John Rawls und der Utilitarismus, was sind die Unterschiede?

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2 Antworten

Kant und Utilitarismus, das passt nicht. Da gibt es wohl ein Missverständnis. Die Vertragstheorie geht weit über den Utilitarismus hinaus auf den antiken Philosophen Epikur zurück und war Bestandteil des Epikureismus. Als solcher ist er schon ab dem Auffinden der Dichtung "De rerum natura" von Lukrez in der Renaissance in der politischen Diskussion gewesen und unterschiedlich bereits seit den Anfängen der Aufklärung unterschiedlich aufgegriffen worden, z.B. von Michel de Montaigne, von Rousseau und den Enzykopädisten, den französischen Aufklärern. Ihnen lag die Übersetzung des Epikureismus durch Pierre Gassendi vor, der mit Thomas Hobbes in Kontakt stand und ihn mit der Vertragstheorie beeinflusst hat. Über Hobbes war sozusagen die englische Aufklärung davon "infiziert" und der Utilitarismus ist ein Kind der englischen Aufklärung gepaart mit der Entwicklung der engl. Demokratie. In der historischen Entwicklung wird auch die Grundidee des Utilitarismus weiterentwickelt und Rawls ist eine Variante. Zu welcher Variante der Geschichte des Utilitarismus soll denn verglichen werden? DEN UTILITARISMUS gibt es nicht. Es gibt evtl. utilitaristische Grundsätze, die von allen Philosophen vertreten werden, die utilitaristische Ideen weiterentwickelt haben. Bei Differenzen muss man immer auch die jeweilige Zeitgebundenheit berücksichtigen.

Du solltest dich erstmal grundlegend mit den Thema beschäftigen.

Der Utilitarismus wurde von Bentham und Mill entwickelt. Dieses Konzept steht der Deontologie von Kant gegenüber. Das zum Anfang.

Abhängig davon wie gut drin Englisch ist, empfehle ich dir für "Stanford encyclopedia of philosophy". Das ist eine zitierfähige Internetseite auf der anerkannte Experten über Philosophen und den Theorien schreiben. Ähnlich wie Wikipedia aber nicht von Laien, die Autoren werden dazu eingeladen.

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