Sonderzeichen in Passwörtern sinnvoll?

Hallo Zusammen,

ich bin inzwischen der Meinung, dass Sonderzeichen (ca. 17 Stück) nicht wirklich sinnvoll in Passwörtern sind.

Grund: Nehmen wir das Alphabet A-Z (26), a-z (26) und 0-9 (10).
Dann sind das bei einem zufälligen Passwort (62^Stellen) Möglichkeiten und bei 15 Stellen (62^15) rund 89 bit (2^89).
Bei zusätzlichen Sonderzeichen bei 15 Stellen sind es (79^15) also rund 94 bit (2^94).

Klar, sind es 5 bit mehr (2^5) also 32 mal so viele Möglichkeiten mit Sonderzeichen, das Anhängen einer einzelnen Stelle ergibt rund (2^6 =64 ~62) 6 bit mehr.
Somit lieber eine Stelle mehr anhängen und keine Sonderzeichen verwenden.

Warum keine Sonderzeichen? Je nach System müssen diese unterschiedlich behandelt werden: Batch (%), bash ($), Config-Files(#), SQL (# ;), ...
Geben Sie auf einer englischen Tastatur mal § ein ;-)
Je nach Anbieter sind auch bestimmte Sonderzeichen verboten.

Dumm natürlich, dass viele Passwortrichtlinien inzwischen Sonderzeichen
verlangen, was laut obiger Rechnung aber nur bedingt sinnvoll ist:
Es ist sinnvoll bei kurzen Passwörtern z.B. < 15 Stellen.

Meine Frage: Was halten Sie davon?
Ist der obige Schluss sinnvoll für Passwörter ab ca 15 Stellen (rund 89 bit)?
Oder ist ein Denk oder Rechenfehler enthalten?

Vielen Dank im Voraus

PS:
Wichtige Annahme: Passwort wird generiert, d.h. ist nomalverteilt, nicht
vom Mensch erstellt, der ggf. Wörter und Sinnbilder (z.B. 007) verwendet.

Sonderzeichen auf jeden Fall verwenden (Annahme dennoch korrekt) 100%
Sonderzeichen nur für kurze (<15 Stellen) verwenden 0%
Obige Annahme ist falsch! Sonderzeichen sind Pflicht! 0%
Computer, Sicherheit, Passwort, Entropie
3 Antworten
Fragen zur TDS: Dissipative Strukturen, Entropiebegriff, Versagen der klassischen Physik?

Hallo! Ich habe heute eine anspruchsvolle Konversation über die Theorie Dissipativer Strukturen geführt, nach der in mir einige Fragen aufgekommen sind, die ich mir nicht so recht beantworten kann. Schon als ich den Begriff „Dissipative Struktur“ (im Sinne der Wikipedia-Definition) in den Raum warf wurde ich der Ahnungslosigkeit beschuldigt, mit der Aussage:

„Eine dissipative Struktur ist ein Vorgang, an dem Reibung-Statistische Mechanik auftritt. Etwa eine Akkretionsscheibe um ein schwarzes Loch wird durch dissipative Vorgänge beschrieben. Wärme ist ein Vielteilchen Vorgang und deshalb ist Statistische Mechanik nötig.“

Ich denke diese Aussage ist nicht korrekt, aber warum?

Die Diskussion setzte sich fort und wir kamen schließlich auf den Entropiebegriff zu sprechen, den mein Gegenüber als Maß der Unordnung verstand und mich dafür belächelte Entropie als Maß für D Dissipationsfähigkeit zu verstehen.

Worin liegt das Problem, Entropie als Maß für Unordnung zu definieren, wenn man sich fernab vom thermodynamischen Gleichgewicht bewegt?

Schließlich kamen wir auch darauf zu sprechen, dass die klassische Physik Vorgänge außerhalb des thermodynamischen Gleichgewichtes (insbesondere Leben) nicht erklären kann. Doch vielmehr wurde es zu einer Aussage, die ich getroffen, aber nicht belegen konnte. Der Standpunkt meines Gegenübers:

„Die Physikalischen Gesetze müssen auch fernab des Thermodynamischen Gleichgewichts gelten, sonst ist es keine Physik. Kannst du mir ein konkretes Beispiel für ein Versagen nennen?“

Und so meine Frage:

Wieso kann mit der klassischen Physik weder Selbstorganisation, Leben oder Bewusstsein erklärt werden? – Wieso versagt die klassische Physik fernab des thermodynamischen Gleichgewichts?

Zuletzt behauptete mein Gegenüber noch, dass die Fortschritte der Thermodynamik eben nicht durch die systemische Betrachtungsweise, sondern durch „genaue Analyse der Bewegung der Beteiligten Partikel-Statistische Mechanik (z.B Diffusionsgleichung)“ hervorgerufen wurden.

Ist das korrekt?

Ich würde mich über eure Antworten freuen, insbesondere über eine Antwort vom hamburger02, bei dem ich diese Theorie aufgeschnappt und verständlich aufbereitet bekommen habe.

Liebe Grüße Max

Gehirn, Wissenschaft, Entropie, Forschung, Physik, Thermodynamik, Wärmelehre
3 Antworten
Warum ist die Erdatmosphäre nicht voller Wasserstoff?

Der Weltraum ist ja nicht wirklich "leer", kein vollständiges Vakuum, sondern enthält Wasserstoffgas bei sehr geringem Druck. Die Erdatmosphäre enthält schwerere Elemente (hauptsächlich Stickstoff, Sauerstoff, Wasserdampf), die gravitativ an den Planeten gebunden sind.

Nun ist diese gravitative Bindung ja aber nicht "vollkommen". Die Teilchen befinden sich ständig in Bewegung, die Geschwindigkeiten sind statistisch und auch sonst verhalten sich Moleküle ja nicht wie "große Objekte", sondern können beispielsweise Potentialbarrieren auch durchaus mal "durchtunneln". Außerdem gibt es ja den Effekt der Diffusion (der ja auch ein statistischer Effekt ist), der mit der Entropie bzw. dem zweiten Hauptsatz der Thermodynamik zu tun hat, und beispielsweise auch bewirkt, dass Brom sich beispielsweise mit Stickstoff "vermischt", obwohl es im Grunde viel schwerer ist.

Es wird also immer mal wieder vorkommen, dass Gasmoleküle die Erde verlassen und in den Weltraum entweichen. Umgekehrt wird Wasserstoff aus der Umgebung auch gravitativ an die Erde gebunden werden. Solange es keinen "Nachschub" an diesen "schweren" Gasmolekülen gibt, würde ich erwarten, dass langsam alle (halbwegs) "flüchtigen" Verbindungen (insbesondere alle Gase) durch Wasserstoff "ersetzt" werden. Warum passiert das nicht? Oder passiert es tatsächlich, ist aber ein viel zu langsamer Vorgang? Wie viel Stickstoff, Sauerstoff, ... "verliert" die Erde etwa pro Jahrtausend und wie viel Wasserstoff "fängt sie ein"? Wird irgendwann kein Leben mehr möglich sein, weil zu viel Sauerstoff durch Wasserstoff ersetzt wurde? Oder wird die Atmosphäre irgendwann "explodieren" durch den Wasserstoff, der in sie eindringt?

Erde, Gas, Atmosphäre, Diffusion, Entropie, Luft, Physik, Wasserstoff
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