Schopenhauer und Goethe kannten sich persönlich. Schopenhauers Mutter war ja Goethe-Fan und von diesem Verhältnis war er selbst nicht so begeistert. Als Kritik an Goethes Farbenlehre hat Schopenhauer eine eigene geschrieben.

http://www.museumsgesellschaft.ch/bibliothek/fundstueck/fundstueck-schopenhauers-farbenlehre-mit-und-gegen-goethe

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Nein. Menschen haben schon immer um die besseren Futterplätze gekämpft. Nicht umsonst waren früher Städte und Dörfer mit Schutzmauern und Wällen umgeben, deren Pflege viel Geld gekostet hat. Menschen haben sich in ihrer Vermehrung immer schon bis an die Grenzen der Ernährungsmöglichkeiten ausgedehnt. Das wurde dann durch Hungersnöte und Kriege eingedämmt. Vor uns gab es keine Generation, die in ihrem Leben nicht mindestens einen Krieg erlebt hat, nicht selten mehrere. Das ist übrigens unter Tieren auch nicht anders. Selbst die Ameisen haben ihre Soldaten.

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Das ist nicht nur im Westen so. Politiker und Mächtige in der ganzen Welt üben die Schönfärberei. Da sind unsere in Deutschland noch harmlos gegenüber anderen. Es gehört auch eine Bevölkerung dazu, die sich wie z.B. in Italien oder Frankreich gern selbst betrügt, dass soziale Segnungen ohne entsprechende Produktion möglich wären. Die hoffen ja drauf, dass Deutschland zahlt und im Prinzip läuft das ja auch. Armut, Mobbing und Ausgrenzung ist ein menschliches Leiden, das es schon in der Steinzeit gab. Den guten Naturmenschen hat es nie gegeben. Das Leben war vor 1933 viel härter als heute. Lies mal den Frankfurter Roman "Die Siechenmagd", die um 1500 spielt. Da gab es Arme, die wirklich gehungert haben und heute nicht wussten, was es morgen zu essen geben würde. Den Sozialstaat immer weiter ausweiten und überziehen kann schnell ins Gegenteil umschlagen. Wer weiß denn noch, dass die Arbeitslosenversicherung in Deutschland erst am 16. Juli 1927 eingeführt wurde. Davor gab es keine allgemeine Absicherung.

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Ein engl. Wissenschaftler ist mir nicht bekannt, aber sicher gibt es ihn. Dass sich die Welt und vor allem die Menschheit immer zum Positiven nach oben bewegt war auch die Weltsicht von G.W. Friedrich Hegel, einem deutschen Philosophen des Idealismus. Im Prinzip hat das auch Marx als sein Schüler übernommen und geglaubt, dass sich über soziale Kämpfe die Gesellschaft immer weiter bis zum Ideal des Kommunismus verbessert. Schaut man sich die Entwicklung der Menschheit von den Steinzeitmenschen bis heute an, ist da was dran. Im Schnitt sind die Menschen auch friedlicher geworden.

Allerdings gab es in dieser Entwicklung auch gewaltige Einbrüche, die wie im Mittelalter die Menschen in der Entwicklung 1000 Jahre zurückgeworfen haben. Wenn man sich mit dem Mittelalter oder der Antike beschäftigt, kann man feststellen, dass Menschen viel aushalten. Die Angst, dass die Menschheit untergeht, ist eher unbegründet, nicht aber, dass es mal zu großen Katastrophen kommen kann, in denen evtl. die Hälfte der Menschheit nicht überlebt. Das wären dann aber immer noch 4-5 Milliarden, die übrig bleiben. Wer weiß denn heute noch, dass im 30jährigen Krieg (1618-1648) die Hälfte der deutschen Bevölkerung umgekommen ist. 100 Jahre später ist David Hume durch Deutschland gereist und hat von einem prosperierenden Land berichtet. Oder schau Dir an, wie Deutschland nach 1945 ausgesehen hat und ab 1955 wurden bereits die ersten Gastarbeiter geholt.

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Es geht im Armutsbericht nicht um absolute Armut sondern um "relative Armut". Das ist geschickt gemacht von den Nutznießern der Armut, den Hilfsorganisationen, denn es garantiert ihnen auf unendliche Zeit eine feste Klientel und staatliche Unterstützung. Relative Armut wird in Prozent des Durchschnittseinkommens gerechnet und da kann der Staat tun was er will, es wird immer Menschen geben, die nur 40% des Durchschnittseinkommens haben, selbst wenn alle gemessen an anderen Ländern steinreich wären. Dann hätten wir halt steinreiche Arme!

