sie muss die ganze nacht warten bis einer kommt...heute hatte sie mir erzählt das ein pfleger meinte wenn sie nochmal klingelt muss sie 100.000€ zahlen ?! Nun wurde ihr das komplett weggenommen ... wo die klingel noch da war ist sie mal umgefallen und lag die ganze nacht aufm boden keiner kam !! Früh hatte uns das heim angerufen das sie die ganze nacht aufm boden lag bin soooo sauer !!!! Die Heimleiterin macht oma noch runter während sie daneben ist wilm auch das wir ein neues heim für sie suchen sie würde zu viel arbeit machen .... sie hatte ihr ganzes leben alleine ohne mann gelebt jetzt wurde sie in einem doppelbett zimmer gesteckt ist klar das sie mit anderen dann nicht so klar kommt und sich unwohl fühlt ... wir hatten wegen nem einzelzimmer gefragt ihre antwort war nur dann müssen sie sich ein anderes heim suchen ... omas zimmergenossen die 1 woche da ist hat jetzt schon ein einzelzimmer bekommen ... wir aind alle sooo sauer ?! Ist das alles überhaupt rechtens .. wie soll ich handeln ? wenn ich mich aufrege behandeln die oma noch schlechter??? Bin überfordert... mir tut oma nur so leid sie wollte sich letzte woche umbringen sie hatte eine gabze flasche mundspühung getrunken und sich geritzt mit einer schere das hat natürlich auch keiner mitbekommen ... bin so unendlich traurig ...

Senioren, Familie, traurig, Altenheim, Betreuung, Gesundheit und Medizin, Pflegeheim, seniorenbetreuung, Seniorenheim
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Palliative Care Ausbildung oder Fortbildung?

A) Ist die Palliative Care Fortbildung das selbe wie eine Palliative Care Ausbildung oder ist der 2. Begriff nur eine andere Bezeichnung der Maßnahme? Ich bin nämlich Altenpflegehelfer und frage mich ob das, dass selbe ist was einige Fachkräfte nach der Ausbildung machen oder ob das nur ne Fortbildung ist, damit Helfer mehr wissen haben und können.

[Meine Chefin die PDL hat mir diese Maßnahme letztens angeboten und da mich der Bereich interessiert habe ich zugesagt.]

B) Meines Wissens erhalte ich dadurch keinen neuen Berufstitel. Wenn ich falsch informiert bin sagt mir dies bitte!

C) Meines Wissens steigert diese Fortbildung auch nicht mein Gehalt, es sei denn es werden über die Jahre mehr dazu kommen und handle mit den Leitungen ein höheres Gehalt aus. Richtig?

D) Bringt mir diese Maßnahme als Helfer etwas, muss ich einfach hoffen, dass mich die Fachkräfte obwohl ich "nur" ein Helfer bin damit auch später arbeiten lassen* oder muss ich Fachkraft sein, damit mir diese etwas bringt?

LG

Ich kenne näml. genug Fachkräfte die Helfer nicht mögen und mich nicht für voll nehmen werden wenn ich dort mit der Maßnahme arbeite/agiere. Die werden sich denken, ich sei ja nur Helfer, stehe also unter ihnen und werden sich von mir nichts sagen lassen. Natürlich liegt es an dem was ich dort lerne und nachher darf und was die PDL von mir verlangt, aber es gibt Fachkräfte die Helfer nur als Unterstüzung sehen und nicht mit Fachwissen und Co.

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Einige Bewohner im Altenheim verhalten sich sehr bösartig gegen mich als Betreuungskraft. Wie soll ich mich verhalten?

Liebe Community,

ich arbeite seit einem halben Jahr als Betreuungskraft in einem Altenheim und ich mache den Job eigentlich gerne, aber eben nur eigentlich!

Ich bin zu jedem Bewohner freundlich und komme mit den meisten gut zurecht. Doch seit ca. 2 Monaten gibt es eine kleine Gruppe, bestehend aus 3 Personen, die überwiegend Frust ablassen. Sie stänkern den lieben langen Tag über das Essen und andere Bewohner. Seit einiger Zeit bekomme ich mit, wie sie sehr bösartig über mich ablästern.

