Softwareentwickler - Gehalt als Quereinsteiger (Master of Arts)?

Hallo ihr Lieben,
ich bin ein 28 jähriger Werkstudent (Java Entwickler), der für ein kleines Unternehmen arbeitet. Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß und die Firma will mich, sobald ich meinen Master in der Tasche habe, übernehmen.

Ich bin aber ein totaler Quereinsteiger und mit Quereinsteiger meine ich nicht Physiker oder Ingenieur sondern Geisteswissenschaftler mit einem Bachelor in Geschichte und Latein. Momentan mache ich einen Master in einem Studiengang den man vielleicht als "Informatik für Geisteswissenschaftler" bezeichnen könnte. (Wobei es inhaltlich mit Informatik als Wissenschaftsdisziplin so gut wie nichts zu tun hat). https://de.wikipedia.org/wiki/Digital_Humanities

Im März soll ich übernommen werden und ich habe keine Ahnung was ich als Gehaltsvorstellung angeben soll. Mein Studium legt den Schwerpunkt auf moderne Softwareentwicklung und besteht grob gesagt aus 2 Semestern Mathe (Lineare Algebra/Statistik) und 2 Semestern Softwareengineering (OOP/Testverfahren/Komplexitäten/Softwareprojektplanung etc..) - begleitet von Programmierkursen in Java/Python und ein bisschen C++.

Im Grunde geht es darum uns zu Softwareentwickler für den Kultursektor auszubilden (Bibliotheken/Archive/Museen). In diesem Zusammenhang lag der inhaltliche Schwerpunkt u.a. auf Semantic Web, Auszeichnungssprachen, Elasticsearch, SQL/noSQL ). Da der Markt bzgl. Softwarelösungen für Kultureinrichtungen äußerst beschränkt bzw. praktisch inexistent ist (da größtenteils staatlich kontrolliert), will ich meine ersten beruflichen Erfahrungen in der freien Wirtschaft sammeln.

Meine Fragen lauten daher:
-Wären 39000€ Jahresgehalt für einen Quereinsteiger mit einem Master of Arts ok?
Firma: 150 Mitarbeiter, Bilanzsumme <5Mio

-Wie viel zählt der Abschluss nach 5 Jahren Berufserfahrung noch? Kann ich zukünftige Gehaltsvorstellungen allein von meiner Leistung und Berufserfahrung ableiten um nicht mehr als Quereinsteiger wahrgenommen zu werden?

-Wäre es sinnvoll nur des M.Sc wegen ein Fernstudium berufsbegleitend zu absolvieren?
(Ich habe den nicht konsekutiven Masterstudiengang "Praktische Informatik" an der Fernuni Hagen auf dem Schirm).

Ich freue mich auf eure Antworten
Liebe Grüße

Schule, geisteswissenschaften, Quereinsteiger, Softwareentwicklung, Ausbildung und Studium, Wirtschaft und Finanzen, Beruf und Büro
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Arbeit als Geisteswissenschaftler?

Hey Community! Ich richte mich mit einer beruflichen Frage an euch. Im kommenden Semester schließe ich mein Bachelorstudium in Geschichte und Archäologie ab und habe Probleme bei der Jobsuche, wie so viele meiner Kommilitonen auch. Ich versuchte schon oft mich über die Möglichkeiten zu informieren, doch stoße ich Aufgrund meiner Studienwahl oft auf Unverständnis im Sinne von "du wusstest ja vorher das es da keine Jobs gibt", selbst bei beratenden Ämtern stieß ich auf solche Kritik anstelle von wirklich hilfreichen Antworten. In den meisten Foren im Internet laß ich solche ähnlichen Antworten.
Auch durchsuchte ich im Internet die Jobanzeigen, doch sind dort die Erwartungen echt hoch, wie wohl aktuell in so vielen Firmen, etc. Am besten bereits promoviert mit 4 Jahren Berufserfahrungen.

Gibt es hier Leute die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, bzw. bereits "Lösungsversuche" dafür haben?

Mein Plan ist prinzipiell nach dem Bachelor ein wenig im Fachbereich zu Arbeiten, um mir den Master zu finanzieren, doch scheint mir das im endlosen Wald der Anzeigen für Volontariate und unbezahlte, auf ein halbes Jahr befristete Stellen für Hilfskräfte unmöglich. Auch im archäologischen Fachbereich gibt es fast nur unbezahlte Praktika oder unbezahlte Tätigkeiten als "Grabungshelfer".