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Sonstiges...

Das ist eine Frage der Interpretation. Jesus selbst hat ja nichts geschrieben und - seltsam für einen Erlöser und Religionsgründer - nichts Schriftliches hinterlassen, was seinen Willen oder den seines Senders klar darstellt. Statt dessen haben wir nur sehr unterschiedliche Berichte von begeisterten Anhängern, die aber nicht gleichzeitig erschienen sind noch in den historischen Einzelheiten übereinstimmend. Von all diesen Berichten sind gut 200 Jahre später von der dann mächtigsten Gruppe vier Berichte ausgewählt worden, die ihrer Überzeugung am nächsten kamen, die anderen wurden als nicht echt abgelehnt. Nach Meinung der historischen Bibelforschung folgte die Main-Tradition der Lehre des Paulus, der interessanterweise den Jesus nie persönlich kennengelernt hatte. Manche Forscher des frühen Christentums gehen so weit, die Gründung und erste Theologie der frühen Kirche eher dem Paulus als dem Jesus zuzuschreiben, wobei Paulus den Jesus nur benutzt und in seiner Überzeugung umgedeutet hat. Für die Juden, die ihre Tradition bestens kannten, war ein Messias, der am Kreuz scheitert, eine Gotteslästerung.

Nun hat sich interessanterweise im Neuen Testament eine Überlieferung erhalten, in der Jesus selbst in einem Gleichnis davon erzählt, dass der Vater=König den Ertrag seines Wirkens haben möchte. Er schickt den Menschen Boten (gemeint die Propheten), die aber misshandelt und getötet werden. Dann denkt er, er sollte seinen eigenen Sohn und Erben schicken, auf den würden sie aus Respekt hören. Doch der König täuscht sich gewaltig. Die Menschen sagen sich, wenn wir den Erben töten, sind wir den König und seine Macht los und können selbst König sein. So töten sie auch seinen Sohn. (Markus 12, 1-12) Das ist offensichtlich eine ganz andere Theologie als die paulinische. Dann wird aber eine Interpretation nachgeschickt, das Gleichnis nur auf die Juden umgemünzt und nicht auf die Menschen allgemein. Diese Uminterpretation kann wie einige andere Stellen im NT als Quelle des christlichen Antisemitismus bezeichnet werden.

Die paulinische Sühnetheologie der Opferung des eigenen Sohnes widerspricht sehr dem Opferverzicht Gottes gegenüber Abraham, als dieser seinen Sohn Isaak opfern will und Gott das ausdrücklich als Ende der Menschenopfer untersagt. Dieser Gott soll dann also als beleidigte Leberwurst seinen eigenen Sohn opfern? Das ist die Schuld- und Sühne-Theologie des Paulus, nicht die des Jesus und seines barmherzigen Vaters. Ich finde es immer wieder interessant, wie Theologen diesen Widerspruch wortreich wegreden. Allerdings ist es eine Theologie, die die alten Erlösungsmystiken von Isis und Horus oder von Dionysos aufgreift und eine Verarbeitung alter Naturmythen darstellt.

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Es braucht nicht das BGE. Schon jetzt ist unser freigiebiger Sozialstaat - auf Kosten der Armen und Mittelschicht, nicht der Reichen - ein Magnet für alle, die ihren korrupten Regierungen und einer aussichtslosen Perspektive entfliehen wollen. Mit dem Migrationspakt, der nur die Rechte der Migranten und keines der Zwangs-Gastgeber aufführt, wird der Schwall der Einwanderung noch größer. Es wird auch Migrationsgewinnler unter uns geben, z.B. Rechtsanwälte, die ohne Ende auf Kosten der Allgemeinheit auf Durchsetzung der Rechte der Gäste gegen die Gastgeber klagen. Dazu kommen alle, die im kalten Norden für warme Unterkunft, menschenwürdig natürlich mit neuen Möbeln und Anspruch auf Gesundheitsversorgung und Ausbildung sorgen und daran verdienen. Bezahlen müssen es die Steuerzahler, die langsam zu Bezahlsklaven werden. Immerhin warten Millionen, an diesen Segnungen teil zu haben.

