BÜCHNERS DEFINITION VON ZWECK ERKLÄRUNG? :)?
  • Meiner Auffassung nach sagt er, dass es keinen Zweck gibt und alles für sich existiert
  • TEXTQUELLE:

in seiner Probevorlesung aus dem Jahre 1836 Uber Schädelnerven setzt sich Büchner mit dem Begnff der Teleologie auseinander und erläutert dabei seine eigene Vorstellung von Wissenschaft

Die teleologische'Methode bewegt sich in einem

ewigen Zirkel, indem sie die Wirkungen der Organe

als Zwecke voraussetzt. Sie sagt zum Beispiel: SollZweckes, und so macht sie auch ebenso natürlich ben

das Auge seine Funktion versehen, so muss die Hornhaut feucht erhalten werden, und somit ist eine Tränendrüse nötig. Diese ist also vorhanden, damit das Auge feucht erhalten werde, und somit ist das Auftreten dieses Organs erklärt; es gibt nmichts weiter

zu fragen. die entgegengesetzte Ansicht sagt dage-

o gen: Die Tränendrüse ist nicht da, damit das Auge feucht werde, sondern das Auge wird feucht, weil eine Tränendrüse da ist, oder, um ein anderes Bei- spiel zu geben, wir haben nicht Hände, damit wir greifen können, sondern wir greifen, weil wır Hände haben. Die größtmögliche Zweckmäßigkeit ist das

jeder Frage einen progressus in infinitum

Die Natur handelt nicht nach Zwecken, sie reibt sich nicht in einer unendlichen Reihe von Zwecken auf. von denen der eine den anderen bedingt; sondern sie ist in allen ihren Außerungen sich unmittelbar selbst genmug. Alles, was ist, ist um seiner selbst willen da

Aus: Büchner, Georg: Sämtliche Werke und Briefe– Historisch Manchen: Hanser Verlag 1979, S.236

1teleologisch: von gniech telos: Zweck

Aufgaben

Dyo/Cankro

1 E r l ä u t e r n in eigenen Worten Büchners Definition von „Zweck

Diskutieren ie, welche Konsequenzen diese Auffassung für Büchners Literaturverständnis haben könnte

3Der Literaturwissenschaftler Hans Mayer stellt folgende These auf

...J auch das Geringste, auch Woyzeck „ist um seiner selbst willen da' und muss so, nur so genommen werden, ohne alle Frage nach Sinn oder Moral. So erklänt sich das Mitleid, das bestehende Zustände be

klagt und verdammt, aber hinnimmt, denn auch sie tragen „thren Zweck in sich

Zitat aus: Mayer, Hans: Georg Büchner und selne Zeit. Frankfurt a M./Berlin: Suhrkamp Verlag

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