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Fragen für Jüd_innen rund um das Thema Tod, Trauer und Sterben?

Hey! Schön dass Du hergefunden hast :-D

Ich bin Schüler der neunten Klasse eines Gymnasiums und möchte im Ramen einer Ersatzleistung im Fach Religion ein paar Fragen an praktizierende Jüd_innen stellen. Es soll so eine Art Interview sein.

Wir beschäftigen uns mit dem Thema Tod und Sterben in verschiedenen Religionen. Ich will mehr über Traditionen und Rituale im Judentum erfahren, da ich selbst offensichtlich kein Jude bin. Mit echten Menschen darüber zu reden anstatt nur im Internet zu recherchieren finde ich besonders interessant. Einfach um mal eine persönliche Ansicht auf dieses Thema zu bekommen und Vergleiche zwischen Recherche und realen Personen zu ziehen.

Ich weiss dass dies ein sensibles Thema ist und nicht jede Person Lust hat darüber zu sprechen. Vor allem wenn man selbst um eine angehörige Person trauert oder einfach nicht so comfortable mit diesem Thema ist.

Daher: Ich freue mich über ehrliche und umfangreiche Antworten. Fühl dich aber frei Fragen auszulassen oder auf bestimmte Punkte nicht einzugehen. Falls ich irgendetwas ungünstig formuliert habe, merke das gerne an!

Danke dass Du bis hier gelesen hast! Hier kommen die Fragen:

  1. Gibt es bestimmte Gebete die du mit dem Tod verbindest und die Rund um dieses Thema und die Trauerzeit eine wichtige Rolle für die spielen? Wenn ja, auf welcher Sprache bestest du sie und was bedeuten sie in ihrer Übersetzung (auf Deutsch)?
  2. Was passiert wenn eine angehörige Person im sterben liegt? Was sind religiöse Rituale oder Traditionen vor dem Versterben oder direkt danach? (z.B. Totenwache)
  3. Welche Bräuche praktizierst Du wenn es um die Trauerfeier und/oder die Beerdigung einer angehörigen Person geht?
  4. Gibt es nach dem Tod einer Person bestimmte Trauerperioden oder Bräuche die in der Zeit des Trauerns relevant oder üblich sind?
  5. Gibt es für dich eine Vorstellung für das was nach dem Tod passiert? Beispielsweise mit der Seele einer verstorbenen Person?
  6. Gibt es noch ein Thema über welches du gerne erzählen würdest?

Herzlichen Dank im Voraus und eine Entschuldigung für meine möglichen Rechtschreibfehler ;)

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Wenn Glaube zur Waffe wird: Spanien 1492?

Im Jahr 1492 wurden die Juden aus Spanien vertrieben. Das geschah nicht wegen einer Naturkatastrophe, sondern weil die katholischen Herrscher Ferdinand und Isabella beschlossen, ein rein christliches Spanien zu schaffen. Nach dem Ende der muslimischen Herrschaft in Granada mussten alle Juden entweder zum Christentum übertreten oder das Land verlassen. Viele weigerten sich und wurden verfolgt, enteignet oder getötet. (Später auch mit Muslimen)

Ein großer Teil der Vertriebenen, die man sephardische Juden nennt, floh in andere Regionen des Mittelmeerraums. Viele gingen nach Nordafrika, nach Italien oder in das Osmanische Reich. Besonders im Osmanischen Reich, also in Städten wie Istanbul, Thessaloniki oder Izmir, wurden sie freundlich aufgenommen. Der Sultan Bayezid II. soll sogar gesagt haben, der König von Spanien sei töricht gewesen, weil er so viele gebildete und reiche Menschen vertrieben habe.

Von dieser Vertreibung profitierten die aufnehmenden Länder, denn die sephardischen Juden brachten Wissen, Handwerk und Handelserfahrung mit. Einige zogen auch über Venedig weiter in den Osten. So entstand in vielen Teilen des Osmanischen Reichs eine lebendige sephardische Gemeinschaft, die dort für Jahrhunderte eine wichtige Rolle spielte.

Wieso werden solche Geschichten ignoriert und so dargestellt, als ob es nie geschehen wäre?🤓

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Religionen - Übersicht

Eine Meinung

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Religionsfreiheit. Religionsfrei sind Kinder usw. Wer sich für keine Religion entscheidet, ist irreligiös.

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Heiderei. Heiderei ist kein Gottesdienst, sondern eine Religion für Steindienst, Selbstdienst usw.