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Wenn man sich die letzten Fälle anschaut, haben sie immer das gleiche Bild: Es sind der Polizei bekannte Kleinkriminelle, die sich angeblich erst kurzfristig radikalisiert haben. Dass moslemische Kleinkriminelle eine Quelle für Terroristen sind, dass das mit der kurzfristigen Radikalisierung wohl nur eine Ausrede ist, weil man nicht zugestehen will, dass wir mit offenen Grenzen uns diese Probleme selbst ins Land geholt haben, das soll wohl untergebuttert werden. Und wo wurden die radikalisiert? Da muss es doch Gurus geben, die das betreiben. Immer hören wir nur von den kurzfristig Radikalisierten, nie von den Radikalisierern! Wer sind die? Hat man schon mal gehört, dass dagegen vorgegangen wurde, oder geschieht das in vielen Moscheen, die für viel Geld vom Verfassungsschutz beobachtet werden, ohne dass eingegriffen wird. Ich glaube, dass wir - um des lieben Friedens willen - hinters Licht geführt werden und etliche Politiker und Ideologen verdecken wollen, wo die wirklichen Ursachen liegen, was mit ihrer Politik und Ideologie zu tun hat.

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Welche Leute in Chemnitz? Die Linken? Oder die betroffenen Bürger? Da gab es zumindest einen konkreten Anlass. "Gelbwesten" dagegen sind ein diffuses Zeug mit Forderungen, die keine sinnvolle Politik ergeben. Nur "gegen" sein ohne vernünftige Alternativen? An den Gelbwesten in Frankreich ärgert mich nur, dass die ihre Wirtschaft ruinieren und wir das dank EURO mit bezahlen müssen.

G20 Gipfel: Das ist ein konkretes Feindbild diffuser Linker, die gerne mal wieder einen Anlass haben, zu stänkern. Deine Forderungen werden jedoch großenteils nicht von linker Ideologie gedeckt, teilweise wohl eher als "rechts" angesehen. Wer soll da kommen. Dass die in Frankreich immer gerne auch alles kaputt schlagen ist einer der Gründe, warum sie nie auf einen grünen Zweig kommen. Von mir aus können sie das machen, doch nicht, wenn wir den Zahlmeister spielen.

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Diese Aussage ist soziologisch gesehen Müll. Wer sind "DIE REICHEN", und warum und wie sind sie reich und woran wird gemessen wer sich wie absetzt. Leute, die reich sind, sind ja keine geschlossene Gruppe. Das gleiche gilt an Fragen an die angeblich Armen. Wer ist das? Was unterscheidet die Armen, z.B. die jenigen, die schon seit Generationen nicht aus ihrem Status kommen von denen, die als Arme eingewandert sind. Wie kommen einige der Eingewanderten dennoch in die Mittelschicht? Da gibt es so viele Detailfragen, die von der pauschalen Frage mehr verdeckt als geklärt werden, und die Beantwortung im Einzelnen dürfte viel Arbeit machen. Und KLassenkampf? Das würde ein Klassenbewusstsein voraussetzen und damit hat bereits Marx schief gelegen. Da hilft auch keine Beschwörung.

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Nö, wir sind halt nicht besser als die vor uns. Außerdem, was heißt hier WIR? Welchen Einfluss hast Du oder unser kleines Deutschland auf 1,3 Milliarden Chinesen, auf 1,3 Milliarden Inder oder 1,3 Milliarden Afrikaner? Jeder der drei genannten hat eine andere Geschichte, eine andere Einstellung. Keiner von all diesen will bewusst die Erde kaputt machen! Das allerdings gelingt so leicht auch nicht. Es wird evtl. große Krisen geben, weil die zu erwartende Überbevölkerung, die begrenzte Nahrungsproduktion und Energieversorgung irgendwann zu Konflikten führt. Das war aber immer so. Bis jetzt haben allerdings die in vielen Kriegen ausgetragenen Probleme langfristig nie dazu geführt, dass die Menschen insgesamt weniger wurden.

