Warum halten sich viele Priester in bezug auf die Beichte nicht an das Kirchenrecht?

Papst Johannes Paul II 2002 "Misericordia Dei":

"daß ihnen an festgesetzten Tagen und Stunden, die ihnen genehm sind, Gelegenheit geboten wird, zu einer persönlichen Beichte zu kommen." Ferner sollen alle Priester dazu allgemein und stets bereit sein, sooft die Gläubigen begründeter Weise darum bitten."

Ich habe es oft erlebt, dass es keiner feste Beichtgelegenheiten gab. Und bei einem Priester habe ich Ablehung erlebt, weil er "jetzt Nachrichten schauen" wolle.

" eine Kirche oder eine Kapelle ... mit einem festen Gitter "

Ich habe es erlebt, dass viele Priester lieber außerhalb des Beichtstuhls ein (eher lockeres) Beichtgespräch führen wollen und dann auch den Rest des Ritus´ nicht so ernst nehmen.

Papst Johannes Paul 1984 in "Reconciliatio et poenitentiae":

Der Beichtende "nimmt die Strafe an (sakramentale Buße), welche der Beichtvater ihm auferlegt," "nicht nur auf die Verrichtung einiger Gebetsformeln beschränken,..." "der Schwere und Eigenart der Sünden entsprechen."

Ich habe es überwiegend erlebt, dass die Buße komplett ausfällt. Und wenn es überhaupt eine Buße gab, dann vielleicht mal ein bis drei Ave Maria oder ein Vater Unser, die man in maximal zwei Minuten fertig hatte. Und der Bezug zu dem Gebeichteten war ebenfalls nie wirklich gegeben.

"Das Gespräch sowie alle benutzten Mittel (Worte aus der Bibel, die Wahl der »Genugtuung« usw.) sind Elemente, welche ... an die konkrete Situation des Beichtenden anpassen."

Dass eine Bibelstelle gelesen wurde, habe ich kein einziges Mal erlebt. Und dass die Genugtuung in die spezielle Situation passte, ebenfalls nicht.

"liturgische Kleidung"

Maximal eine Stola, oft komplett Zivil.

Papst Paul VI "Ordo poenitentiae":

"Aus seelsorglichen Gründen kann der Priester einige Teile der Feier auslassen oder abkürzen. Dabei müssen jedoch folgende Teile immer vollständig beibehalten werden: das Sündenbekenntnis und die Annahme eines Bußwerkes, die Ermahnung zur Reue, die Absolutions- und die Entlassungsworte."

Wie gesagt, die Buße fiel meistens weg, und auch die Reue war selten Thema.

Und was mit "seelsorglichen Gründen" gemeint ist, erschließt sich mir auch nicht. Es macht eher den Eindruck, der Priester will es möglichst kurz machen, egal ob nun eine Schlange vor dem Beichtstuhl steht, oder ob man an dem Tag der Einzige ist, der zur Beichte kommt.

+Wie habt ihr das bisher erlebt?

+Wie findet ihr das Verhalten der Priester?

+Warum verhalten sich die Priester so?

Religion, Schule, Beichte, katholisch, Priester, Beichten, busssakrament, Kirchenrecht
10 Antworten
Bewertung einer Freundschaft (?)?

Guten Abend.

Ich versuche kurz meine Situation zu beschreiben und hoffe, dass es anonym genug bleibt.

Ich bin mit jemanem befreundet und vermute, dass ich grade dabei bin mich in ihn zu verlieben und noch einigen tiefgründigen Gesprächen habe ich (leider) auch die Vermutung, dass er ähnlich empfinden könnte wie ich (das heißt ein keimendes noch nicht wirklich erkennbarenes Verliebtsein).

Grob zu der Situtation zwischen uns: Wir sind beide sehr schüchtern und beide unerfahren in Liebesangelegenheiten. An sich wäre das kein Problem und vielleicht sogar hilfreich für uns beide. Aber sagen wir es knapp: Eigentlich wollen wir beide nicht wirklich eine Beziehung führen (er möchte Priester werden und auch ich denke über ein geweihtes Leben nach).

Was macht man in solch einer Situation? Ich weiß, dass kann man vielleicht schlecht nachvollziehnem wenn man das nicht selbst so erlebt. Aber vielleicht können grade Außenstehende das nüchtern beurteilen.

Ich bitte nur darum, Vorschläge zu unterlassen, die den Glauben verletzen könnten. Sowas wie "dann werdet doch evanglisch, da können Pfarrer heiraten" etc. hilft mir nicht wirklich weiter. Dieser junge Mann kann sich jetzt auch noch entscheiden einen anderen Weg einzuschlagen. Was eher diese Frage aufwirft ist, ob wir überhaupt wirklich einander lieben und ich denke es gibt einige Gründe, dass die Frage nicht so leicht geklärt wird.

  1. Sind wir beide viiiiiel zu schüchtern
  2. Sind noch Gedanken im Spiel, die eine Überwindung der Schüchternheit noch schwieriger macht (wenn ich weiß, dass er Priester werden will und Angst hat sich zu verlieben, dann werde ich mich noch eher so verhalten, dass er nicht die Chance bekommt sich zu verlieben. Das ist unheimlich schwer, es tut mir sehr weh, aber ich möchte ihn nicht in diesen Konflikt verwickeln)

Also ich bin nicht sicher, ob ihr mir überhaupt helfen könnt in dieser Situation. Aber ich wäre trotzdem dankbar für jeden Tipp.

