07. Februar 2024

Deine Fragen an einen LokfĂŒhrer 🚂

Seit seiner Kindheit ist unser Nutzer goldenarrowde von ZĂŒgen und dem Eisenbahnnetz fasziniert. Das ließ ihn seinen aktuellen Beruf als LokfĂŒhrer im GĂŒterverkehr (bei einem privaten Unternehmen) wĂ€hlen. Deine Fragen zu seinem Arbeitsalltag, aber auch wie er zu Themen wie Streiks & Bezahlung in seiner Branche steht, beantwortet er am Mittwoch, den 7. Februar, im Blickwechsel.
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115 Fragen

Warum ist die GDL im Streit mit der Bahn zu keinen Kompromissen bereit?

Eigentlich bin ich voll dafĂŒr, wenn unterbezahlte und benachteiligte Berufsgruppen mittels Streiks fĂŒr fairere GehĂ€lter sowie Arbeitsbedingungen kĂ€mpfen. Auch bin ich Deinen Kollegen im Schienenpersonenverkehr zutiefst dankbar, dass sie uns Passagiere stets sicher an unsere Zielorte bringen.

FĂŒr das Verhalten von Euch bzw. den LokfĂŒhrern (ob Du daran beteiligt bist, weiß ich nicht) im Tarifstreit mit der Bahn kann ich jedoch einfach kein VerstĂ€ndnis mehr aufbringen. Die GDL und ihre streikenden LokfĂŒhrer wirken auf mich nur noch wie trotzige kleine Kinder, die ohne RĂŒcksicht auf andere, insbesondere unbeteiligte Menschen ihren eigenen Willen durchgesetzt haben wollen. FĂŒr diese Menschen, mich eingeschlossen, sehe ich diese Streiks einfach als nicht mehr zumutbar an. Gerade ich selber bin Berufspendler und arbeite im Gesundheitswesen bzw. medizinischen Bereich. WĂ€hrend dieser Streiks komme ich laufend zu spĂ€t zur Arbeit, was bei meinem Beruf und Job wiederum erhebliche Verzögerungen im Genesungsprozess vieler Patienten bedeuten kann; schlimmstenfalls sogar ihren Tod.

Die LokfĂŒhrer rĂŒhren sich selber keinen Millimeter, sondern erwarten nur von anderen, Abstriche sowie die GDL-Egotrips mit zu machen. Das geht einfach gar nicht! Ist es denn wirklich so schwer, auch mal auf die andere Konfliktpartei einen Schritt zuzugehen und gegebenenfalls die eigenen AnsprĂŒche wenigstens ein klitzekleines Bisschen herunter zu schrauben?