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Atheismus. Atheismus wie Heiderei ist kein Gottesdienst, aber eine Position bezüglich Religion und in diesem Fall schon auch eine Religion: “an Gott nicht zu glauben”. In den Theorien erklärt man, wie das Universum entstanden; es gibt aber noch die Frage, wer es schöpfte. Von “Nichts” kann kein Ding entstehen; es gibt überhaupt kein “absolutes Nichts”; ein Ding sein und “absolutes Nichts” sein ist nicht gegeben. Jedes Ding (Schöpfung) hat seinen Schöpfer; Gott ist Schöpfer von “Alles”. Ihn hat keine Schöpfung geschöpft: mehr als “Alles” (Schöpfung) und Schöpfer (von “Alles”) gibt es nicht. Mit dem Zusammenpassen von Mann und Frau und vieles mehr könnte man an Gott glauben; so wie Gott selbst an sich glaubt, kann niemand anderer an Ihn glauben.

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Christentum. Erstens: Es ist nicht normal, wenn ein Mann-Mensch mit Frau-Kuh heiratet. Gott hat das Leben und das Nichtleben, die Menschen und die Nicht-Menschen geschöpft, deshalb ist die Aussage “Maria ist Frau von Gott und Jesus ist sein Sohn” noch mehr eine “nicht logische” Aussage. Zweitens: Jesus würde anderen Menschen sich auf dem Kreuz so arm aufgehängt nicht zeigen. Niemand würde ewig in einer schlechten Position sich anderen Menschen zeigen. Das wäre eine Beleidigung. Das gehört nicht zur Religion von Jesus. Menschen hätten schönere, saubere Kleidung, Autos usw. Drittens: Die Mission von Jesus war von seinen Kreuz Aufhängern abgebrochen. Christentum ist also nicht nur von Jesus.

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Judentum. Beim Judentum ist es ungefähr so wie beim Christentum.

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Teufeltum. Wenn von Natur für die Menschen der Tod vorgeschrieben ist, ist es traurig, aber ist natural und normal. Wenn der Mensch das Tier zum Essen schlachtet, ist es auch traurig, aber auch normal. Es ist nicht normal, wenn ein Mensch mit einem Kuh oder einem Affe sich heiratet.

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Islam. Religion ist Religion und Menschen sind Menschen; Menschen sind sündig; hundert Prozent sündenfrei sind Engeln. Es gäbe auch “Hochler”, die die anderen von Islam heimlich abbringen würden: zum Beispiel es gibt in Islam Erzählungen (aber nicht in Koran) über einen Antichrist; Antichrist ist natürlich ein Böser, deshalb wären Muslimen Anti-Anti-Christen. Oder sie beschreiben absichtlich den Islam zu gut, und die Gläubige an sie merken später mit Enttäuschung über den “Islam”, dass es nicht so ist (Islam ist aber kein Paradies, sondern ein Weg zum Paradies (hoffentlich)). Also auch mit “Muslimen” sollte man vorsichtig sein. Man sagt in Islam ist Kampf erlaubt. Es gibt viele Fälle, bei denen gute Menschen Opfer von Bösen sind. Wenn Gott den Bösen die guten Menschen töten lassen darf, warum dann darf Gott nicht in solchen schlimmen Fällen den Guten die Bösen töten erlauben? Kämpfen heißt nicht unbedingt töten und allgemein auch in Islam ist das Töten eine nicht gute Sache.

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Beweise. Mensch kann nicht alles wissen. Man kann nicht alles vollständig überprüfen und die Existenz oder Nicht-Existenz Gottes bestimmen und beweisen: das können weder Muslimen noch Atheisten komplett beweisen.

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Glaube. Aber nicht alles wissen heißt nicht überhaupt nichts wissen. Es gibt viele Dinge, von denen man glauben kann.

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Zeichen 1. Es gibt gute und schlechte Dinge. Das hat uns die Natur gegeben (und das alles ist von Allah). Natur hat uns allgemein das Wissen beigebracht, was gut oder schlecht ist, was die Gerechtigkeit ist. Wenn jemand absichtlich etwas Gutes macht, ist es für uns Menschen logisch, dass er auch Gutes verdient; wenn er absichtlich etwas Schlechtes macht, ist es logisch, dass er die Strafe verdient. Das hat uns die Natur so beigebracht. Wenn die Natur uns das schon beibringen konnte, dann kann die Natur die Gerechtigkeit auch schaffen und für uns ist auch das Paradies und die Hölle logisch.

