Was haltet ihr vom Patriotismus?

Patriotismus bezeichnet grob gesagt eine Liebe zum Vaterland. Es ist hier nicht die Rede von Nationalismus oder gar Nationalsozialismus. Die Meinungen zu dem Thema sind, wie mir auffiel sehr gespalten. Mich würde interessieren, was ihr darüber denkt.

Eine zusätzliche Begründung und eine Angabe von Nationalität und Alter wäre sehr nett. 

Ich hoffe es fühlt sich hier niemand durch diese Umfrage angegriffen, falls doch bitte mitteilen!

Ich habe hier folgende Antwortmöglichkeiten:

1) Patriotismus sollte von jedem Menschen empfunden werden, eine emotionale Bindung zur Geschichte und Kultur des eigenen Landes ist Teil der eigenen Identität. 

2) Patriotismus ist vollkommen ok, niemand sollte dafür verachtet bzw. verurteilt werden, sein Vaterland zu lieben. Man darf seinen Patriotismus auch nach außen tragen (z.B. Nationalflaggen aufhängen). 

3) Patriotismus ist zwar ok, sollte jedoch für sich behalten werden. Das Aufhängen von Nationalflaggen wirkt sehr aufgedrungen und belästigend. 

4) Patriotismus ist zwar ok, aber es kommt darauf an wie die Geschichte des Landes ablief. Deutsche beispielsweise, sollten keinen Patriotismus aufgrund ihrer grausamen Geschichte empfinden, auch wenn sie sich deutlich von den Ereignissen distanzieren. 

5) Nationalstolz zu empfinden ist zwar meist ungefährlich, jedoch kein Zeichen von Intelligenz, denn nur Dumme definieren sich über ihre Herkunft. 

6) Nationalstolz ist definitiv gefährlich und ist meist auch mit Rassismus verbunden. 

7) Anderes (Bitte Erläutern) 

2) 36%
1) 16%
6) 16%
7) 16%
3) 12%
5) 4%
4) 0%
Geschichte, Politik, Gesellschaft, Patriotismus
11 Antworten
Bin ich ein Patriot?

Ich bin froh darauf, deutsch zu sein. Da ich viel Erfahrung mit Menschen aus allen möglichen Regionen gemacht habe ist das gerechtfertigt. Die Deutschen sind nun mal eine Kategorie weiter oben in der Gesellschaft.

Jedoch bin ich nicht stolz darauf. Stolz ist man wenn man etwas erreicht hat. Da ich ein Narzisst bin und für mich jeder Erfolg selbstverständlich ist, kenne ich „Stolz” eh nicht. Ich habe noch nie Stolz empfunden. Deshalb bin ich kein "stolzer Deutscher".

Ich habe grundsätzlich nichts gegen Ausländer aber für mich sind sie ganz klar unter mir. Und die Deutschen sind auf meiner Ebene. Egal wie sie aussehen, wie intelligent, reif, belesen oder was auch immer sie sind. Die Deutschen stehen ganz oben. Ich würde sogar dazu übergreifen, je kitschiger desto besser. So schön deutsch wie sie vor ein paar Jahren noch waren. So 80-90-2000er. Wo die Jugendlichen noch Winfried, Manfred, Gottfried, Hermann und Jürgen hießen.

Auch fühle ich die Deutschen Lieder mit. Ja, auch die von damals, die Rechten. Da ich dieses bestimmte Thema in der Schule noch nicht durchgenommen habe kann ich dazu recht wenig sagen. Mir gefallen sie einfach.

Ebenfalls finde ich meine blonden Haare und blauen Augen sehr schön. Ich prahle oft damit. Ich sage auch (aus Spaß) oft dass ich ein Arier bin. Wie gesagt hatte ich dieses gewisse Thema noch nicht. Da ich in Sache Humor aber keine Grenzen kenne spiele das sowieso keine Rolle.

Ich bin nicht rechts, zumindest nicht zu 100%. Ich habe auf jeden Fall rechte Züge aber die sind wie gesagt wegen meiner Erfahrung von Leuten aus gewissen Regionen. Also ein Nazi bin ich nicht. Ich schreibe ja sogar mit solchen Leuten. Schwarzen, Türken, Arabern und so. Ist kein Problem, oftmals. Also schreiben im Sinne von Kontakt halten.

Da meiner Meinung nach Deutschland am Ende ist würde ich es nach Möglichkeit zu 100% verlassen. Das kann auch so wirken als ob ich ein Nazi bin. Aber tatsächlich haben sind selbst die Deutschen nun "am Arsch". Hier will ich ganz ehrlich nicht mehr bleiben. Aber die Herkunft bleibt natürlich dieselbe. Und immer in mir. Deutschland. Mein Land.

Ich weiß nicht was ich noch dazu sagen kann. Man kann ja gerne Gegenfragen stellen, damit das Ergebnis präziser ist.

