Überführung Verstorbener 19.Jhd und anschließende Trauerzeit?

Guten Morgen liebe Community

Konkretes Beispiel für eine Kurzgeschichte die 1880 spielen soll:

Ein Mitglied einer gut gestellten Familie des viktorianischen Englands kommt in Indien ums Leben. (Malaria). Hätte diese Person direkt in Indien ein Grab bekommen oder wäre sie in die Familiengruft nach England überführt worden?

Und: Da Schifffahrten zu dieser Zeit ja elend lang dauerten:

Hätte man den Toten für diese Zeit in irgendeiner Form konserviert? Oder faulte er in seinem Sarg so vor sich hin und stank das ganze Schiff voll?

Andere Frage die dazugehört, die ich aber nicht für einen neuen Beitrag aus dem Zusammenhang reissen will:

Angenommen die Person wurde tatsächlich überführt: Laut Netz dauerte die Trauerzeit für Eltern ein Jahr, für Geschwister 6 Monate. Wenn wir jetzt von 6 Monaten ausgehen die das Schiff braucht bis es mit dem Toten in England ist, ist ja im Grunde die gesamte Trauerzeit schon rum, bzw. fast rum. Verlängert diese sich nach der Beerdigung?Mit anderen Worten: Ab wann galt es in diesem Fall als schicklich sich nach der Beisetzung in der Gesellschaft zu zeigen und die schwarze Kleidung abzulegen?

Ich möchte möglichst historisch korrekt sein. Also bitte direkt auf den Beispielfall beziehen. Und wenn irgendetwas überhaupt nicht zusammenpasst, wäre ich auch dankbar wenn man mich darauf Aufmerksam macht.

Danke schonmal!

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Wie wird bei euch getrauert?

Gerne möchte ich wissen wie bei euch getrauert wird.

Euer persönliches Empfinden könnt ihr mitteilen, wie ihr damit umgeht, wenn ihr einen nahestehenden Menschen verliert. 

Vor und nach der Bestattung. Wird aufgebahrt, wer kommt, wer wird eingeladen, gibt es Musik, wird gegessen und getrunken, wird geredet, werden Gefühle gezeigt, wird gelacht …? 

Auch die Gedanken an den eigenen Tod und was von uns bleibt soll hier seinen Platz haben. 

Vor allem interessiert mich die Trauer- und Erinnerungskultur aus verschiedenen Kulturkreisen – bitte dazu schreiben aus welchem Kulturkreis ihr berichtet.

Eine letzte Frage, gibt es eine Kultur, in der keine Trauer- und Erinnerungskultur gelebt wird?

. . . . .

Ich selbst bin in Deutschland aufgewachsen. Ich kenne es aus den Verwandtschaften so oder ähnlich. 

Der Tod der/des Verstorbenen wird mitgeteilt, es kommt, wer möchte oder es wird ein kleiner Kreis eingeladen.

Meist wird schwarze Kleidung gewählt.

Es wird aufgebahrt, wer möchte nimmt vor der Bestattung persönlich Abschied.

Bei einer christlichen Trauerfeier werden Lieder der Trauergemeinde gesungen, oder zuweilen das Lieblingsstück der/des Verstorbenen.

Trauergäste werfen Blumen und mit Schaufel Erde ins Grab.

Es wird gebeten die Teilnahme am abschließenden Zusammensein (Kaffee & Kuchen) mitzuteilen. Hierbei werden sich Anekdoten der/des Verstorbenen erzählt.

Es wird geweint, es wird gelacht.

In manchen Regionen Deutschlands wird dieses Kaffeetrinken "Das Fell versaufen" genannt. Wer es kennt, weiß, dass es nicht einfach makaber ist, sondern aus einer grauen Vorzeit stammt. 

Diese Formulierung kommt daher, weil es früher bei Viehhändlern und Schlachtern Usus war, den Erlös aus den verkauften Fellen der Tiere den Knechten als Trinkgeld zu geben.

Diese haben sozusagen das "Fell versoffen".

Jetzt seid ihr dran – Danke vorab.

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Habt ihr euch schon mal Gedanken über eure Beerdigung gemacht?

Vorneweg mir geht’s gut. Alles bestens aber ich wollte mir einfach mal präventiv Gedanken darüber machen.

Wie stellt ihr euch eure Beerdigung vor?
Soll sie so sein wie jede andere auch, soll sie etwas besonderes sein, soll sie besonders witzig sein?

Wo und wie wollt ihr beerdigt werden?
Wollt ihr in einen Sarg, oder eine Urne, oder wollt ihr eine Seebestattung oder, dass eure Asche irgendwo verstreut wird, oder gar einen Tree of Life, oder irgendwas anderes?

Mir persönlich ist es eigentlich egal wie ich schlussendlich beerdigt werde. Für mich tut es auch so günstig als möglich. Was ich allerdings will ist eine mega fetzige Beerdigung/Trauerfeier. Ich will, dass alle in bunten Klamotten kommen, dass für Cocktails gesorgt ist und es eim gutes Essen gibt. Zum Beispiel einen Smoker mit einem tollen pulled pork darauf oder gar ein Spanferkel. Laute Musik soll es dazu geben.

Ich finde es persönlich unmöglich selbst mit dem Tod noch Geld verdienen zu wollen. Für die Feier an für sich okay, es soll ein Fest der Freude sein. Man will/soll doch in guter Erinnerung bleiben.. Der Trend alles ruhig ist und in Trauer zu sein, alle schwarz finde ich sehr ungemütlich und bedrückend. Ich mein.. Life goes on. Ein Paar Tage später kann man doch auch wieder lachen. Es ist doch schön, dann lieber in guter Erinnerung zu leben. Oder?

