Deutschland Permanenter Sitz im Sicherheitsrat der UN?

Stimmt es das Deutschland eine Chance auf einen Permanenten Sitz im Sicherheitsrat der UN hatte ?

Die USA sollen Deutschland vorgeschlagen haben und allen anderen Länder waren wohl entweder dafür oder haben sich enthalten.

Dort sitzen ja eigentlich nur die mächtigsten Länder.

Diese Position bietet ja auch ziemlichen Politischen Einfluss ( Vetorecht etc. )

Ist Deutschland politisch so wichtig und Mächtig ?

1997 fand die letzte Sitzung der sechsjährigen Verhandlung statt. Der Text für die Reform war fertig. Die Protagonisten lobbyierten weltweit für die Umsetzung. Auch mit Russland und China war es abgesprochen. Beide hätten sich nicht widersetzt, bestenfalls der Stimme enthalten. Der finale Beschluss erfolgte auf dem Gendarmenmarkt in Berlin, wo der Erfolg entsprechend gefeiert wurde.

Doch am Morgen nach der Feier meldete sich der amerikanische Verhandlungsführer. Er kündigte seine sofortige Abreise an. Pleuger fragte ihn: "Wieso? Was ist los?". "Das müsstest Du selbst am besten wissen", entgegnete ihm der US-Diplomat. Pleuger wusste zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass kurz zuvor Helmut Kohl persönlich die Sache abgeblasen hatte. Kohl wollte sich nämlich "nicht in alle Händel der Welt einmischen müssen".

CHANCEN FÜR IMMER VERTAN

Die schwer enttäuschten USA ließen Deutschland damals unmissverständlich wissen, dass es nie wieder mit amerikanischer Unterstützung in dieser Frage rechnen dürfe.

https://www.diplomatisches-magazin.de/artikel/wie-deutschland-einen-staendigen-sitz-im-un-sicherheitsrat-verspielte/

Deutschland, Politik, Uno, Vereinte Nationen, Helmut Kohl, Sicherheitsrat
Ich verstehe den Text nicht. Bestandsaufnahme der UNO?

Ich verstehe einfach nicht, worum es hier geht. Kein einziges Wort. Null. Egal wie oft ich diesen Text lese, den Zusammenhang verstehe nicht. Worum geht es hier?

Die Analyse der UNO erfolgt in der Regel vor dem Hintergrund ihrer Möglichkeiten und Potenziale der Einrichtung völkerrecht- licher Ideale auf der einen, sowie deren Begrenzungen auf der anderen Seite. Insbesondere geht es um die umfassende Beteiligung und Vertre- tung der „Weltgesellschaft“. Dabei wird von einem Repräsentationsmodell ausgegangen, dessen präzise Ausgestaltung das Feld der politischen Auseinander- setzung bildet. Modi der Verteilung der Rechte und Entscheidungsbefugnisse der UN-Vollversammlung oder der Machtausstattung des Sicherheitsrates wer- den im Mittelpunkt der Auseinandersetzung danach befragt, ob aus den jeweilig gültigen Verfahren ein umfassender Vertretungsanspruch der UN abgeleitet werden kann. Der hier aufklaffende Widerstreit zwi- schen der Geltung verallgemeinerbarer völkerrecht- licher Standards und der Faktizität kultureller, reli- giöser, ökonomischer und weiterer Konfliktlinien wird in der Regel in Fluchtlinien aufzuheben ver- sucht. Die UN als repräsentatives Organ wird entspre- chend auch vor dem Hintergrund der Reformdebatte als Möglichkeit einer dauerhaften Institutionalisie- rung der Weltgesellschaft anvisiert. Aktuelle Defizite könnten – so die implizite Hoffnung – auf Zeit gestellt sein und nach dem Kantischen Diktum vom ewigen Frieden mit der zunehmenden Demokratisierung der Weltgesellschaft nach und nach beseitigt wer- den. Diese Zielprojektion kann in der Vorausnahme ihres Erfolges in der Jetzt-Zeit bereits als einzulösende Vision politisch in Dienst genommen werden – um
etwa völkerrechtlich schwierige Interventionen und Friedensmissionen zu rechtfertigen.
Vor dem Hintergrund dieser Blaupause des Zu- schnitts der UN geraten die systematischen Grenzen der Möglichkeit einer umfassenden Vertretung der Weltgesellschaft teilweise aus dem Blick.
Grenzen bestehen in einem grundsätzlichen Sinne in der Undarstellbarkeit der Welt und dem sich daraus ergebenden notwendigen Scheiterns eines umfassenden Repräsentationsanspruchs. Es lassen sich zwar nach spezifischen Gesichtspunk- ten Schlaglichter auf die Welt werfen, wie dies z.B. in zahlreichen kartografischen Projekten versucht wird (M 1, M 2). Vor dem Hintergrund einer ohne- hin systematischen Problematik der Unmöglichkeit einer exakten Abbildung (M 3) lassen sich diese Mo- mentaufnahmen aber nicht zu einer „Weltkarte“ ver- dichten.
Dies ist nicht zuletzt dem Umstand geschuldet, dass das Welt-werden, die Globalisierung nur als in sich komplexe, polymorphe und mindestens ambi- valente Bewegung erfassbar ist, die sich von einem allzu einfachen Zuschnitt von Vielheit unterschei- det – als begriffliche Alternativen wurden zuletzt u. a. „Widerstreit“ (Lyotard), „Antagonismus“ (Jame- son), „Ambivalenz“ (Baumann) oder „Agonismus“ (Mouffe) diskutiert.
Deutsch, Schule, Sprache, Politik, Text, Uno, Philosophie und Gesellschaft

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