wie weit darf ich gehen, wenn es darum geht, einen menschen, den ich nicht allzu gut kenne, zu berühren?

hey,
folgende situation: da ist dieser junge, mit dem ich in einem religionskurs bin, der seit einem jahr während dieses kurses immer wieder augenkontakt mit mir (und dementsprechend auch von meiner seite aus) aufbaut.
heute haben wir in gruppen gearbeitet und uns quasi um die tische herumgesetzt, damit jeweils vier leute in einer gruppe zusammensitzen können. dabei saß ich direkt hinter ihm, er zu seiner gruppe gewandt, ich zu meiner. später haben wir an der tafel gesammelt und ich musste mich herumdrehen, wobei ich direkt auf seinen nacken geschaut habe. er war mir so nah, wie vorher noch nie; der klang seiner stimme hatte für mich neue mitklänge, die ich von der anderen seite des raumes nicht wahrgenommen habe. irgendwie ist in mir das bedürfnis aufgekeimt, mit meinen fingerspitzen über diesen nacken zu fahren, ihn zu berühren, zart.
die vorstellung, seine weiche haut am nacken zu erkunden, ein mögliches kribbeln unter seiner haut auszulösen, hat sich in mein gedächtnis gebrannt.
ich habe es nicht getan, denn die hemmschwelle war zu groß, es waren zu viele anwesende menschen, die unwissenheit darüber, was er mir gegenüber empfindet und all das hat mich daran gehindert, meine vorstellung zu verwirklichen.
ich habe kein recht darauf, ihn zu berühren, vorallem nicht an einer solch empfindlichen und verletzlichen stelle. in einer perfekten welt, hätte ich es vermutlich getan.
ich will nicht sagen, dass ich meine entscheidung bereue, denn sie war, ich hoffe es doch stark, vernünftig und erspart mir unannehmlichkeiten.
andererseits geht mir das ganze zu einem solchen grad nicht mehr aus dem kopf, dass ich es hier niederschreibe und versuche mitzuteilen.

ich frage mich, wie viel und was genau mir gefehlt hat, um es letztendlich durchzusetzen, meinen willen durchzuführen. nun ja, hier geht es letzten endes nicht nur um mich, denn ich hätte ihm schaden können, wenn ich ihn berührt hätte - oder, wer weiß, vielleicht empfindet er mir gegenüber ja ekel, dann hätte ich ihm bloß noch mehr grund dafür gegeben. allerdings wäre ich dann heute abend kein mensch, der in seinen vorstellungen ertrinkt, sondern einer, mit einer brandneuen erfahrung. wie auch immer diese ausgesehen haben könnte.

Freundschaft, Menschen, Vorstellung, Psychologie, Liebe und Beziehung, Berührung, Hemmungen
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Wie stellt man sich als neuer Erzieher bei den Eltern vor?

Hallo, und zwar habe ich folgendes Problem: Ich fange dieses Jahr mein Anerkennungsjahr in der Kita an und bin leider zu Anfang äußerst schüchtern. Mit der Zeit taue ich dann auch meistens auf und habe zu den Kindern und Kollegen einen guten Kontakt (das sagen mir zumindest meine Erfahrungen der Praktika bisher). Lediglich zu den Eltern hatte ich in den bisherigen Praktika kaum Berührungspunkte, habe mich nur in einem Aushang vorgestellt und die Eltern am Morgen oder Nachmittag begrüßt - Gespräche oder eine persönliche Vorstellung sind dabei nicht Zustande gekommen.

Nun arbeite ich im Anerkennungsjahr nicht nur ein paar Wochen in einer Kita, sondern ein ganzes Jahr und die Elternarbeit ist ein wichtiger Teil der Arbeit. Leider weiß ich nicht so genau, wie ich mich richtig vorstellen soll. Wie passe ich den richtigen Moment ab? Schafft man es überhaupt sich bei jedem Elternteil zu Anfang vorzustellen oder passiert das mit der Zeit? Gehe ich einfach so auf sie zu und sage: "Ach übrigens, ich bin der und der"?

Das klingt wahrscheinlich alles ein wenig zu übertrieben nachdenklich und nervös, aber ich würde mich sehr über Erfahrungsberichte anderer Erzieher/innen freuen oder wie die Eltern, die selber Kinder im Kitaalter haben oder hatten, das hier sehen?

Danke im Voraus und bleibt gesund!

Schule, Vorstellung, Erzieher, Kita, Anerkennungsjahr, Schüchternheit überwinden, Ausbildung und Studium
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Wie würdet ihr reagieren/handeln?

Hallo Leute!

