Wie wird man Philosoph?

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Wer Philosophie studiert, lernt dabei, eine Grundlagenwissenschaft zu betreiben. Thematisch kann der Inhalt des Studiums vielfältig und weit gestreut sein. Das Studium vermittelt die Kenntnis geisteswissenschaftlicher Methoden. Dazu gehört, die Aussagen in Texten zu erschließen, ihre Gedanken zu verstehen und sie in einen größeren Zusammenhang zu stellen. Das Halten von Referaten und das Verfassen wissenschaftlicher Untersuchungen werden praktisch geübt. Über die richtige Deutung und über den Inhalt der philosophischen Überlegungen wird diskutiert. Logik ist ein Gegenstand des Studiums. Wer Philosophie an einer Universität studiert, wird mit der Philosophiegeschichte vertraut. Das Studium vermittelt viel Bildung und kann die Sicht auf die Welt und sich selbst weiterführen und vertiefen. Es schult die Fähigkeiten, Gedanken zu entwickeln, darzulegen, Fehlschlüsse aufzudecken und in Diskussionen überzeugend zu reden. Reflexion, Kunst der konstruktiven Kritik, klares, logisches und gut strukturiertes Denken, Argumentation und Kreativität werden gefördert.

Philosoph werden ist, wenn nicht eine berufliche Qualifikation gemeint ist, im Grunde eine einfache Angelegenheit. Es geht um die Liebe zur Weisheit, was eine Suche nach Wahrheit bedeutet, also ein Streben nach Erkenntnis durch vernünftiges Nachdenken. Philosophie geht grundsätzlichen Fragen nach und untersucht in einem unbedingten Zusammenhang, hinterfragt also auch die Bedingungen der Möglichkeit von Erkenntnissen und die Voraussetzungen, von denen Menschen im Alltag und in der Praxis der Einzelwissenschaften ausgehen. Philosophie beschäftigt sich sowohl mit dem Sein und dem Erkennen (theoretische Philosophie) als auch mit dem Handeln (praktische Philosophie).

Bei der Anwendung ist das Berufsfeld außer dem Lehren von Philosophie (bzw. Ethik) an Schulen und Hochschulen nicht fest umrissen. Mögliche Bereiche sind z. B. (abhängig von weiteren Kenntnissen und Qualifikationen; vgl. auch http://www.philos.de/Institutionen/PhilosophieJobs.html) wissenschaftliche Forschungsinstitutionen, Bibliothekswesen, Verlagswesen, Journalismus, Politikberatung, Erwachsenenbildung, Kulturveranstaltungen, Eröffnung einer „philosophischen Praxis“ (zur Lebensberatung).

Aber was macht einen Philosophen aus?
Wer darf sich Philosoph nennen?

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@mAin0x

Einen Philosophen macht das Philosophieren aus.

Philosoph kann sich nennen, wer philosophiert. Es handelt sich nicht um eine rechtlich geschützte Bezeichnung, die nur uter Voraussetzung der Erfüllung besonderer Bedingungen verwendet werden darf.

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Ich denke, dass die Frage etwas falsch formuliert ist. Für mein Verständnis was Philosophie betrifft, zumindest. Ich denke nicht, dass man Philosoph werden kann. Entweder bist du es oder nicht. Philosophie ist kein Beruf, sondern eine Berufung. Und du brauchst dazu nicht mal Kunden (es sei denn, du willst damit Geld verdienen :))

Dann bin ich ein Philosoph?
Ich denke über grundlegende Fragen nach, führe einen philosophie Blog und gib meine moralischen Werte an Kinder weiter.

Zwar bin ich beruflich Programmierer aber, wenn ihre Aussage wahr ist kann ich mich ab jetzt ja Philosoph nennen.

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Hi also Philosophen finden im Alltäglichen Leben des 21. Jahrhunderts nicht mehr so häufig Berufe in denen sie das anwenden was man klassisch unter Philosophie versteht nähmlich "Denken" Ein Philosophiestudium berreichert dein Leben jedoch mehr auch nicht du könntest zum besilpiel als freier autor arbeiten jedoch suchen auch firmen immer häufiger philosophen um den grad ihrer menschlichkeit besser einschätzen zu können

Dies ist ein Armutszeugnis des 21. Jahrhunderts.

Jeder ist bereit, sich ein ungesundes Fittnesprogramm für hunderte Euro aufschwatzen zu lassen, einen Philosophen, welcher wichtige Fragen beantwortet und deinen Geist in neue Dimensionen denken lassen kann bezahlt niemand mehr.

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