Wieso kein Nationalstolz mehr? Deutsche Flagge?

10 Antworten

Der fehlende Nationalstolz in Deutschland hat viel mit der Geschichte des 20. Jahrhunderts zu tun. Unter dem Nationalsozialismus wurden Flagge, Hymne und nationale Symbole massiv missbraucht, um Gewalt, Krieg und Völkermord zu legitimieren. Nach 1945 entstand daher ein tiefes Misstrauen gegenüber allem, was nach übersteigertem Patriotismus aussah. In anderen Ländern gilt Fahnenhissen als normal, in Deutschland verbinden viele Menschen damit jedoch den Schatten der Vergangenheit.

Das bedeutet nicht, dass man sein Land nicht schätzen darf. Viele Deutsche sind stolz auf Demokratie, Grundrechte, Kultur oder wirtschaftliche Leistungen, nur zeigen sie es zurückhaltender und eher im Stillen. Wenn heute die Flagge gehisst wird, etwa bei Sportereignissen, geschieht es meist in einem unverkrampften, unpolitischen Rahmen.

LG aus Tel Aviv

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Geschichte Schwerpunkt Deutsches Reich / Nationalsozialismus

Bei uns in der Gegend sieht man ab und zu eine Fahne.
Und es heißt "man hisst die Fahne".

"als Teil eines großartigen Landes ansieht"

Ja, und die Wertschätzung darf man auch durch eine gute Rechtschreibung ausdrücken. Wobei man auch nicht perfektionistisch sein sollte.

“Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Wer bedeutende persönliche Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen.”

Arthur Schopenhauer…

Ich versteh nicht warum kein Deutscher mehr seine eigene Flagge hiest, die Nationalhymne mit Stolz abspielt, und sich als Teil eines großartigen Landes ansieht.

Ich sehe mich als Bürgerin eines tollen Landes. Deutschland ist nicht perfekt aber so schwarz wie alles gemalt wird ist es noch lange nicht. Dieses Land macht sehr vieles m.E. richtig und ich bin froh hier zu leben.

Und dieses Selbstverständnis reicht mir, nebenbei, auch. Ich muss das nicht nach außen tragen mit irgendwelchen Flaggen oder was auch immer. Ich bin aber auch niemand, der Fankult großártig was abgewinnen kann. Zwar bin ich Fan und hab sogar ein paar 'Fankult-Sachen', aber ich bin niemand, der anderen damit groß auf die Nerven geht.


waltfree  26.08.2025, 20:31

typisches braunes gebrabbel

BeviBaby  26.08.2025, 20:33
@waltfree

Was davon?

Dass ich Deutschland für ein tolles Land halte, um darin zu leben?

Dass ich gerade KEINE Flaggen hisse?

Dass ich einen signierten Tennisball besitze von einem Sportler, der nichtmal deutsch ist und den ich bei mir in der Wohnung unter Verschlag halte und niemandem damit auf den Keks gehe?

Ich glaube du machst dich hier massiv lächerlich. Und verharmlost den Nationalsozialismus, was wiederum seinerseits typisch für Vertreter der 'weit rechts Angesiedelten' ist.

Ich sehe in meiner Gegend viele Fahnen in den deutschen Farben, meistens in einen Garten oder irgendeinen Hinterhof, auch in Blumenkästen Fahnen und mein Nachbar hat auch eine windmühle in deutschen Farben drinstecken.

Der Grund warum man das vermieden hat ist aber geschichtlich, darum ging es nicht nicht Nationalstolz zu sein, sondern einfach um Respekt unserer Geschichte und derwegen aller zu unrecht ermorderten und versklavten Menschen des National-Sozialismus der ja seinen Nationalstolz nach ganz weit vorne gebracht hat zu dieser Zeit (kannst dir ja unsere alte nationalhymne als erinnerung anhören).. Ausnahmen waren Veranstaltungen wie zum Fußball, dafür war es dann ein besonderer Anlass wo man überall am Körper in Deutschlandfarbe gekleidet und geschminkt war, schliesslich ging es um den Stolz des deutschen Fußballsports.