Warum bin ich noch so kindisch, wie kann ich endlich erwachsen werden?

Ich bin m, 21 Jahre alt.

Heute z.B. sind wieder ein paar bürokratische Probleme auf mich zu gekommen, wegen dem Studium. Und ich bekomm dann halt immer richtig Bauchschmerzen und würde am liebsten ins Bett und von der Welt nichts mehr mitkriegen.

Ich muss auch, wenn ich unterwegs bin oft an mein Bett denken und dass es da so gemütlich ist. Und ich habe auch noch ein altes Kuscheltier aus meiner Kindheit und denke dann manchmal: "Ach, wenn XY doch hier wäre..." oder: "Ach, wenn ich doch beim XY wäre..."

Die Welt "da draußen" ist für mich immer so ein bisschen die "kalte, ungemütliche Welt".

Ich hab auch immer Angst, fremde Menschen irgendwie um Hilfe zu bitten. Weil ich den Menschen nicht auf den Keks gehen möchte oder denke, dass die mir eh nicht helfen. In der ZEIT gibt es eine Rubrik, wo sich Leute immer wieder über ihren Beruf auslästern. Und da lästern sich halt oft Leute aus, die ständig um Hilfe gefragt werden. Deshalb traue ich mich nicht, um Hilfe zu fragen, weil ich die Leute nicht nerven möchte.

Ich fühl mich halt oft irgendwie einfach so aufgeschmissen und allein.

Dass ich in den letzten Jahren auch schon oft Bewerbungen geschrieben habe und stets abgelehnt wurde, hat mein Seltvertrauen noch zusätzlich zerstört.

Manchmal will ich am liebsten, dass meine Mutter einfach alles für mich regelt...

Ich hatte mit ner Bekannten jetzt auch mal über Sexualität gesprochen und da ist mir auch wieder aufgefallen, dass ich auch da einfach noch extrem kindisch bin. Am liebsten will ich einfach nur kuscheln. Ganz normaler Sex vielleicht, wenns drauf ankommt. Aber alles andere finde ich eklig, das will ich nicht.

Andere reden oft von "Partizipation" und davon, dass ich endlich erwachsen werden müsste. Und ich möchte es ja gerne, aber es funktioniert einfach nicht.

Am aller glücklichsten bin ich einfach, wenn ich abends im warmem Bett liege und kurz vergesse, dass morgen früh wieder alle Sorgen in meinen Magen schlagen.

Viele sind vom Schlafen genervt, weil sie da nicht aktiv sein können. Ich finde schlafen eigentlich das Schönste vom Tag - da hat man keine Sorgen.

Was mittags von mir verlangt wird, ist mir eigentlich relativ egal. Aber wenn es ans schlafen geht, entweder, dass ich durch das Studium erst spät ins Bett komme oder durch das Studium früher aufstehen muss, da werd ich echt traurig und bin genervt.

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Warum hab ich Schwierigkeiten mit dem erwachsen werden?

Hallo,

bevor ich mein Problem schildere, ich kann sehr schlecht über dieses Thema reden, weil es mich sehr sehr traurig macht.

Also ich bin im Moment 14, und bin halt in der Entwicklung Jugendlicher und dann auch mal Erwachsener zu werden. Mein Problem ist, ich will es nicht. Ich würd gerne immer so bleiben wie jetzt, kann es aber natürlich nicht. Ich weiß, dass wenn ich älter werde, dass ich immer weniger Zeit mit meinen Eltern verbringen kann, obwohl ich für immer gerne so viel Zeit wie jetzt verbringen würde, z.B. Spiel ich mit meinem Vater immer mit so nem Stoff Fußball, ich würde es so gerne für immer machen, aber ich weiß dass es leider so ist, und darauf komm ich einfach nicht klar.
Hier muss ich tatsächlich eine Pause machen, da ich so sehr Weine…

Oder ich will auch weiterhin einfach so bleiben wie jetzt. Ich weiß dass ich bald anfangen werde zu Arbeiten, und dass ich viel weniger Zeit für mein Privatleben haben werde, und dadurch auch weniger mit meiner Familie machen kann. Aber ich merke es schon, ich fühle dass ich immer weniger mit ihnen machen will, weniger als vor einem Jahr.

Ich weiß ich kann es nicht stoppen, aber ich will mir weniger Sorgen machen können, ich will mir nicht Sorgen machen müssen, wann es vielleicht mal so enden wird. (Ich muss erneut Weinen…)

Ich will eigentlich nur Wissen, wie ich weniger Angst davor haben kann, älter zu werden.

