Ist die Einfachheit und die Demut Christi dem Pomp, dem Stolz und der Macht gewichen?

Seit 1929 betrachten die weltlichen Regierungen den Papst von Rom als Herrscher eines souveränen Staates, der Vatikanstadt. Die katholische Kirche kann also wie keine andere Religionsorganisation zu allen Staatsregierungen in der Welt diplomatische Vertreter entsenden. Nun sagte aber Jesus selbst 

(Johannes 18:36) „Mein Königreich ist kein Teil dieser Welt. Wäre mein Königreich ein Teil dieser Welt, so hätten meine Diener gekämpft, damit ich den Juden nicht ausgeliefert würde. Nun aber ist mein Königreich nicht von daher.“

Zusätzlich wurden dem Pabst viele Titel verliehen die ihn über alle anderen Gläubigen Menschen stellen. Er wird mit Pomp und feierlichem Zeremoniell umhergetragen, und man erweist ihm die einem Staatsoberhaupt gebührende Ehre. Grundsätzlich kann man diese besondere Aufwertung und Zurschaustellung auf die gesamte geistliche Klasse in den meisten christlichen und auch nicht christlichen Religionen übertragen. Man beachte jedoch, wie im Gegensatz dazu Petrus — angeblich der erste Papst und Bischof von Rom — reagierte, als ihm der römische Zenturio Kornelius zu Füßen fiel und ihm huldigte:

(Apostelgeschichte 10 : 25 ,26) „Petrus . . . hob ihn auf und sprach: ‚Steh auf; ich selbst bin auch ein Mensch‘ “ 

Die Einfachheit und die Demut Christi sowie der ersten Christen ist dem Pomp, dem Stolz und der Macht gewichen. Ist die Frage berechtigt, ob man von solchen Religionsorganisationen behaupten kann, sie wären die wahre Religion?

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Was hat der Vatikan in Rom, also die christliche Kirche derzeit vor?

Hatte man gestern auf dem Sender "ewtn", zunächst den sehr gute Gottesdienst aus dem Kölner Dom mitverfolgt, an welchen eine Übertragung des Angelus-Gebetes des Papstes vor den versammelten Gläubigen auf dem Petersplatz erfolgt war, dann fielen einem daran, kurz gesagt, zwei Dinge auf:

Zum einen das diesmal recht lange und dennoch auch zügig gesprochene Gebet, das erstmalig ein tatsächlich vertiefteres Beten des Papstes erkennen ließ, zum anderen auch die eher überraschende Ankündigung, dass es sich bei solcher Übertragung um eine letzte in diesem Jahr handele, da der Papst bis Weihnachten nun andere Dinge zu erledigen habe und daher nun voraussichtlich erst im nächsten Jahr bei uns wieder zur Verfügung stehen würde.

Erst mit den News vom heutigen Tag dann, zu erleben auch auf den Webseiten zum Thema (Vgl. News vom Papst), bestätigte sich einem, dass die Kirche in Rom nun wohl in einen weiterführenden Arbeitsprozess zu verfallen gedachte, der sich allen übrigen Themen an heutiger Politik in der Welt und bis in die Weihnachtszeit sowie jeweiligen Klärungen von solch oder daraufhin für allgemeinhin gültig erklärten, kirchlichen Seiten aus, widmen musste.

Doch warum? Teilte man u.U. neue Verfahrensweisen und -bereiche in aller Öffentlichkeit, da man sich selber womöglich ersteinmal abzugrenzen, gar auszunehmen hatte. Wollte man also vorallem endlich einmal wieder deutlichere europäische Bezüge, auch in Punkto Historie unterstützen oder ggf. im Sinne des genannten Gottesdienstes auf grundlegendste noch zu erfüllende Punkte der Kirche in den Ländern Südamerikas aufmerksam machen. Das hatte der Papst durch etliche Besuche an solchen, allerdings bereits recht gut getan.

Zu Abschluss des Rosenkranz-Gebetes, abgehalten in dem belgisch-französischen Wallfahrtsort Lourdes, das im weiteren Anschluss an jenes Programm gezeigt worden war, hieß es etwas modern und doch eine abrüstende Absicht erkennen lassend, schlicht: "Man nehme sich ersteinmal einen Panzer.". Dem zuvor bestach desweiteren ein älterer Prediger unserer christlichen Kirche in Deutschland, der zunächst das Leben nach Gussformen zu beschreiben verstand und danach auch durch einige weitere bestechende Worte. So hieß es: "Der Dornenbusch ist der Bibel nach entflammt und auch verbrannt, Maria aber, wird niemals innerlich verbrennen.". Wonach es zu einer hoffnungsvollen Überleitung an jene völlig weiße Marien-Staue im Felsmassiv von Lourdes kam, die dort eine schwarze Krone trägt.

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Was hat der Papst mit der Bibel zu tun?

Ich frage mich seit längerem, warum die Katholische Kirche sowas wie ein Papst überhaupt benötig, gibt es denn eine Bibel stelle was rechtfertig das Christen einen selbsternannten „Christi Nachfolger“ brauchen?

steht nicht in Matthäus 23:9 das es eigentlich verboten ist sowas wie ein Vater zu bezeichnen

"Und ihr sollt niemanden euren Vater heißen auf Erden; denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist“ (Matthäus 23:9)

Und falls einige von euch jetzt mit dem Argument ankommen, dass wir unsere Väter ja auch als „Vater“ bezeichnen, überlegt euch mal, dass es ja wohl ein großer Unterschied ist einen Vater, der biologisch von dir abstammt Vater zu nennen, als einem fremden der sich aus Christlichen Gründen, als den „Heiligen Vater“ betitelt.

zweiter Punkt: Wieso wird Maria (die Jungfrau) so sehr geehrt? Es wird gesagt, sie habe in unbeflecktem Zustand, also von der Erbsünde befreit, Jesus geboren. Finden wir davon irgendeinen Hinweis in der Bibel? Nein! Nach Apostelgeschichte 1finden wir Maria überhaupt kein einziges weiteres Mal erwähnt. Die Schrift gibt dieser Frau keine herausragende Stellung. Gott hat ihr die Gnade geschenkt, den Schöpfer Himmels und der Erde als Mensch gebären zu dürfen. Ansonsten zeigt uns die Schrift, dass sie Sünder war wie jeder andere Mensch und Jesus Christus als Retter brauchte. 

Die beichte einer Sünde kann laut der Bibel ja nur Gott vergeben und nicht irgendwelche Priester, oder der Papst. (Psalm 51:1-10; Lukas 7:48; 15:21; 1. Johnannes 1:8-9).

ich könnte noch so vieles erzählen über die ganzen heidnischen Symbolen die der Papst da ständig benutz, wie die Kreuze oder irgendwelche Bildern anzubeten, was ebenfalls gegen die Lehre ist, weil es eben Götzendienste sind (2. Mose 20:4; 3:17; 5. Mose 27:15; Psalm 115). Das sind aber erstmal die paar Beispiele die ich genannt habe, die eigentlich gegen die Lehre des Christentums ist, da frag ich mich dann aber MERKT DAS KEINER? Ich weiß die meisten Menschen vor allem in DE beschäftigen sich nicht viel mit dem Christentum, aber der „Papst“ sollte den doch zumindest wissen, wenn er ja das Christentum representative. Weiß er denn garnicht das Jesus sowas nicht befohlen hat, geschweige ein Nachfolger von Petrus?

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