Egal, welche Aktivitäten ich mit anderen Bewohnern ausführe, alles wird durch den Dreck gezogen! Egal, ob ich mit einer alten Dame Kniffel spiele, mit einem dementen Herrn Ballzuwerfen mache, grundsätzlich heißt es: "Die hat sie nicht alle, die Sozialtante". Der Mann aus dieser Gruppe ist ein echter Stinkstiefel, den niemand leiden kann. Er bezeichnet mich auch als Hilfskraft und nicht als Mitarbeiterin. Vor kurzem stand ich mit einem Bewohner, der sich nicht wohl fühlte, im Aufenthaltsraum. Ich gab ihm etwas zu trinken und versuchte, ihm gut zuzureden. Da meinte der Stinkstiefel: "Die steht da und labert blödes Zeug!"

Die eine der beiden Bewohnerinnen aus dieser Lästergruppe hatte ich vorher in der Betreuung. Ich war immer nett zu ihr und bot ihr verschiedene Aktivitäten an wie Gesellschaftsspiele (die sie generell gerne macht), Spaziergänge, mir ihr eine CD anhören. Doch jedes Mal kam von ihr: "Keine Lust". Eine Stunde später saß sie dann oft mit einer Bewohnerin und deren Tochter im Aufenthaltsraum und spielte mit ihnen. Als eine Kollegin sie auf die ständigen Verweigerungen ansprach, meinte sie, sie habe eben keine Lust, wenn ich sie anspreche. Also übernahm die Kollegin sie in der Betreuung und da gibt es keine Probleme.

Heute wollte ich noch das Basteln der Fensterdekoration zu Ende bringen und setzte mich zu einer alten Dame, die ich besonders in Herz geschlossen habe. Sie hat immer gern gebastelt und ich dachte, es macht ihr Freude, wenn sie mir zusieht. Denn sie ist schon zu schwach, um selbst noch etwas auszuführen. Da sagte die bösartige Bewohnerin plötzlich laut zu den anderen, dass ich mit der K..... (Nachname der alten Dame) beim Basteln sitze. Ich sei doch nicht ganz dicht!

Ich bin danach runter ins Büro vom sozialen Dienst gegangen und habe die Mitarbeiterin darauf angesprochen, welche Kommentare über mich fallen und wollte wissen, wie ich mich verhalten soll. Ehrlich gesagt, hatte ich den Eindruck, dass sie das nicht besonders interessierte. Sie meinte nur, da diese Bewohner ja nicht dement seien, sollte ich sie mal darauf ansprechen.

Nur, wie soll ich da vorgehen, da ich gleich 3 Personen gegen mich habe und ich bin leider nicht der selbstsicherste Mensch!

Bis jetzt habe ich diese Unverschämtheiten ignoriert, doch jetzt kann ich nicht mehr so tun, als würde ich all das nicht mitbekommen. Ich bin inzwischen total unglücklich dort.

Könnt ihr mir einen Rat geben, wie ich mich verhalten soll?

Liebe Grüße,

Tristal

Beruf, Pflege, Psychologie, Altenheim, Gesundheit und Medizin
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Wie würdet ihr die folgende Situation verstehen?

Vor einiger Zeit hatte ich ein 2-wöchiges Orientierungspraktikum als Altenpfleger in einem Seniorenzentrum gemacht. Es war ganz ok, habe mich dann aber trotzdem dagegen entschieden, weil der medizinische Aspekt für mich einfach zu groß war.

Gegen Ende des Praktikums gab es die folgende Situation, über die ich immer wieder nachdenken muss und einfach nicht weiß, was die zu bedeuten hat bzw. ob ich mich da richtig verhalten habe.

Also es war eine ganz normale Spätschicht und ich habe zusammen mit einer Kollegin, die dort fest angestellt war, einen älteren Mann versorgt. Die Kollegin war so zwischen 30 und 40 Jahre alt. Der Mann war so zwischen 60 und 70 (würde ich schätzen). Der Mann war geistig noch vollkommen fit und auch körperlich war er im großen und ganzen noch einigermaßen gesund, abgesehen, dass er halt bettlägrig war und ohne fremde Hilfe nicht aufstehen konnte.

Meine Kollegin und ich haben das Bett neu bezogen, den Mann gewaschen und ihn einen neuen Schlafanzug angezogen. Wir waren mit der Arbeit soweit fertig und ich habe im Zimmer noch kurz gewartet, bis meine Kollegin mit den letzten Handgriffen fertig wird, damit wir wie all die anderen Tage auch ins nächste Zimmer gehen können, um die dortige Person zu versorgen.

