Kann es sein, dass Putin nie zum Kriegsverbrecher geworden wäre, wenn er mehr Bücher europäischer Geschichte gelesen hätte?

Diese Frage stellt sich mir, da ich im ZDF-Newsticker heute folgende Meldung finde:

Deutschland und Frankreich

Bundestag würdigt Freundschaft 

Zum 60-jährigen Jubiläum des Elysee-Vertrags haben Abgeordnete aller Parteien im Bundestag die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft hervorgehoben. "Unsere Freundschaft bleibt der Schlüssel für Frieden in Europa", betonte Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Am 22. Januar 1963 hatten der damalige Bundeskanzler Konrad Adenauer und Frankreichs Präsident Charles de Gaulle einen Vertrag unterzeichnet, der 18 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg die Aussöhnung der Länder besiegelte.

Hätte Putin aus dem damaligen Handeln von Konrad Adenauer und Frankreichs Präsident Charles de Gaulle nicht lernen können, wie man am besten vorgeht, um zu verhindern, von Nachbarstaaten überfallen zu werden?

Man bedenke: Was Putin - für sich selbst und für Russland - wohl auch durch allzu lückenhafte Geschichtskenntnis verspielt hat:

Putin hatte die Chance (und wäre in der Lage gewesen), Russland zu einer modernen Demokratie zu machen, die den USA ebenbürtig gewesen wäre und ebenso anerkannt als Partner aller wichtigen Staaten dieser Welt. Noch lange nach seinem Tod hätten die Geschichtsschreiber sich seiner erinnert als eines großen, wichtigen Politikers, der viel erreicht hat.

Leider hat Putin diese Chance verstreichen lassen, um lieber einer der größten Kriegsverbrecher zu werden, den die Welt je gekannt hat. Er hat sich entschieden, zu werden wie Stalin. Er kann uns nur noch leid tun und wird noch den Tod vieler Menschen verursachen: in und vor allem auch außerhalb Russlands.

Er hat Russland zu einem Schurkenstaat gemacht, und niemand weiß, auf wie lange Zeit Russland ein solcher bleiben wird auch noch lange nach Putins Abgang.

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Wohin wird Israels Weg unter Netanjahu führen?

Zusätzlich zu Netanjahus festem Willen, Israels Rechtssystem gegen großen Widerstand auf sich selbst und seine Ambitionen zuzuschneiden, scheint sich ja auch was die entschiedene Verurteilung von Angriffen Russlands auf Nachbarstaaten angeht, die Ukraine etwa, unter Netanjahu nichts Positives anzubahnen:

Israels neuer Außenminister Eli Cohen hat der Ukraine die Fortsetzung humanitärer Hilfe zugesagt. Ein Schwerpunkt liege dabei auf der Wiederherstellung der Energieinfrastruktur sowie medizinischer Ausrüstung, teilte Cohen am Donnerstag nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Außenminister, Dmytro Kuleba, mit.
Cohen hatte Anfang Januar bereits mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow telefoniert. Anschließend gab es Kritik an einem möglichen Kurswechsel Israels in der Ukraine-Politik. Darauf deuteten auch Äußerungen Cohens hin, dass sich die Regierung künftig weniger zum Konflikt in der Ukraine äußern werde. Israels wiedergewählter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu pflegte in seinen früheren Amtszeiten eine enge Beziehung zu Kremlchef Wladimir Putin.
Israel hatte Russlands Angriffskrieg in der Ukraine zwar mehrfach klar verurteilt. Insgesamt blieb das Land jedoch eher zurückhaltend und lehnt bislang auch Waffenlieferungen an die Ukraine strikt ab. Russland hat unter anderem großen Einfluss auf die Lage in Syrien. Israel will in dem Nachbarland verhindern, dass sein Erzfeind Iran und mit ihm verbündete Milizen wie die Hisbollah ihren militärischen Einfluss ausweiten.

Quelle: Meldung vom 19.1.2023 im Ukraine-Liveblog der F.A.Z.

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Wäre es nicht eine gute Idee, wenn die Staaten dieser Welt sich darüber einigen könnten, Kriege in Zukunft nur noch zu simulieren?

Die Möglichkeit hierfür scheint gegeben, wie aus folgende Pressemitteilung hervorgeht ( https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/china-koennte-bei-invasion-von-taiwan-unterliegen-18590887.html ):

Überraschendes Ergebnis von 24 Simulationen möglicher Kriegsverläufe: Im Fall eines Angriffs Chinas würde Taiwan „in den meisten Szenarien als demokratisch und unabhängig bestehen bleiben“, ergab eine Studie.  

Eine Invasion Taiwans würde für China wohl nicht mit einem Sieg enden und erhebliche Verluste für alle Kriegsparteien zur Folge haben. Das ist das Ergebnis eines am Montag veröffentlichten Berichts des Zentrums für internationale und strategische Studien (CSIS) in Washington. Laut dem Bericht, der auf 24 Kriegssimulationen basiert, würde Taiwan im Falle eines Angriffs Chinas „in den meisten Szenarien als demokratisch und unabhängig bestehen bleiben“. Der zu zahlende Preis wäre jedoch für alle beteiligten Staaten enorm hoch.

Wörtlich hieß es in dem Bericht: „Die Vereinigten Staaten und Japan verlieren Dutzende Schiffe, Hunderte Flugzeuge und Tausende Soldaten. Solche Verluste würden die globale Position der USA für viele Jahre schädigen.“

Die Chinesen würden demnach in den meisten der durchgeführten Simulationen zwei US-Flugzeugträger versenken. Zudem müssten die Vereinigten Staaten zwischen zehn und 20 weitere Kriegsschiffe als Verlust verkraften. 3200 amerikanische Soldaten könnten den Szenarien zufolge innerhalb von nur drei Wochen getötet werden.

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