Wie ethisch ist es Bewusstlose aus ihrer Bewusstlosigkeit herauszuziehen?

Sollten sie nach Unfällen "wiederbelebt" werden, noch halb verschüttet, ihre Glieder gebrochen oder auf Organe angewiesen sein (und was es sonst noch gibt), dann denke ich, zieht man sie in kurzer und langer Sicht in ein Meer der Angst und Schmerzen, Entbehrungen, Ohnmacht und Trauer, das sie ausbaden müssen (weil dann geht es nicht mehr anders). Hätte man sie dagegen in der "natürlichen Narkose" (vollständige Bewusstlosigkeit) sterben lassen, dann müssten sie auch zukünftig nicht mehr leiden und nicht schmerzvoll sterben, weil sie eben bereits während ihrer Bewusstlosigkeit = ganz schmerzlos, starben, oder?

Holt man sie dagegen heraus, geht man immer das Risiko ein, dass sie selbst wenn sie einen Unfall unverletzt überstanden haben bzw. wieder vollständig von diesen genesen sind, später wieder einem Unfall zum Opfer fallen können und diesmal nicht so heil davonkommen, was man aber absolut verhütet hätte, durch ein Sterbenlassen, zu einem früheren Zeitpunkt (Der erste Unfall).

Wie ethisch kann es also sein, Bewusstlose - die in ihrer Bewusstlosigkeit auch nicht das Interesse haben weiter zu leben - aus der Bewusstlosigkeit zu holen, statt dabei zu helfen, sie darin mit zusätzlich eingeflössten, schmerzstillenden aber 100tig tötlichen Substanzen schnell sterben zu lassen?

Ich würde da ganz gerne eure Meinungen zu lesen. Es wäre schön, wenn ihr euch beim Verfassen Zeit nehmt.

Medizin, Gesundheit, Menschen, Psychologie, Bewusstsein, Ethik, Gesundheit und Medizin, Utilitarismus, bewusslosigkeit, Philosophie und Gesellschaft
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Ich sehe einen Suizid als einzige vertretbare Lösung - wie seht ihr das?

Irgendwie... ich weiss nur, dass ich nichts weiss. Wäre es da nicht klüger, möglichst wenige Entscheidungen zu treffen, wenn jede völlig falsch sein könnte?

Ein langes Leben besteht aus unsagbar vielen Momenten. Doch wird nicht schlussendlich durch deren schiere Masse nur die Bedeutung des einzelnen Moments herabgestuft? Ist ein langes Leben wirklich erstrebenswert?

Ein Käfer strampelt und kämpft um sein Leben. Für ihn scheint es mehr Wert in seiner Existenz zu geben als in meiner für mich. Durch mein Leben -egal wie viel Mühe ich mir gebe- werden aber Millionen derartiger Lebewesen ihres Lebens beraubt. Ist mein Leben ein solches Opfer wirklich wert? Ist mein Leben wirklich mehr wert als das eines einzelnen Bakteriums?

Ich möchte nicht zu all dem Leid und der Schlechtigkeit in der Welt beitragen. Ich will unserer wunderbaren Natur nicht länger schaden. Ich will nicht dazu beitragen, den Klimawandel noch weiter voranzutreiben. Aber um wirklich, konstruktiv, zu einer besseren Welt beizutragen braucht es Fähigkeiten, die mir fehlen, z.B. die Fähigkeit mit anderen zusammenzuarbeiten.

Ausserdem, sogar wenn ich einen Weg finde, wie ich dieses Problem entschärfen kann - ich bin mir ziemlich sicher, dass mir das in ein paar Jahren zu anstrengend werde und zu einem bequemeren Lebensstil wechsle, was ich mich um jeden zu verhindern verpflichtet sehe... Oder dass ich mich ins Gegenteil reinsteigere, noch extremer... auch einen Amoklauf würde ich eigentlich gerne vermeiden ^^

Nun ja, ich würde mich sehr über Antworten freuen... Wie seht ihr das? Liege ich vielleicht doch (hoffentlich, denn eigentlich würde ich so gerne leben...) falsch?

Umwelt, Klimawandel, Psychologie, Philosophie, Selbstmord, Suizid, Utilitarismus, Wert, große Fragen, Philosophie und Gesellschaft
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Interessensfrage, wie ist die Auslegung von zoophilie in Deutschland geregelt?