Die Vielzahl der Menschen ist das größte Problem des Planeten, nur wird auch das sich regulieren, wenn nötig in Kriegen und Hungersnöten. Um die Erde mache ich mir keine Sorgen. Das reguliert sich. Ich fühle mich auch nicht für die Menschheit als ganzes zuständig. Die zahlen mir keine Rente und helfen mir nicht in der Not. Wenn überhaupt, mache ich mir Sorgen, dass unsere ehemals stabile Gemeinschaft mit ihren sozialen Einrichtungen ausgehöhlt wird in der Illusion, wir 80 Millionen könnten über sieben Milliarden Menschen retten, selbst wenn die meisten davon das gar nicht so wollen, wie die wenigen 80 Millionen. Ich fürchte, der deutsche Weltbeherrschungstrieb nimmt als Weltrettungstrieb nur neue Formen an. Wir sind wieder mal die, die der Welt moralisch sagen, was zu tun ist. An Größenwahn hatten wir noch nie Mangel.

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Historisch ist der Utilitarismus entstanden in England im Rahmen der Demokratisierung und Profanisierung zur Zeit der Aufklärung vor allem in England, angefangen mit Thomas Hobbes (1588-1679), weiter über John Locke (1635-1704) und über David Hume (1711-1776) zu Stuart Mill (1806-1873). Davor waren Kirche und König (Feudalismus) von Gott als Herrscher erwählt und göttliche Gesetze ihrer Interpretation waren maßgebend. Nach der Demokratisierung standen die Volksvertreter vor dem Problem, eine nicht an religiösen Vorgaben orientierte Gesetzgebung zu formulieren. Der Utilitarismus war dann das philosophisch-ethische Ringen um Wertmaßstäbe ohne religiöse Bindung. Das war eine lebhafte Diskussion ohne festgeschriebene Dogmen. 

Die Kirchen, die immer mehr in Kooperation mit dem Adel (noch im 19. JH waren die meisten Kirchenfürsten Adelige) an Einfluss verloren, haben vor allem in Deutschland bis ins 20. JH um ihren Einfluss gekämpft und den a-religiösen Utilitarismus verunglimpft. Die größte Stärke einer utilitaristischen Einstellung ist, dass sie in unsere bekenntnis-offene Zeit passt. Er ist die Grundlage jeder demokratischen Ethikdiskussion, die alle Bürger, ob religiös oder nicht, einschließen will. 

Der Utilitarismus ist undogmatisch und die philosophischen Aufsplitterungen sind weit gestreut. Kern ist immer noch, dass es sich um eine religiös nicht gebundene Wertorientierung handelt, die Entscheidungslösungen sucht, die für die jeweils Betroffenen (teils auch Folgewirkungen auf künftige Betroffene) den besten Ausgleich sucht. Ziel utilitaristischer Diskussionen ist das Lebensglück der Menschen im Hier und Jetzt, nicht im Jenseits. 

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Ob Psychologie, Philosophie oder auch Theologie, nicht mal Jesus ist vor Missbrauch und Fehldeutung sicher. Da Sartre viel geschrieben hat, kann jemand, der nur einen Ausschnitt seiner Werke liest ohne Gesamtkenntnis, evtl. sogar mit fehlerhafter Orientierung, natürlich auch Sartre fehlinterpretieren. Die Schriften Sartres sind ja nur eine Botschaft mit vielen unterschiedlich emotional besetzten Begriffen, die je nach emotionaler Situation des Rezipienten ganz verschieden interpretiert werden können. Das Problem ist dann fast immer der Rezipient, weniger der Sender. Psychisch labile Personen neigen immer öfter zu einseitig emotionaler, immer auf sich bezogener Interpretation statt sachlicher, eher unpersönlicher Bewertung. Das macht ja die Kommunikation mit ihnen so schwierig.

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Bevor man einzelne Texte liest, sollte man in einem Buch über Philosophiegeschichte mal nachlesen, wer diese Leute sind und was ihre Grundeinstellungen sind. Denn es gibt in der Philosophie sehr verschiedene Grundauffassungen, aus denen sich dann im Einzelnen ganz andere Begriffsinterpretationen ergeben. Gerade bei dem Begriff der Willensfreiheit ist die Frage, was verstehen Sartre, Gehlen und Bieri einmal unter "Willen" und dann vor allem unter "Freiheit". Sartre und Gehlen sind zwar fast gleich alt, doch mit ganz verschiedener Historie und Bieri ist gut eine Generation jünger und Anhänger der analytischen Philosophie.