Ist es überhaupt möglich bzw. Erlaubt eine mehr oder weniger „Beerdigungsparty“ zu gestalten?

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Wer zahlt die Bestattung, wenn Erbe ausgeschlagen wird?

Guten Abend,

ich habe da einige Fragen zum Thema Erbschaft und Bestattung.

Zur Info:

Meine Oma (Sozialleistungsbezieherin) ist vor drei Wochen verstorben. 

Sie hat drei Kinder. Meine Mutter und meine beiden Onkel.

Meine Mutter ist aus gesundheitl. Gründen Frührentnerin.

Onkel 1 lebt im Ausland, seine finazielle Situation ist unbekannt.

Onkel 2 arbeitet noch und verdient sehr gut.

Meine Oma hatte zu Lebzeiten (im Altenpflegeheim wohnend) einen Betreuer, der seine Arbeit ab ihrem Tod niederlegt.

Kontaktiert bei wichtigen Dingen im Heim (Krankenhauseinlieferungen etc.) wurde jedoch immer meine Mutter. 

Zu ihren beiden Söhnen hatte meine Oma keinen Kontakt.

Meine Oma hatte keine Einnahmen. Lediglich Witwenrente glaube ich, seit dem sie im Heim ist. Sie hatte jedoch auch keine Ausgaben und somit 800 EUR auf dem Heimkonto.

Meine Mutter darf das Zimmer nicht ausräumen, da sie das Erbe ausschlägt. 

Ebenso (ich bin mir sicher), werden ihre beiden Söhne das Erbe ausschlagen.

Im Krankenhaus und nach ihrem Versterben wurde der Betreuer, jedoch auch immer meine Mutter kontaktiert, da ihre Nunner als Kontakt überall hinterlegt war. Nicht so die Nummern der beiden Söhne.

Sie hat sich daher auch um die Bestattung gekümmert. Diese ist so günstig es geht ausgefallen.

Meine Mutter wird jedoch auch diese von ihrer wenigen Rente nicht bezahlen können und hat auch schon das Erbe ausgeschlagen.

Meine Mutter hat einen ihrer Brüder über den Tod meiner Oma in Kenntnis gesetzt. Er verdient sehr gut, will jedoch nichts mit der Bestattung zu tun haben. 

Zum anderen Bruder hat sie keinen Kontakt.

NUN ZU DEN FRAGEN:

  • Meine Mutter hat einen Antrag auf Kostenübernahme gestellt. Wie wahrscheinlich ist ea, dass die durchgeht, bei ihrer wenigen Rente.
  • Wenn alle drei Kinder das Erbe ausschlägt, wer kommt dann für die Beerdigung auf? Der, der „die Musik bestellt“, sprich die Bestattung organisiert hat, oder der der am meisten verdient? Oder doch der Staat? Oder wird durch drei geteilt, egal wieviel jeder verdient?
  • Und wer bekommt die 800 EUR von Omas Konto? Der Staat, oder der der die Bestattung zahlt, auch wenn keiner Erbe ist?

Danke im Voraus!

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Störung einer Bestattung?

Hallo,

ich hab heute ziemlichen Mist gebaut.

Ich arbeite als Gärtner und muss Gräber pflegen und gießen. ich fuhr heute also völlig in Gedanken zum friedhof mit einem Leiber (Mini Kipper /Kleintransporter) und fuhr um die Ecke vom Leichenhaus vorbei und störte eine Bestattung. Die Trauernden starrten mich geschockt durch ihre Masken an. Ich war sowas von überrascht, dass ich so schnell das Ding fuhr flüchtete. Ich wusste genau, dass ich Scheiße gebaut habe. Ein paar Momente später fand die Bestattung am Grab statt, welches im gleichen Abteil statt fand, wo ich arbeiten musste. Ich stellte die Maschine so lange ab, bis der Pfarrer mit Helfer abdampfte und die trauernde Menge (ca 10 Leute) sich auflöste. Zwischenzeitlich war ich an einem Grab beschäftigt als der Friedhofswärter kam und mich drauf aufmerksam machte doch bitte erst mal zu schauen bevor ich in eine Bestattung rein rase. Habe mich kurz erklärt, dass ich in Gedanken war und es völlig verpeilt habe und mich entschuldigt. Er ging. Eine Gruppe von 4 Angehörigen führten private Gespräche ein paar Meter abseits des Grabes. Ich setzte meine Fahrt mit dem Leiber fort (das Ding ist echt laut), weil für mich war die Bestattung vorbei. Prompt kassierte ich von 2 Menschen totalen Anschiss, hinzu kam der Friedhofswärter wieder, mischte sich ein und es hieß "wir haben 2 Zeugen, du hast die Maschine 3 mal gestartet während der Beerdigung bla bla bla. Ich werde das der Stadt melden, dann kriegt die Firma was mal schriftlich bla bla"

Genaue Worte konnte ich mir natürlich nicht merken, wenn 3 Leute auf einen losgehen. Der aggressivste von den 3 ist sogar zu den Angehörigen hin und hat sich total über mich aufgeregt, dabei wollte ich mich noch entschuldigen, aber nicht wenn DER da rumschreit. Naja, jetzt hab ich Schiss dass ich vlt. eine Anzeige wegen Störung einer Bestattung bekomme..

Was könnte mir blühen?

PS: Bitte nicht auf Groß- und Kleinschreibung achten 😅

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