Menschen, Deutschland, Psychologie, Nazi, Patriotismus, Psychologe, patriot, rechtsradikal
4 Antworten
Wird die Bundeswehr bürokratisiert?

Zum einen der dauernde Traditionsbruch und vor allem die Werbung der Bundeswehr haben diese Frage in mir aufkommen lassen. Ich würde mich sehr freuen, falls ein aktiver Soldat mir eine Antwort gibt.

Viele Menschen die in Dokumentationen gefragt werden geben statements wie: " ja die bundeswehr bietet einem Karrierechancen und ich will mal schauen wo meine Grenzen sind", ab. Auch die Werbung wirbt immer mit sicheren Arbeitsplätzen und so ganz hip und neutral - wie ein stinknormaler 9 to 5 Arbeitgeber. Statements wie das besagte zeugen doch durchaus von einem fehlendem Verständnis, dass man nun Soldat ist und ggf sein Leben und seine Gesundheit für sein Vaterland und die deutsche Verfassung riskiert.

Kann man die Jugend nicht mehr mit Werten und Patriotismus rekrutieren und gibt deshalb vor "ein spannender und sicherer Arbeitgeber" zu sein. Ich denke da an die alten oder die Werbeplakate in anderen Ländern: "Was gibt es schöneres, als die Armee" "dein Vaterland braucht dich" etc.

Auch diese Serien wie die Rekrutinnen, Mali etc. gaukeln einem unwachsamen Zuschauer vor, dass das alles ganz locker und witzig ist. Daher meine Frage, ist das so beim Bund ? Oder trifft man Patrioten und stramme junge Männer, die nicht nur "eine challenge für sich" suchen sondern dienen wollen?

Btw. Ich will die Bundeswehr nicht verunglimpfen, ich habe den Eindruck dass sie immer "normaler" wird.

Werbung, Bundeswehr, Politik, Armee, Gesellschaft, Jugend, Patriotismus, Arroganz
1 Antwort
Was haltet ihr von diesen typischen rechten Parteien?

Hallo

also ich finde die natürlich um Welten besser als Linke, aber dennoch nicht so meins.

Ich wünsche mir nicht die "Hilfe" des Staates irgendwo, der Staat würde uns allen am meisten helfen indem er sich aus all unseren Lebensbereichen heraus hält, eine einfachere Lösung für gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme gäbe es kaum.

Dennoch kommt mir vor dass sich da so manches geändert hat, früher waren linke Parteien die die sich für die Arbeiter eingesetzt haben, da ging es um Gewerkschaften und Arbeiterrechte und so (bin ich jetzt auch nicht so der Fan davon aber egal) und dann hat sich das ganze in letzter Zeit irgendwie immer mehr auf Ausländer und Arbeitslose und allerlei Minderheiten verlagert und die Arbeiter fühlen sich überhaupt nicht mehr vertreten sondern sind jetzt eher Wähler von rechten Parteien.

Rechte Parteien sind meist so dass sie ein tolles Nationalgefühl verbreiten, dass sie gegen die Coronamaßnahmen sind (in diesem Punkt bin ich voll mit ihnen), dann vl noch gegen die Islamisierung (auch den Punkt teile ich, aber nicht wegen unserer unnötigen Kultur sondern wegen Schächtungen, Frauenbeschneidungen usw), und versprechen aber auch irgendwelche einfachen Lösungen, eine Partei die fordert dass zB öffentliche Mittel zur Unterstützung von wem auch immer heraus gegeben werden ist bei mir eh schon unten durch. Aber generell halt immer dieses "unser Land über alle". Anlaufstelle für Wutbürger und alle die Hass auf Ausländer haben (habe ich in einer anderen Frage erklärt, diese Probleme werden oft staatlich erzeugt)

Wie gesagt, von den linken Parteien halte ich noch viel weniger, dass kann ich nicht oft genug erwähnen.

Wie erwähnt, eine gewisse Kritik am Islam teile ich mit denen voll und ganz, und die Coronamaßnahmen hätten gar nicht erst eingeführt werden dürfen, aber dieser Nationalstolz und dieser Patriotismus, dass lässt die (für mich) einfach ungewollt so derartig witzig wirken sodass ich die eh nicht mehr ernst nehmen kann, fast so witzig wie eine Feministin mit neuen Erkenntnissen wo Frauen angeblich noch überall diskriminert werden.

Also es geht hier zB - wie ihr wohl eh heraus gelesen habt - um in DE die AFD und in Österreich die FPÖ.

Wie seht ihr das so? generell ja traurig genug dass viele Leute glaube die politische Orientierung ließe sich über die Rechts Links Achse darstellen

Politik, Gesellschaft, Link, Patriotismus, rechts, Philosophie und Gesellschaft
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