Kann Schwefelsäure aus Wasserstoff und Kupfersulfat hergestellt werden?
  • Auf diese Idee bin ich gekommen, als ich mich mit der elektrochemischen Spannungsreihe und Redox Reaktionen beschäftigt habe. Diese Themen besagen, dass, wenn ich ein unedles Metall (z.B. Magnesium) in eine nichtoxidierende Säure (z.B. Salzsäure) gebe, es zu einer Reaktion kommt. Das liegt daran, dass der Wasserstoff in der Spannungsreihe weiter rechts eingeordnet ist als Magnesium und somit edler ist. Die von der Säure dissoziierten H+ Ionen sind also in der Lage, Magnesium zu oxidieren. Dabei werden sie selbst reduziert und elementares Wasserstoffgas entsteht.
  • Würde man aber ein Metall verwenden, welches edler ist als der Wasserstoff, also weiter rechts in der Spannungsreihe eingeordnet ist (z.B. Kupfer), sind die H+ Ionen demzufolge nicht dazu in der Lage, es zu oxidieren, und verbleiben somit im Ionenzustand.
  • Deshalb bin ich auf die Idee gekommen einen Versuch aufzubauen, bei dem bereits Kupferionen vorliegen und man elementaren Wasserstoff (statt in Ionenform bei einer Säure) hinzufügt. Also wie bei Salzsäure und Kupferblech, nur das die Zustände vertauscht sind. Beispielsweise könnte man Wasserstoffgas langsam einer Kupfersulfatlösung hinzufügen. In der Theorie müssten die Cu²+ Ionen den Wasserstoff, der ja unedler ist, zu H+ Ionen oxidieren. Die Cu2+ Ionen müssten selber zu elementarem Kupfer reduziert werden. Demnach wäre die Gesamtreaktion:

H2 + Cu²+ + [SO4]²-

—> 2H+ + Cu + [SO4]2-

Somit hätte man mit Wasserstoff und Kupfersulfat Schwefelsäure (H2SO4) hergestellt. Daher meine Frage: Hat meine Theorie einen Haken oder Fehler, den ich übersehen habe?

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