Nur noch am Rande, woran ich fest mache, dasss er mich vielleicht mehr mögen könnte:

  1. Er sagt ich sei ein sehr angenehmer Mensch
  2. Er hat mir in letzter Zeit wirklich viele persönliche Dinge erzählt (ich bezweifel, dass sonst jemand aus unserem Freundeskreis ihn so gut kennt wie ich ihn jetzt kenne - er hat vor mir wirklich so offen gesprochen, dass ich ihm kaum noch glauben kann, dass er so schüchtern ist. Obwohl ich denke, dass es ihm nicht leicht gefallen ist)
  3. Er sagte mir, dass er Angst hat sich zu verlieben, weil er nicht gut unterscheiden kann zwischen Freundschaft und Liebe (in Bezug zu 2. würde ich behaupten, dass wir wirklich gut befreundet sind)
Freundschaft, verliebt sein, Christentum, Psychologie, Ehe, Glaube, Liebe und Beziehung, Liebe und Freundschaft, Priester, Schüchternheit, Vertrauen
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Katholische Pilgerreise ohne Trauschein im Doppelzimmer-ist das möglich?

Hallo ihr da draußen. Mein Verlobter und ich sind katholisch getauft, zur Kommunion gegangen und gefirmt. Der Termin für unsere (standesamtliche und kirchliche) Hochzeit ist im September 2019 (hat leider 2018 nicht geklappt mit der Terminfindung). Wir engagieren uns ehrenamtlich im Kirchenchor und im Heimat- und Kulturverein. Unsere Pfarrgemeinde organisiert 2018 eine 10-tägige Reise nach Rom. Wir sind nicht die ultrastrengen Katholiken und gehen auch berufsbedingt nicht jede Woche in die Gottesdienste (eher so 1-2x im Monat und natürlich an Feiertagen). Da mein Verlobter ein Haus geerbt hat haben wir Das saniert/sanieren lassen und sind im Oktober dort eingezogen. Unser Pfarrer findet diese "wilde Ehe" nicht gut und macht daraus auch kein Geheimnis.

Wir würden schon wahnsinnig gerne mit nach Rom fahren. Es wäre toll eine Reisegruppe zu haben wo man fast Alle kennt und direkt vor der Haustüre in den Bus steigen zu können. Wir fragen uns nur ob der Pfarrer damit einverstanden wäre, wenn wir ein Doppelzimmer nehmen. Einzelzimmer kosten 499 Euro Aufschlag und sind nur begrenzt verfügbar... Da das Haus bereits viel Geld verschlungen hat sind uns fast 1000 Euro mehr zu teuer.

Ich möchte eigentlich auch nicht mit jemand anderem in einem Zimmer schlafen sondern mit meinem Verlobten, weil ich mich da sicher fühle und am Ehesten auch gut schlafen kann.

War schonmal jemand in einer ähnlichen Situation und hat damit schon Erfahrung? Ich möchte mich nur zu gerne vor einer großen Enttäuschung bewahren.

Danke, dass ihr euch die Zeit nehmt meine Frage zu beantworten.

LG Rosalie

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8 Antworten
Was liegt alles in der Verantwortung des Priesters?

Ich habe mich gefragt, wie weit sich der Priester eigentlich für die Menschen, für die er da sein sollte, interessieren muss.

Früher z.B. gab es ja regelrechte Kontrollen, die von den Pfarrern in der gesamten Gemeinde durchgeführt wurden: ob man genug Glaubenswissen hat, ob man sonntags regelmäßig zur Kirche geht, ob man die Jahresbeichte abgelegt hat, ob man einen regulären Trauschein besitzt, und so weiter.

Kontrolle ist natürlich was anderes als echtes Interesse an Menschen. Allerdings habe ich heute eher den Eindruck, dass den Priestern vollkommen egal ist, wie es um die Leute in seiner Gemeinde steht.

Wenn man nicht selber aktiv auf den Priester zugeht, von selbst geht der nicht auf einen zu, macht auch keine Besuche, will auch keinen Namen wissen oder wie es den Gemeindegliedern geht.

Wenn man beichten will, ist der Priester nicht sonderlich begeistert, fragt auch nicht nach bei Unklarheiten. Und wenn man nicht gut beichtet, ist er auch nicht daran interessiert, Hilfestellung zu geben.

Wenn man heiraten will, macht er sich kein eigenes Bild von dem Paar. Und Jahre später stellen Ehegerichte fest, dass die beiden noch viel zu jung und unreif waren. Muss das erst ein fremdes Gericht feststellen, wenn doch der Priester die beiden vorher hätte kennenlernen sollen?

Wenn man ehrenamtlich in der Pfarrei aktiv sein will, selbst das scheint für den Priester eher eine Belastung als eine Unterstützung des Gemeindeaufbaus zu sein. Statt nach Möglichkeiten zu suchen, Neuzugezogene zu integrieren, stößt er Neue vor den Kopf, weil es angeblich keinerlei Raum mehr für Aktivität gäbe.

Also: Ist der Priester inzwischen nur noch ein Dienstleister und nicht mehr eine Bezugsperson für die Gemeindeglieder? Wäre wirklich traurig!!!

Wenn man

Religion, Kirche, Christentum, Beichte, Gemeinde, katholisch, Pfarrer, Priester, pastor
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