Wissenschaft kann Fragen wie die, ob es ein Leben nach dem Tode gibt, ganz grundsätzlich nur aus physikalischer Sicht heraus beantworten, derzeit also gar nicht.

Schon die Frage, was Leben denn eigentlich genau ist, müsste vorweg geklärt sein (z.B. in Form einer Definition).

Wer sich nun aber vor Augen führt, dass unser Ich etwas sein könnte, das sich physikalisch darstellt in Form von Wellen im elektromagnetischen Feld, die unser Gehirn erzeugt, dem drängt sich schon die Frage auf, wie lange und wo überall jene Wellen präsent sein könnten auch noch lange nachdem das Gehirn, welches sie erzeugt hat, existiert. Schließlich können sie sich ja — in Abhängigkeit von ihrer Wellenlänge — auch weit über unseren Schädel hinaus ins Weltall hinaus ausdehnen.

Wer so denkt, dem sollte aber klar sein, dass unser Ich dann vielleicht nur noch als ein ständig kleiner werdender Rest seiner selbst den Tod des Gehirns überleben kann. Auch das führt wieder auf die Frage, welche Kriterien genau zu gelten haben, dass man überhaupt noch von Leben (bzw. vom Bewusstsein einer konkreten Person) sprechen kann.

Aus all dem folgt: Deine Frage ist ganz grundsätzlich sinnvoll nur beantwortbar relativ zu gewissen Annahmen, die man als erfüllt voraussetzen möchte, um von Leben sprechen zu können, das ein gewisses Ich auch noch zu Zeitpunkten weit über den Tod des entsprechenden Gehirns hinaus darstellt.

Der Biologe Rupert Sheldrake z.B. hat den Verdacht, dass jedes Gehirn gut vergleichbar sei mit einem Gerät (wie etwa einem Mobilfunktelefon), das elektromagnetische Wellen senden und empfangen kann. Das Gespräch, das sie darstellen, könnte gut vergleichbar sein mit dem Bewusstseinsinhalt einer Person, so dass dann im elektromagnetischen Feld zahlreiche Gedanken und Inhalte des Gedächtnisses von Lebewesen selbst dann noch präsent sein könnten, wenn jene Lebewesen längst verstorben sind: https://www.google.com/search?q=sheldrake1gegreit+Ged%C3%A4chtnis

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Wenn du in (oder in Nähe) einer Stadt wohnst, in der es eine Hochschule gibt, könnte es sich lohnen, dort an einem geeigneten Schwarzen Brett dein Anliegen kundzutun. Etwa in der Form:

Suche einen Studenten (z.B. der Informatik), welcher mir helfen kann, ein ganz konkrete App zu entwickeln. Was sie tun soll, ist ansatzweise schon spezifiziert.
Ich biete demjenigen als Gegenleistung ...

Du solltest nicht darauf bestehen, dass die Person, die du suchst, wirklich nur Informatiker ist. Es gibt viele Studenten anderer Ingenieurwissenschaften, die mindestens so gut programmieren können wie angehende Informatiker. (Ich kannte mal einen Chemiker, der sogar mit Assembler hervorragend umzugehen wusste).

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Überlege dir zunächst mal, in welchem Umfang dich interessiert, mit was allem erfolgreiche Software-Entwickler sich zu befassen haben: https://ggreiter.wordpress.com/2013/02/12/notwendiges-wissen-kompetenter-software-entwickler/

Ohne Abitur wirst du da nur wenig gute Berufsaussichten haben.

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Lies https://www.google.com/search?q=zfo%22Freier+Wille+%E2%80%94+nur+begrenzt%3F%22 .

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Weil jede Stringtheorie (wie eine Stringtheoretiker mir inzwischen versichert hat) nur Strings einer fest gewählten Länge L betrachtet. Meist wählt man hierfür die Plancklänge.

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Hugh Everetts Viele-Welten-Theorie ist einfach nur ein Denkmodell, welches jede Variante des Universums, die zu irgendeinem Zeitpunkt (aus Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft) als möglich erschien bzw. erscheinen wird, als eigenes Universum einstuft.

Über die wirkliche Existenz jener Universen ist damit aber noch rein gar nichts ausgesagt. Sie wird in jener Theorie einfach nur angenommen.

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Den bisher größten Schritt hin zu einer vereinheitlichten Theorie hat Prof. Felix Finster getan mit seiner Theorie kausaler Fermionensysteme:

  • https://arxiv.org/pdf/1605.04742.pdf
  • https://www.amazon.de/Continuum-Limit-Causal-Fermion-Systems/dp/3319420666

Sie stellt das bisher einzige in sich konsistente mathematische Weltmodell dar, aus dem sich durch Grenzwertbildung (im mathematischen Sinne) alle bisher bekannten physikalischen Theorien ergeben.

https://www.youtube.com/watch?v=mbKmrNHjPdM

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Lichtgeschwindigkeit ist nur die Obergrenze für Relativgeschwindigkeit, die sich gezielt per Beschleunigung erreichen lässt.

Indirekt — als Folge der Expansion des Raumes — kann es zu beliebig hoher Relativgeschwindigkeit kommen: Astronomen wissen, dass es jede Menge von Galaxien gibt, die sich eben jetzt von uns weit schneller als nur mit Lichtgeschwindigkeit entfernen.

Lies mehr dazu in https://www.gutefrage.net/frage/breitet-sich-das-universm-mit-ueberlichtgeschwindigkeit-aus#answer-293102495 .

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Was Sheldon deiner Meinung nach über Clowns in einem Paralleluniversum sagt, ist blanker Unsinn.