Freilich ist das ein Problem für viele Geisteswissenschaftler, doch meine ich, das es für dieses Problem doch eine Lösung geben muss. Bisher dachte ich an Anstellungen in Museen, Archiven, Erwachsenenbildungseinrichtungen, Verlagen und. Co. Gibt es vielleicht aussergewöhliches, was man mit einem Studium der Geschichte "erreichen" kann?

Ich bin echt ratlos und demotiviert, da ich denke ich habe alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen. Danke im Vorraus.

Arbeit, Schule, Job, Geschichte, Archäologie, geisteswissenschaften, Jobcenter, Jobsuche, Universität, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
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Mord auf North Sentinel Island - ethische und moralische Bewertung?

Sicher haben manche von euch schon von North Sentinel Island gehört. Das ist eine Insel im indischen Ozean die formal zu Indien gehört. Das besondere an dieser Insel ist dass sie einen der letzten Orte dieser Welt darstellt an dem Menschen leben die absolut keinen Kontakt zur modernen Zivilisation haben.

Nun kommt das aber nicht von ungefähr sondern daher, dass die Inselbewohner jeden Kontakt aggressiv ablehnen und das Betreten der Insel eine Gefahr für Leib und Leben darstellt. Deshalb ist es auch strengstens verboten. Heute war in den Nachrichten zu lesen dass ein amerikanischer Tourist dieses Verbot missachtet und die Insel betreten hat. Er wurde daraufhin von den Insulanern mit Pfeilen getötet.

Meine Frage ist nun, findet ihr die Tötung des Touristen ist als klarer Mord anzusehen und zu ahnden, und würdet ihr das aufgrund der besonderen Situation der Insel und ihrer Bewohner anders bewerten?

Andere Bewertung aufgrund der besonderen Umstände 86%
Eindeutiger Mord der geahndet werden sollte 13%
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Warum fällt es mir so schwer, an einen persönlichen Gott zu glauben?

Hallo GF Community,

zuerst einmal zu meiner Person bin männlich, U20 und interessiere mich allgemein für sehr viele Dinge. Nun auch für Gott.

Ich bin im allgemeinen eine sehr skeptische und hinterfragende Person. Vertrauen fällt mir schwer, sei es in Liebe und Beziehung oder im alltäglichen Leben. Ich bin jemand, der viel nachdenkt, manchmal ich gestehe mir's ein ;-), zuviel.

Nun zur Frage:

seit langem schon (Ca.2 Jahre) unterhalte ich mich mit Christen über das Thema Glaube.
Ich wollte einfach wissen, gibt es einen Gott? Und wie kann man ihn erkennen bzw warum glaubt ihr?

Ich solle beten und mich mit der Bibel vertraut machen. Solle in Demut leben.

Jetzt kommt aber das Problem.
Ich weiß nicht wie ich's genau erklären soll. Aber ich versuche es mal so einfach wie möglich darzustellen.

Ich denke automatisch wie eine Art Tabelle. Ich höre eine Aussage ordne diese sofort in logisch und unlogisch ein und bestätige die Aussage dann entweder oder verneine diese. - Ich habe nur eine vielleicht schnellere Auffassung als andere "normale", aber bin nicht gleich intelligenter, nein ich bezeichne mich sogar nicht als schlau.

Auch bei dem Thema stellt sich mein Verstand mir in den Weg. Ich denke immer, dass kann doch nicht stimmen die Geschichten aus der Bibel etc. auch meinte man zu mir, dass ich Gott nicht mit dem Verstand erfassen kann und mir mein "Wissen" bzw mein Drang dazu alles logisch erklären zu wollen im Weg.

Ich frag mich ständig, warum es für mich so schwer ist bzw wie man an Gott glauben kann ihn aber dennoch in Zweifel stellen müsse.

Ich möchte mich bzw mein Wesen auch nicht verändern für etwas, was ich nicht weiß sondern glauben muss. Alleine das Wort "Glauben" klingt für mich nicht erträglich, ja es hört sich komisch an und es wirkt auch so, aber ich als Person kann es einfach nicht! Wenn ich anfange zu beten, hab ich nie einen klaren Gedanken. Ich komme mir dabei total dämlich vor.

Ich bin so wie ich bin, ich bin ein Besserwisser ohne dabei andere zu erniedrigen zu wollen ( meine Fähigkeiten nutze ich nicht dazu, andere zu erniedrigen sondern stehe u.a für Gleichberechtigung)

Irgendwie hab ich das Gefühl, dass meine Begabung alles wissen zu wollen und LongLifeLearning zu betreiben, mehr Nach als Vorteile mit sich bringt. ( An alle die das auch haben, ihr wisst was ich meine).