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Wo kann man lernen, erwachsen zu werden?

Ich bin unselbstständig, da meine Mutter mir trotz mehrfacher Bitte nicht beigebracht hat, wie man selbstständig wird. Einen vater habe ich nicht.

Ich will wissen, wie man professionelle Emails und Briefe schreibt. Wie man einen Ausbildungsplatz kriegt und wie man Bewerbungen schreibt. Wie man mit Bürokratie zurechtkommt. Wie man einen Computer mitsamt Microsoft bedient. Wie man eine Steuererklärung macht, etwas repariert und allgemein, wie man eben erwachsen und selbstständig ist.

Ich habe mal eine Helferin bekommen, da ich Autistin bin. Sie hat alles für mich erledigt, dabei will ich doch, dass mir jemand was beibringt. Ich brauche einen Lehrer, der mir beibringt, selbstständig zu sein. Ich WILL und ich KANN lernen, niemand will mir es beibringen, da man denkt, dass ich es nicht kann. Ich habe mir fast alles im Leben selbst beigebracht, aber niemand glaubt an mich. Ich will nicht, dass man für mich übernimmt, ich will, dass man mir beibringt, damit ich selber Verantwortung tragen kann und Pflichten erfüllen kann. Ich bin in meinen 20ern und sollte es mal langsam können.

Ich bin auch mal in einer behinderten WG gewesen, da übernehmen auch die 'Erzieher' jede Verantwortung, anstatt es mir beizubringen.

Im Internet finde ich oftmals total uneinige Aussagen, deswegen vertraue ich Tutorials nicht. Sie haben mir zu viel Unsinn beigebracht und nur Probleme gebracht.

Gibt es vielleicht kostenlose Kurse, wo man alles lernt, was ein Erwachsener können muss?

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Gibt es Menschen, für die es einfach keine Bestimmung gibt?

Als ich vor knapp 5 Jahren die Realschule abgeschlossen habe, wusste ich noch nicht, was ich mit meinem Leben machen soll und habe deshalb FOS gemacht. Auch danach wusste ich noch nicht weiter und habe deshalb ein FSJ gemacht. Dieses FSJ hat mir sehr große Freude gemacht und am liebsten hätte ich dieses FSJ für den Rest meines Lebens gemacht.

Also habe ich mir überlegt, welcher Beruf dem am nächsten kommt und habe mich für Pastoralreferent entschieden. Mit dem Gedanken, endlich meine Bestimmung gefunden zu haben, habe ich mich im Herbst 2020 in die Theologische Fakultät eingeschrieben.

Seitdem geht es allerdings kontinuierlich bergab. Nicht nur, dass die Fakultät schließen muss. Ich fühle mich auch den Ansprüchen immer weniger gewachsen. Der Leistungsdruck wird immer stärker. (Nächtes Semester 9 Prüfungen!).

Hinzu kommt eine immer kritische werdende Haltung zur Lehre der Kirche. Ein sich fremd fühlen in dieser Welt. Als ich dann heute morgen ein wichtiges Gespräch verpasst habe, was meinem Ruf nachhaltig schädigt, war das für mich ein bisschen das Zeichen, dass das wirklich einfach nicht sein soll.

Und wenn ich daran denke, bald in einer anderen Stadt studieren zu müssen, bekomme ich jetzt schon arges Heimweh.

Im letzten Personalgespräch wurde mir eine gewisse theologische Unreife vorgeworfen und ich glaube, Unreife trifft es generell sehr gut.

Ich bin innerlich noch nicht viel weiter als vor 5 Jahren. Ich verspüre immer noch keinen Berufswunsch in mir. Nur, dass ich es langsam nicht mehr verdecken kann. Ich MUSS mich jetzt für etwas entscheiden.

Falls ich das Theologiestudium abbreche und mich vom Leistungsdruck und von der dogmatischen Engstirnigkeit befreie, stellt sich nämlich die große Frage: Was nun?

Und ich weiß es einfach nicht. Nichts lockt mich und für nichts bin ich geeignet.

Ich hab zwei linke Hände und bin ein Schwächling. Handwerk scheidet also aus. In Mathe hatte ich im FOS eine 5. Kaufmann scheidet also ebenso aus, zumal mich die strenge, spießige Büroatmosphäre ebenfalls abstößt.

Vermutlich bin ich ein künstlerischer Freigeist, der sich keiner Autorität so recht verpflichten will, mit dem großen Nachteil, dass ich kein Künstler bin.