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Zeichen 2. Männliches und Weibliches (entsprechend) passen genau zusammen. Das ist ein sehr großer Unterschied von anderen Dingen und Zufällen. Für Mann gibt es genau das, was er wünscht (und umgekehrt) und das hat Natur als Geschenk füreinander gegeben, als ob sie wusste was jeder wünscht.

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Geduld. In Religion sind die Regeln, was für Menschen gut tut. Die Regeln tun aber nicht immer wie gewünscht, aber besser :)): Zum Beispiel einen süßen Wein trinken ist verboten, es ist vielleicht schwer (die Regel tut schwer), aber die Regel ist noch besser, weil Alkohol noch schlimmer wirkt.

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Ist Katholizismus die sicherste Religion?

Geht man davon aus, dass das Christentum wahr und Judentum, Islam, Hinduismus, etc. alle falsch sind (meiner Meinung nach spricht viel dafür, aber das soll nicht das Thema der Debatte werden…), dann stellt sich immernoch die Frage, welche Konfession richtig ist.

Da gibt es zB Katholizismus, verschiedene Orthodoxe Kirchen, Tausende protestantische Strömungen, Mormonen, Zeugen Jehovas, Anglikaner, usw…

Mormonen und JW schließe ich gleich aus.

Anglikaner ebenfalls, da sie wegen einer Ehekrise existieren… 😭

Orthodox schließe ich auch eher aus der Debatte aus, weil es so sehr an Nationalität geknüpft ist, aber sie erkennen ja so weit ich weiß den Katholizismus zu teilen an…?

Da bleibt mMn die Hauptdebatte zwischen Katholiken, die ihren Wahrheitsanspruch mit historischer Kontinuität, Lehramt und Tradition begründen und Protestanten (vor allem lutherisch geprägten), die ihren Anspruch über Sola Scriptura begründen.

Ich kenne ausreichend Argumente beider Seiten. Aber ich bezweifle, dass man im Endeffekt WISSEN kann, wer Recht hat… immerhin ist es Glaube, nicht Wissen…

Wenn man jedoch seine Konfession nur durch Höllenangst wählt, also halt kalkuliert, welcher Weg am sichersten ist, ist Katholizismus dann nicht smarter?

Soweit ich weiß ist Heiligenverehrung nicht verpflichtend für Katholiken, man muss nur die Gemeinschaft der Heiligen anerkennen (aber im apostolischen Glaubensbekenntnis der lutherischen Kirchen die ich kenne, kommt die auch vor). Beichten muss kann man ja, aber wenn man dann im Gebet Gott auch persönlich um Vergebung bittet, können Protestanten doch auch nicht viel einwenden…

Andersrum fehlen den Protestanten Sakramente, die nach katholischer Sicht heilsnotwendig sind.

Ist Katholizismus also schlauer, (bisschen wie die Pascal‘sche Wette)?

Wenn Protestanten Recht haben, haben Katholiken trotzdem gute Chancen. Wenn Katholiken Recht haben, sieht es für alle anderen schlecht aus…

Was denkt ihr?

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Unangenehme Reaktion von mir - Rat: Wie soll ich mich weiterhin verhalten?

In der Schule, Religionsunterricht, haben wir heute mit einem Thema angefangen: Leben und Tod.

10.Klasse.

Die Lehrkraft meinte, dass bei diesem Thema schon einige ihrer Schüler dann kurz rausgegangen sind, um sich zu beruhigen, weil ihnen das Thema einfach zu nahe ging.

Ich war direkt, als die Lehrkraft das Thema genannt hat, angespannt - Weil wir letztes Jahr einen Todesfall in der Familie hatten - Ich dachte aber, dass ich mich zusammenreißen kann, weil ich einerseits, als ich es letztes Jahr erfahren hab nicht geweint hab, und andererseits nicht wollte, dass die ganzen Klassenkameraden etwas darüber erfahren.

Zumindest hat die Lehrkraft versucht uns langsam und vorsichtig auf diesen Themengebiet zu führen mit einen Chlip, der den Tod für 5 Jährige erklären sollte.

Ich hab mich halt zum Ende hin des Clips nicht mehr fangen können, weil mich auf einmal meine ganzen Emotionen überrollt haben. Ich war auch nicht laut, nur hat die Lehrkraft und meine beiden Sitznachbarn nach dem Clip realisiert, dass mich der Film emotional berührt hat.

Meine Sitznachbarn werden mir mein Verhalten nicht übel nehmen. Aber wie soll ich mich der Lehrkraft in den weiteren kommenden Stunden verhalten? Sollte ich sie vorwarnen? Wie sollte ich mich verhalten?

Bitte ehrliche und ernsthafte Antworten...

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