Gehlen war den Nazis untertan (1904-1976), Sartre war in der Resistance gegen die Nazis aktiv (1905-1980) und Bieri (geb. 1944) hat von all dem nichts mitgekriegt. Dass jemand, der seinen Willen freiwillig unter die Herrschaft der Nazis gestellt hat andere Rechtfertigungen braucht wie jemand, der mit Einsatz seines Lebens gegen die Nazis gekämpft hat, der wie Sartre die Konflikte der Widerstandsbewegung in kritischen Situationen erlebt hat, hat andere Auffassungen von freiem Willen wie jemand, der sich dieser Auseinandersetzung mit "geistiger Flucht" entzogen hat (Gehlen). Dennoch haben beide ein naturalistisches Menschenbild, sind eher Atheisten. Da ist der Mensch teil der Natur und eingebunden in das Beziehungsnetz der Welt gibt es für sie, anders wie für philosophische Idealisten keine absolute, sondern nur eine relative Freiheit.

Für einen Vertreter der analytischen Philosophie mit ihrer Sprachbetonung hat die Begriffs- und Geisteswelt eine andere Bedeutung wie für den Existentialisten Sartre, für den die Existenz der Essenz vorausgeht. Allerdings ist Bieri auch eher ein Agnostiker, d.h. Geist ist für ihn keine Seinsform einer höheren Existenz. Prägt die Realexistenz mit Erziehung und Umweltbedingungen eher unser Denken (Sartre) oder gestaltet unser Denken eher die Umwelt (Bieri). Daraus ergeben sich zwei verschiedene Arten, mit Freiheit aktiv umzugehen. Genaueres könnte man erst sagen, wenn Du die Texte angeben könntest, denn mehr als generelle Aussagen sind so nicht möglich.

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Wen interessiert das? Wir werden schon in naher Zukunft, lange bevor sowas wie Unsterblichkeit für die Wissenschaft möglich sein wird, gewaltige Probleme mit der Überbevölkerung haben. Dann wird die Frage sein: Wer darf überhaupt leben und wer nicht. Für Forschung "Unsterblichkeit" wird es dann keine Forschungsgelder geben. Wer will Unsterblichkeit, wenn wir uns als Sterbliche schon auf den Füßen stehen? Und wichtig ist die Qualität der Beziehungen, wozu Geld nur ein Schmiermittel ist. Im Sozialismus reichte es, Funktionär zu sein. Geld ist nicht die einzige Möglichkeit, Verteilungen zu beeinflussen, wenn auch die sozialste, weil für Geld jemand vorher etwas leisten muss, als Funktionär muss man nur bereit sein, tief genug in mächtige Ärsche zu kriechen.

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Anderes...

Das steht alles im Alten Testament und die Gottesbilder des Alten Testaments sind anders als die neoplatonisch geprägte Theologie, aus der die Qualität der Allwissenheit stammt. Auch im Neuen Testament gibt es eine Stelle, dass Gott sich gewaltig irrt, als er als Vater glaubt, wenn er seinen Sohn zu den verirrten Menschen schickt, würden sie umkehren und ihm folgen. Statt dessen töten sie ihn. Kann man sich mehr irren? Die mehr auf der platonischen und später neoplatonischen Philosophie basierende Theologie hat etliche Widersprüche zu den Inhalten der Bibeln. Immerhin hat noch der Kirchenlehrer und an der Stoa orientierte Origines Jesus für den vom einzigen Gott Vater ausgehenden Logos (siehe Introitus Johannesevangelium) gehalten und die erst von Augustinus auf neoplatonischer Philosophie beruhende Dreifaltigkeit bestritten. In den Bibeln gibt es nicht eine einzige Stelle als Beleg für die Dreifaltigkeit ohne massiv manipulierende Interpretation.

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Der Satz des Descartes war - zu seiner Zeit - revolutionär und hat ihm die Verfolgung durch die Kirche/Inquisition eingebracht. Da ging es um Macht. Denn bis dahin beanspruchten die Oberen der Kirche, festzustellen, natürlich im Namen Gottes, was ist und was nicht ist und was nicht sein darf. Nur, das war so um 1635, als man sich in Deutschland im 30jährigen Krieg gegenseitig gemeuchelt hat, zum Schluss etwa die Hälfte der Bevölkerung abgemurkst war. Das waren etwas andere Zeiten und andere Auffassungen. Descartes wird immer nur auf diesen Satz reduziert. In Wirklichkeit hat er Entscheidendes beigetragen, die Wissenschaft aus den Zwängen der Kirche zu befreien. Der Satz des Descartes und erst recht der ähnliche des Augustinus repräsentieren die Weltsicht des damals vorherrschenden Dualismus, der Aufteilung der Welt in regierenden, regelnden Geist und dumpfe Materie.