Mein Wissensdurst ist unersättlich, mir schwirren jeden Tag tausende fragen durch den Kopf, manche habe bzw konnte ich nie richtig abarbeiten, unter anderem das mit Gott. Problem, jeden Tag kommen immer neue dazu. Nicht falsch verstehen, ich liebe es Probleme zu lösen, aber solch Probleme wie die mit Gott, die man weder messen noch nachweisen kann, gehen schon an die Substanz.

Hindert mich mein Gedanke, mein Streben nach Wissen meine "Intelligenz" an einen persönlichen Gott zu glauben?

LG

Liebe, Religion, lernen, Geschichte, Menschen, Beziehung, Gehirn, Wissenschaft, Psychologie, Intelligenz, hochbegabung, beten, Bibel, Christen, Demut, Emotionen, geisteswissenschaften, Glaube, Gott, Jesus Christus, Liebe und Beziehung, Logik, Neugier, Problemlösung, verstand, Vertrauen, Zweifel, Monotheismus, Philosophie und Gesellschaft
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Kontakte, Anlaufstellen, besondere Ansprechpartnern, Ideen, Rat, Tips und Anregungen für mein Projekt?

Guten Tag,

ich wollte nach hilfreichen Kontakten, Anlaufstellen, besonderen Ansprechpartnern, Ideen, Rat, Tips und Anregungen fragen um an der Realisierung unseres Projektes zu arbeiten. Am liebsten würde ich mich beruflich und existenziell in dieser Fachrichtung verwirklichen und absichern.

Mit ehrlichen Grüßen, Lino

Unser Projekt:

Wir haben uns zunächst mit Schamanismus, Therapiedesign und anderen Geisteswissenschaften auseinandergesetzt, später hat man sich mit Psychologen, Handwerkern, Pädagogen, Ärzten, Professoren, Händlern, Chefs, Verbrauchern und Wissenschaftlern abgesprochen und vergrößert. 2010 haben wir ein Label zwecks persönlicher Profitmaximalisierung jedes Einzelnen gegründet um, unter Einbehaltung zur Verfügung stehender Materialien und Wissensstände, eiskalt die wirtschaftlich intelligenteste Struktur zu errechnen, die für uns organisierbar ist. Nebenbei soll wirtschaftliche Armut identifiziert und nachgewiesen werden. Wie man sich wirtschaftlich möglichst Intelligent organisiert, lässt sich mithilfe bewusstseinserweiterter Geisteswissenschaften herleiten. Existenznachweise für die Tatsache dass andere Strukturen und Muster irrational und unlogisch wären, müssen in allgemeingültiger Rechtfertigungsqualität vorliegen. Eingestellt wird möglichst viel Profit, Freizeit und Zufriedenheit. Erwiesen werden muss, dass jene Organisationsform die beste ist. Vergrößert werden muss die Höhe des Wohlstandes. Sie geht mit der Verfügbarkeit von Gütern einher. Geld wird in diesem Projekt nicht als Gut, sondern als ein Kommunikationsmedium bertachtet, vergleichbar mit einer veralteten Geheimsprache die zu teuer ist, um sich zu lohnen. Mithilfe moderner Kommunikationstechnologien haben wir die Möglichkeit uns einfach von der zeitaufwändigen Konsumfinanzierung abzuwenden und uns im Sinne der sozialen Produktivität hin zur direkten Endgutbeschaffung umzuorientieren.........................

Wirtschaft, Kommunikation, Entwicklung, geisteswissenschaften, Kommunikationswissenschaften, Organisation, Wirtschaft und Finanzen
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Studium der Geisteswissenschaften sinnvoll?

Hallo ihr lieben,

auch für mich stellt sich langsam mal die frage: was will ich studieren und vorallem, in welchem berufsfeld will ich unterkommen?

Ideen hatte ich schon viele, konkret bin ich noch nie geworden. Klar war nur immer schon, dass es was mit sprache zutun haben soll. Deutsch war von der 1. klasse bis zum abi immer mein absolutes lieblingsfach. Außerdem liebe ich es, dinge zu hinterfragen besonders im ethischen kontext. Am meisten begeistert hat mich dann lange zeit der journalismus, die schwierigen jobaussichten und das thema um eine feste bezahlung haben mich dann allerdings abgeschreckt. Auch Lehramt finde ich wahnsinnig interessant, aber deutsch auf lehramt? Habe das gefühl, dann meinen halben abijahrgang dann in der vorlesung sitzen zu haben.