Achtung, Text ist ein bisschen länger xD. Hallo und guten Morgen. Ich möchte im vorraus betohnen und klar stellen, das ich solch eine sexuelle Praktik, die ein Tier oder ein anderes Wesen nötigt, sich dem Menschen zu unterwerfen nicht beführworte und gegen solch ein Praktiken bin, diese Frage ist aus reinem Interesse an der Rechtslage in Deutschland gestellt, da für mich einige Punkte nicht erkenntlich sind. Also, der Hintergrund. Ich interessiere mich für das deutsche Rechtssystem und dessen Auslegung in bestimmten Fällen. Ich habe gestern ein wenig im Netz gesurft und bin auf das Thema Zoophilie gestoßen. Mir war vorher bewusst, dass es so etwas gibt, aber genauer damit beschäftigt habe ich mich damit nicht. Allerdings verwirrt mich folgendes. Soweit ich es verstanden habe, war die Zoophilie bis 1969 mit Gefängniss Strafe zu ahnden, wurde aber dann im Zuge der Rechtsreform legalisiert. Im Jahre 2013 wurde allerdings ein neuer Gesetzbeschluss erlassen, welches sexuelle Handlungen mit Tieren verbietet. Allerdings ist dies nach meiner Information nur eine Ordnungswidrichkeit, was mich stutzig macht, da ich nicht genau verstehe, was die s im Enteffekt zu bedeuten hat. Außerdem las ich etwas von einer Regelung, welche den Geschlächtsverkehr mit einem Tier nicht verbietet, so bald es zu einer Artuntypischen Handlung gezwungen wird. Was heißt dies am Ende genau? Außerdem Frage ich mich, ab wann zählt eine Zoophile Handlung als Strafbar? Ich weiß nicht mehr genau in welchem Land es so geregelt ist, aber es zählt erst als Verbrechen, wenn eine Penetration durch einen der Partner durchgeführt wurde, wie ist dies in Deutschland, ich meine, es verwundert mich schon, dass man gantz offen bei google Anzeigen und Boards für Zoophile Anzeigen findet. Zusammengefaßt möchte ich folgendes wissen. 1: Ab welchem Moment ist Zoophilie strafbar, also erst bei der penetration oder schon vorher? 2: Was bedeutet genau Ordnungswidrichkeit in diesem Falle. 3: Wie ist das mit der Regelung gemeint, dass es kein Vergehen ist, wenn das Tier zu einer Art untypischen Handlung gezwungen wird? 4: Wie kann man geschädigten Tieren helfen und was kann man gegen solche Menschen tuhen, ich distanziere mich allerdings von hetze und Lynchmobs im Internet oder im öffentlichen Leben, links wären gantz nett. Nochmal, ich distanziere mich von Zoophilie und anderen solchen Praktiken.

Tiere, Deutschland, Sex, Recht, Gericht, Tierschutz, Gesellschaft, Utilitarismus, Gesätz
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Utilitarismus: Wer versteht ihn und kann sagen ob das so richtig ist?

Utilitaristisch.Was heißt das? Den Begriff Utilitarismus haben Jeremy Bentham und John Stuart geprägt. Es geht dabei um die Nützlichkeit. Also denken die Menschen nur an ihren eigenen Nutzen oder an den der Masse den Deutschen. Es geht nicht darum ein Flüchtlingskind zu retten. Es geht darum, dass Deutschland seinen Wohlstand behält. Die Grundformel des Utilitarismus ist: „Diejenige Handlung bzw. Handlungsregel (Norm) ist im sittlichen bzw. moralischen Sinne gut bzw. richtig, deren Folgen für das Wohlergehen aller von der Handlung Betroffenen optimal sind.“ Eingefügt aus <https://de.wikipedia.org/wiki/Utilitarismus> Wenn die Deutschen davon profitieren, wenn 1000 Menschen abgeschossen werden, dann soll es so sein. Wenn die Deutschen ihre Milch nicht aufgeben wollen, da das Wohlstand für sie ist, dann ist ihnen das auch wert Kühe und Kälber zu töten, die Erde auszubeuten und statt den Kindern in Entwicklungsländern lieber den Kühen das Wasser zu geben. Damit sie noch etwas Milch geben bevor sie getötet werden. Das ist unsere Ethik, solange wir die Opfer nicht sehen müssen. Die Medien wären eigentlich dazu da, uns diese Opfer zu zeigen. Doch das ist nicht möglich, solange sie nicht selbst davon profitieren. Also liegt es allein in unser eigenen Macht, ob wir den Fernseher abschalten und denken. Und ob wir nur an uns und unseren Wohlstand denken, oder auch an jede kleine Biene. Denn obwohl die Biene kleiner ist als der Mensch, können wir trotzdem nicht ohne sie überleben.

Ein Teil von der Arbeit, hat noch Zusammenhang zu anderem. Ich weiß nur nicht, ob man das darauf so beziehen kann.

Menschen, nutzen, Egoismus, Ethik, Medien, Moral, Philosophie, Utilitarismus, nützlichkeit
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