Das einzige Paralleluniversum, von dessen Existenz wir Menschen sicher wissen, ist die Region im Weltall, die hinter unserem Beobachtungshorizont liegt. Wir wissen, dass sie existiert, da ja der Expansion des Raumes wegen ständig ganze Galaxien aus unserem Universum (= dem Teil des Weltalls, den Menschen im Prinzip einsehen können) in jenes Paralleluniversum hinauswandern — und das sogar mit mindestens Lichtgeschwindigkeit relativ zu uns).

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Auch der Kosmologe Alexander Vilenkin ist dafür bekannt, dass er glaubt, bewiesen zu haben, das durch Menschen beobachtbare Universum existiere in den Weiten des Weltalls nicht nur einmal, sondern gleich unendlich oft. Daher, so argumentiert er, müsse auch jeder von uns irgendwo im Kosmos unendlich viele Doppelgänger haben.

Seine Argumentation aber ist nicht schlüssig, da sie zwei ganz gravierende Denkfehler enthält. Lies mehr dazu im Aufsatz

» Warum Vilenkins Argument nicht nachvollziehbar ist «

den Google dir findet.

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Es gibt keine organischen Atome (Elemente), es gibt nur organische Moleküle.

Genauer: Die organische Chemie wird häufig als die Chemie des Kohlenstoffes bezeichnet, da Kohlenstoff das Hauptelement ist. Die Elemente der organischen Chemie sind vor allem

Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff, Schwefel, Phosphor.

Es treten — in weit geringerer Menge — aber zudem noch andere Elemente in der organischen Chemie auf. So sind die Halogene Fluor, Chlor, Brom und Iod von Bedeutung. Selbst Metalle spielen eine gewisse Rolle, da sie für die Synthese wichtig sind.

Wenn ein physikalisches Objekt aus zahlreichen Teilobjekten besteht, kann es Eigenschaften haben, die keines der Teilobjekte haben kann. Man spricht dann von durch Emergenz zustandegekommenden Eigenschaften. Es sind dies Eigenschaften, die sich einzig und allein aus dem Zusammenwirken der Teile des Gesamtobjekts ergeben.

Leben beginnt dort, wo Materie — durch Emergenz — die Eigenschaft bekommt, auf Information zu reagieren (z.B. auf Veränderung ihrer Umgebung).

Wer sich nun aber vor Augen führt, dass ja im Prinzip sämtliche Materie auf Veränderung ihrer Umgebung reagiert (mindestens auf Schwankungen im überall präsenten Feld der physikalischen Grundkräfte), wird zum Schluss kommen: Im Prinzip ist wirklich alles — mehr oder weniger — belebte Natur.

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Jede physikalische Theorie ist nur ein Modell, welches versucht, das Verhalten der Natur beschreibbar und vorhersagbar zu machen.

Es hat keinerlei Einfluss auf die Natur (also auch keinen Einfluss auf das wirkliche Verhalten von Zeit oder Licht).

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Bei Raumausdehnung von Geschwindigkeit zu sprechen, macht keinen Sinn.

Man muss es ausdrücken wie folgt:

Ist N irgend eine positive Zahl, so wird derzeit jede Entfernung im Weltall, die das N-fache von 3,26 Mio. Lichtjahren beträgt, in jeder Sekunde um etwa 74 mal N km größer.

Die ältesten von der Erde aus gerade noch beobachtbaren Galaxien sind heute etwa 40 Mrd. Lichtjahre von uns entfernt. Damit ist die Geschwindigkeit, mit der sie sich heute von der Erde entfernen, um fast genau den Faktor 3 größer als die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum.

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Jeder Himmelskörper hat einen Raum um sich, den man seine Hillsphäre nennt ( https://de.wikipedia.org/wiki/Hill-Sph%C3%A4re ).

Darin können sich um diese Himmelskörper kreisende kleinere Himmelskörper finden (die man dann seine Monde nennt).

Der ursprüngliche Himmelskörper kann dabei alles sein: Ein Schwarzes Loch, ein Stern, ein Planet oder auch Mond eines Planeten oder eines Mondes irgendeines beliebig kleinen Himmelskörpers.

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Unsere bisher genaueste Beschreibung des gesamten Inhalt unseres Universums (= des gesamten Weltalls) liefert die Quantenfeldtheorie (QFT).

Ihr zufolge ist letztlich jeder Gegenstand — sei es ein ganz großer, ein Stern etwa, oder einfach nur ein Elementarteilchen wie etwa das Elektron — nur stark lokalisierter Wellenberg im das ganze Universum durchdringenden Feld der physikalischen Grundkräfte.

Wirklich unteilbar sind demnach nur die einzelnen harmonischen Wellen, deren Summe die gesamte Materie ist.

Wenn du mir nicht glaubst, dann höre dir zunächst die Antwort des theoretischen Physikers David Tong in

https://youtu.be/QUMeKDlgKmk

an (Min 0:15 bis 1:45) und dann den ganzen Vortrag, in dessen Anschluss jene Frage gestellt wurde, deren Antwort klar bestätigt, was ich sage:

https://youtu.be/zNVQfWC_evg

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Was du vermutest, ist richtig: Die Farben von uns betrachteter Objekte entstehen erst in unserem Bewusstsein.

Genauer: Ein Objekt zu sehen bedeutet, dass von ihnen abgestrahltes Licht den Sehpurpur in unseren Augen erreicht. Dieses Licht ist einfach nur schwankendes elektromagnetisches Potential (ganz so, wie jede Wasserwelle nur schwankendes Wasser ist). Die Frequenz solcher Wellen wird durch unser Gehirn umgesetzt in Frabeindrücke. Wahrgenommene Farbe ist somit reine Illusion.

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