Letzte Lateinklausur vor Latinum verkackt? Was jetzt?

Hey, ich bin in der EF im Land NRW und habe heute morgen meine letzte Lateinklausur geschrieben. Durch Corona hatten wir ausschließlich HomeOffice und nur Videokonferenzen oder Aufgaben. Die Klausur ging über Ovid und war die erste seit einem Monat. Generell auch die einzige dieses Halbjahr. Eigentlich hatte ich immer 2en und 3en, wobei seit diesem Jahr (ersten zwei Klausuren über plinius) eher dreien. Diesmal hatte ich total Zeitprobleme und ein komplettes Blackout. Es hat sich richtig scheiße angefühlt, weil ich zuerst die Metrik bearbeiten wollte und da schon versagt habe... Insgesamt habe ich die Übersetzung verkackt im Sinne von, was ich habe macht keinen Sinn, sind wahrscheinlich Vokabelfehler und von Grammatik hatte ich gefühlt nie was gehört. Habe Vokabeln teils nicht im Wörterbuch gefunden und das hat mich noch nervöser gemacht. Am Ende der Übersetzung fehlen mir aufgrund der Zeitprobleme wegen der Panik 2 Sätze, wobei ein Satz an der Seite eigentlich angegeben war. Für den zweiten Teil hatte ich dann noch ca. 10 min und habe da die Hälfte der Aufgaben bearbeitet. Nur die rhetorischen Mittel habe ich gar nicht, was mich echt ärgert, weil ich schon wusste was ich schreiben will und das wahrscheinlich sogar richtig gewesen wäre, aber keine Zeit mehr hatte. Insgesamt rechne ich also mit einer 5 oder sogar einer 6. Mein Latinum hätte ich aber trotzdem gerne. Gibt es irgendwelche Möglichkeiten wie ich trotzdem noch mein Latinum bekommen kann? Ich habe ja keine zweite Klausur zum Ausgleich und das Schuljahr ist fast zuende... Ich könnte gerade schon wieder heulen, das ist so übel. Ich verstehe es auch gar nicht, normalerweise bin ich gut in Latein und schreibe 3en. Habe halt manchmal Prüfungsangst und habe auch jz schon Angst vor der Matheklausur sm Freitag und vor den noch kommenden Klausuren, da ich langsam den Eindruck bekomme, dass egal was ich mache, ich es eh nicht schaffe. Danke, wenn ihr es bis hierhin gelesen habt!

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Wie übersetze ich diese Sätze mit Konjunktiv?

Habe einige Konjunktiv-Sätze aus De Officiis von Cicero zur Übung übersetzt, komme aber bei manchen nicht weiter beziehungsweise habe die Vermutung, dass ich da einen Fehler gemacht habe. Deshalb würde ich mich über eine kurze Rückmeldung oder Tipps freuen.

3) Non me angoribus dedidi, quibus essem confectus, nisi iis restitissem.

Ich habe mir keine Angst gewährt, durch welche ich niedergeworfen gewesen wäre, wenn ich mich nicht widersetzt hätte.

4) Utinam res publica stetisset!

Wenn der Staat doch standhalten würde!

5) In agendo plus quam in scribendo operae poneremus.

Beim Verrichten verwenden wir mehr Arbeit als beim Schreiben auf.

6) Urbes sine hominum coetu non potuisset aedificari.

Städte ohne eine Menschenversammlung sollen nicht erbaut werden können.

Ich habe auch eine generelle Frage, die mich verwirrt. Kann man den Konjunktiv im Hauptsatz auch manchmal wie einen Potentialis übersetzen, also mit "könnte"? In meiner Grammatik steht, das ginge beim Konjunktiv Präsens und Perfekt. Ich habe mal gesehen, dass ein Konjunktiv Präsens im Hauptsatz mit "können" statt "könnten" übersetzt wurde. Geht das auch oder wie genau würde man dann einen Satz nach dem Potentialis übersetzen?

