Wozu Kinder?

Wenn ich mir diese Welt aus eigener Perspektive so betrachte, dann gibt es immer noch zu viel schlechtes: Unterdrückung, Ausbeutung, Profitgier, Sklaverei, Größenwahn, Mobbing, Krieg, Schicksalsschläge, Altersgebrechen, Krankheiten, Agonie, Tod.
Den immer mehr in den Vordergrund rückenden Wahn um die Nachhaltigkeit und das Wohlergehen unserer Kinder und Kindeskinder mal ganz außen vor gelassen.

Dies ist eine lange Geschichte, die mit den Anfängen der Geschichte beginnt und die sich leider immer wieder wiederholt. Auch in Star Wars wird geschildert, dass aus ursprünglicher Liebe nie etwas noch besseres wird, sondern dass diese immer zu allem schlechtem führt.

Wenn ich mir als sehr emotionaler und Empathie fähiges Menschlein nun die Frage stelle, ob ich lieber auf der Seite der Täter oder lieber auf der Seite der Opfer stehen möchte, dann bleibt mir als einzige Antwort nur ein "weder..noch". Ich für mich möchte weder dumme Kinder in die Welt setzen, noch Sklaven oder Soldaten, noch dass diese Täter oder Ausbeuter werden, und erst recht nicht, dass diese so werden wie ich.

Somit bleibt mir (ziemlich) objektiv nur festzustellen, dass Kinder nur aus Dummheit (weil der Sex so schön ist) geboren werden, oder weil die persönliche anerzogene, adaptierte oder religiös induzierte Einstellung oder politische Maßregelungen eine Schwangerschaftskorrektur verhindern, oder weil Kinder aus rein egoistischen Motiven der Eltern (oder Mütter) heraus, weil diese die Kinder einfach haben (besitzen) wollen, (vielleicht) weil sie darin den einzigen Lebenszweck in ihrem Dasein sehen.

Mir bleibt noch rethorisch festzustellen, dass man selbst rein gar nichts vermisst hätte, wenn man nicht geboren worden wäre. Erspart geblieben wäre einem in diesem Fall jedoch alles.
Diese Rethorik rüttelt an den Grundfesten jedweder Überzeugung und stellt für mich sogar die Daseinsberechtigung der Ethik "an sich" in Frage.

Auf die theologische Fragestellung, ob Gott nun ein gütiges oder bösartiges Wesen ist (die "Theodizee-Frage") folgt für mich das Ergebnis, dass es niemals ein Paradies im Sinne eines Schlaraffenlandes geben wird, ein abgleiten in eine Hölle jedoch viel wahrscheinlicher ist. Und die wünsche ich niemandem, außer allen aufgeklärten egoistischen Trotzdem-Verursachern.

Kinder, Sexualität, Egoismus, Ethik, Selbstverwirklichung, Sinn des Lebens, Sklaverei, indoktrination

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