 

Letztendlich wünsche ich mir ein Studium, indem ich der sprache nah kommen, viel interpretieren und mich eben auch mit ganz grundlegenden fragen auseinandersetzen kann. Prinzipiell also erwas in richtung germanistik+philosophie/ethik? Aber gleichzeitig soll die kommunikation und der austausch mit meinem umfeld eben auch nicht zu kurz kommen. Habe daher auch richtung pädagogik oder sozialwissenschaften gedacht. 

Aber zuletzt will ich später einen sicheren job und mich nicht von einer halben sache in die nächste stürzen, wobei dieses ja bei meinen präferenzen laut vorurteilen quasi vorprogrammiert ist.

Also ziemlich viele ansprüche. Habt ihr irgendwelche ideen die mich weiterbringen könnten? Würde mich wirklich freuen, weil ich das gefühl habe, das internet langsam auswendig zu können..  Danke schonmal und liebe grüße! 

Studium, Schule, Kommunikation, Ethik, geisteswissenschaften, Germanistik, Philosophie, Soziales, Ausbildung und Studium, Beruf und Büro
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Stromschläge durch Gedanken?

Mir ist aufgefallen das wenn ich eine gewisse Stimmung bei mir erzeuge (ich kann das nicht Kontrolliert) und dann Etwas Leitendes berühre, ich grundsätzlich einen kleinen Stromschlag Spüre. Keine Ahnung ob ich Positiv geladen bin oder negativ in den Momenten aber ich kann immer zu so gut wie 100% sagen das es gleich ein Schlag gibt. Der fühlt sich auch anders an als die üblichen Autostromschläge und co. der hat das Gefühl einer Wärme aber ist Prinzipiell schwächer.

Meine Theorie ist das ich (da ich eine HSP (Fach-Kürzel für Hypersensibel) bin) einfach nur Spüre wenn ich mich irgendwo Aufgeladen habe. Und jetzt das Potential habe Strom abgebe. Elektromagnetische Felder spürt der Mensch ja auch (Treppenhaus Beobachtet werden-Gefühl)

Allerdings bin ich durch viele Lehren schon an dem Punkt Sei wie Wasser angekommen und lebe es in alle mir erdenklichen Richtungen aus was sich als extrem gut heraus gestellt hat. Strom ist aber auch wie Wassen Man kann es sich ja vorstellen wie ein Damm mit Wasser. Zum Tal hin herrscht eine Differenz an Wasserhöhe. Diese Sorgt dafür das wenn der Damm Bricht (Kurzschluss) das Wasser sich ins Tal entläd. Mit einem Ventil (Widerstand) kann man Regeln wie viel Wasser durch Fließen kann.

Gedanken sind aber auch wie Strom, sind wir mit Negativen Gedanken "überladen" müssen wir uns Erden indem wir drüber lachen um uns zu erden.

Bsp Kind fällt hin aber es war ersichtlich nicht so schlimm, lacht man darüber da es Trollig aus sah oder sonst irgendwie lustig. Das Kind heult aber und dadurch das wir nicht mit weinen sondern immer noch teils Schadenfroh oder sonst etwas sind, können wir immer noch drüber lachen da ein Erdungspotential herrscht. Erinnern wir uns Zurrück wird das wieder in erinnerung gerufen und wir wollen durch das zurück versetzen in die Lage wieder Lachen.

Jetzt ist mein Gedanke dahinter wenn alles nur Energie ist, alles Aus Wellen besteht, Geist und Materie, kann dann der Geist genug Potential erzeugen um Strom fließen zu lassen?

Es gibt berichte von Mönchen welche das angeblich können, auch Medizinisch gemessene. Auch die Aura des Menschen ist mittlerweile Messbar was ich extrem beeindrucken Finde. Ich distanzier mich hierbei allerdings von Esoterikmessen und co da ich damit keine eigene Erfahrung sammeln durfte, und mir das genaue Elektronische Messen jedes einzelnen Chakras etwas komisch vorkommt auch wenn ich wie man sieht vor keiner Theorie zurück zu schrecken.

So jetzt hoffe ich der Text war ausführlich und Lang genug euch in erster Linie meine Frage näher zu bringen und in zweiter Linie Trolle ab zu wehren.