Ist jetzt etwas lang geworden, aber bitte antwortet. Bin ganz neugierig:

Stellt euch mal folgendes vor:

  • Bei euch (deiner Frau und dir) ist jemand ins Geschäft eingebrochen und du bekommst einen Alarm aufs Handy geschickt aber die Polizei wird nicht verständigt. Du beschließt selber hinzugehen und zu gucken ob es nicht schon wieder ein Fehlalarm ist. Als du dort bist, siehst du dass die Türe aufgebrochen ist, allerdings merkst du schnell, dass es kein Profi war, der hier eingebrochen ist. Du hörst Schritte und denkst dir da gehe ich jetzt rein. Wenn hier tatsächlich ein Anfänger am Werk ist, dann werde ich ihn das Handwerk legen. Du gehst also rein (bewaffnet mit einem Holzstück oder irgendwas außer einer Waffe). Mit einer Taschenlampe, die zufällig in deiner Jackentasche steckt, läuchtest du durch's Geschäft und bemerkst, wie sich jemand unter einem Tisch oder hinter einem Vorhang versteckt. Du schlägst dem jemand vor lauter Schreck auf den Kopf und der Einbrecher fällt in Ohnmacht. Da bemerkst du, dass es sich um eine Jugendliche handelt. Ca. 14 Jahre alt und sie sieht nicht sehr nach einem Einbrecher aus. Das Mädchen kennst du ja, es ist das Mädchen, das immer an deinem Geschäft vorbeigeht und öfter auf der Strasse allein unterwegs ist. Manchmal grüßt sie auch schüchtern. Du denkst nach, Polizei rufen oder nicht? Vielleicht bekomme ich Schwierigkeiten... Und dann beschliesst du das Mädchen mitzunehmen zu deinem nachhause und zu warten bis sie wieder aufwacht. Deine Frau erwartet dich und staunt nicht schlecht als du plötzlich mit einem fremden Mädchen angefahren kommst. Zusammen schleppt ihr sie ins Haus und legt sie auf ein Sofa. Irgendwann wacht sie auf und erschreckt sich sehr. Ihr erklärt ihr alles und sie macht einen ziemlich verängstigten Eindruck. Sie bittet euch nicht die Polizei zu rufen oder sonst irgendwen! Das Mädchen erzählt, dass es aus einem Kinderheim kommt und die Eltern schon früh verloren hat. Sie wurde von irgendwelchen anderen Jugendlichen dazu gezwungen, bei euren Geschäft einzubrechen um Geld zu holen.

Nun liegt es an dir. Würdest du die Polizei anrufen, oder würdets du einfach ohne die Polizei zum Kinderheim mit dem Mädchen fahren. Vielleicht würdest du sie sogar adoptieren? Wenn alles genau so abgelaufen wäre wie ich es niedergeschrieben habe, wie hättest du nun reagiert? Von mir aus könnt ihr die "Geschichte" zu Ende schreiben. Aber ich würde nur gern wissen, wie reagiert ihr nun?

Vorstellung, Jugendliche
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Bedürfnis nach Gewalttaten?

Hey liebe gf community, folgendes(langes) Problem: Seit ungefähr einem halben Jahr bekomme Ich ein zwei mal im Monat Vorstellungen, wie ich mir selbst etwas antue. Meist wenn ich gerade an nichts anderes denke oder gelangweilt bin. Ich sehe dann in meinem Kopf wie ich z.B. in die Küche gehe und mir mit einem Messer in den Bauch steche oder nach Hause komme und meinen Kopf gegen die Wand schlage bis er blutet. Ich bin so etwas natürlich noch nie nachgegangen und plane auch nicht, es je zu tun. Was mir Angst macht ist, warum ich überhaupt so etwas denke? Die Vorstellungen sind meist sehr realistisch und leiten mich durch die komplette Erfahrung, vom abstechen zum Krankenwagen rufen und Druck auf die Wunde ausüben damit ich nicht sterbe. Vorstellungs-Ich kümmert sich immer direkt nach dem Akt um die Verletzung und putzt eventuell sogar rumgeschmiertes Blut weg. Ich versteh das nicht und ich weiß nicht was ich dagegen machen soll. Ich habe keine Kontrolle darüber, wann die Gedanken kommen und wie sie verlaufen. Es passiert einfach und manchmal habe ich dann den Drang es tatsächlich zu tun. Das führt dann dazu, dass ich z.b. in der Küche das Messer von der Vorstellung einfach anstarren. Noch habe ich genug Selbstdisziplin die Finger davon zu lassen aber was wenn ich mich eines Tages nicht zurückhalten kann? Deswegen will ich sie loswerden und bin dankbar für was ihr dazu zu sagen habt.

Vorstellung, Gewalt, Psychologie, Bedürfnisse, Gesundheit und Medizin, Vision
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Ich überlege mir immer Szenarien wie ein bestimmtes Ereignis ablaufen wird/könnte?

Hi,

Falls die Frage oben zu undeutlich formuliert ist, versuche ich es mal so auszudrücken:

Ich überlege mir immer Szenarien über Ereignisse, die ein paar Tage in der Zukunft liegen ( oder auch mehre Monate, Jahre). Dabei steigere ich mich immer voll rein und tauche in so eine Alternativrealität ein, die ich mir dann genau ausmale.

Ein Beispiel aus der Gegenwart ist ein Treffen mit Leuten auf dem Gütle meines Kumpels. Einfach bisschen feiern. Das Mädchen mit dem ich mal was hatte, die dann die Beziehung abgebrochen hat, jedoch auf der letzten Party plötzlich wieder meine Hand gehalten hat, kommt auch. Ich habe immernoch Gefühle für sie, weiß aber nicht wie sie darüber denkt. Wir haben uns seitdem einmal getroffen, aber wir haben eigentlich kaum Kontakt, irgendwie schreiben wir nicht miteinander (was denkt ihr darüber?).