In dem Zuge wundere ich mich auch manchmal, wann man "sollen" und wann "sollten" verwenden kann...

LG Katharina Hohenfels

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Wie soll man laut Cicero bei der Berufswahl vorgehen?

Ich habe eben einen lateinischen Text aus De Officiis gelesen, bei dem es zufällig darum geht, wie Menschen bei der Berufswahl bzw dem Einschlagen eines Lebenswegs vorgehen - und wie man am besten vorgehen sollte. Ich bin mir aber unsicher, ob ich das richtig aufgefasst habe. Ich schicke kurz die Übersetzung aus dem Internet rein.

Vor allem aber müssen wir uns klar machen, wer und von welcher Art wir und in welchem Beruf wir sein wollen, eine Überlegung, die die schwierigste von allen ist. Denn zu Beginn der Jugendzeit, wenn die Einsicht noch auf recht schwachen Füßen steht, entscheidet sich ein jeder für diejenige Art sein Leben zu verbringen, für die er sich am meisten begeistert hat. Daher lässt er sich auf eine bestimmte Lebensweise und einen Lebenslauf ein, bevor er beurteilen konnte, was am besten ist.

(...) Als er zwei Wege erkannte, den einen des Vergnügens und den anderen der Tugend, welchen von beiden einzuschlagen besser sei, konnte dieses vielleicht dem Herkules, da er ein Zeussprössling war, gelingen, uns aber nicht in gleicher Weise, die wir diejenigen nachahmen, die nachzuahmen uns richtig scheint, und zu deren Zielsetzungen und Grundsätzen wir uns hinbewegen lassen. Meistens aber werden wir durch die Weisungen der Eltern angeleitet und lassen uns zu deren Sitten und Gewohnheiten hinführen; andere lassen sich von dem Urteil der Menge bestimmen, und sie ersehnen meistens das, was dem größeren Teil sehr schön zu sein scheint; einige sind dennoch entweder infolge einer gewissen glücklichen oder guten Naturanlage dem rechten Lebensweg gefolgt.

119 Jene Gruppe aber ist besonders selten, nämlich die Gruppe derer, die, entweder mit vortrefflicher Geistesgröße oder ausgezeichneter Bildung und Gelehrsamkeit oder mit beidem ausgestattet, sogar die Möglichkeit hatten zu überlegen, welchem Lebenslauf sie vornehmlich folgen wollen; bei dieser Überlegung muss sich ein Plan ganz nach der persönlichen Veranlagung eines jeden ausrichten. Denn wenn wir bei allem, was getan wird, entsprechend der Herkunft eines jeden, wie oben gesagt worden ist, fragen, was schicklich ist, dann ist bei der Einrichtung des ganzen Lebensplanes eine viel größere Sorge um diesen Punkt aufzubringen, damit wir das ganze Leben hindurch uns selbst treu bleiben, ohne in irgendeiner Pflichtausübung zu schwanken.

120 Da aber auf diese Überlegung die Natur den größten Einfluss hat, die äußeren Umstände den zweitgrößten, muss bei der Wahl des Berufes zwar auf beide Rücksicht genommen werden, mehr aber auf die Natur.

Man soll also den Beruf abh von der Veranlagung, dann von den Umständen wählen, da das dazu führt, dass es uns am leichtesten fallen wird, unseren Pflichten nachzugehen?

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Seneca Epistulae morales 1?

Wie würdet ihr diese Übersetzung von Senecas "Epistulae morales" in Kürze (also nur wenige Sätze) zusammenfassen?

Seneca grüßt seinen Lucilius. 

Mach es so, mein Lucilius: Mach dich frei für dich selbst und sammle und bewahre die Zeit, die dir bisher entweder geraubt oder entwendet wurde oder entschlüpfte. Überzeuge dich, dass es so ist, wie ich schreibe: Ein Teil der Zeit wird uns entrissen, ein anderer unbemerkt entzogen, ein dritter zerrinnt uns. Doch der schimpflichste Verlust ist dennoch der, der aus Nachlässigkeit geschieht. Und wenn du deine Aufmerksamkeit darauf richten willst: Den Menschen, die schlecht handeln, zerrinnt ein großer Teil des Lebens, der größte Teil denen, die nichts tun, das ganze Leben aber denen, die etwas Belangloses tun. 