Unser heutiger ganzer Wissenschaftsbetrieb belegt das Gegenteil. Der Dualismus ist bis auf Randerscheinungen "out". So alles dominant wie damals gibt es ihn heute nicht mehr, nicht mal in den kirchlichen Auffassungen, auch wenn sie theologisch an den Auffassungen des Thomas von Aquin im 12. JH festhalten. Aber machtsüchtige Kirchenfürsten waren schon immer rückständig. Doch kehrt man heute selbst bei Thomas die eher empirisch orientierte Seite des an Aristoteles Orientierten hervor. Wenn Du das Buch "Der Name der Rose" des Experten für Mittelalterphilosophie (die eigentlich mehr Theologie als Philosophie war) Umberto Eco liest, zu dessen Beginn vom Tod des Thomas von Aquin gesprochen wird, dann handelt dieses Buch von der Auseinandersetzung der augustinisch und neoplatonisch geprägten Scholastiker mit den aristotelisch, aquinisch geprägten Scholastikern. Das Buch ist ein Krimi in der Zeit des Umbruchs der scholastischen Philosophie des Mittelalters. Das ist noch vor Descartes.

Längst hat einer der führenden Hirnforscher Antonio R. Damasio einen modernen Gegenentwurf geschrieben mit dem Titel: Ich fühle, also bin ich. Darin wird beschrieben, wie sich nach heutiger Sicht Bewusstsein in Schichten aufbaut und danach kannst Du Descartes zu den Akten legen, was nicht heißt, dass dabei seine historischen Verdienste untergebuttert werden sollen. Wissen baut in Fehlerkorrektur immer eins auf dem anderen auf. Und die Stufe Descartes war durchaus wichtig. Darum ist in allen Bereichen, Philosophie wie Wissenschaft immer die Frage, wann wurde das geschrieben und ist es nicht längst überholt und korrigiert.

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Dir ist schon bekannt, dass in den inzwischen verflossenen "sozialistischen Staaten" Umweltschutz nicht gerade super war? Umweltschutz war auch für Marx kein Thema, sonst hätte er in seiner utopischen Vision des Kommunismus nicht gefordert, "jedem nach seinen Bedürfnissen", denn dieser Forderung stehen nicht nur die Wünsche anderer Menschen entgegen sondern auch die Begrenztheit der Natur. Kommunismus hat Marx nicht als Diktatur beschrieben, in der von irgendeiner Instanz den Menschen diktiert wird, wie viele Handys sie nutzen dürfen und welche Auswahl. Dazu solltest Du mal das Kommunistische Manifest lesen, was da wirklich steht.

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Einen Naturzustand gibt es nicht. Wann soll der gewesen sein? In der Steinzeit? Bei den Neandertalern? Über deren Rechtsempfinden wissen wir nichts. Wir wissen ja kaum, wie sie miteinander umgegangen sind.

Recht ist eine gesellschaftliche Einrichtung und regelt den Umgang der Menschen miteinander. Was gerne verwechselt wird ist gesellschaftlich für alle festgelegtes Recht mit dem individuellen Rechtsempfinden. Das individuelle Rechtsempfinden ist aber zwischen verschiedenen Personen sehr unterschiedlich. Da gibt es in einigen Bewertungen zwar sowas wie Kernauffassungen. Z.B. bei "Du sollst nicht töten." dass nicht willkürlich jemand abgemurkts werden darf. Aber wie es aussieht mit Staatsgewalt (Todesstrafe) und Krieg (Soldaten sind Mörder) gehen in Punkto "töten" die Meinungen bereits auseinander. Der eine betrachtet es als notwendiges Recht, der andere als Unrecht.

Dass in allen Rechtsystemen gewisse Kernüberzeugungen zum Ausdruck kommen, bezeichnen manche als "Naturrecht", doch darin kommt lediglich zum Ausdruck, dass in gewissen gesellschaftlichen Formationen zeitlicher wie regionaler Art eine Gleichartigkeit von Grundauffassungen herrscht. Das kann in anderen Formationen sehr anders sein.

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"Kultur" nennt man alles Menschengeschaffene, nicht nur Kunst oder andere schöpferische Produkte wie Musik. Das ist bereits eine Engfassung. Alle Formen der Gesellschaft, ob Institutionen oder Recht sind Teile der Kultur, genauso wie Kathedralen oder Kochrezepte.

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