Jetzt zum Eigentlichen. Immer wenn ich jetzt abends einschlafen will denke ich über das nächste mal das ich sie sehe nach (auf dem Gütle) und male mir genau aus, wie das ablaifen wird. Ich stelle mir vor wie wir wieder plötzlich Händchen halten, wie sie ihren Kopf wieder auf meine Schulter legt, wie wir dann eine Decke holen, uns hinlegen, kuscheln und die Sterne anschauen. Ich stelle mir vor wie die andern uns anschauen und meinen, dass wir ein gutes Paar wären. Ich hab alles wie ein Film im Kopf.

Was mir auffällt ist, dass ich davon ausgehe, dass es schön wird, anstatt davon, dass wir eventuell nichteinmal miteinander reden. Ich habe selbst das Gefühl, dass ich mir selbst das zeige, was ich sehen will, als würde ich mich selbst reinlegen und austricksen.

Ich weiß jedoch nicht ob ich das überhaupt möchte, wieder was mit ihr anfangen, denn das letzte mal war mit so viel Schmerz verbunden. Ich habe einfach Angst davor.

Diese Vorstellungen tun auch weh. Ich stelme mir das dann im einen Moment so schön vor, und dann realisiere ich, dass ich mir das nur einrede. Ich werde dann immer traurig und kann nicht schlafen.

Was denkt ihr dazu,habt ihr sowas auch?

Liebe, Zukunft, Freundschaft, Angst, Vorstellung, Gedanken, Psychologie, Kummer, Liebe und Beziehung, Unsicherheit
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Lebendige Vorstellungen von lebensgefährlichen Situationen?

Hallo,

evtl eine eigenartige Frage, ich versuche sie mal hier besser zu schildern.

Also ich habe dies schon sehr lange. Minimum 7 Jahre.

Ich stell mir das immer vor ohne das ich es will und kann es eigentlich auch nicht kontrollieren, wenn ich in der Vorstellung drinstecke bzw muss es zu Ende denken.

Es ist egal, welche Situation es ist oder wo ich bin. Es passiert manchmal, wenn ich nachts im Bett liege und schlafen will

  • da stelle ich mir zb vor, wie der Freund meiner Mum(oder irgendwer anders) mich umbringen will und ich fliehe und da male ich mir sehr viele Wege aus, wie das ablaufen kann, dass ich lebendig rauskomme.
  • Auch zb das der Freund meiner Mum mich vergewaltigt(dass hab ich mir vor allem gedacht, als meine Mutter für drei Monate weg war)
  • Auch irgendwelche Streitereien mit ihm oder meiner Mum und wie sie mich schlagen oder erstechen etc

Auch passiert das im Bus

  • Da stelle ich mir vor, wie der Bus umkippt, ein LKW rein fährt, er zu brennen anfängt oder ein Attentat darauf verübt wird. Dort male ich mir wieder Wege aus, wie ich dies überlebe und was ich tun muss, um mich oder evtl auch andere zu retten

Auch kann das einfach so auf der Straße etc passieren

  • Z.b das mich jemand angreift, ich mit jemand Fremden Streit anfange und er mit Gewalt droht bzw mich angreift. Auch Bedrohungen mit Waffen sind möglich
  • oder zb wenn ich irgendwo auf der Bank hocke oder irgendwo warte, da stelle ich mir auch Sachen vor, wie jetzt irgendwas passieren kann mit Gewalt(Leute streiten, Verkehrsunfall, jemand wird von einem Hund angegriffen)
  • Dass gleich ein Auto von der Straße abkommt(zb in einer Kurve) und in mich rein fährt und ich auch wieder versuche das zu überleben bzw wie so etwas ausgeht

Joa, das sind so die größten Beispiele und dabei bzw danach merke ich, dass es sich so lebendig anfühlt oder so, dass ich starkes Herzklopfen habe und manchmal ich deswegen(bzw meine Hände) schwitzen

Ich bin mir langsam unsicher, ob so etwas normal ist oder schon fast krank. Dazu muss ich evtl sagen(ich weis nicht, ob das hilfreich ist), dass ich diagnostiziert bin mit einer sozialen Phobie und Depressionen. Ich wollte meine Therapeutin drauf ansprechen, aber traue mich nicht. Eventuell hab ich einfach eine lebende Fantasie und das viele so etwas haben bzw denken.

Dazu muss ich sagen, dass ich nie irgendwas erlebt habe, dass mit Gewalt zusammenhängt. Also wo ich involviert war. Ich hab mit dem Freund meiner Mutter ein angespanntes Verhältnis, aber es ist nie was passiert

Das war grob alles geschildert. Ich möchte einfach wissen, ob jemand Theorien hat, was das sein kann. Ob es eventuell normal ist und joa. Danke für hilfreiche Antworten!

Leben, Vorstellung, Gewalt, Psychologie, Fantasie
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