In diesem Moment holt der Mann seine Geldbörse raus und zückt mehrere Geldscheine. Was der Mann mit dem Geld vorhatte weiß ich nicht. Aber sofort als meine Kollegin das mitbekommt, sagt sie zu mir, dass ich gehen kann und sie mich hier nicht mehr brauchen würde.

Ich bin dann natürlich auch gegangen und habe mich um die nächste Person gekümmert. Die Kollegin ist dann noch 15-20 Minuten im Zimmer des Mannes geblieben.

Nun frage ich mich halt, was dies zu bedeuten hatte, was der Mann mit dem Geld wollte und warum mich meine Kollegin so überstürzt raus geschickt hatte.

Da ich schließlich nur ein Praktikant (in der 2. Woche) war, habe ich die Sache einfach auf sich beruhen lassen und nicht nachgefragt.

Was meint ihr? Was hatte die Situation zu bedeuten und habe ich mich richtig verhalten?

Arbeit, Geld, Altenpflege, Altenheim, Praktikum, Verhaltensweisen
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Was mache ich falsch in Bezug auf die männlichen Bewohner im Altenheim?

Liebe Community,

ich arbeite seit ein paar Monaten in einem Altenheim als Betreuungskraft. Leider bin ich ein sehr zurückhaltender Mensch, was man schon desöfteren kritisiert hat. Daher kann ich nicht sicher sein, ob ich die Probezeit überstehe.

Jetzt sehe ich ein neues Problem. In dem Wohnbereich, in dem ich arbeite, sind mehrere demente männliche Bewohner. Drei von ihnen bilden sich ein, sich in mich verliebt zu haben. Sie glauben, dass auch ich Interesse an ihnen habe. Das mag sich für manche lustig anhören, für mich ist es das aber nicht.

Einer war noch ganz lieb und meinte, er würde mich gern mal drücken. Das habe ich noch zugelassen, weil er einfach ein sehr netter Mensch war. Allerdings merkte ich dann, dass doch mehr dahinter war, weil er mir einmal im Überschwang der Gefühle einen Kuss auf den Hals gab. Ich ging danach auf Distanz, was er nicht verstand. Er sagte, ich brauche mich doch nicht zu genieren. Leider ist er vor kurzem verstorben.

Ein anderer macht eindeutige Annäherungsversuche. Ich weiche ihm dann jedes Mal aus und drohe ihm mit dem Zeigefinger. Er fragte mich, ob ich verheiratet sei, was ich natürlich bejahte, auch wenn es nicht stimmt. Gestern setzte ich mich in der Cafeteria zu einem anderen Bewohner an den Tisch. Als mein "Verehrer" das sah, wurde er wütend. Er meinte, ich solle besser wieder auf den Wohnbereich gehen und meinte Arbeit machen. Er gestikulierte überwiegend, aber ich verstand ja, was er sagen wollte.

Seit ein paar Tagen haben wir einen neuen Bewohner, der mir in der Betreuung zugeteilt wurde. Da wir neue Bewohner häufiger besuchen sollen, habe ich das einige Male gemacht. Er fragte sehr schnell, ob ich verheiratet bin, was ich natürlich bejahte. Doch er interpretiert meine Besuche als Interesse, obwohl ich sage, dass ich dort arbeite und ihn einfach nur betreue. Heute sagte er, dass er seiner Frau mitgeteilt habe, dass er eine junge Frau kennengelernt habe und die er heiraten wolle. Gleichzeitig wollte er wissen, warum ich keinen Ehering trage. Als ich bei einem anderen Bewohner beim Essen am Tisch saß, fragte er ihn böse, ob ich seine Freundin sei. Ich sei nämlich SEINE Freundin.

Ich weiß nicht, was ich falsch mache. Ich bin zu allen Bewohnern, egal ob männlich oder weiblich, freundlich und hilfsbereit. Doch da Kolleginnen das Problem nicht habe, frage ich mich, ob ich resoluter sein muss?

Was meint ihr, woran es liegt?

Liebe Grüße,

Yandira

Beruf, Freundschaft, Altenheim, Liebe und Beziehung
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