Liebt der biblische Gott jeden?

Ich kenne mich nun mehr oder weniger gut mit der Bibel aus. Ich habe bis jetzt von allen Leuten gehört, das aus der Bibel klar hervorgeht, dass dieser biblische Gott alle Menschen liebt. Nun frage ich mich woher diese Hypothese kommt... ich finde wirklich keine einzige Stelle die das außer vielleicht, dass man seinen Nächsten lieben soll und damit auch oft Gott schließen könnte Punkt demgegenüber stehen tausend andere stellen:

- Maelachi 1,3: wo Gott sogar seinen Hass gegenüber einer bestimmten Person ausdrückt. Diese Stelle liegt uns nicht nur im Hebräischen, sondern auch im griechischen im Neuen Testament als Zitat vor.

- Jesus nennt sämtliche Leute, welche ein Problem mit seiner Lehre haben Schlangenbrut, Fuchs oder vom Teufel, während er gleichzeitig Beleidigungen ablehnt (Mt 5 oder 6). Was auch darauf schließen könnte, dass das Nächstenliebe Gebot für Gott nicht Gilt.

- ein gutes Stichwort, weil der nächste ist ganz klar eingegrenzt. Jesus wird sogar einmal gefragt, wer jener "nächste" sei. Er erzählt dann die Geschichte vom barmherzigen Samariter und begrenzt das somit auf die helfenden Menschen.

- in den Psalmen des Alten Testamentes, wird sehr gegen gottlose und Verbrecher ausgeteilt. In vielen Psalmen z.B. Psalm 101, wird sogar die Gemeinschaft mit diesen abgelehnt.

Von wo im Bibeltext kommt man darauf, dass der biblische Gott alle Menschen liebt?

Bitte achtet darauf, wie ich meine Frage gestellt habe und schreibt nicht andere Sachen.

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15 Antworten
Wieso schließt man sich einer Religion an?

Ich meine damit nicht, dass das in der Familie so ist und man eben darein geboren wurde oder so.
Vielmehr denke ich, dass es doch gar nicht mehr so richtig Zeitkonform sein kann. (Der Einfachkeit wegen beschränke ich mich jetzt nur auf Deutschland) Schließlich leben wir in einer Zeit, in der das menschliche Individuum höher geschätzt wird als je zuvor. Jeder soll sich selbst entfalten, es werden viel mehr Abweichungen der "Norm" geduldet, der Mainstream wird hinterfragt, die Wissenschaft erfährt immer mehr und so weiter.

Schließt man sich einer Religion an (egal ob, wirklich offiziell oder nur für sich persönlich in Gedanken), dann beschränkt man sich doch. Vor allem auch in seinem Glauben. Man "muss" dann das glauben, was der Glauben einem sozusagen vorschreibt. Mir ist bewusst, dass es auch etliche Abweichungen und Untergruppierungen der einzelnen größeren Religionen gibt.
Dennoch frage ich mich, ob es so sinnvoll ist, sich da festzulegen.
Oder wie es überhaupt möglich ist, sich festzulegen. Schließlich ist es doch so individuell und persönlich, was man glaubt, wie es nur sen kann. Und der Glaube kann sich doch auch mit der Zeit verändern, mit der Veränderung des einzelnen Menschen an sich.

Ich persönlich gehöre keiner Religion an. Aber das heißt für mich nicht, dass ich damit zwingend an die Wissenschaft glaube oder so. Bzw. eigentlich kann ich es selber gar nicht genau definieren, woran ich glaube, weil ich denke, dass das so komplex ist.
z.B. glaube ich schon daran, dass es noch was geben muss, wovon wir nicht mal träumen können. Mächte, die Unvorstellbares möglich machen usw. Die vielleicht auch die Erde geschaffen haben, das Universum, was weiß ich.
Ich meine mal gehört zu haben, dass es dafür auch eine "Glaubensrichtung" gibt, irgendwas mit Intelligent design oder so. Aber wenn man sich daran hält, beschränkt das doch auch bloß den Blick und das hält einen davon ab, wirklich das zu glauben, was man wirklich glaubt.

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22 Antworten
Sind Christen schon intolerant nur weil sie davon überzeugt sind, dass ihr Glaube der einzige Weg zur Rettung ist wie Jesus es schon klar ausdrückte?

Ich stelle immer wieder fest, wenn Christen ihren Glauben darlegen oder auf Fragen mit der Aussage antworten "Nur Jesus rettet" oder "nur die Bibel ist glaubwürdig" das dann sofort jede Menge User kommen und kritisieren man wäre intolerant weil man anderen Göttern die Glaubwürdigkeit abspricht.

Aus meiner Sicht muss man aber das Recht haben, seine Überzeugung klar vertreten zu dürfen solange man sachlich und höflich bleibt. Viele Christen und ich zähle mich dazu glauben, dass nur Jesus Christus der EINZIGE WEG zur Rettung und in den Himmel ist. Sollen wir nun diese feste Überzeugung ablegen und jedesmal betonen, dass es nur unser persönlicher Glaube sei? Muss man immer schwammig rumeiern nur um nicht anzustoßen?

Wenn andere Religionen oder auch Sekten hier auftreten und ihre "Wahrheit" bringen warum darf man dann als Christ nicht "Klartext" reden und sagen "Das sehen Christen anders" oder "Die Bibel sagt etwas anders"?

Mein FUNDAMENT ist die BIBEL und mein Glaube an Jesus Christus. Ich bin also Fundamentalist wenn es um Jesus Christus geht. Aber damit bin ich doch nicht automatisch intolerant. Ich spreche doch niemanden das Recht ab, etwas anderes zu glauben und wenn mir jemand vom Spagettimonster oder von Buddha oder wem auch immer erzählt, dann fühle ich mich doch nicht angegriffen sondern ich lass anderen das Recht zu glauben was man will. Behalte mir aber die Freiheit offen, meine Ansicht darzulegen. Wenn ich dann in einer Diskussion sage: Dein Buddha oder das Spagettimonster können dich nicht retten, dass kann nur Jesus. Ist das wirklich schon tolerant und im Rahmen der freien Meinung und Religionsfreiheit.

Eine Umfrage ist schwierig da es mehrere Optionen gibt und ich auch nicht vorgeben will was man antwortet. Was meinen Christen und Nichtchristen?

Darf man konsequent und klar seine Überzeugung vertreten und auch darlegen dass man überzeugt ist, nur Jesus Christus rettet oder wenn man kein Christ ist "Mein Glauben ist der einzige Weg zur Rettung" solange man sachlich bleibt und nicht persönlich wird oder ist das schon intolerant?

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