Wen willst du mir nennen, der irgendeinen Wert auf die Zeit legt, der den Tag schätzt, der es einsieht, dass er täglich stirbt? Darin nämlich täuschen wir uns, dass wir den Tod vor uns sehen. Ein großer Teil von ihm ist schon vorübergegangen. Was auch immer von unserer Lebenszeit hinter uns liegt, hat der Tod. Tue also, mein Lucilius, wie du schreibst! Halte alle Stunden zusammen! So wird es geschehen, dass du weniger vom morgigen Tag abhängst, wenn du den heutigen in Besitz hast. 

Während das Leben verschoben wird, eilt es vorüber. Alles, mein Lucilius, ist fremdes Eigentum, nur die Zeit ist unser. In den Besitz dieser einen flüchtigen und schlüpfrigen Sache hat uns die Natur gebracht; wer auch immer will, verdrängt uns daraus.  

Du wirst vielleicht fragen, was ich denn selbst tue, der ich dir diese Lehren gebe. Ich will es dir offen gestehen: Ich kann nicht sagen, dass ich nichts verliere, aber was ich verliere und warum und wie, kann ich sagen. Die Gründe meiner Armut kann ich nennen. Aber es geschieht mir, was den meisten, die ohne eigenen Fehler in Armut gebracht worden sind, geschieht: Alle verzeihen es, niemand kommt zur Hilfe. 

Was gilt also? Ich halte den nicht für arm, dem genügt, wie wenig er auch hat. Du sollst dennoch in schlechter Zeit deinen Besitz bewahren. Denn wie es schon unseren Vorfahren schien: „Spät ist die Sparsamkeit am Boden (des Fasses)“ [„Am Boden des Fasses kommt die Sparsamkeit zu spät.“]. Denn nicht nur das Wenigste, sondern auch das Schlechteste bleibt ganz unten zurück. 

Lebe wohl! 

Vielen Dank im Voraus! Ich halte bald ein Referat!

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Latinum nachholen ohne Abitur?

Hallo, ich habe mich im Rahmen eines Orientierungsstudiums in Vorbereitung auf eine Eingangsprüfung 1 Jahr Latein gelernt, habe mich (obwohl ich die Prüfung wohl bestehen kann) jedoch entschieden nicht Latein, sondern Geschichte und Philosophie zu studieren. Nun möchte ich eine Latinumsprüfung, um einen Nachweis über meine Kenntnisse zu bekommen und weil ich diese eventuell für einen zukünftigen Master in Geschichte auch brauchen könnte.

Nun ist das Problem dass das Land Brandenburg (Wohnort und Ort meiner Hochschule) nur Personen zu einer Nichtschülerprüfung zulässt, die Abitur haben. Da ich eine Fachhochschulreife besitze darf ich meine Prüfung also nicht in Brandenburg ablegen. Meine Fachhochschulreife habe ich in Nordrhein-Westfalen im Regierungsbezirk Arnsberg gemacht, der Regierungsbezirk lässt jedoch nur Personen zur Prüfung zu die das Latinum für Zwecks ihres Studiums benötigen und ihren Wohnort oder Hochschulstandort im Zuständigkeitsbereich des Regierungsbezirkes haben oder die das Latinum im zeitlichen Zusammenhang mit ihrem Abitur zusätzlich ablegen möchten.

Nun möchte ich fragen ob es irgendein Schulministerium gibt, an dem man sein Latinum unabhängig von Wohnort, Studienort und allgemeiner Hochschulreife nachholen kann oder ob es für deutsche Staatsbürger möglich ist eine dem Latinum ähnliche Prüfung in einem anderen deutschsprachigen Land zu absolvieren.

Studium, Latein, latinum

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