Wenn an diesem Thema nichts dran ist, wird nach einigen Zeilen nicht weiter gelesen und es wird auch nicht beantwortet da es die mühe nicht wert ist. Bist du allerdings etwas mit dieser Weltanschauung vertraut dann freu ich mich über jeden noch so klitze kleinen Hinweis, wenn du so ein Mensch bist, dann ist mir genau deine Meinung wichtig!

Medizin, Elektronik, Esoterik, Wellen, Psychologie, geisteswissenschaften, Philosophie
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Geschichtsstudium, sinnvoll?

Guten Tag :)

Ich bin Oberstufenschüler und bin bereits in meinem Abiturjahr. Ich möchte sehr gerne Geschichte studieren und mir ist bewusst, dass es nur von Vorteil sein kann, wenn ich dann auch den Master mache. Ich habe bewusst Geschichte gewählt, weil ich genau weiß worin meine Stärken liegen. Ich bin 18 und spreche sehr gutes Englisch, dazu bin ich gut in Spanisch und arbeite daran mein Französisch zu verbessern, weshalb ich nach dem Abitur ein freiwilliges Jahr in Frankreich machen möchte.(FSJ oder FÖJ) Gute Sprachkenntnisse sind im Geschichtsstudium wichtig (Latein oder Griechisch ist nicht unbedingt nötig). Ich lese gerne sehr viel geisteswissenschaftliche Literatur. Analysieren, interpretieren, Zusammenhänge zu verstehen, etc. sind natürlich auch sehr wichtig und mir ist bewusst, dass darin meine Stärken liegen. Natürlich ist ein Studium nicht mir Schule zu vergleichen, wo man feste Unterrichtszeiten hat etc. Im Studium ist es wichtig sich seine Zeit einteilen und selbständig arbeiten und lernen zu können. (So viel zum Allgemeinen, um zu zeigen, dass ich mich ausreichend informiert habe und nicht wieder jemand versucht einen Vortrag in den Kommentaren zu halten und zu meinen er/sie wüsste es besser als ich, was das Studieren betrifft, besonders im Bereich der Geisteswissenschaft. Ich will nicht unfreundlich sein, ich weiß um was es geht.)

Nun, meine Frage ist eigentlich: Ist ein Geschichtsstudium sinnvoll bzw. kann man später davon leben? Ihr wisst was ich meine. Viele meinen, man findet keinen Job, man verdient nicht viel, das Geschichtsstudium ist sinnlos, totaler Blödsinn… es ist genug, ich hab mir das jetzt schon oft genug anhören müssen. Ich habe festgestellt, dass es meist Leute sind, die selbst nicht Geschichte studiert haben (natürlich ;) ) und sich nicht vorstellen können, was ein Historiker macht. Ich habe auch schon gehört, dass der Markt voll mit Historikern ist, dass es kaum Arbeitsplätze gibt, das es schwer ist einen zu finden. Es geht mir nicht darum das große Geld zu machen, sondern ich möchte glücklich mit dem sein, was ich später mache und nicht in Enttäuschung, Trauer und Unzufriedenheit verfallen, nur weil mir mein Job nicht gefällt. Geld beruhigt nur, aber macht nicht glücklich.

Ich habe auch vor neben dem Geschichtsstudium ein Nebenfach zu wählen, nämlich Ethik, Sprachwissenschaften, (katholische) Theologie oder Kunstgeschichte. Was haltet ihr von dem Studium und von den Vorurteilen, die ich oben genannt habe? Bewahrheiten sie sich? Es mag ja sein, dass der Arbeitsmarkt mit Historischern voll ist, zumindest in DE, aber es gibt ja auch andere (EU-)Länder haha :D Diese ganzen Vorurteile ziehen mich ziemlich runter und lassen mich an meinem Traum zweifeln, ob ich nicht einen großen Fehler begehe, wenn ich Geschichtswissenschaften studiere.

Liebe Grüße, ich hoffe auf vernünftige Antworten :) danke

Arbeit, Studium, Hoffnung, Geschichte, Sprache, Schüler, Arbeitsmarkt, geisteswissenschaften, Universität
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In welcher deutschen Stadt soll ich studieren?

Also ich weiß nicht so recht, wie ich die Sache angehen soll. 

Ich bin gerade dabei mir einen neuen Studienort zu suchen, da ich mit meiner derzeitigen Universität und dem Studiengang nicht glücklich bin. Eine Auswahl von Studiengängen, die ich gerne aufnehmen würde habe ich schon, es fehlt also nur noch die Universität bzw. Stadt, die mein neues Zuhause sein soll. 