Und die Kluft zwischen dem, was ich in mir fühle und dem, was ich sein muss, wird immer größer. Die Arbeitswelt ist immer so kalt, arrogant und lieblos. (Sogar wörtlich kalt).

Schon früh hab ich mich gegen das Erwachsene gewehrt. Ob die Ablehnung eines Handys bis in die 8. Klasse oder das Wehren gegen den Führerschein bis es nicht mehr ging. Ich wollte nie erwachsein sein. Aber jetzt muss ich es und kann es doch nur spielen.

Ich könnte noch viel mehr in die Tiefe gehen, aber es geht nicht.

Was denkt ihr über all das?

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unbeschwert sein?

Wie bei diesem täglichen Stress von Schule, Freunde, Familie, overthinking, Langeweile und und und...? Ich glaube das ist aber alles in meinem Kopf und ich zerstöre mich selbst und alle um mich herum.

Ich bin 15 und muss "erwachsen sein" meine Pflichten erfüllen, an meine Zukunft denken, Verantwortung übernehmen u.s.w. Ich will einfach die Zeit stoppen. Ich will wieder Kind sein. Einfach Frei von dem ganzem-erwachsen-sein Zeug sein.

Das Ding ist ich bin auch erst 15 und die richtigen Probleme werden erst noch kommen, da bin ich mir sicher. Aber ich habe Angst. Ich bin jetzt schon mit allem überfordert. Der einzige Ort wo ich frei bin ist meine Heimat wo ich jede Sommer- und Winterferien verbringe. Und eigentlich sage ich mir immer "kein Stress das wird schon" , versuche die Dinge nicht ernst zu nehmen und mein Kopf frei zu halten. Das funktioniert manchmal aber auch nur in dem Moment. Wenn ich dann alleine in Ruhe bin denke ich über alles nach, bin unzufrieden mit allem, meinem Leben und mit mir selbst und ich kenne den Grund nicht mal. Ich hasse mich dafür weil ich eigentlich alles habe was man sich wünschen kann. Tolle Familie, paar Freunde, Hobbys, einen Hund, und auch alles materielle.

Bitte sagt mir was mit mir nicht stimmt ich will einfach Spaß an den kleinen Dingen haben und nicht ständig über alles nachdenken und das schon seit 4 Jahren. Früher war es aber noch auszuhalten weil ich ein Kind war und noch nichts von der Welt wusste. Ich HASSE es erwachsen sein zu müssen. Ich weiß das muss so aber gibt es einen Weg es zu genießen? Ich will nicht 30 sein und mir denken: "Scheiße Mädchen wieso hast du deine Jugend nicht genossen?"

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Angst erwachsen zu werden?

Ich bin zurzeit noch 17, werde in einem Monat 18 & mir wird jetzt erstmal klar, dass meine Kindheit & Jugend jetzt vorbei ist.
Aber ich habe irgendwie extrem angst davor, bzw. fühl ich mich bei dem Gedanken jetzt erwachsen zu sein sehr sehr unwohl.
Ich habe bis vor kurzen irgendwie echt nie realisiert, dass ich irgendwann erwachsen sein werde & konnte mir nicht vorstellen wie das ist.
Ich habe auch noch keine Ziele für meine Zukunft, bin auch total unselbstständig & einfach noch nicht bereit dafür.
Die letzten 4 Jahre sind auch so schnell vorbei gezogen, das ich das Gefühl habe mich in dieser Zeit auch garnicht weiter entwickelt zu haben.
Ich fühle mich noch immer so wie 13, oder 14, aber jetzt werde ich langsam als erwachsen angesehen.
Mir werden Dinge gesagt, wie "du musst doch mal selbstständiger werden, in deinem Alter hatte ich schon eine eigene Wohnung" usw.
Außerdem habe ich deswegen auch extreme Angst vor der Zukunft, weil ich gefühlt noch auf dem Stand von einer 13 Jahre alten Person bin, habe ich Angst, dass ich mich auch in den nächsten Jahren nicht mehr weiterentwickle & dann aber als eine richtige erwachsene angesehen werde.
Irgendwie wäre ich gerne wieder 11, oderso & ich beneide auch 11 bis 12 Jährige, wenn ich sie sehe
Aber man kann die Zeit leider nicht zurückdrehen & damit komme ich nicht klar.
Ich bräuchte denke ich mal gute Ratschläge, wie ich damit umgehen soll.
Vielleicht sind ja hier auch einige ältere Nutzer, die mich überzeugen können, dass das schöne Leben mit 18 nicht vorbei ist.

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