Unterschied Handel- und Regelutilitarismus?

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1 Antwort

Handlungsutilitarismus:

Diese Form des Utilitarismus untersucht jede Handlung nach ihren Konsequenzen. Jede einzelne Handlung wird betrachtet und ist moralisch gut, wenn sie den meisten, die davon betroffen sind, am meisten Glück bringt. Sie ist schlecht, wenn sie mehr Leid bringt.

Beispiel: Ich habe einen Schokoriegel. Wenn ichd en allein esse, dann habe ich ein wenig freude. Wenn ich den teile, haben mein Kumpel und ich Freude und weil wir uns gegenseitig freuen, ist das noch besser. Also teile ich ihn mit meinem Kumpel. Das ist das moralisch Gute.

Regelutilitarismus:

Diese Form des Utilitarismus betrachtet nicht mehr jede einzelne Handlung selbst, sondern die Regeln, die hinter den Handlungen stehen. Wenn man jeden tag entscheidet, bei jeder Handdlung, hat man meist keine Zeit, sich für jede Handlung immer alle Konsequenzen auszudenken. Deswegen ist es sinvoll, sich nach allgemeinen Regeln zu orientieren, die dann als Regel die meiste Freude hervorbringen, weil es sie als Regel gibt. Dann muss man sich nur noch an die Regeln halten und die Regelnw erden utilitaristisch abgewägt, nicht mehr jede einzelne Handlung.

Beispiel: Man kann nicht jedes Wort, welches man sagt, überprüfen. das ist viel zu umständlich. Die Regel "Ich beleidige niemanden" bringt als Regel grundsätzlich weniger Leid und mehr Freude, daher kann man sich aber an diese Regel halten.

Der Unterschied ist darin, dass beim Regelutilitarismus eben die Regeln utilitaristisch untersucht werden und beim Handlungsutilitarismus jede einzelne Handlung.

Das führt dazu, dass diese beiden Formen auch zu unterschiedlichen Urteilen kommen können.

Selbstmord beispielsweise kann nach Handungsutilitarismus richtig sein: Wenn jemand so krank ist, dass er immer Schmerzen hat, kann ein Selbstmord das Leid kleiner machen.

Der Regelutilitarismus würde aber sagen, dass die Regeln, dass Selbstmord verboten ist und die Menschen davor geschützt werden müssen, sich selbst zu töten (zum Beispiel durch Einweisung in geschlossene Einrichtungen), richtig ist, weil die Regel "Jeder darf sich umbringen, wenn er leidet." vermutlich mehr Leid bringen würde, als die Regel "Der Mensch muss davor geschützt werden, sich umzubringen", weil mit der zweiten Regel viele depressive Menschen vor dem Selbstmord bewahrt werden können und geheilt werden können.

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