Immer noch Trauer und Angst wegen meinem Vater?

Hallo.

Ich habe letztes Jahr meinen Vater verloren und hab ihn gefunden.
Bestimmt wollte er, dass ich ihn finde, ich glaube er wollte mir eins auswischen :( Ich weiß es aber nicht. Kann auch sein, dass er mich geliebt hat. Ich weiß nicht, ob er mich geliebt hat, oder ob er mich gehasst hat.

Also mein Vater war sehr tyrannisch und hat immer viel Alkohol getrunken. Damals ist sein Kind gestorben mit 1, also mein Bruder. Aber zu dem Zeitpunkt war ich noch nicht geboren. Auf jeden Fall konnte er den Verlust denke ich nicht verkraften, weshalb er mich bestimmt als Ersatz für ihn wollte. Aber ich war eben nie mein Bruder, was ihn glaube ich wütend und aggressiv gemacht hat. Ich weiß nicht ob ich etwas falsch gemacht habe oder nicht.
Ich liebe meinen Vater und habe ihn immer geliebt, egal war er gemacht hat. Bestimmt ist er eigentlich ein guter Mensch gewesen und war nur krank.

Auf alle Fälle weiß ich einfach nicht wie ich mit der ganzen Situation umgehen soll. Ich habe Schuldgefühle, ich weiß nicht ob er es absichtlich so gemacht hat, dass ich ihn finde. Erwusste dass ich ihn an dem Tag besuchen kommen wollte. Auch kommt nach seinem Tod alles wieder, die ganze Kindheit kommt wieder hoch. Ich habe immer alles verdrängt und harmlos wahrgenommen, aber jetzt ist es plötzlich so schwer. Es ist generell schwer an alles zu denken jetzt wo er tot ist. Ich habe nächste Woche meine 1. Therapiestunde, vor der ich Angst habe, weil ich mir eigentlich beigebracht habe dass andere nicht merken sollen, wenn es mir schlecht geht. Ich habe jetzt ein schlechtes Gewissen meiner Mutter gegenüber, weil sie sich jetzt bestimmt Vorwürfe macht und sich Sorgen macht. Sie hat schon so eine Krankheit und jetzt komme ich auch noch mit Problemen an. Ich möchte nicht, dass sich jemand wegen mir schlecht fühlt.

Ich weiß nicht mehr weiter. Manchmal möchte ich sterben, aber dann reagiere ich mich wieder ab und sage mir, dass ich nicht alle um mich herum so leiden lassen darf. Ich weiß nicht, ob es noch einen Ausweg gibt :(

Therapie, Familie, Freundschaft, Angst, Trauer, Tod, Vater, Psychologie, Kindheit, Liebe und Beziehung, Trauma
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Das Gefühl keinen Ausweg mehr zu haben?

Hallo.

Ich bin gerade leider wieder total down. Ich habe wieder mit der Selbstverletzung angefangen, obwohl ich eigentlich 5 Jahre lang gesund war. Ich war stolz alles geschafft und gemeistert zu haben aber mittlerweile geht es mir so schlecht wie noch nie. Es gab letztes Jahr ein traumatisches Ereignis, dass mich erschüttert hat und seit dem habe ich das Gefühl es geht nicht mehr.

Ich dachte erst es braucht etwas Zeit, aber es wurde von Tag zu Tag immer schlimmer. Mittlerweile bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich denke mich verletzen zu müssen, damit dieser Zustand verschwindet. Nur verschwindet er dadurch nicht. Aber manchmal habe ich den Gedanken sterben zu wollen, da ich glaube es wird niemals besser werden und ich kann nie wieder gesund werden. Wenn ich mich verletze wird es etwas besser und ich beruhige mich und merke dass diese Gedanken Quatsch sind...

Es ist eine Zwickmühle. Ich warte auch schon seit ca. über einem halben Jahr, dass ich endlich in Therapie gehen kann. Keiner meldet sich. Bekomme keinen Platz. Aber gleichzeitig habe ich auch Angst, da ich noch nie gute Erfahrungen mit einem Therapeuten gemacht habe.

Ich weiß langsam nicht mehr was ich tun soll. Ich glaube ich halte es nicht mehr aus. Und ich fühle mich schlecht, weil sich wegen mir so viele Leute Sorgen machen.

Freundschaft, Angst, Krankheit, Psychologie, Gesundheit und Medizin, Heilung, Liebe und Beziehung, Selbsthass, selbstverletzung, Trauma
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Outing vor meinen Verwandten, sie mögen Homosexualität nicht?

Hi,

wie unschwer zu erkennen gehts ums Thema Outing.

Bei meiner Mutter hab ich mich vor ca 6 Jahren geoutet. Sie mag es nicht und wünscht sich insgeheim ich wäre "normal". Auch wenn sie es nicht zugibt. Naja jedenfalls versteht sie es und akzeptiert mich trotzdem.

Aber sie schämt sich glaube ich etwas vor meinen Verwandten, deswegen meinte sie ich solle es ihnen besser nicht sagen. Sie möchte nicht das alle denken sie wäre eine schlechte Mutter und sie will nicht dass mir alle versuchen in meine Beziehung reinzureden. Meine Familie ist nicht ultra homophob, aber sie sehen es als eine Enttäuschung an und meinen es wäre egoistisch den Eltern gegenüber. Sowas haben 3 Tanten von mir jedenfalls mal angedeutet.

Und mein einer Stiefonkel macht sich immer über schwule lustig, meine Verwandschaft lacht dann. Ich meine dieser Onkel ist mir sowas von egal, aber der Rest der Familie nicht. Ich werde im März heiraten. Ich möchte nicht, dass niemand von meiner Familie kommt. Ich habe Angst es zu sagen und zu verkünden, dass ich heiraten werde. Ich hab echt keinen Plan wie ich das verkünden soll. Sie wissen nichtmal dass ich gay bin und dann noch ne Hochzeit. Das ist irgendwie schon ne Last. Ich will einfach nur ganz normal meinen Partner mit zu Geburtstagen und Festen bringen wie jeder andere auch. Ich hab kein Bock als der Dauersingle angesehen zu werden, der nie ne Freundin bekommt. Ich will es ihnen sagen. Ich weiß einfach nicht wie ich das anstellen soll.

Liebe, Familie, Freundschaft, Hochzeit, schwul, Sexualität, Psychologie, Coming-Out, Homosexualität, homosexuell, Liebe und Beziehung, Outing
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