Dabei ein paar Fakten zu mir: Ich bin zwanzig, wohne zurzeit daheim in einer Kleinstadt bei München und studiere (noch) Sozialwissenschaften in Augsburg. Am wichtigsten ist hier anzumerken, dass ich zwar hier geboren wurde, meine Eltern jedoch aus Afrika kommen und mir das offensichtlich auch anzusehen ist. 

Mit den Entwicklungen der letzten Jahre habe ich das erste Mal wirklich Probleme aufgrund meiner Herkunft, die sich in unfreundlichen Blicken, rassistischen Kommentaren und Pöbelnden manifestieren. Bis jetzt ist noch nichts schlimmes passiert und ich weiß, dass ich mich deswegen glücklich schätzen kann.

Kurz gesagt, ich habe Angst die falsche Entscheidung zu treffen und irgendwo hinkomme, wo ich mich nicht nur inmitten meiner Kommilitonen fremd fühle (ist in Augsburg der Fall) sondern Fremdenfeindlichkeit ausgesetzt werden könnte. 

Ich habe mich deswegen schon gegen Leipzig und ehrlich gesagt damit auch gleich gegen Sachsen als Ganzes entschieden. Frankfurt würde beispielsweise in Frage kommen, aber da bin ich aufgrund der hohen Mietpreise und einigen negativen Kommentare die ich mir anhören musste etwas abgeneigt. Am liebsten wäre mir ja eine etwas kleinere Unistadt, wie Würzburg, Heidelberg, Freiburg, Münster etc. aber da bin ich nicht sicher, ob ich da nicht wieder extrem herausstechen werde & eventuell nicht gerade mit offenen Armen aufgenommen werde und wegen meinen doch starken Prinzipien bezgl. Politik, Feminismus, LGBT Rechte etc. alleine dastehen werde? Viele meiner Freunde haben da z.B an der FU in Berlin eher Anschluss gefunden. 

Ich kämpfe jetzt schon seit Monaten mit dieser Entscheidung und die Zeit läuft mir so langsam davon. Kann mir vielleicht jemand seine/ihre Erfahrungen als Student/in mit Migrationshintergrund zukommen lassen und mich etwas beruhigen? Ich bin natürlich für alle Erfahrungsberichte und Uni/-stadt Empfehlungen dankbar! Der lange Text tut mir leid, ich wusste nicht wie ich mich kürzer fassen sollte. Vielen Dank für die Hilfe!

Ps: Ich werde auf jeden Fall ein Fach aus den Sozial- bzw. Geisteswissenschaften studieren.

Studium, Ausländerfeindlichkeit, geisteswissenschaften, Migrationshintergrund, Student, studieren, Universität, Liberal
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Kann man mit Geisteswissenschaften auch angemessen verdienen?

Hi , ich weiß immer noch nicht was ich studieren könnte aber ich weiß das ich in Technik und Mathe keinerlei Begabung habe. In BWR komme ich auch nie über den Durchschnitt und ich kann mich auch nicht dafür begeistern. Also bleiben mir nur die Geisteswissenschaften. Am liebsten lerne ich Sprachen und beschäftige mich mit fremden Kulturen , darum glaube ich könnte mir ein Tourismusmanagement Studium gefallen oder Eventmanagement. Allerdings hört man nicht so viel gutes darüber. Ich weiß das meine "Talente" auf dem Arbeitsmarkt nicht gefragt sind aber es ist schon sehr deprimierend , wenn man immer gesagt bekommt , dass man praktisch nichts wert ist. Ich verlange auch kein Gehalt wie ein Ingenieur , um Gottes Willen , mir ist klar dass das ne ganz andere Liga ist. Trotzdem möchte ich bei einem anstrengenden Studium auch angemessen entlohnt werden später. Also ich möchte schon mehr verdienen (zumindest Einstiegsgehalt) als wie wenn ich eine Ausbildung machen würde. Ich finde nicht das ich zu hohe Ansprüche habe. Ich muss wirklich nicht wie andere 50.000 im Jahr verdienen. In der oberen Mittelschicht wäre ich voll zufrieden. Lange Rede kurzer Sinn. Habt ihr so ein Studium gemacht und seit ihr jetzt zufrieden? Wisst ihr Studiengänge mit guten Aussichten ohne Technik und Mathe (weniger Wirtschaft )? Ich habe Angst dass ich es später bereuhe aber ich kann beim besten Willen kein Studium machen das mich nicht interessiert , da ich gelegentlich zur Faulheit neige. Hoffe auf gute Antworten. Danke.

Wissen, Studium, Schule, geisteswissenschaften
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